Einzelbild herunterladen

stiften kann noch weniger die Rede sein. Serbien und Montenegro haben nicht den Krieg begonnen, um ihn gerade dann anzubrcchen, da ihre Waffen siegreich sind. Serbien und Montenegro würden ihren nationalen Beruf vollkommen verleugnen, wenn sie in dem am wenigsten geeigneten Momente durch Nachgie­bigkeit und Schwäche zur Befestigung der türkischen Herrschaft etwas beitragen möchten. Serbien und Montenegro, von denen keines einseitig auf Mediationen eingehen kann, werden bis auf den letzten Blutstropfen kämpfen und eher mag die serbische Nation vom Boden verschwinden, als daß sie der türkischen Will' kür wieder preisgegeben werde. Und wenn wir auch auf dem Schlachtfelde mit Ehren unterliegen sollten, so wird aus der Asche der Gefallenen der ser­bischen Nation doch ein Befreien erstehen."

Wie«, 6. Septbr. DerPesther Lloyd" meldet: Serbien biete jetzt ein Bild wie Frankreich nach der Schlacht bei Sedan; nur Intervention könnte eine innere Krisis verhindern. Dle Mächte entfalten die äußerste Anstrengung, das Blutvergießen zu beendigen. Seitens der Pforte sei kein erheblicher Wider­stand zu erwarten. DerLloyd" warnt die Pforte, die Erfolge zu mißbrauchen. Die Türkei müsse sich sorgfältigste hüten, den öffentlichen Geist in Rußland noch mehr herauszufordern. Keinesfalls würde die Pforte selbst von weiteren und entscheidenden Siegen Vortheile zu erwarten haben. Die Großmächte werden ihrem Interesse gemäß das letzte Wort sprechen.

Wien, 6. Septbr. DiePolil. Corresp." meldet aus Belgrad vom Heutigen unter Reserve und mit Betonung der serbischen Quelle, daß man dort Grundlagen erfahren habe, über welche die Großmächte für eventuelle Friedens-Verhandlungen zwischen der Pforte und Serbien sich unter einander geeinigt hätten. Dieselben wären folgende: Wiederherstellung desStatus quo ante bellum, angemessene, von Serbien zu leistende Kriegs-Entschädigung, Zahlung drei rückständiger Raten des Tributs Serbiens an die Pforte, Räu- muug Malizworniks Seitens Serbiens.

Wien, 6. Septbr. Die Pforte hat sich bereit erklärt, über den Frie­den auf mäßige Bedingungen hin zu verhandeln, will aber die Feindseligkeiten nicht einstellen, ohne die Grundlagen für den Frieden zu kennen.

Kossand.

Haag, 6. Septbr. Alting Mees ist zum Minister der Colonieen er­nannt worden. Der Marine-Minister Taalmankip übernimmt interimistisch das Kriegsministerium. Die anderen Minister verbleiben im Amte.

KrarrLrerch.

Paris, 7. Septbr. DemJournal officiel" zufolge ist das allgemeine Reglement für die Welt-Ausstellung im Jahre 1878, sowie die Classification dazu noch nicht definitiv festgestellt. Die bezüglichen Zeitungs-Meldungen sind daher unrichtig. Sobald der Text der betr. Erlasse von der Regierung defini­tiv genehmigt ist, sollen dieselben der Presse mitgetheilt werden.

England.

ßpttbp», 6. Septbr. Gladstone's Broschüre über die Grenelthaten in Bulgarien ist erschienen. In derselben wird ausgeführt, daß einer Erneuerung solcher Vorgänge nur vorgebeugt werden könne, indem Bosnien, die Herzego­wina und Bulgarien der türkischen Verwaltung entzogen würden. England müsse, vereint nut den anderen Mächten, hierauf hinwirken.

Flrrßland.

Petersburg. Zwei Deputirte der Bulgaren, die Herren Sankow und Balabanow, sollen, nach denSt. Pet. Wed.", in nächster Zeit in Petersburg eintreffen, um Rußland mit den Einzelheiten der von den Türken in der Bul­gare! ausgeführten Grausamkeiten bekannt zu machen. Die bulgarischen Depu- tirten werden von Petersburg nach Berlin, Wien, Rom, Paris und London gehen. Die beiden Bevollmächtigten sind gebildete Leute und mit der Lage der Dinge in ihrem Lande bekannt. Balabanow hat in Paris die Rechtswissen­schaften studirt und war außerdem Redacteur der bulgarischen ZeitungDas XIX. Jahrhundert."

Aumäuieu.

Bukarest. Die Finanzen Rumäniens von 1871 bis 1875 hat der Director des Credit Foncier zu Bukarest in einer Broschüre von allen Seiten beleuchtet und ist dabei zu folgendem Schluß gekommen:In sechs Jahren wurden die Steuern um 92 Mill- Frcs. erhöht. In sechs Jahren machte der Staat 52V2 Mill. Frcs. Schulden. Im sechsten Jahre werden zwei neue An­lehen verlangt von 83 Mill. Frcs. effectiv. Im siebenten Jahre ist die Aus­sicht auf ein neues Deficit von 22i/2 Mill. Frcs. In sechs Jahren haben sich die uneinkasfirbaren Rückstände der Einnahmen verdreifacht. Die Bilanz über die Finanzen ist Verschwendung. Die Bilanz über den öconomischen Zu­stand ist Elend. Die Bildung über die Verwaltung ist Anarchie und Willkür."

Keröien.

Seurlin, 6. Septbr. Die Türken haben, nachdem sie die serbischen kinien bei Prtschilowitza durchbrochen, die Orte Adrowatz und Schitkowatz nie­dergebrannt und zerstören überall die Felder, Wiesen und Häuser. Man hegt hier noch Hoffnung, daß sie auf dem Marsche nach Kruschewatz durch die Be­festigungen bei Djuuis aufgehalten werden. Dem Chef des Local-Comit^s der Genfer Convention haben sie, wie aus serbischer Quelle berichtet wird, den Arm mit der Kreuzbinde abgehauen. Gestern und heute hat nach ministerieller Auskunft kein Kampf stattgefunden.

JürLet.

Konstantinopel., 5. Septbr. Es verlautet mit Bestimmtheit, die Pforte sei bereit, die Waffenruhe überall herzustellen, doch nicht ohne Bürg­schaft dafür, daß die Waffenruhe zum Frieden führen wird. Nachrichten aus Rußland erzeugen Beunruhigung. Man fürchtet trotz des Entgegenkommens der Pforte einen äußersten Conflict mit Rußland wegen der Greuelthaten in Bulgarien. Englands kühle Haltung gegen die Türket vergrößert noch die Be­unruhigung. Aus Dobrutscha wird die Erhebung der dortigen Russen (ber Starovcrzen^ gemeldet.

Konstantinopel, 6. Septbr. Die hier beglaubigten Vertreter der Garantie-Mäckte erneuerten gestern bei der Pforte den Vermittlungs-Antrag und überreichten zur Unterstützung desselben ein Aide-memoire, welches über­

Wal-erckrir

das Ja

*) Dieselben kosteten incL Verp. 7 Mark.

Du wWrtun Fmstaft btn st Sormilh 1 ioMMMeU

A'M btn 8. & AHer/oM $i A. B

Der Abbru «ebenen W°b> liegt, M »n W * mittag 10 Ufo

Zeichnungen ! Gks'he», auch 1

Wetzlar, bt

1645) __

einstimmend, wenn auch nicht identisch dem Wunsche der Mächte Ausdruck aa» dte Femdseligkeiten binnen kürzester Frist und auf der ganz?» Linie eingestellt zu sehen. Sir H. Ellrot empfahl außerdem noch einen jedoch nicht länger ali ewmonatltchen Waffenstillstand. Auch dieser Schritt Englands wurde von den Vertretern der andern Mächte unterstützt. Jgnatieff kehrt auf den hiesiaen Posten zuruck, nachdem er zuvor in Livadia vom Czaren empfanaen worden sein wird. Abdul Hamid will aus Anlaß seiner Thronbesteigung keinen La erlassen, da diese Kundgebung schon sehr abgenutzt sei.

Kpnftantinppel, 6. Septbr. Don gut unterrichteter Seite verlautet- eafoet Pascha habe in einer vorläufigen Eröffnung den Botschaftern die Mit- theilung gemacht, die Pforte erachte einen Waffenstillstand nicht als in ihrem Interesse gelegen. *

Konstautinppel, 6 Septbr. Der Herzog von Edinburgh, bisher i« Dtenst auf der Flotte m der Besika-Bay, passirt morgen Konstantinopel, um sich "ach der Krim zu begeben. Ein Theil der vor Alexinatz befindlichen tür- ki,chen Truppen marschirt gegen das verschanzte serbische Lager bei Deliarad um den Serben im Falle der Räumung von Alexinatz die Rückzugs-Linie abzu- schnetden. Die Ceremonie der Schwert-Umgürtung findet am 7. Sept, statt Blaque Bay und Aovanischo Effendi haben dem Großvezir die Bericht! über ibre Mission in Bulgarien vorgelegt.

, 7. Septbr. Die Türken sind in Bjelopoavlowic und Kucci Bratonnossic eingedrungen und haben mehrere Dörfer verbrannt. Von Gra< howo flüchteten montenegrinische Weiber und Kinder gegen das österreichisch! Fort Dragaly zu. _________________

. Medicinisches Urtheil. EKSr"

*** 3» »r. Ticdemann's Pen-tsao-Söräporatcn. Das Brest ->nt,ll- i .

Blatt brachte vor Kurzem einen Redacti°ns-Art,kel von einem N-wyorker Corresvon- benten über die ganz vorzüglichen Heilwirkungen der Dr. Tiedemann'schen Pen-L- Präparate. Mit Bezug inerauf erkläre ich, daß ich mich der Ansicht meiner deutschen und englischen Collegen, daß die Pev-tsao-Präparate des Herrn Dr. ß. Tiedemann in Stralsund *) eine ganz ausgezeichnere und schnelle Wirkung bei allen Schwächezuständei hnsQ«nh' hfOa<rakb 6 an»r^,C^D Aebig's Extract für den Gesammt-OrganismuS, ba§ ftnb bfe Tiedemann sehen Pen-tsao-Praparatc für örtliche Leiden des Sexualsystemi

L s Dr. med. W. Zllz, Berlin.

&

MUen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Vtedicm und ohne Kosten durch die Gesundheits-Mehlspeise:

WMM KL.

Seit 30 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen GesundheitSspetse widerstanden und ben^ayrt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kmdern ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimbaut-, Athem-, Blasen- und ^terenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, ^larrhoen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blvtauf- r n'< ^9rcn^raufen/ Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für o nBe ^0" toDn der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. Ein Auszug uiö 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Lertificate om Profesior Dr. Wurzer, Geh. Medlcinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlicher Profesior bei Medicin an der Universität Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell, »Srofqjor Dr. D6d6, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen ochgcstellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt.

Abgekürzter AuSrug aus 80,000 Certificaten.

Brief von der hochedlen Marquise de Br 6Han.

z Neapel. 17. April 1862.

"Mn Herr! In Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Jahren in einem furcht- toDn ®^ma9frung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen odcr u schreib^, batte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper, schlechte Verdauung, fort­währende Schlaflositzj-keit and war in einer steten Nervenaufrequng, die mich hin und her trieb wir keinen Augenblick der Ruhe ließ, dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele lerzte, sowohl Engländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner c . 3n klüger Verzweiflung babe ich Ihre Revalesci^re versucht, und jetzt, nachdem tdi Oclebt, jage ick dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient das uu cL lle hat mir die Gesundbeit völlig bergestellt und mich in den Stand gesetzt, meine efellschaftliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherunz neiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung.

Marquise de Brshan.

, c. "5,877. Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und d uftrohren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung.

iin. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels-Lehranstalt .töten, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Ncrvenzerrüttung.

'lbmage^un Fräulein de Montlouis von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit und

Nr. 75,928. Baron Siamo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen rc.

Revalesciere ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und 'undern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

Preise der Revalescibre '/r Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. M n.O Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf.

... .Rz.ev^lesci6rc Cl,ocolalee 12 Taffen Mk. 1,80 Pf., 24 Taffen Mk. 3,50 Pf., 48 T-fn Ud. 5,70 Pf. u. s. w.

Revalesciere Biscuiten 1 Pft. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf.

3U durch Du Barry 4 So. in Berlin, W. 2829 Paffage (Kaifer-Galley.j in' 163164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droauen- Speeerei« uni ^elieateffenhändlern Im ganzen Lande.

In ®ieücn zu haben bei Müller 4 Schwager. (!4

Frijchbäcker |u Gießen.

, Sonntag, den 10. September' 1876. Cb- Noll Ww. in der Neustadt, 6- Kämmerer auf dem Seltersweg, G- Eaer am Lindenplatz.

Kirchliche Anzeigen der cvangclischcn Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag, den 10. September. Morgens: Pfarrvicar Schöner. Nachmitlags: Pfarrverwalter Schlosser.

(.Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 10. bis 16. Sept- besorgt ß Pfarrer Dr- Seel.)

Mil

Samstag den Abend

j jW in der Wohl Führer, der Pser itiferei für diefe? wert werden.

Wen, den 6. § M

Montag de Natmi

j erd die Bersteigel i \<Wnh fortnef

I j.n olim ßiifitför iMt 1 Sanier, . Iw.Mnge, srai

f 8«kta8.6t! = -____

Winet-Gn

, «i der Sta

*«itall.u.®i(

MülWoerftei

WdtöQ den 11.

t118iten 101 nm

m =m 5. g pderzogijchx J