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Donnerstag, den 7. September

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Erscheint IL-lich mit Lminabm« bei MontaaS Yxprditionr «chulstrah«, Sit. 8. Nr. 18.

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IjDdtttiftrtbt, 5. Septbr. Von Seiten des der zweiten Kammer der Stände der Entwurf eines der Bergwerke betr., nebst Motiven zu.

Berlin, 4. Septbr. Bekanntlich lagen dem

Trauer versetzt, der selbst dem Sieger nur Unglück gebracht hat! Frankreich verlor einen Kaiser und gewann die Freiheit; wir verloren den Rest von Frei­heit u'b bekamen das 'Deutsche Reich." Und da sollen wir jubeln und St. Sedan" feiern?

Flaggt, wenn ihr wollt, jubelt, wenn es euch Freude macht, holt euch im Maßkrug Vergessen eurer traurigen Lage, aber muthet uns nicht zu, uns^sclbst zu verhöhnen, indem wir Theil nehmen an eurer Thorheit und Selbst­verhöhnung."

München, 3. Seplbr. Das Sedansfest ist gestern hler glanzend ge­feiert worden. Die Häuser der Stadt, namentlich die öffentlichen Gebäude, prangten in reichem ^Flaggeuschmuck, welcher den im vergangenen Jahre bei Weitem übertraf. Am Abend fand im Zacherkeller ein sehr zahlreich besuchtes Festessen statt, bei welchem der Bürgermeister Erhard die Festrede hielt.

Itegensüurg, 3. Septbr. Heute Abend bald nach 6 Uhr ist der deutsche Kronprinz hier eingctroffen, von einem zahlreichen Publikum begrüßt. Derselbe hat in der hiesigen Villa des Königs Wohnung genommen. Die Stadt ist reich beflaggt und gegen 8 Uhr wurde dem hoheu Gaste auf illumi- nirtem Dampfschiff ein Fackelzug mit Serenade gebracht.

Karlsruhe, 3. Septbr. Anläßlich des Sedantages haben gestern IN dem ganzen Großherzogthum Baden zahlreiche Festlichkeiten stattgefunden, ins­besondere in den Städten Eonstanz, Freiburg, Offenburg, Kehl, Durlach, Pforzheim, Bruchsal und Heidelberg, sowie in. sehr vielen anderen Orten.

Hekrrreitü.

Wien, 6. Septbr. Auf Reclamation der österreichischen Regierung hat die rumänische Regierung, wie von gut unterrichteter 'Seite verlautet, die Ver­ordnung betreffs Einhebung der Personalsteuer von fremden Staats-Angehöri-

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Vereins für die Provinz Oberheffen betreffend.

besitzen. Die neu Auszunehmenden treten in die untere Abtheilung ein, oder, wenn sie die nöthigen Vorkenntnisse besitzen in die obere, welche von deniemgen Schulern gebildet wird, die im vorigen Jahre den unteren Cursus besucht haben.

Das Schulgeld beträgt für den oberen Cursus 35 Mark, für den unteren 45 Mark. - Anmeldungen nimmt das unterzeichnete Curatorium entgegen, welches

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Preis vierteljährlich 2 Har? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich N Mark W Pf.

zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist. Friedberg, den 1. September 1876.

Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Trapp. Dr. v e u f e r- Klietsch.

Geh. Regierungsrath. Dirigent der Anstalt. Kreis-Assessor.

Session zahlreiche Petitionen vor, welche sich mit Wanderlagern ' und dem Actionsbetrieb beschäftigten Gewerbe-Ordnung im Sinne der Einschränkung dieser Arten von Gewerbebetrieb verlangten. Besondere Besteuerung des Hausirens unter gleichzeitiger Beschrän­kung desselben auf das kleinste Maß, Aufhebung oder doch Einschränkung der Wanderlager und anderweite Regulirung der Bestimmung über das Auctions wesen waren im Wesentlichen die übereinstimmenden Forderungen dieser Petrtro- ren, denen gegenüber nur eine einzige, von der Gewerbekammer zu Leipzig ails- gegangene, empfahl, es bei der bisher gültigen Gesetzgebung bewenden zu lassen. Die eingehende Erörterung dieser Petition führte schließlich innerhalb der betr. Comniission zu dem Antrag, über dieselben zur Tagesordnung uberzu- gehen, der dann auch vom Reichstag angenommen wurde. Inzwischen ist spe den die Frage, ob es sich empfehle, bezüglich der Bestimmungen scher die Waarenauctioneli im Umherziehen dem Reichstag eine Abänderung vorzuschlagen, Seitens der Reichsregierung wiederholt zur Erörterung gelangt. Wie verlautet, ist das Ergebniß derselben indeß ein negatives gewesen, da man in den betr Kreisen nach wie vor an der Ueberzeiigung festhält, daß die von den Petenten hervorgehobeneii Uebelstände größtentheils nicht in der Gesetzgebung, sondern in den außergewöhnlichen Verhältnissen beruheii, unter denen das wirthschaftliche Leben seit Jahren steht. Im Reichstag , wird mau auch sicherlich nicht zu einem anderen Ergebniß gelangen, falls die Petitionen, wie übrigens fast sicher anzu-

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»blreiche Lehrmittel unterstützt. - Jeden Abend oon 7-9 Uhr finden unter Aufsicht eines Lehrers Wiederholungs- und Arbeitsstunden statt, und wird das Verhalten der Schüler in und außerhalb der Schule strenge überwacht. Aufnahmefähig ftnb junge l!'Ute vom 14 Lebensjahre an, welche die in einer Volksschule erreichbaren Kenntnisse

gen in Rumänien zurückgezogen. ,

Wien. Nun hat die Türkei also in der That einen neuen Sultan. Die Proclamirung Abdul Hamid's II. hat mit großem Pomp und unter dein Jubel der Bevölkerung von Konstantinopel bereits stattgefundeu und Murads der abgesetzte Sultan, ist im Palast Tscheragan iustallirt. Die ofstcielle tür­kische Rote, welche diesen Wechsel den Vertretern der Pforte int Auslände mittheilt, gibt als Grund der Thronentsetzung Murads die unheilbare Krankheit an, an der er seit dem 10. Tage seiner Regierung gelitten. Also 10 Tage von den 80 Tagen, da er Beherrscher der Gläubige» war, hat erlichte Augenblicke" gehabt. Es war nöthig seine wenigstens temporare Regierungs- fähigkeit auch jetzt nachträglich zu coustakiren, und 10 Tage waren dazu gerade genug. In diese 10 krankheitsfreien Tage fällt jenes Kaiserliche Rescnpt (vom 1. Juny, worin die Beibehaltung des früheren Cabmets ausgesprochen und allerlei Ersparnisse und Reformen versprochen werden; fallt der Kalserllche Hat an den Großvezier (vom 2. Juni)/ worin verheißen wird,daß die Verwaltung des Reiches auf Grundlagen gegründet werben solle, welche den wahren Be­dürfnissen des Landes entsprechen, sowie im Einklang mit den liberalen Ideen des Zeitalters stehen!" DieseRegierungsacte" Sultan Murads konnte das (Sabiner, dessen Bestätigung darunter ja auch und zwar au erster stelle staurirt, doch nicht hinterher mit dem Verdacht behaftet lasten, daß sie von einemregierungsunfälfigen" Herrscher ^gegangen seien. Was wird fetz ans dem abgesetzten Murad werden? Er ist rm Palast Tscheragan mstalltrt rooiben und sein persönliches Schicksal hat jetzt fein weitergehendes Juteresse mehr- Da die Unheilbarkeit seiner Krankheit ärztlich bescheinigt ist, so wird sich Niemand darüber wundern, wenn von irgend einem Sclaven des toerall»

Gießen, am 5. September 1876.

Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1877. ,

Das Großherzogllche Kreisamt Gießen

an die Großherzoqlichen Bürgermeistereien.

Wir erinnern Sie an Einsendung der obigen Voranschläge binnen 14 Tagen.

v. Röder.________________________________

chichener Anzeiger

Anzeige- und Amtsblatt sm den Kreis Gießen.

»chmeu, wiederkehren.

Berlin, 4. Septbr. Aus Tuldscha im Donan-Delta, vom 28. August, schreibt man derKöln. Ztg." über den Zuzug russischer Officiere über Rumä- tnänien nach Serbien:Seit einer Woche sieht man täglich russisches Militär mit Officieren in Extrazügen Rumänien durchreisen, und zwar ganz offen, ohne daß sie ein Hehl daraus machen. In Turu-Severin kommen täglich zwei bis drei Extrazüge von 30 bis 35 Waggons und von zwei Locomotiven gezogen an, so daß man bereits das russische Contingeut auf viele Tausend Mann be rechnen will. Sollten die Russen oder vielmehr Gortschakoff, Jguatieff und Cousorten ihre Schlauheit so weit treiben, durch den serbischen Krieg sämmt- Itche verfügbare Kräfte der Türkei dorthin zu ziehen, um Kleinasien zu entblößen md nunmehr bequem in Anatolien einfallen zu können? Der neu entstandene Aufstand an verschiedenen Punkten der Blilgarei, die verdächtigen Anzeichen in Kreta und sonstige Ereigniste trüben sehr die Aussicht in die Zukunft."

München. Der Festartikel des ultramontanenBayer. Vaterland zur Sedanfeier lautet:

St. Sedan, L September.

Preußen, Juden, Freimaurer, Liberale und sonstigeReichsfrennde' feiern morgen St. Sedan; die Speichelleckerei wird an dem Tage Orgien feiern, die deutsche Dummheit und Lakaienhaftigkeit dabei in ihrer ganzen Glorie erscheinen. Wir thun dabei nicht mit, wir bleiben bei all' dem Unsinn falt, eiskalt. Weshalb sollten wirSt. Sedan" mitfeiern, den Unsinn mit- mad)en? Ein Thor, der den Tag als Festtag feiert, der ihn ins Unglück ge­bracht hat! Ein Unmensch, der den Schlachttag bejubeln kann, der Zehn­tausende von Menschenleben hingerafft, der Hunderttausend in Schmerz und

tm 11 sv Winter Ackerbaufchule des landwirthschaftlichen

J 1 Der Unterricht an der Ackerbauschule zu Friedberg beginnt am 2- November lm 10. Ottif bjtfe§ 3abre§, in zwei Abtheilungen. Derselbe erstreckt sich auf die Fortbildungsfacher, sowie besonders auf die verschiedenen Zweige der Naturkunde und Landwirthsckafts- : lchre. Außer zwei ständigen Lehrern und dem Vereins-Wiesenbaumeister unterrichten i nach mehrere Hülislehrer, so daß jedes Fach entsprechend vertreten fit. , . . ,

Der Unterricht wird durch Besichtigung nahe gelegener Güter rc., fomte durch .r -x. n __inhonh nnn 79 1Thr finhpn unter s}Iufncbt

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