teil, IT 'kränz«
“ ten $tnJ
ri
fo. 105. Samstag, den 6. Mai 1816.
chichener ^inreiger
Anzeige- nnb Amtsblatt fit den Kreis Gießen
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulftraße, Lrt. L. Nr. 18.
Jkuffdifanb,
J Zimmer mit ol 'lock Neustadl $.
sich
Bei der Abstimmung über § 1 stimmten Zentrum und Fortschritts
Geheimen Ober-Regierungsrath v Amsberg, in allen anderen Reichs Angelegen heilen durch den Wirklichen Geheimen Ober-Regierungsrath Eck vertreten
^onnircn meld! Weitzen/or/r,
Kreuz. ____
,ui meiner Wi'ldl ,u6wi^vW 8W werden. '*■
Carl Ocke!.
■ )|ot6e«b!t|c Neuenweg Iw- , rSÄmW' Lsch«st wi-d / in tüchtig» y nnb Umgebt inler W 3*'
iiun8yfe
Orfuctt.
l trU" '' K,i! j^iTeS^
bereits am 8. Mai ein.
J Berlin, 4 Mai. Die Regierung hat in der Städte-Ordnungs-Com- ' ■ Mission erklärt, an der Ausdehnung der Städte-Ordnung aus die Rheinprovinz, Westfalen und Nassau festzuhalten.
Berlin, 4. Mai. Abgeordnetenhaus. Zweite Berathung des Gesetz- JV Entwurfs, betr. die evangeliche Kirchenverfassung für die acht alten Provinzen. Die §§ 1—11 wurden nach sechsstündiger Debatte nach den Anträgen der WH Commission angenommen. Zu 12 wurde die Regierungs-Vorlage mit Aus- nähme des zweiten Alinea wtederhergestellt. Die Berathung über die dre
stoß mit der „Franconia" aus.
Türket.
Konstantinopel. Mukhtar Pascha ist auf seinem Rückmarsch von Riksic nach Gaczko bei dem Fort Prejika wieder von den Aufständischen angegriffen worden und hat, nach slawischen Angaben, viele Leute verloren, nach seiner eigenen Meldung aber die Banden zerstreut und deren Verschanzungen erstürmt. Das slawische Nachrichten-Bureau in Ragusa bestreitet uberhaup. daß Mukhtar Pascha bis Niksic gekommen sei, undbehauptet, in der Mcht vom 28. zum 29. April seien 500 Einwohner von Niksic nach dem Fort Prejika, wo sich Mukhtar Pascha mit dem Feinde herumzuschlagen gehabt, gekommen und hätten den dort aufgeftapelten Proviant auf den Schultern stach ihrer Stadt getragen. Am 29. April habe dann Mukhtar Pascha allerdings eine Schanze genommen, dann aber, iiachdem den ganzen Tag gekämpft worden, gegen Nozdrev zurückweichen müssen, wo er von allen Seiten eingesperrt sei.
Nach einem Telegramm aus Mostar, 1. Mai, ist der türkische Heerführer in
Gaczko wieder eingerückt. , L, r
Konstantinovel. In Serajewo brach dieser Tage un jüdischen -viertel eine Feuersbrunst aus, welcher 200 Wohnhäuser und 5 Moscheen zum
Opfer fielen. Als von der oberen Festung ein Kanonenschuß das Feuerfignai
•IUI/IHv Uv v glUvll v H miUvU ' D
<a,Sieuer.Umlagen betr. Bestimmungen wurden vorläufig ausgesetzt. Fortsetzung morgen. Bei der Abstimmung über § 1 stimmten Gentrum und Foitschrittd Partei gegen die Vorlage. Bei Berathung des § 2 verlas Windthorst (Mep.
Männer als Geiseln zurückbehalten.
Paris, 3. Mai. „Uuivers" bringt den Wortlaut der Bittschrift, welche die katholischen „Familienväter" an die Deputirten-Kammer und den Senat gegen den von Waddington vorgelegten Gesetz-Entwurf betreffs Abänderung des Unteriichtsgesetzes richten. AlS Katholiken beglückwünschten sich die Brtt- steller, daß die unumstößlichen Rechte der Kirche vom Gesetze, das man -»greift, anerkannt wurden, als Familienväter schätzten sie sich glücklich, ihre Kinder nicht dem Einflüsse unheilvoller Lehren ousznsetzen. Schließlich betonen die Bitt- ieller noch die für die katholischen Universitäten schon ausgewandten Kosten und erklärten die Vorlage Waddingtons für einen Angriff gegen das Eigentbum.
ßngkand.
London, 3. Mai. Die Radicalen lassen im ganzen Lande eine Petition zur Unterzeichnung circuliren, worin das Parlament gebeten wird, keine weiteren Apanagen an Mitglieder der königlichen Familie zu bewilligen, bis nicht der Legislatur ein Ausweis über deren jetzige Einkünfte aus allen Quellen überreicht worden ist. Diese Petition, die augenscheinlich gegen die weitere Bewillignng gerichtet ist. die in Kurzem verlangt werden soll, um das Deficit der Kosten der indischen Reise des Prinzen von Wales zu decken, hat, wie es heißt, schon über 100,000 Unterschriften erhalten.
London, 3. Mai. In mittelalterlicher Weise wurde, unter dem Klange der silbernen Trompeten der „Staatotrompeter" der City, der neue Titel der Königin durch die Sherifs von London und Middlesex vor dem Londoner Volke ausgerufen, einmal vor der Börse nnd ein zweites Mal innerhalb des viereckigen Hofes der Börse. Wie in den Shakespeare'schen Stücken folgten dem Ausrufe laute Hurrahrufe der gerade anwesenden Leute, die allerdings ebenso wenig befugt waren, sich als „die Bürger Londons" anszugcben, wie die Schauspieler auf der Bühne bei den erwähnten Aufführungen, oder wie die bekannten drei Schneider von Tooley Street als „das englische Volk." — Während gestern der Fall der „Franconia" dem Urtheil der Admiralität unterlag, stellte das Handelsamt dem Capitün des „Strathclyde", Eaton, und dessen Mlt- Osficieren die zu der früheren Untersuchung eingeforderten Schiffszeugmsse zurück und sprach zugleich seine Billigung über ihr Verhalten bei dem Zusammen-
■c W°hl,h°tigk« tet nian itäjutij __^_J232l "Ntiitunbdni »ennittfa. 1 •^"lirnrntHFi : t auf dem Sellen1
werden. _ . ,
Berlin, 3. Mai. Mit Bezug auf die bevorstehenden Drer-Kanzler- Conferenzen in Berlin meldet die „Ag. am.", daß es Fürst Gortschakoff war, welcher die Initiative ergriffen hat, den Grasen Andrassy einzuladen. Er hat demselben einen Bries geschrieben, in welchem er erklärt, daß es dem Kaiser Alexander zur größten Genugthuung gereichen würde, wenn der österreichische Reichsminister zu einer Conferenz in Berlin eintreffen würde. Graf Andrassy hat sofort geantwortet, daß er sich beeilen werde, den Wünschen des Kaisers
Alexander zu entsprechen. ,
— Die preußischen Landeskassen, sowie die Landeskassen der ubriaen Reichsstaaten sind jetzt angewiesen worden, sämmtliche noch courssähigen Landes- ßuMMmünzen, also die auf Grund der Zwölftheilung des Groschens geprägten EiäMffnigstücke und die auf Grund der Zehntheilung des Groschens geprägten Kupfermünzen nicht wieder auszugeben, sondern anzusammeln und an daö Münzmetalldepot des Reichs bei der Münz Direktion in Berlin abzuliesern.
Berlin, 3. Mai. Die „Berl. Börsen-Ztg." erklärt fick formell auto- risirt, mitzutheilen, daß bis zu diesem Augenblick weder osficiell noch vertraulich, weder formell noch formlos irgend welcher Schritt geschehen ist, welcher die Absicht der Staats-Regierung, die Bergisch Märkische Eisenbahn anzukausen, Ä bekundete. Die Fusions-Verhandlungen zwischen der Bergisch-Märkischen und Berlin-Potsdamer Bahn würben vorläufig von je einer Vertrauens-Person beider Bahn-Gesellschaften gesührt. •
1 Berlin, 3. Mai. Wie die „Post" erfährt, trifft Graf Andraffy hier
Anzeigen, gingen sucht in l arbt, Schreine, istadt 97.
, btr im Flaschenüil wirb zum sofoch
, Rodheim.
Wite
' i bS""« Msi-rungsrach Hcrtzog, in Reich-justiMug-leg-uheiten durch deu Wirklichen fomnicn ®icbtrkbi rn-L-1____cm;qd./.ÄvAi-fi h oimättorn in nflpn nnnprpn Reims Ana elea en
auf ber iejtoi’K«
Herzogin von Baden. — Bei dem Unglücksfall in Rüdesheim sind, wie jetzt estqestellt ist, 5 Personen getödtet und 7 schwer verwundet worden. Vier werden vermißt, worunter ein Fremder; 28 Personen wurden gerettet.
München, 3. Mai. Nach lebhafter längerer Debatte über dre Münchener Wahlen vertagte die Kammer der Abgeordneten den Schluß der Dis- cussion auf morgen. "An der Discussion beteiligten sich, und zwar für den Antrag der Commission auf Vernichtung jener Wahlen: die Abgg. Hauck, Kopp, Huhn'und Schels; gegen den Antrag: Frankenburger, Sing, Wülfert und Ministerial-Director Riedl.
Ilrankreich.
Paris, 2. Mai. Heute Morgen wurden in der provisorischen Capelle des Sacre Coeur Messen zu Gunsten der „Universitäts - Unterrichts - Freiheit gelesen. Gebete wurden gen Himmel gesandt, damit derselbe nicht dulde, daß dem Staat das Recht der Verleihung der Grade zurückgegeben werde! Die Uahl der Gläubigen war nicht sehr bedeutend, doch wurden unter densclben wieder Osficiere bemerkt. Die Predigt hielt Laroffe, der das „heilige Herz pries und prophezeite, daß bald ganz Frankreich demselben angehören ^rde.
Paris, 3. Mai. Der Aufstand in der Oase El-Amri ist vollständig niedergeschlagen; nachdem die Artillerie ein Wort mitgeredet, wurde der Mara- bnt mit den aufständischen Scheikö gefangen genommen und die angesehensten
Berlin, 2. Mai. Gestern Mittag ist der Staats-Minister Delbrück mit seiner Gemahlin von Berlin nach Paris abgereist und wird Stächst m etwa vier Wochen zurückerwarret. Heber die Anordnungen, welche sem Rücktritt aus dem Reichsdienste Hervorrufen wird, ist jetzt, wie mit ziemlicher Sicherheit verlautet, in folgender Weise verfügt. Das Reichskanzler-Amt bleibt alg Central-Abtheilung oder, wenn man so sagen will, als Abtheilung des ohweni bestehen; an seine Spitze tritt als „Präsident des ReichSkanzler>AmtS der bisherige Großherzoglich Hessische Minister-Präsident Geh. Rath Hofmann.
Berlin, 3. Mai. Von Seiten der britischen Regierung ift, der „Post zufolge, dem auswärtigen Amt eine Sammlung auf Verleihung von fremdherr- licVen Orden und Medaillen an britische Unterthanen bezüglicher Verordnungen übergeben. Solche Vertheilungen sind nur zulässig wegen Verdienste, bte vor dem Feinde, zu Wasser oder zu Lande, oder im Dienst eines fremden Souve- raius erworben werden. In letzter Zeit war eine laxe Praxis eingetreten, jn Preußen war es übrigens, wie die „Post" vernimmt, schon lange Grundsatz geworden, bei beabsichtigter Ordensverleihung an fremde Unterthanen zuvor Q . ». , .. durch Mitwirkung des auswärtigen Amts sich der Genehmigung der fremden cor. Jfiracnpk-. „7 ® ;£T__
-j ^aiernngen zu vergewis ern. f „
^ute zum «al 0 Berlin, 3. Mai. Der Kaiser hat, wie das „Tagebl." hort, einen b ließen m xj^nhändigen, vier Seiten langen Brief an den ans seinem Amte scheidenden N del LtemV identen des Reichskanzler-Amts, Delbrück, gerichtet, in welchem Se. Ma
j jcjtät dem verdienten Staatsmanne in den schmeichelhaftesten Ausdrücken seinen kaiserlichen Dank für dessen dem Reiche geleisteten Dienste ausspricht und damit die Hoffnung verknüpft, daß Delbrück's Ausscheiden ans dem Reichsdienste nur ein zeitweiliges sein werde. Eine besondere Auszeichnung soll dem Minister Delbrück noch bevorstehen, wenn er, von seiner Reise zurückgekehrt, die Geschäfte seinem Amtsnachfolger übergeben wird.
— Nach einer Mittheilung des „Reichs-Anz." wird Herr Delbrück wahrend der Dauer seiner am 1. d. Mts. angetretenen vierwöchigen Beurlaubung in Angelegenheiten von Elsaß-Lothringen durch den Wirklichen Geheimen Ober-
Pen) eine Erklärung des Centrums, daß daffelbe gegen die Vorlage stimmen lvrr'oe.
Wiesbaden, 4. Mai. Heute Vormittag um 9 Uhr erfolgte die Ab reise des Kaisers, des Königs von Belgien, des Großherzogs und der Groß


