Lokal-Notiz. gfi0 i
Gießen, 4 Octob. Unsere Leser macken wir auf die morgen, Donnerstag, be- je n ier Sinnenden Vorstellungen des Herrn Prof. Fernando aufmerksam. Gedachter Künstln, * fl" |#Bf
welchem recht gute Zeugnisse, namentlich aus Darmstadt, zur Seite stehen, hat überall, Hießen, wo er noch aufgetreten, sich deS regsten Beifalls zu erfreuen gehabt. . GMerMÜA
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den Manöoern von Elberfeld '««.»-fötflettl v rtrofien und so schwer verletzt, m
dann der „Barmer Zig." zufolge ermittelt
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Elberfeld, 30. Sept. Am 2. ds. wurde bei 1 ein Kind auf dem Arm seines VaterS von einer Kugel getrosten
besonders Gewicht darauf lege, die geplanten Reformen nicht blos in den ans« ländischen Provinzen, sondern im ganzen Reiche einzuführen.
Serbien.
Belgrad, 1. October. (Amtliche Meldung.) Gestern machten die Türken, aus ihren befestigten Stellungen ausfallend, mit 20,000 Mann und 40 Geschützen auf die serbische Armee bei Gredetin einen Angriff, um beten Rückzugs-Linie abzuschneiden. Nach zwölfstündigem hartnäckigem Kampfe waren die Türken mit großen Verlusten vollständig zurückgeschlagen. Die serbische Armee behauptete ihre Positionen aus den Höhen.
Griechenland.
Athen, 2. October. Die Deputirten-Kammer ist heute durch den Minister-Präsidenten eröffnet worden. In der Eröffnungs-Rede ist der Orient. Frage keiner Erwähnung geschehen. — Der Proceß gegen Vulgaris ist wiedei ausgenommen worden.
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Wien, 2. October. Diplomatische Berichte melden, die Pforte werde die Friedens-Bedingungen der Mächte ablehnen. Die Pforte sei zum Aeußer- sten entschlossen. — General Sumarakow hat heute des Kaisers Antwort ans den Brief des Czars erhalten. - Rußland hat mit Nord-Amerika einen Vertrag abgeschloffen, demzufolge Rußland 16 Monitors erhalt und dafür an Nord-Amerika einen Hafen in Kamtschatka mit entsprechendem Land - Besitz
Wien, 2. October. Der Kaiser verlieh dem General-Adjutanten des Kaisers von Rußland, Sumarakow, das Großkreuz des Leopolds-Ordens. Sumarakow reist am Dienstag früh direct nach Livadia zurück.
«estb, 2. October. Der Immunitäts-Ausschuß verhandelte heute über die Affaire Milotics, nahm actenmäßige Vorlesung der Anklage vor und beschloß Gutheißung des Vorgehens des Ministeriums. Der Ausschuß erklärte, im Allgemeinen bestehe die Immunität der Deputirten auch während der Parlaments-Ferien, im vorliegenden Falle wird aber das Vorgehen der Regierung, als durch das Nothrecht indicirt, gebilligt.
Araukreich.
Heiner 7^,
Paris, 1. October. Der Ackerbau- und Handels-Minister Teifferenc de Bort hat an die Handelskammern folgendes Rundschreiben gerichtet' "Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten hat erfahren, daß die deutsche Reichs- bank nur solche Wechsel discontirt, welche das Wort „Reichsmark mit der richtigen Orthographie tragen. Dieses Institut hat jüngsthin einen Wechsel, der von einem Florentiner Hause auf Berlin bezogen^ war, allein ans dem Grunde zurückgewiesen, weil die darin angegebene Summe als „Marc unb nicht als „Mark“ bezeichnet worden war. Da diese Nachricht das handeltreibende französische Publikum interessiren dürfte, so beeile ich mich, dieselbe hier- * mit zu Ihrer Kenntniß zu bringen." — Der „Momteur sagt, ihm werde bestätigt, daß Rußland den Krieg erklären wolle, wenn die P orte nicht sofort die Vorschläge der Mächte annehme; die Pforte habe bei dieser Lage nur die Wahl entweder den förmlichen Wallenstillstand zuzugestehen, oder einfach die europäische Vermittlung auf Basis der englischen Vorschläge anzunehmen.
Paris, 2. October. Rußland scheint bis jetzt noch Nicht die Serben öffentlich verleugnen zu wollen, doch hat der Czar bereits zweimal und noch ganz neuerdings, an Tschernajeff den Befehl ergehen lassen, nach Rußland zurückzukehren. Tschernajeff hat nicht Folge geleistet und sich darauf berufen, daß er nicht mehr russischer Unterthan sei. r
Paris, 3. October. Der „Agence Havas" zufolge enthalt die von der Pforte auf die Friedens-Vorschläge der Mächte ertheilte Antwort eine Darlegung der für das ganze Reich einzuführenden Reformen, durch welche die vollständige Emancipation der christlichen Unterthanen hergestellt werde; ferner wird darin die Nutzlosigkeit der Verleihung der lokalen Autonomie an Bosnien, Herzegowina und Bulgarien geltend gemacht, jedoch ohne daß eine formelle Weigerung ausgesprochen wird, und schließlich das Anerbieten einer Waffenruhe (nicht eines Waffenstillstandes) gemacht.
England.
London, 3. October. In der Versammlung in Birmingham zum Zwecke der Agitation für baldigste Einberufung des Parlaments wurde em Brief Briaht's verlesen, worin derselbe die Einberufung des Parlaments für eine konstitutionelle und weise Maßregel erklärt und die Ansicht ausspricht, daß die Regierung sich derselben entgegenstellen werde, weil sie die Auflösung ihrer Majorität besorge. Aber eine Genehmigung der Regierungs-Politik sei unannehmbar, es gebe nur zwei Mittel, aus der jetzigen Schwierigkeit herauszu- kommen: entweder vollständige Aenderung der Regierungs - Poll lk, und dann muffe die Regierung einer anderen Führung folgen — oder Entlassung des Eabinets. Die Versammlung nahm einen Antrag an, welcher aussprlcht, daß die von Lord Derby vorgeschlagenen Friedens-Bedingungen nut den Wünschen des britischen Volkes in Widerspruch stünden und daß die sofortige Einberufung des Parlaments nothwendig sei. Chamberlain bedauerte, daß die Resolution nicht die Auflösung des Parlaments befürworte und hob hervor, man bedürfe eine§ neuen Chefs und dieser sei Gladstone. In einer Versammlung zu Manchester sprach sich Bright persönlich tadelnd über das Ministerium aus und verlangte die sofortige Einberufung des Parlaments, das die unwiderrufliche Entschließung Englands, niemals mehr für die Türkei Blut zu vergießen, er- Nären solle. Die Türkei müsse dem Schicksale überlassen werden, das die Vorsehung über corrumpirte und tyrannisch regierte Staaten verhänge.
London, 3. October. Beim Empfange zweier Abgeordneten aus Bulgarien, welche eine Denkschrift und eine an die Königin gerichtete Bittschrift überreichten, erklärte gestern Lord Derby, England nehme den regsten Antheil an dem Schicksal Bulgariens und werde Alles thun, um Garantieen gegen Wiederholung der verübten Greuelthaten zu erlangen. Die Denkschrift ist auch den hiesigen Botschaftern überreicht.
Atalien.
Rom, 2. October. Die türkische Regierung hat der päpstlichen Curie den Entwurf eines Concordats übersendet, demzufolge die Differenzen bezüglich der armenischen Kirche geregelt und den römisch-katholischen Unterthanen der Pforte vollständige Freiheit garantirt würde. Die Curie hat den Entwurf im Principe günstig ausgenommen und befaßt sich jetzt mit der Prüfung der einzelnen Bestimmungen.
(Von einem fliegenden Drachen davongetragen.) E ne von dm eigentW lichsten Nebenumständen begleitende Rettung eines fünfjährigen Mädchens m Todesgefahr wird der „Berliner Bg-Z" von einem Augenzeugen mitsetheilt. 3-• alltäglich, so stiegen auch am Mittwoch unzählig viele Drachen Kreuzberg in d. Lust empor. Ein sehr großer Drache stand himmelhoch tn den Wolken und mui> ■ da der Bindfaden zu Ende war, von dem Herrn seinem 14jährigen Sohneüb ergebe - damit der Erstere etwa 30 Schritte entfernt einen zweiten steigen lassen kann e. D Knabe hie.t mit kräftiger Hand das Ungethüm und hatte, nm ganz lecker zu geh«, das Ende der Schnur um die Taille des fünfjährigen Schwesterchens gebunden. £)~ Kleine freute sich und jubelte laut über die „Künste" des Drachens. Da auf eimj. läßt der Bruder lotz und eilt zum Vater, um diesen beim $f ,L £ a' unterstützen, und ohne daß Vater und Bruder etwas bemerken, wird das kleine Mädlte > das gar nicht weiß, was geschieht, durch die Gewalt des Drachen ernporgehoben, ichrtttwcise, unwillkürlich dupfcnd, si.h, sich d°- Kind d-m UN» b« liegenden sehr tiefen und steilen Abgründe zugefuhrt. Da- Kind'erhob jeM ««3 lnergeschrei. Entsetzt eilten drei Männer hinzu und ergriffen es wenige Sch ; der Tiefe, in die es nach dem Zerreißen der Schnur- unfehlb^ sehen von zerrissenen Kleidern und einigen Hautabschürfungen i|t die Kleine mi
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daß es bald nachher starb. Bei einer spStern genauen Revision der Gewehre rourbi
-■ [/ zufolge ermittelt, daß aus dem Gewehr eines Unteroffizier Derselbe hatte die Patronen auf dem UebungSschießplatze enb
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scharf geschossen war. Derselbe hatte die Patronen auf dem ueoung-ichienpia-e eiw wendet uno mehrmals scharf geladen, um seinen Lieutenant ju erschießen , wobei« fedoch jedesmal fehltraf, bis endlich eine der verhängnißvollen Kugeln dem ßeben einit Kindes ein Ziel setzte. Bei seiner Verhaftung legte der Unteroffizier sofort cm offen« Geständniß ab, ergriff aber, ehe es verhindert werden konnte, sein Gewehr und sch«! sich eine Kugel durch den Kopf, so daß er augenblicklich todt niederstürzte.
Philadelphia, 27- Sept. Die Preis-Jury für die We l t - A us ft e ll uiij in Philadelphia hat bis jetzt folgenden deutschen Ausstellern Preis-Medailli, iuerfannt: Altenburg u. Graue, Bremen. Bauer',ch- Gießerei, Frankfurt a^M. Bo-M u. Fränkel, Berlin. Breidenbach u. Baumann, Düsseldorf. H. O. Friedrich, Beierseh bei Schwarzenberg in Sachsen. O. B- Friedrich, Dresden. Slug. Gaus, Baden-BadT K 21 Glter jr-, Markneukirchen i. S- Gebr. Gundlach, Großalmerode- Hadank ii Sohn, Hoyerswerda o. L- R. Hanke, Höhr bei Koblenz. L- Heisinger ReißzengG- britant, Nürnberg. L Phil. Hemmer, Aachen. H. Huffer, Crimmitschau i-S- H-Keller Sohn, Darmstadt. I- C. König u- Ebhardt, Hannover- L- Lammertz, Aachen. P. I. Landfried, Rauenberg bei Wiesloch in Baden. H. Lewald, Breslau. Georg Leykaui, München. Gebrüder Lotzbeck, Lahr, Baden A. Marthaus Oschatz. Mechanische M beret, Linden vor Hannover. C- A Müller, Oberwiesenthal t.S. C,Ed^ Mullers Verlags-Buchhandlung, Bremen. Mechanische Netz-Fabrik und Weberei, Itzehoe. Fi- Neumann, Hamburg. A. Noll (in FirmaJoh Balth. Noll), Gießen. Paulutz u.Schu , Markneukirchen i. ©. I Sachs u. Lomp., Berlin. Stadt-Magistrat Spalt, Müll, franken. Storch u. Kramer, Berlin. A. B. Zenner, Eisfeld. Titel u. Ärüger, leipjij. Poigtländer u. Sohn, Braunschweig. W- Völtzkow, Berliw L Herrmann iuw,Dres^- F. G. Schmalz, Altenburg- E- Beyer, Chemnitz. G Kaps Dresden. Ibach Soh«, Barmen. Geb. W- u. Ed. Geyer, Eisenberg m Sachsen-Altenburg. I. C- Blodm
-Lchieckevadavongekommen.^ öe( bfT heutigen Ziehung der badischen 35 fl-LM^
siel der Hauptgewinn von 40,000 fl. auf Nr- 13188, 10,000 fl. aus Nr- 193826, je 4 ? Pl |]|L| »int 9f>r 991Q7 ‘^71^50 i? 2000 fl- auf 9lt- 13193 32)909 138983 271502, je lUvu V " z auf Nr- 28150 MN? 360842 224304 104011 267054 216163 319310 50778 230M Otbte f( .
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Dänemark.
Kovenhaae«, 2. October. Der Reichstag ist heute ohne Thronrede eröffnet worden; die früheren Präsidenten und Vice-Präsidenten wurden m beiden Kammern wiedergewählt.
Türkei.
Konstantinopel, 2. October. Die Berathungen des Ministerrathes über die Seitens der Großmächte vorgeschlagenen Friedens-Bedingungen führten zu dem Beschlüsse, die administrative Autonomie der aufständischen Provinzen abzulehnen.
Konstantinopel, 3. October. Von unterrichteter Sette verlautet ferner über die gestrigen Beschlüsse des Ministerrathes, daß es sich keineswegs um eine reine Ablehnung der von den Mächten vorgeschlagenen Friedens-Bedingungen handle; die hauptsächliche Differenz bestehe darin, daß die Pforte
Gleibe
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Mittag den b. v. M-, leine noch an den Baume jklsie Sorten, verfing' Ferner emptieblt ° fiischen Zwetschenkuchi Md Aegstlmofi.
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' sDie Reblaus in Deutschland.) Durch wiederholte Untersuchungen der Reb- "Aulen von Haacke u- Schmidt zu Erfurt wurde ein hoher Grad von Jnsiclrung der Rebstöcke durch die Reblaus conffatirt In Folge dessen wurde eine gänzliche Zee- törung der infteirten Rebstöcke beantragt und auch vom deutschen Rttchskanzleramte luaeffanben. Nach dem Befund der Untersuchungscommission rst mit Sicherheit an,u- nehmen, daß die Reblaus nicht erst im laufenden Jahre tn Erfurt anfge reten, fonbem schon seit Jahren daselbst heimisch gewesen, dieselbe also vorausstchtsich schon ist Jahren von hier aus verbreitet worden ist. Da die Herren Haacke u. Schmidt aM Stand gesetzt sind, die Nachweisung ihrer Versendung anzugeben, so wurden alle Behörde, Vereine Garten- und Rebenbesitzer aufgefordert, jedwede Kenntmsse von Bezügen nm Wurzelreben aus den Rebschulen in Erfurt bei den Landräthen ihrer Kretse zur An,M zu bringen. — Vor kurzem wurde ferner das Auftreten der Reblaus auch in Wun- temberg constatirt. Um Stuttgart herum sollen nicht weniger als drei 3nfect* centren bestehen. Es wird oermuthet, daß die Phylloxera schon vor 12 oder 13 JdhM nach Württemberg eingeführt worden sei. , m-rri _ , , ,
Die „Corr Havas" berichtet: „In der National-Bibliothek konnte^ man « dem Kaiserreich niemals oas zweite Halbjahr der „Gazette des Tribunaux des Jahui 1831 zur Durchsicht erhalten. Der Grund dazu liegt barm, daß dieser Thett der ii- richtszestung unter der Rubrik „Ausländische Tribunale" ein Document enthielt, «Ä welchem hervorgeht, daß Mme. Montijo, die Mutter der Katsenn Eugenie, nie m« als zwei K-nder aus ihrer Ehe hatte, eine Tochter bte 'M Alter von neun' TOomln tm Jahr 1823, und einen Sohn, der 15 Jahre alt, im Jahr 1827 starb, daß Hc e Montijo den 30. October 1823 gestorben ist. Die Kaiserin Eugenie aber ist am 5.« 1826 folglich drei Jahre nach dem Tode thres angebltchen Vaters, geboren. M bemerkt, daß es nur durch kühne Fälschung der Civilstandsacten gelang, den FranM den Glauben beizubringen, ihre Herrscherin sei die eheliche Tochter emes spanylsk Cdelmmtns-en 2Q @ept. Komödiantenwagen, erzählt die Ruhrthal-Zestuif wurde in Bochum auf der Eisenbahn eingeladen; es hatte sich aber insgeheim die w fünf Mitgliedern bestehende Künstlergesellschaft zur Ersparung des Personalfahrgel t Darin versteckt- Als der Zug in Bewegung war, fühlten sich die Insassen sicher,« schautm munter zum Fenster hinaus- Sie wurden aber bemerkt und ihre Ankunfi schleunigst nach Hagen depeschirt- In Hagen wurde nun der Komodiantenwageni °l zwei Gendarmen in Empfang genommen, aber Alles blieb stumm, bis man kurt! Aufbrechen der Thür die Gesellschaft aus dem Versteck herauSholte, um Ihr das llr tze der Strafzahlung von sechs Mark per Person und Nachzahlung des Fahrgeldes ze


