Unserem Haus> und Staati-Archiv aufzubewahren und dürfen aus demselben nur rum Zweck eines Eintrags entnommen werde«.
s 5. Der Führung von Neben-R-gistern nach $ 14 des Gesetzes vom 6 Fchruar 1875 bedarf es nicht, dagegen sind die Loncepte zu den Einträgen in die Register nebst den darauf bezüglichen Actenstücken in für jedes Register getrennt anzulegenden Äcten zu saurnreln und in der Registratlir Unseres Ge° sammt-Ministertnms auszubewahren. . „ . „
6 6 Die Berichtigung eines Eintrages in den Standes-Reglstern Unteres Großherzoglichen Hauses darf nur auf Grund Unserer zu diesem Zweck beson. ders cinznholenden Ermächtigung geschehen.
§ 7. Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkundnng in Wlrk^mkerd eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großher-
Regterung gegen all- religiösen Gesellschaften, die sich Uebergriffe erlauben würden, und auch gegen die geheime clericale Verbindung „J6sus Roi“ ein- chreiten werde.
Fieigien.
Brüssel, 31. März. Die Repräseutanten-Kammer hat die von v. Hum- beek von der Linken beantragte Vertagung des Gesetz-Entwurfs über den höheren Unterricht bis nach Ostern mit 62 gegen 41 Stimmen abgelehnt.
England.
London, 31. März. Die Einnahmen des Staatsschatzes in dem letzten Finanzjahre beliefen sich auf 77,131,693 Pfd. Sterl. gegen 74,921,873 Psd. Sterl. im vorigen Jahre.
... 14 »-.> 1S76.
(L. S.) Ludwig.
Hofmann.
2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, dre Bestimmungen über die Führung des Muster-Registers nach dem Reichsgesetze über das Urheberrecht an Mustern und Modellen vom 11. Jauuar l. I. betr.
3. Abwesenheitserklärung.
4. Erhebung in den Freiherrnstand.
(Schluß folgt.)
Berlin, 31. März. Eine Meldung der „Agence Havas" über Kündigung des deutsch-chinesischen Handels-Vertrages wird vom „Reichs-Anz." dahin berichtigt, daß die Kündigung schon im Juni 1872 erfolgte und von Seiten Chinas angenommen wurde; vor Kurzem aber habe der deutsche Gesandte in China den Auftrag erhalten, die Eröffnung der durch äußere Rücksichten bisher verzögerten Revisions-Verhandlungen zu beantragen. Da das Resultat der Revision die Interessen aller Vertragsmächte berühre, so habe die deutsche Regierung geeignete Schritte gethan, um dem deutschen Unterhändler die erwünschte Unterstützung der übrigen diplomatischen Vertreter in China zu verschaffen, so daß auch hierbei der chinesischen Regierung gegenüber die Solidarität der Vertragsmächte zum Ausdruck gelange. ,
Stuttgart, 1. April. Die Kammer der Standesherren nahm yeute mit allen anwesenden Stimmen folgenden Antrag an: 1) Die Kammer der Standesherren wolle Angesichts des Gesetz-Entwurfs, betr. die Uebernahme der preußischen Staatsbahnen durch das Reich, der köuigl. Regierung gegenüber die Erwartung anssprechen, dieselbe werde ihre eifrigsten Bemühungen darauf richten das Zustandekommen eines Reichs-Eisenbahn-Gesetzes in Ausführung der Bestimmungen der Reichs-Verfassung (Art. 4 Ziffer 8 und Cap. 7) zu bewirken- dieselbe wolle jedock der Uebernahme von Bahnen einzelner deutscher Staaten durch das Reich 'in keiner Weise zustimmen; 2) im Hinblick auf die officielle diesbezügliche Aeußerung des Ministers im andern Hause von einer weiteren Interpellation an dieselbe Umgang nehmen.
Oesterreich.
Wien, 31. Marz. Wie die „Polit. Corresp." meldet, werden in Folge der Abmachungen zwischen Feldzeugmeister v. Rodich und den türkischen Autoritäten btf Jnsurgenten-Führer Sotschitza, Zimunich und Peko Pavlovich am Montag m Grahovo mit den vorn Fürsten von Montenegro in der Angelegenheit der Proviantirung von Nikstc abzusendenden Senatoren conferiren und sich Tags darauf nach der Suttorina begeben, woselbst sie wahrscheinlich am Mittwoch oder Donnerstag mit Rodich zusammentreffen. — Wie obige Correspon- denz ferner mütheilt, wären in Bukarest von dem rumänischen Minister des Aeußeren und dem russischen Generalconsul die Grundlagen einer abzuschließen- den Handels- und Schifffahrts-Convention unterzeichnet.
Schweden.
Spanien.
Madrid, 31. März. Den carlistischen Auswanderern ist gestattet worden, mit ihrer beweglichen Habe nach Spanien zurückzukehren, ohne davon den gesetzlichen Zoll zu entrichten.
Mußland.
Petersburg, 31. März. Der „Regier-Anz." veröffentlicht den Vertrag Rußlands mit Japan über den Umtausch Sachalins und der Kurilen. — In einem längeren Artikel des „Golos" über die Herzegowina-Frage wird die Nothwendigkeit dargelegt, daß die europäischen Mächte eine friedliche Jnter- vention zu Gunsten der christlichen Bevölkerung in's Werk setzen, sich dabei aber aller zu Zwiespalt führenden Maßnahmen enthalten. Das Blatt hält eine gemeinsame heiffane Pression in Konstantinopel für räthlich, weist dabei aber jeden Gedanken an ein einseitiges Vorgehen Rußlands entschieden zurück.
S 0 f a b H i
Gießen, 3. April. Am Samstag Abend hielt die hiesige Bürgergesellschaft ihre erste Unterhaltung in Wenzel's Garten-Saale für die Sommersaison ob; bei dieser Gelegenheit wurde eine Sammlung für dre Wasserbeschädigten in Rheinhessen verarn taltet mit dem Ertrag von Mk. 21, welche heute an untz abgeliefert wurden
Hier dürfte noch erwähnt werden, daß diese noch junge Gesellschaft ihren Mitgliedern ganz außerordentlichetz in Gesang rc bietet und wollen wir derselben deshalb ein stetes Emporblühen und Gedeihen wünschen.
Bersrischres.
Mainz. (Schützenfest. Feuerwehr.) Seit dem Eintritt der schönen Frühlingstage hat die „Mainzer Schützengesellichaft" ihre Thätigkert wieder ausgenommen; namentlich an Sonntag-Nachmittagen wird, obgleich die Schießstände noch nicht officiell eröffnet sind, fleißig geschossen. Der Vorstand der Gesellschaft hat bereits mit den Vorkehrungen für das vom 30. Juli bis hicL 6. August d. I. hier stattfindende zweite gemeinsame BundeSschicßen des Badischen Landesschützenvereins, des Pfälzischen und Mittelrheinischen Schützenbundes begonnen, und die von den Delegirten dieses Verbandes festyestellte Schießordnung wuroe an die verschiedenen auswärtigen Vereine bereits versendet. Die Comite's sind gebildet, und man kann überzeugt sein, daß das in Aussicht stehende Fest (das erste größere dieser Art, welches hier abgehalten wird) sich der allgemeinen Theilnahme der hiesigen Bürgerschaft erfreuen und würdig den andern hier abgehaltenen Festen anreiben werde.— Herr Branddirector Weiser, sowie sämmtliche Brandmeister der Mainzer Feuerwehr haben ein Schreiben an Großh Bürgermeisterei gerichtet, in dem sie um Entlassung aus ihrer seitherigen Stellung nachsuchen.
Southampton, 30. März. Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Weser, Capt. Jäger, welches am 18. März von Newyork abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach Ladung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 11 Uhr Abends die Reise nach Bremen fortgesetzt.
Wirthschaftlich-'s/
Zimm er tepp ich e zu reinigen, wende man nasse, grobe Weizenklcie an. Man streue sie auf den Teppich, verreibe sie in demselben mit einem reinen Besen und kehre sie dann ab. War der Teppich sehr schmutzig, so mache man eine zweite 2Ippli= cation, der Erfolg wird die Mühe schon lohnen.
Literarisches.
Das soeben erschienene elfte Heft des vierundzwanzigsten Jahrgangs von „Jllu- ftrirte Welt" (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) hat nachstehenden mannigfaltigen und interessanten Inhalt:
Text:
Di:- Wirthin „zum rothen Eber". Erzählung von R. S- vom FelS. — Aldumblatl. Mach' auf des Herzens Fensterlein. — Der Ausst.mo in der Herzegowina. Novellistische Zeitbilder von Schmidt-Weißenfels II Der Kampf. — Geheimnisse. Roman von Karl Hartmann-Plön. Fortsetzung. — Losung und Feldgeschrei! Skizze von Johannes van Dewall. — Das Habichtssräulein. Erzählung von Rudolf Baumbach. Forts. — Sinnsprüche. — Aus Natur und Leben. Mekka. — Ehescheidungsmethode. — Be- gräbnitz eines Häuptlings. — Humoristische Blätter. — Unsere Bilder. — Bilderräthsel- — Schach. — Homonyme. — Kleine Korrespondenz. — Anfragen und Antworten. - Beiblatt auf dem Umschlag: Historische Gedenktage. — Für die Hauöwirthschaft. - Gewerbliches. — Mannigfaltiges. — Statistisches.
Illustrationen:
Steppenbrand in Centralasien. — Der Krieg in der Herzegowina. Insurgenten im Hinterhalt. — Verunglückte Schlittenfahrt. Nach dem Gemälde von W. Zimmer. Das neue Stadthaus in Chicag,. — Erstes Zusammentreffen mit CaripunaS. — Musikalische Messe in Trinidad. Aus dem Prachtwerk „Vom Amazonas und Madeira (Vcilag von A- Kröner in Stuttgart.) — Franz Deak. — Schloß Fürstenstein.— Die Reise des englischen Thronfolgers nach Indien. Im Affentempel zu BcnareS. — riegel vertbeidigt sich gegen die ihn bombardirende Jugend. Zeichnung von A- Bal- dinger (Aus den „Schweizer Bilderbogen". Verlag von Buri und Jecker in Bern- — Zwei Bilder aus „Schwoarzkerschaln^ von H. Ströhl. (Verlag von Sommer uno Camp in Wien s ____—
Stockholm, 31. März. Frankreich kündigte den Handels-Vertrag mit Schweden und Norwegen zum 25. März 1877 und schlug die Eröffnung neuer Unterhandlungen auf der Grundlage vor, daß der bestehende Vertrag so lange gelten soll, bis ein neuer abgeschlossen ist. Mit dem Handels-Vertrag erlischt gleichzeitig der Schifffahrts-Vertrag.
Irankreich.
Paris, 31. März. Die Deputirten-Kamrner hat mit 223 gegen 216 Stimmen die Wahl des legitimistischen Deputirten Larochejaquelein für ungültig erklärt; die Discussion über die Wahl des Bonapartisten Herzog v. Feltre wurde auf morgen vertagt.
Paris, 31. März. Die Nachricht, daß der Kaffer von Rußland fernem Sohne die Regentschaft übertragen wolle, wird hier noch immer ernsthaft und mit vielem Interesse besprochen, obgleich sie für erfunden anzusehen ist. Der Kaiser Alexander ist allerdings etwas leitzend, aber schon die Absicht einer Reise nach Malta, die man ihm zuschreibt, ist wohl nicht mehr als eine Combination, welche sich an die beabsichtigte Reise des Herzogs von Edinburgh nach der genannten Insel anlehnt; aus dieser dürfte dann durch Mißverständniß und Bör- senspeculation das Gerücht von der Abdankung gemacht worden sein.
Paris, 31. März. Wie man aus zuverlässiger Quelle erfährt, erhiel der Generalsecretär des Justiz-Ministers, Herr Ribot, die Zusicherung, daß dw
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
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Kreitamt dahie^ sowohl ir Rücksicht der Wahlhandlung selbst, als auch der gesetzlichen Eigenschaften der Gewählten, sowie mit Rücksicht auf die rechtzeitig erhobenen R-clamationen geprüft und hiernach die Wahl des Herrn Joseph Stern bestätigt aber diejenige des Herrn Aron Katz verworfen.
Die Wahlbestätigungs. und bezw. Verwerfungs-Urkunde liegt zur Einsicht eines jeden Gewählten mit) eines Jeden, welcher abgcstiinmt hat, «f“ Bureau des unterzeichneten ersten Vorstehers offen und findet gegen di- Entscheidung der Re-urs an ®rofterjogli4e« welch
jedoch bei Verlust desselben binnen acht Tagen unerstrccklicher Frist von heute an angezeigt und binnen weiterer acht Tage gerechtfertigt werden m ß.
Anzeige und Rechtfertigung» des Recurses haben bei Großherzoglichem Kreisamt dahier zu geschehen. (1575
Gießen, d.n 31 Tcä^!87^ ^ israelitischen Religions-Gemeinde Gießen.
M. Homberger.
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