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Donnerstag, den 3. August

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Gießen, am 1. August 1876.

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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Post trogen vierteljährlich 8 Mar? Pf.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

taueie. Auch für Fabrikarbeiter über 12 und bis zu 14 Jahren soll durch die Hchörde die in der Regel östündige Arbeitszeit herabgesetzt werden, wenn die irt der Beschäftigung oder andere Perhältnisse der Fabrik eine längere Arbeits- tzuier der Gesundheit der jüngeren Leute nachtheilig machen. Auf der anderen Leite aber wird die Zulassung einer gänzlichen oder theilweisen Dispensation Don bei üblichen Vorschrift der vor- oder nachmittägigen Arbeitspausen in Be­zug auf mehr als 14 Jahre alte Arbeiter in dem Falle erstrebt, wenn alle Earantieen gegen eine Schädigung der Gesundheit solcher Arbeiter durch eine außer der Mittagsfreistunde ununterbrochene Arbeitsbauer gegeben ftnb. End- Cid) wünscht man, baß bie Arbeitslöhne jugendlicher Arbeiter an diese selbst nur mit Zustimmung des Vateis ober Vormundes ausbe-ahlt werden können. In Betreff der Frauen wird die Aufnahme eines Verbotes empfohlen, Frauen 8 Wochen vor und nach der Entbindung zur Arbeit anzuhalten.

DiePost" meldet: Die im Auftrage des Herrn Handels-Ministers »on einer Anzahl von Eisenbahnbeamten unternommenen Jnstructionsreisen nach England, um über die dortigen Eisenbahneinrichtungen aus eigener Anschauung Formationen zu sammeln, haben ein sehr reichliches Berichtresultat ergeben »uv zu manchen Vorschlägen, dortige Einrichtungen auch hier einzuführen, ver »laßt. So läßt jetzt das Handels-Ministerium den königlichen Eisenbahn- Liiectionen eine auf Grund solcher Jnstructionsreise gemachte Mittheilung über hii Grundsätze für die gegenseitige Wagenbenutzung und Abrechnung der Wagen- Mthen in England zur Kenntnißnahme mit dem Bemerken zugehen, daß gegen Eile dieses Jahres die königlichen Eisenbahn-Direckionen über die betr. Vor- Itidge für etwaige Übertragung gewisser Einrichtungen auf die unter Staats­haltung stehenden preußischen Eisenbahnen in Berathung zu treten und dinnäckst unter Formnlirnng bestimmter Anträge zu berichten haben.

Berlin, 31. Juli. DerReichs-Anz." enthält folgende Mittheilung: Las Geietz, durch welches der Regierung 6 Mill. Mark aus dem preußischen Wil an der französischen Kriegsentschädigung zur Verfügung gestellt worden 16, um der Gemeinde Caub und den durch bie Frühjahrs-Hochfluten, sowie

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Berlin, 30. Juli. Der Staats-Minister Hofmann unterschreibt auch die Gesetze wie bie anberen activen Staats-Minister, unb nach der Rückkehr des Staats-Ministers v. Bülow wirb hinsichtlich seiner Dasselbe ber Fall fein. Der Staats-Minister v. Stosch hat diese Gegenzeichnung nicht.

Berlin, 30. Juli. Der Bundesrath hat bekanntlich innerhalb der deut- |d)en Industrie genaue Erhebungen über Frauen- unb ^überarbeit austellen lassen, die viele Hanbelskammern zur Aenßerung ihrer Wünsche in bieser An­gelegenheit veranlaßt haben. Im Allgemeinen empfiehlt man, wie bieNat.-

duch den Bergsturz zu Caub beschäbigten Personen unb Gemeinden Beihülfen zu gewähren, ist am 22. Juli d. I. allerhöchst vollzogen worben.

Köln, 31. Juli. Das heute veröffentlichte Urtheil in bem Proceffe

"'gen Angeklagten sind freigesprochen. c l c

München, 1. August. Der Kronprinz und die Kronprinzessin des Aschen Reiches sind zum Besuche der Ausstellung heute Vormittag hier getroffen.

München, 1. August. Die Verhandlungen der General-Versammlung des Vereins deutscher Eisenbahn-Verwaltungen sind heute geschloffen worden. Als nächstjähriger Versammlungs-Ort wurde ber Haag ausersehen.

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Wien, 30. Juli. Es ist schwer, darüber in's Klare zu kommen, ob neuestens überhaupt nochmals Versuche gemacht worben, bem Blutvergießen ein Ziel zu setzen, dann, falls solche Versuche exestiren, wer dieselben unter­nommen und welchen Erfolg sie etwa versprechen. So viel ich mich habe orientiren können, ist wirklich wieder am Frieden gearbeitet worden, aber es sind keinerlei formelle Schritte gethan, sondern es hat speciell England, nachdem es die Gewißheit gewonnen, daß es in einem bestimmten Stadium seiner Bemühun­gen freilich früher nicht sich der Unterstützung aller Mächte zu erfreuen haben werde, in Belgrad sowohl als in Konstantinopel bezüglich der Chancen des Gelingens sondirt, und ist dasselbe in beiden Fällen einer entschiedenen Ge­neigtheit begegnet, sich in Verhandlungen einzulassen. Nur will man, so wird hinzugefügt, in Belgrad um jeden Preis auch nur den Schein vermieden sehen, als beginne man dort sich zu schwach zu fühlen, durch bie Waffen zu reufiren, unb nur will bie Pforte, deren Zuversicht offenbar gestiegen, blos unter der Bedüngung sich zu Verhandlungen herbeilassen, daß dadurch wenigstens vorerst die militärischen Operationen nicht aufgehalten, sondern daß dieselben erst dann sistirt würden, wenn wenigstens die allgemeinsten Grundlagen einer Verständi­gung gewonnen worden. (Karlsb. Ztg.)

Wien, 31. Juli. DiePolit. Corresp." meldet: Der an der Be­schießung des Donau - DampfersTisza" Schuld tragende Commandant der serbischen National-Miliz, Peter Jakovitsch, ist feiner Charge enthoben und entlassen worden. Der Kaiser von Rußland wird zu einem achttägigen Aufenthalte in Warschau erwartet, während dessen er an den dort stattfinden- den Manövern Theil nehmen will. DiePolit. Corresp." veröffentlicht einen ausführlichen Bericht über die Schlacht bei Vrbica, worin der Sieg der Montenegriner als eine Folge der leichtfertigen Operation Mukhtar Paschas dargestellt unb berichtet wirb, daß Letzterer von seinem Corps acht Bataillone gerettet habe unb in Bilek eingeschloffen unb von ben Montenegrinern blokirt sein soll.

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Parrs, 30. Juli. Unter ben Erwägungen bes Berichterstatters über Gesetz wegen ber Ausstellung von 1878 ist eine bemerkenswerthe, bie von ben Kammern bei ihren Abstimmungen über bas Gesetz als offene Frage behan- belt wurde. Es handelt sich um die Dauer der Ausstellungsgebäude. Der­jenige Theil ber Gebäube, ber auf dem Marsfelde errichtet wirb, schließt ben (Sebaiden bes Fortbestehens nach ber Ausstellung aus, ba bas Kriegs Ministe­rium schon ein großes Opfer bringt, nenn es biefen Platz auf drei Jahre an­beren Zwecken überläßt. Ganz anders steht die Sache mit ben Bauwerken, bie am Abhänge unb auf ber Höhe bes Trocabero errichtet werben sollen. Der Moniteur" befürwortet heute biefen Plan, ber von ber Regierung begünstigt wirb; auf bem Trocabero foll sich ein großer Saal erheben, ber zu Festen unb Preisvertheilungen bienen könnte.Der große Saal'unb bie fceiben Galerieen", heißt es im Berichte von Krantz,bürftcn erhalten bleiben, wenn bie Stabt Paris sie verwerthen zu können glaubt unb sie erwerben will " DerMoni­teur" meint, man hätte gegen bie Stabt Paris, bie zu ben Unkosten ber Aus­stellung 6 Mill, steure, wohl großmüthig fein können unb ihr diese Gebäude unentgeltlich überlasten sollen; vor Allem aber komme es jetzt darauf an, diese Bauten so kunstgerecht und dauerhaft auszuführen, daß Paris für immer im Trocabero einen Punkt erhalte, ber durch seine Lage nur einen einzigen Neben­buhler babe, den Monte Pincio in Rom.

Versailles, 31. Juli. Die Kammer der Deputirten hat ben ganzen Unterrichts-Etat angenommen unb wirb morgen in bie Berathung bes Kriegs- Vubgets cintrefen. Der Senat hat bie für bie Ministerien bes Kriegs und des Unterrichts geforderten Nachtrags-Credite für 1875 genehmigt. Das linke

Betreffend: DaS Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler.

Das Grvßherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grosiberzoqlichen sBürqermciftfn-ien des Kreises.

Wir erinnern Sie an die Einsendung der Verzeichnisse der von Ihnen ausgestellten Bedeckscheine.

I. V. d. K.:

Dr. Hoffmann, Regierungsrath.

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fUHU/lfUHlj Leitung" berichtet, die Aufnahme eines Verbotes ber Beschäftigung junger WLeute unter 18 Jahren mit Fabrikarbeiten, welche bei Gesundheit schädlich sind, f1rp\ e-COPIir !kdöch die Zulassung ber regelmäßigen Beschäftigung im Alter von 10 bis 12 Jahren, sobald die Behörde bie Ueberzeugung erlangt hat, baß bie Art ber Ion E. Lotr. Beschäftigung unb bie Beschaffenheit der Arbeitslocale und Fabrikeinrichtungen -----77JJ siir bie Gesundheit unb körperliche Entwickelung ber Kinber unschäblich ist unb

«Hefe durch ihre Beschäftigung in ber Fabrik keiner Gefahr in sittlicher Be- üu enragcoWichung ausgesetzt ftnb. Ferner wünscht man, baß bei schulpflichtigen Fabrik «beitem ber Schulunterricht stets bem Beginne ber Arbeit in ber Fabrik Mzugkhen habe unb daß bie Arbeit bei Kinbern unter 12 Jahren nicht länger beiM 4 Stunden unb in ununterbrochener Folge nicht länger als 2 Stunben

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iP- «'zen die Directoren unb Verwaltungs-Räthe ber Rheinischen Effectenbank jJSÄlet auf breijähriges Gefängniß für Horn, sechswöchentliches Gefängniß für ^mdelstädt unb Willemsen und dreimonatliches Gefängniß für Suren. Die

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