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Anzeige- und Amlsdlntt fit den Kreis Gießen.___
Amtlicher H h e i l.
Gemäß der Bestimmung in pos. 6, Absatz 5 der Instruction zur AuSfübrung des Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht tat et(eben (Reichsaesetzblatt Nr. 25 von 1875) wird hiermit zur öffentlichen Keuntniß gebracht, daß für den Monat Januar 1876 als Durchschnittspreise für Hafer Mk. 17,19, — Heu Mk. 6,14, — Stroh Mk. 4,86 per 100 Kilogramm ermittelt worden sind.
Gießen, deir 26. Februar 1876. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Röder.
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"ioün-Solo.
er$ von J. S. Bach.
öli - Chor und Orchester Robert Heller.
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i auswärtigen Besuchern
5 j Uhr festgesetzt.
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Deutschland.
Wortlaut der Statuten ist wie
Gründe dafür, daß der Staat damals ni-,- , •
994,001% st. zu garantiren. Der bloße Beginn eines Proceffes hierüber würde aber schon einen bedeutenden Coursrückgang der Aktien bewirken.
(N. Frkstr. Pr.)
Berlin, 26. Februar. Im Abgeordnetenhause stand heute der Gesetz- Entwurf über die evangelische Kirchen-Verfassung zur ersten Berathung. Auf der Rednerliste waren 14 Redner gegen den Entwurf, 16 dafür eingeschrieben. Im Laufe der Debatte nahm der Cultusminister Falk in Erwiderung gegen den Abg. Virchow das Wort: die Vorlage stehe nicht in Widerspruch mit der Verfassung, sei vielmehr ein Ausfluß derselben; die Regierung werde nicht die Hand dazu bieten, daß die General-Synodal-Ordnung als solche durch Staats- Gesetz geändert werde, und muffe einer Veränderung der aus den Provinzial« und Kreis-Synoden hervorgehenden Zusammensetzung der General-Synode ihren Widerspruch entgegenstellen. Ferner betonte der Minister, daß eine Ablehnung der Vorlage viel Unzufriedenheit im Lande schaffen werde; in dieser Beziehung sei die Gefahr keine geringe: die „Kreuz-Ztg." sehne die Ablehnung herbei, um ihrer Partei zum Wachsthum zu verhelfen. Es sei höchste Zeit gewesen, der Kirche diese Verfassung zu geben, deshalb habe der Minister diese Riesenarbeit übernommen. Auch sei die V-rfaffun, die liberalste, die jema s ür d e evangelische Kirche gegeben worden; «erde sie zuruckgewiesen, so s-i die Erlangung einer solchen vielleicht nie mehr möglich. Der Gesetz-Entwurf habe als bereits geltendes Kirch.ngesetz hier im Haufe eingebracht werden muffen, andernsall« würden ihn die Parteien bi« zur Unbrauchbarkeit entstellt haben. Fortsetzung
Berlin, 27. Februar. Der „K. Ztg." wird aus Berlin unterm 24. d. Mts. geschrieben: Die Erklärung der Türkei an die Botschafter in Konstantinopel über Annahme der Reformen erfolgte, wie man hört, auf Grund eines Entwurfes, der Rasckid Pascha vorher vertraulich von Oesterreich mitge- theilt war. Daraus ist ersichtlich, daß der darin enthaltene Hinweis auf die Zusage der Mächte, mit allen moralischen Mitteln auf die Pacification der Provinzen hinzuwirken, von den Mächten ernst aufgefaßt wird. Die in Cet- tinje und Belgrad stattgebabten Vorstellungen Rußlands und Oesterreichs sind denn auch nicht erfolglos gewesen. Man hatte dort kriegerische Vorbereitungen in der Erwartung getroffen, daß die Türkei die Andrassy'sche Rote ablehnen werde, war von dem Gegentheil sehr überrascht und lenkte dann schleunigst ein. Die Nachrichten über die Stimmung der Insurgenten lauten ihrerseits für den friedlichen Ausgleich günstig. ,
— Die Göttinger philosophische Fakultät hat auf die Anfrage des Kultusministers erklärt, daß sie auf die bei ihr bisher statutarisch zulässige Doctor- prrmotton ohne mündliche Prüfung verzichte. Auf preußischen Universitäten besteht sonach die in letzter Zeit so viel besprochene Promotio in absentia über-
Darmstadt, 27. Februar. Ueber das Schicksal der Regierungsvorlage | wegen Ankaufs der Oberhessischen Eisenbahnen im Landtag läßt sich noch nichts i Bestimmtes Voraussagen; Gründe für und wider werden angeführt und es ist l allerdings schwierig, bei der Ungewißheit der künftigen Vetrtebsresultate die , richtige Entscheidung zu treffen, zumal auch die Möglichkeit einer Erwerbung aller Eisenbahnen durch das Reich zu neuen Bedenken Anlaß gibt. Soviel : scheint indessen klar zu fein, daß die Aktionäre der Oberhejsischcm Bahn bei der Abtretung an den Staat keinen Schaden leiden. Für 25 Lllück Aktien ä 600 Mk., also im Nominalwerth von 15,000 Mk., welche bei einem Durch- schnittscours des letzten halben Jahres von 72 pCt.^eiuen Courswerth von 10,800 Mk. repräsentiren, sollen von dem Staat 24 Stück 4procentige Obligationen ä 500 Mk., also im Nominalwerth von 12,000 Mk. gegeben werden, deren Courswerth nach dem Durchschnittscours von 98 pCr. 11,760 Mk. beträgt und folglich den Werth der dafür hingegebenen Aktien um 960 Mk. übersteigt. Und wenn auch hieran der Betrag der Zinsen vom 1. 3anuar bis 15. Mai d. I., welche bekanntlich nicht ausgezahlt werden sollen, mit 180 Mk. in Abzug kommt, so bleibt doch immer noch eine Differenz von 780 Mk. Es ist daher sehr erklärlich, daß in der Generalversammlung der Aktionäre vom 30. Oktober 1875 der Vertrags-Entwurf mit 19,144 gegen 34 Stimmen angenommen wurde, nachdem man namentlich hervorgehoben hatte, daß auf lange Zeit hinaus die Aktionäre bezüglich des Actienerträgnisses lediglich auf die staatliche Zinsgarantie angewiesen sein würden. Dagegen scheint dem Umstand nicht genügend Rechnung getragen worden zu sein, daß über dieHöhe dieser Zinsgarantie in Folge der zweideutigen Fassung der Statuten erhebliche Zweifel bestehen. Zum Mindesten ist es sehr fraglich, ob die Regierung einen Reingewinn von 31/2 pCt. oder ob sie nur einen Maximalbetrag von 994,001% qarantirt hat, ob also in dem keineswegs unmöglichen Fall, daß die Betriebs- Einnahmen zur Deckung der Betriebskosten, einschließlich der Dotirung des Reserve- und Erneuerungsfonds, nicht ausreichen, den Aktionären dennoch eine Dividende von 3i/2 pCt. oder nur weniger ausgezahlt werden muß. . "
8emi"aBieöb«ben, 28. Februar. Herr Racke von Mainz ist wegen der Rede, die er bei der Katholtken-Vcrsammlung dahier im Römer-Saal gehalten, von der Strafkammer zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden.
Bre-lau, 26. Februar. Während der gestrigen Nacht ist der Oderstrom erheblich gestiegen. Das Wasser reicht innerhalb der Stadt an vielen Stelen bis dicht an die Ufer, bei einzelnen Grundstücken trat da« Waffer bi« in die Höfe Oberwärt» und unterwärt« von der Stadt muß die Ueberschwem- munq der am flacheren Ufer liegenden Districte eine schreckenerregende sein. Heute früh au« der Umgegend einzettoffene Meldungen besagen, daß ganze Dorsschaften überschwemmt, ander- aber vom Waffer umsckloffen und von i-dcm Verkehr abgeschnitten sind. Bei dem Eisgang, der gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr stattfand, haben die Böschungen wieder erheblichen Schaden gelitten. An dem hölzernen Schutzpseiler von der Sandbrucke, der Bei den rote-
der Berathung nächsten Montag. , xa *
Berli». 26. Februar. Der „R-ichs-Anz." kommt heute nochmal« auf den Artikel de, „Düsstld. Anz." über die angebliche Nichtberücksicht,g«ng der heimischen Industrie bei den Lieferungen für die Staatsbahnen zurück und erklärt nunmehr, in Stand gesetzt zu sein, auch die Behauptung, wonach der Draht zu den Reich«-Telegraphen-Anlagen au« dem Auslande bezogen werde, als jeder Begründung entbehrend zu bezeichnen.
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— Die Mittheilung, es sei die Absicht, Berliner Correspondenten auswärtiger Blätter, so weit sie hier nickt ortsangehörig sind, auszuweisen,^und die Vorbereitungen dazu seien bereits im Gange, wird von glaubwürdiger Seite als durchaus grundlose Erfindung bezeichnet.
Magdeburg, 27. Februar. Der Schaden an den Häusern in Schönebeck, von denen noch viele einzustürzen drohen, wird auf 300,000 Thaler geschätzt. Das meiste Hausgeräthe ist vernichtet. Von Magdeburg und der Nachbarschaft sind reichlich Lebensmittel gespendet worden, dagegen fehlt es noch sehr an Geld. Man meint, daß noch 14 Tage vergehen werden, bevor das Wasser völlig abgelaufen ist. Obgleich dasselbe bereits 2i/2 Fuß gefallen ist, so ist der Verkehr in den Straßen doch nur vermittelst Kähnen möglich. Die Rachbardörfer von Schönebeck, Römmelte und Glinde sind von dem glei- ..... chen Unglücke heimgesucht, ebenso Barby. Die Veranlassung zu der Ueber- niir ™niaer aueaeAuim «.u„. Der schwemmung wird zum Theil in der trotz Anweisung zu spät erfolgten Heraus-
gefagt zweideutig und es sprechen gewichtige nähme der Schützen des großen Wehrs im nemnUmfluth-Canale bei Pressten icht die Absicht hatte, mehr als gefunden. Die Schönebecker Salme hat den Betrieb eingestellt und sind an "" " a < !40,000 Centner Salz vernichtet.
Magdeburg, 28. Februar. Das Schleußenthor des Plauen scheu Canals bei Parcy ist trotz der Befestigungs-Arbeiten, womit Pioniere unausgesetzt beschäftigt sind, sehr gefährdet Wenn es bricht, so ist auch Genthin der Ueberschwemmung ausgesetzt. Von den beiden Dammbrüchen bei Glinde ist, der „Magd. Ztg." zufolge, der eine acht Ruthen lang und bis zum Bau- Horizont vertieft, sonst aber nicht größer geworden, während der andere vierzig Ruthen lang bis Grünbruch erweitert ist. Das Pehiner Schleußenbauwerk ist stark unterwaschen und droht bei Fortdauer der Hochfluth einzusturzen. Die Arbeiten zum Schutze desselben werden ununterbrochen fortgesetzt.
Posen, 27. Februar. Das Wasser der Warthe ist in stetigem Steigen begriffen und steht gegenwärtig 17 Fuß 2 Zoll hoch; die Uebers^wemmung in der Stadt gewinnt an Ausdehnung, die Brücke ist nunmehr aiich für Fußgänger gesperrt, jedoch ist ein Theil des Eises im Laufe des Vormittags abgegangen und sonach die Gefahr, wenn auch immer noch sehr groß, doch etwas


