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Gießener Anzeiger

(505)

Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen

amstag den 30. Januar

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ewige Treue geschworen und die so loyal wie mözlick gegen euch bis zu ihrem

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tützen in der Zukunft erkennen. Ich Bin fteilich auch ein constitutioneller

strebens des vormaligen Kurfürsten nicht realisirt werden konnte.

Wilhelmstraße 76.

Januar 16. 1875.

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Preis Vierteljahr licb 2 Mark LV Pf. mit Bringerlohn. Durch Vt Post bezogen oterkkljährttch 2 «ark 60 Pfennig.

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licken Unterredung des Kronprinzen mit dem Obcrbürgermeister^Nebeltbau soll auch diese Angelegenheit erörtert worden sein.

Stuttgart, 28. Januar. Sckelllng's hnndertfabriger Glburtstag wurde gestern in dtsien Paterstadt Leonberg von dortigen Bürgern und Stutt­garter Gasten gefeiert. Tiaconus Lang hielt eine Festrede im Rathbause, wäh­rend die sämmtlicke Schuljugend einen Fackelzug veranstaltete, der vor dem Geburtshausc Schelling's endete. In Tübingen jhiclt^ Professor Reiff eine Festrede.

ganzen Ausdehnung, wie folgt:

In das jetzt so unglücklicke, wenn auch von Allen geliebte Vaterland zu- rückgekehrt, habe ick keinen größeren Wunsch, als den de-Friedens. Mich be­trübte stets weniger die lange Abwesenheit, zu der ich gezwungen war, als der Anblick der Zerriffenheit. der Verarmung und der Unehre, welche in der letzten t ein eben so unfruchtbarer wie blutiger Bürgerkrieg über Spanien brachte.

Blutes für meine Sache vergoffen worden ist. Wollt ihr meiner Armee den Weg verlegen, so wird gekämpft werden müssen, aber ick werde den Kamps nur mit tiefem Schmerze sebeu. Diese schon verwüsteten Thäler, diese schon in Asche gelegten Dörfer und Weiler, dieses ganze Land, das ihr mit dem Blute eurer Brüder benetzt, ich liebe es wie jeder, der auf spanischem Boden gebo­ren, wie jeder, der unter euch seine Kindheit zugebrackt, wie jeder, der euch friedfertig und frei, glücklick und freudig, mit einem Worte würdig eurer Mit­bürger und des Auslandes gekannt. Meine Gefühle als Spanier und als wiiklicher König erlauben mir nicht, einen nutzlosen Krieg, wie denjenigen, den

ihr gegen den Rest der Nation führt, zu beloben oder auch nur zu dulden. Welche Gründe habt ihr, ihn fortzuführen? Wenn ihr die Waffen ergriffen, um dem monarchischen Glauben zu gehorchen, so seht ihr in mir den legitimen Vertreter einer Dynastie. welcher eure loyalen Herzen zu anderer Zeit eine

Deutschland.

Offenbach, 27. Januar. Mit aller Bestimmtheit tritt heute in Krei­sen, die man für unterrichtet halten darf, das Gerücht auf, die Vereinigung der Verwaltungen der Main-Weser-Bahn und Frankfurt-Bebraer Bahn sei jetzt beschlossene Sache und werde bereits in aller Kürze nach Einigen so gar schon am 1. März d. I. zur Ausführung kommen. Daß ein derartiger Plan besteht und erst kürzlich wieder in einer in Frankfurt abgehaltenen Eoin sercnz zur Sprache gekommen ist, können wir als Thatsache bezeichnen. Ob aber die Ausführung so nahe bevorsteht, bleibt doch noch abzuwarten.

Berlin, 26. Januar. Eine Zusammenstellung der über Bremen und Hamburg im Jahre 1874 erfolgten Auswanderungen ergibt Folgendes : UeBer Bremen wanderten aus 30,656 Personen auf 151 Lchiffen (gegen 63,243 Per­sonen auf 208 Sckiffen im Jahre 1873), über Hamburg 43,443, davon direci 30,625, mittelbar über Hüll und Liverpool 12 818 Personen. Auch hier ist jedoch eine Abnahme gegen das Vorjahr bemerklich und es zeigt sich hier wie­der die ältere Erfahrung, daß der nach einem großen Kriege stets wachsende Strom der Auswanderung allmählig wieder sinkt.

Berlin, 26. Januar. Am Schluß eines längeren Artikels über das Reichsbankwesen schreibt dieProv.-Corresp." : Der Entwurf, so wie er aus den Derathungen der Commission hervorgegangen ist, stellt sich alö die Frucht eines großartigen Compromisses, eines hochherzigen, beiderseitigen Entgegen- kommens der verbündeten Negierungen und der Reichstagsmehrheit auf einem ter schwierigsten aller Gebiete der Gesetzgebung dar. Es wird an dem Ergeb- nifje der glücklich so weit geführten Verhandliingeii nichts Wesentliches mehr verändert werden dürfen, wenn nicht die reife Frucht dieser Verelnbariing für das volköwirthschaftliche Gedeihen des deutschen Volkes gleichgültig verscherzt werden soll. , _ ,. ., . ,

Berlin, 27. Januar Wie derFrkstr. Ztg." von hier geschrieben wird, ersuchte der Berliner Correspoiidcut desNew-Hort Herald" vor einiger Zeit Herrn Lothar Bucher um icine Vermittelung behufs einer Unterredung mit dem Fürsten Bismarck, worauf ihm am folgenden Tage nachstehende Ant-

Oxfcbcint täglich, mit flut« nähme Montag-.

Expedition Sanzleiherg, CiL B. Nr. 1.

England.

London, 28. Januar. Der Prinz von Wales geht nächste Woche Brüssel und wobnt dort der Hochzeit der Prinzessin Luise bei.

Bei der gestrigen liberalen Parteidemonstration zu Lewes mahnten Kimberley und Goschen gegenüber den bestehenden Meinungsverschieden-

Italien.

Nom, 27. Januar. In der heutigen General Versammlung der Tabaks­regie wurde der Vertrag zwischen der Regierung und der Gesellsckaft, betr. die Ausdehnung des Tabaksmonopols auf Sicilien, genehmigt. Die Versammlung ertheilte außerdem mehreren Verfügungen der Regierung, durch welche für ge­wisse Sorten von Tabak ein höherer Preis festgesetzt wird, ihre Zustimmung. Die Convention mit der Regierung über die Amortisation von zwei werten der Tabaks-Obligationen, welche heute ebenfalls in der General-Versammlung zur Verhandlung gelangen sollte, ist derselben, wie die ^Agenzia Stefani" mel­det, nicht voraelegt worden;, da die betr. Operation lediglich zwischen der Re­gierung und einer Gruppe Banquiers vollzogen werden wird.

Studenten deS fünften und sechsten medicinischen Cursus richteten eine Adresse an den Unterrichts-Minister, in welcher sie die letzthin vorgesalle- nen Störungen bedauern, und der Minister befahl die Wiedereröffnung der geschloffenen Course.

heilen eindringlich zum Compromiß.

Spanien.

Madrid, 26. Januar. Der Aufruf, welchen König Alphous an die Bewohner Navarras und der baskischen Provinzen gerichtet hat, lautet in seiner

daß ihre Agentur egang« ist. .jeftr Bnmmmg

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Frankreich.

Paris, 26. Januar. .Siecle" macht sich einmal wieder zum Echo eines lächerlichen Klatsche-, der in Grenoble seinen Ursprung hat. Das ehre Savoyen soll von einer Masse preußischer Agenten heimgesucht fein, die sich über Alleserkundigten" u. s. w.

Der Contre-Admiral Ribourt, der neue Gouverneur von Neu - Cale- dsnien, ist heute Abend nach seinem Bestimmungsort abgegangen. Derselbe hat die ausgedehntesten und weitgehendsten Instructionen.

Paris, 27. Januar. Tie National - Versammlung verhandelte heute das Zündhölzchen-Gesetz und nahm den ersten 'Artikel an. Die beiden anderen Artikel wird sie morgen berathen und dann zur zweiten Lesung der konstitutiv- nellen Gesetze übergehen.

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ni machen. Der Gesammtvorstand habe daher die Fortsetzung der Berathung im Reichstagssaale und außerdem einstimmig beschlossen, einen Beschluß über den dcsinitiven Bau eines Parlaments Gebäudes nach Vorbereitung durch Vie aus Dundesraths- und Reichstags. Mitgliedern zusammengesetzte Commission noch vor dem Schluß der Session herbeizusühren. Hieraus folgt die zweite Be­rathung der Gesetzvorlage über Erweiterung und Umwallung der Stadt Ltraß bürg. Dieselbe wird mit der Maßgabe angenommen, daß das disponibel wer­dende Terrain von der Stadt für 17 Millionen Mark erworben wird- Ebenso wird die Vorlage über die Controle des Re.chs-Haushalts und des elsaß- lothringischen Landes-Haushalts durch die preußische Ober Rechnungs-Kammer in zweiter Lesung genehmigt. Es folgt die Weiterbcrathung des Bankgesetzes.

Kaffel, 27. Januar. Prinz Friedrich Wilhelm, welcher heute seinen siebenzebnten Geburtstag feiert, wurde Vormittags im Palais vom Kronprinzen bealückwünscht und reichlich beschenkt. Während des Gratulationsactes spielte

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di- Lovelle des 83 Infanterie-Regiments im Hosraum des Palais. Der vorübergehenden Sturze war. Ist es der rcligtvse Glaube, der euch die Waffen ffronMini selbsi reiste heute Nachmittag über Kieiensen nach Berlin zurück, -jui die Hand drückte, jo seht ihr in nur einen wie seine Vorfahren katholischen Giiten, Vernebmen na» beabsichtigt der ehemalige präsumtive Thronfolger von König, in welchem die Cardinäle und die ftommsten Prälaten die Abhulfe gegen Kurbesien Prinz Friedrich von Rumpenheim, seinen Wohnste demnächst hierher die Ungerechtigkeiten, die bis jetzt Ne Küche betroffen, und eine ihre festesten verlegen Es war dies schon längst der Wunsch seiner Gemahlin, einer Stützen in der Zukunft erkennen. Ich bm freilich auch em constitutioneller preußischen Prinzessin, Tochter des Prinzen Karl, der aber wegen des Wiker- König und werd. «4 mnner sein; aber ihr, d,e ihr eme so große Liebe für strebens des vormaliaen Kurfürsten Nicht realisirt weiden konnte. Bk, der neu- eure ehrwürdigen Freiheiten zeigt, tolltet lbr wirklich den tchlechten Wunsch

Mein Herr! Ich beehre mich, Ihnen den Empfang Ihres gestrigen Schreibens zu bestätigen, in welchem Sie meine Vermittelung behufö eines Interview mit dem Fürsten Bismarck ansuchen. In Erwiderung hierauf beehre ick mich Ihnen mitzutheilen, daß, selbst wenn der Gesundheitszustand des Für- sten demselben nicht eine längere Unterredung überhaupt verbieten würde, ich doch auch sonst Grund zu der Annahme habe, daß Se. Durchlaucht nicht ge­neigt sein würde, dem Repräsentanten eines Blattes eine Unterredung zu be­willigen , welches so feindselig gegen, seine Person und seine Politik ist, wie derNew-Port Herald."

Ihr ergebener Diener L. Bucher.

Berlin, 27. Januar. Wie dieNeue Pr. Ztg." hört, hat der ver­ewigte Kurfürst von Heffen ß. H. zwei Testament« hinterlaffen, eines vom Jahre 1856 und das andere von 1872. Das erstere ist maßgebend, das letztere nur berichtigend Der Suifiirfl hat bestimmt, daß seine Gemahlin, die Fürstin von Hanau, und jedes seiner Kinder gleiche Vermögeiisiheile erhalten. Dem Än- theil der Fürstin von Hanau ist aber noch ein besonderes Besitzthnm wie es heißt, das Schloß in Prag hinzugefügt.

Berlin, 28. Januar. Reichstag. Zunächst zeigt der Präsident an, daß während der Rächt ausreichende Vorkehrungen getroffen seien, um diejZeit . , ..z < ~ .

Wiederkebr eines Unfalls, wie der gestrige in dem Reichstagssaale, unmöglich Ich bestieg den Lhron so wie ich es wünschte, nämlich ohne daß ein Tropfen

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