Ausgabe 
27.10.1875
 
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Paris, 25. October. Die Ernennung Satti! Pascha- zum Finanz' Minister wird bestätigt- Der Straßenverkauf de- w(5d)o von Ajaccio* (Iona* psrttstische- Organ) rft wezm eine- die Versammlung und die Derfaffunz angreisenden Artikels untersagt worden.

.IhifieiL

Ifom, 21. October. DieSiberts* wiQ wissen, Fürst BtSmarck habt, um recht deutlich ju erkennen zu geben, daß sein schlimmer Grsundbeit-jikstand der einzige Grund gewesen sei, der ihn abhielt, den Kaiser nach Italien zu begleiten, einer ganz glaubwürdigen Person telegraphisch mitgethellt, er hoffe zuversichtlich, nächstes Iabr nach Rom kommen zu können, um sich beim Könige und besten Ministern für so viele Beweise der Freundschaft zu bedanken. Auch soll da- italienische Eabmet bereits von dem Vorhaben des Reichskanzlers inj Kenntmß gesetzt worden fein.

Mailand, 23. October. Abends. Der Kaiser ertheilte vor seiner Ab* reise noch dem Präsekten und dem Bürgermeister von Mailand, sowie den Generalen Petittl und Revel Audienz. Seine Majestät bemerkte m derselben, paß ihm der Empfang in Mailand stets unvergeßlich bleiben werde. Bei dem Abschied auf dem Babnhof umarmte Se. Majestät den König und küßte der Kronprinzessin Margherita die Hand. Der Kaiser hat für die Armen der Stadt Mailand 12,000 FrcS geschenkt. Der König und Prinz AmadeuS sind nach Turin abgereist. Die Minister Minghetli und Visconri-Venosta verlasten Abends Mailand.

Mailand, 24. October. Ein Courier von Berlin mit der Kette zum Schwarzen Adlerorden für den König Victor Emanuel ist beute angelangt. Herr v. Keudell, welcher heute von Ala zurückgekehtt, hat sofort in Turm diese höchste Auszeichnung dem König übergeben.

Spanien.

Madrid, 22. October. Dem Minister des Auswärtigen ist eine Note von der englischen Regierung zugegangen, in welcher diese Klage über Seeräu­berei führt, die von spanischen Schiffen in der Nähe von Cartagena verübt worden. Wie jetzt ein ministerielles Blatt, derCronista*, mittheilt, haben sieben bewaffnete Kerle in zwei Kähnen bei verschiedenen Gelegenheiten Angriffe auf ein englisches, ein holländisches und drei italienische Fahrzeuge gemacht, welche bei Cap Gata ankerten. Spanischen Matrosen ist es gelungen, drei von jenen Seeräubern gefangen zu nehmen.

Die Königin Isabella hat, wie uns aus Pari- gemeldet wird, endlich eingewilligt, so lange dort zu bleiben, bis die Wahlen für die Corte- beendet sind; sie wird daher erst im Januar nach Spanien zurückkehren.

Madrid, 24. October. Der Minister de- Innern hat den republika­nischen Depnttrten Pascual und CasaS die nachgesiichte Erlaubniß, ihre Par» teigenosien anläßlich der Deputirtenwahlen versammeln zu dürfen, versagt, er­klärend, daß die Regierung allen loyalen Bürgern die weitgehendste Wahlfreiheit zugestehen werde, nicht aber solchen, welche die dermaligen Institutionen über* Haupt nicht anerkennten.

«Eürftel

ftonstantinopel, 25 October. Die Pforte, welche von dem jüng sten, durch den serbischen Agenten constatirten Grenzeinbruck keine Kenntnlß hatte, hat von den bosnischen Behörden telegraphisch Aufklärungen verlangt. Unterdeffen ist dem serbischen Agenten die Versicherung ertheilt worden, daß, wenn eine Grenzverlstzung wirklich ftattgefunden hatte, diese nur in Folge eines MißverständniffeS erfolgt fein könnte.

flfrifia.

Port Said, 23. Octoder. Der Prinz von Wale- ist heute Vormit­tag hier cmgetroffen und empfing den Besrkch deS ägyptischen Thronfolger- ; die Schiffe auf der Rhede hatten festlich geflaggt.

ft atro, 24. October. Der Prinz von WaleS ist gestern Abend hier eingetroffen und am Bahnhof vorn Kbedive empfangen worden. Nachdem er diesem beute einen Besuch gemacht, bat er die englische Colonie empfangen. Am Ahend dlnirte er im Palast Morgen wird er dem Erbprinzen den Orden de- Stern- von Indien überreichen.

Lokal - 9t otiz.

(nicven, 26 Cct In Nachstehendem lassen wir die Zaqetorbnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag, den 2N. October 1876, Nack», mittags 1 Ubr, im Rathbausfaale f Iflcn;

1. Antrag bezüglich eine- Weg- durch den KlingelhöSer'sche» «orten oon de« Gartenteld aut

2. Den L'esengang pro 1875. *

3 Tie schädlichen Ausdünnungen tn den Neuenbiuen

4 «e uch de» A PS sch et dahier urn «chettung der Uedertahn üder die ^chur und um vnneinuia von Räumen

5- Gesuch der Bewohner der Hchießaartes u« Beleuchtung.

6- Dre Veränderung der Gosse» in der GaeUnagaffe.

7 Die Instruction für die Bau Bureongrhufen.

8. Ti» Haustreppen auf dem Rercheniand bar.

9. Gesuch der Actienbrauerei G.etzen wegen Anlegung einer Gosse.

10. Gesuch des Kaufmann. Louis Plan! wegen PstaNeiuna

1L Anzeige gegen Schrerner CarlKratzesberge, weg«. Uedertretung der Bauordnung.

12 . T en Ausbau brr Bismarckstraße detr

13 Gesuch de- Wilhelm Barthel tu Schotten um Bauerlaudnig

14 Die Abgabe von Sand au» der stadUtchcu uu

15 Gesuch des Hermann Bogt um Bauerlaubnitz

Kirsten, 26. Cct In Nachstehendem lassen w r die Zagetorbnung ür bie Sitzung der Stadtoe,0ibneien Krettag, de» 2» Cciober 1874,Xactnuuang 1 Uhr, im Raihdautziaale folgen:

Tie Gehalts Regulrrung der städtische" Diener. ____________________

Dermiscdtes.

Darmstadt, 22. Oct. Das .Mainzer Zagbl * schreib,: .Der überall so billig verknuste Wein, dann aber auch der btü'ge uub gute Apselwem tbun bei Blei« confumtion jetzt schon viel Abbruch - es wird den Brauern Nichts übng bleiben, als durch Herstellung eines ganz vorzüglichen Fabrikats uut der isoncuneiu Schritt zu halten.

Darmstadt, 22 Oct. Große Lastzüge, mit Kartosteln beladen, gehen fett einigen Tagen von Station Tiedurg nach B tgien.

Lau dach, 20. Cct Gestern wurde das neue, vom Graten Solms-raudach gegründete Progymnasium feierlich eröffnet Der Graf übergab in eine, gediegenen und warm empfundenen Rede die Anstalt an die Stabt Daraus entwickelte Zirector Ritsert in eingehender Weise Zweck und Ziel der neuen Schule und deutete an, wie man dieselben zu erreichen und baldmöglichst einen geordneten Zustand heibeizuiuhlen gedenke. Eine Dankrede be-3 Bürgermeisters Ritter schloß bie Feier Nachmittags waren über 70 Personen bei einem fröhlichen Festmahle vereinigt Die .Weihungen ju der neuen Schule sind bedeutender ausgefallen, als man erwarten durfte, und wer. den sich voraussichtlich noch mehren, sobald die Organisation vollendet und das bet einem großen Tbetle des Publikums immer noch vorhandene Mißtrauen, als falle die Anstalt religiösen Parteizwecken dienen, geschwunden sein wirb SKöge der err Grat, der in hochherziger Weise für die Schule warme Opfer bringt, in dem raschen Auf blühen seiner Schöpfung die Frucht seiner edlen Bestrebungen erkennen, möge et sich recht »alb belohnt sehen durch bie Anerkennung der besten Männer aller Pstteten. welche ihm jehl schon in reichem Maße zu Zbeil wird!

Literarisches.

Zur Reform des GefchtchtSUnterrlchtS.

Nur wenigen tzandidaten zum einjährigen freiwilligen Militälbienft gelang es in diesem Jahre, die Prüsuna zu bestehe,, In Wiesbaden sind von 13 G.p,ütten II, tn Darmstadt von 36 Geprüften 30 durchgesallen; m j?dln haben oon 11b nur 35 die Prüfung bestanden Man klagt besonders über Mangel an geschichtlichen Kenntnissen und in Folge davon der Inhaltsleere in den deutschen Aufsätzen Dies dewetst aufs Neue, sagt die .Rh - u N ^Ztg *, daß eine Reform des Ge chichtsunternchtt tn den Schulen angeftrebt werden muß, und ist es Psttcht der mit dem Bolke e» witkltch wohlmeinenden Presse, hierauf aufmerksam zu machen. Diese Retotut hat sich auf folgende Punkte zu erstrecken: 1) Es muß nicht bloß in Gymnasien und Neouchulea, sondern auck in Bürger- Handels und ähnlichen Schulen und Instituten mehr Zeit auf den Geschichtsunterricht verwendet werden 2) Derselbe darf nicht m den Händen her Neligionslehrer gelogen werden, weil derselbe tonst leicht eine einseitige confetsto- neue Färbung erhalt. 3, Ohne ein gediegenes Geschichtsbuch tn oen fänden der Schüler soll kein Gcschichts Unterricht ertheilt werden, weil sonst der Schüße, nicht nn Stande ist, da» in der Schule Bo.getragene zu Hause gründlich einiuüjcn u*u Wer« gessents für sich nachzulesen 4) Das Getchichtsduch fall die wirklich merkwürdigen eretgniffe nicht blol anbeiuen, sondern tn latnomdxm Smne und (Keine ausführlich und anschaulich erzählen und bei jedem OrtSna.nen die geog aph sche tagemau angeben, »eil ein Ereigniß sich viel feste, emprägt, wenn man ganz genau en Ort weiß, wo es sich zugetragen hat. Auch ist es gut, wenn die iichuge Aus- spräche fremder Eigennamen in Kla itmern beigefügt in, weil sonst n dieser Hinsicht iu viele Verstöße vorkommen Zum Schluß en.psiehlt das Blatt, als btden fltuor« derungen entiplechend das bekannte Schulbuch. .Bauer s Weltgeschichte". Gießen der (fa Roth unb für solche Schulen, für welche die alte Geschichte luentgci oon Bedeut.»ng ist: .dauer', deutsche Geschichte mit besonderer Berücksichliguna der berühmten Per» fonen des Auslandes«, Gießen bet G- Rotb Beide Bucher sind soeben tn vierter, durch die Geschichte des vierjährigen Bürgerkriege in den Bereinigten Staaten Rord- ameriko'S (1H61 bis Ist65) erweiterten unb bis (Fnbe Juli 1H7b foitgriübnen Auflage erschienen i^ine Reform des Gefchichtsunternchts wird auf die Dauer nicht zu um geben sein und glauben wir, daß dieselbe in der angedeuteten Weise nach uuv «ach vollzogen werden muß

' Bebufs Vermmderung von Schretbereten unb I .ca|k'fo|fen er»

suchen wir die geehrten Iufererrten trüigcnb, flrtiicrc serate bet der Aufgabe gefälligst baar bezahlen zu wollen.

(Krpeditioa de» (^icprner "Anzeigers.

frucht: und ÜVrblprrifr m verflossener Woche von nachbenanmen Orlen und »iruchlmarklen

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Versteigerungen

Holzversteigening

im Gießener Stadtwalte.

'JDteetag den 1 November, von Vormittags 9 Ubr an, soll4m Gießener Stadtwalde in den Districten Venusberg, Hegholz und Sandberg nach«

verzeichnetes Hol» versteigert merben.

141 Nmtr Nadel'Piügelbalz.

50.5 e , Stockbal»,

2771) Wellen , Rettzhol»,

1354 Nadel-Stangen mit *3^ Fitmtr. Die Zusammenkunft ist auf der Grün, heran FHaussee an der ersten Schneise links

Gießen, am 26. Oktober 1875 ( 5566

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen

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