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babei zu Grunde gehen! Wir lassen bit Nichtigkeit dieses AuSspruch- dem Urtheel de- Lesers »nheun g« stellt; aber haben wir jenen Elsässer recht vrr- standen, so sieht er in der Zahlungeweise den wunden Fleck unseres Üaufmanus- staudes. Und da mag es uns gestattet sein, die sehr zutreffend erscheinende Bemerkung der „Augsb. Allg. Z " über diesen Punkt folgen und damit Ge- schäftSlenten den Wink werden zu lasten, den unser Artikel verheißt. Da« ge. nannte Weltblatt sagt: „Der deutsche Kaufmann sollte die wirtbschastlichr Umwälzung, welche mit der Reorganisation des Bank- und Münzwesens vor sich gebt, nicht vorübergehen, ohne zu gleicher Zeit auch eine Aenderung in der -zahlungsweise eintreken zu lasten: seine Maaren nur gegen Accepte seineS KauserS abzuzeben und sich nicht mehr bannt zu begnügen, seine Abnehmer in feen Büchern zu belasten." Gs handelt sich für den Kaufmann darum, fremde Iheuere Lredite in Aiffpruch zu nehmen, um feinen laufenden Verbindlichkeiten gerecht zu werden. Zu neuen Geschäften fehlt ihm das Geld, während man ihm gleichzeitig große Summen schuldet, die nicht flüssig gemickt werden kön- reu. Sobald er aber gegen Accepte verkaufen würde, müßte sich die Lage ändern, er hätte seine eigenen Mittel zur Verfügung, er könnte sich mit jenen Wechseln im Falle des Bedarfs Geld machen und dabei würde ihm die RelchS- baitk gut zu statten kommen. GS käme durch dieses Verfahren ein großes verfügbares Capital in den Handel, welches heute in den Büchern schläft. Es wird kaum nöthig fein, darziilegen, welche wohlthätigen Folgen eine derartige Aeuderung der herkömmlichen Zahlungsweise haben müßte. Bisher konnte der Verkäufer nie genali auf den Eingang feiner Ausstände zählen, er mußte sich auf die Loyalität und Pünktlichkeit des Käufers verlasten, der nur zu häufig (eine Lage ausbeutete. Ist es ja nichts Seltenes, daß der Käufer nach Empfang der Maare noch einmal um den Preis zu handeln beginnt. Noch häufiger ist eS, daß die Schuldner vier, sechs Monate, sogar Jahre lang auf Bezahlung warten lasten. Inzwischen aber kann der Verkäufer mit diesem Capital mchts beginnen, er ist seines Geldes beraubt und dadurch in seinen kaufmännischen Unternehmungen gehemmt. Mer zahlt aber schließlich diese unvorhergesehenen Verluste? Niemand anders als der Coiisument, dcim aller Aufwand auf bit Maare findet in den Preisen der Maare feinen Ausdruck. Die Mahl dürste daher nicht schwer werden, welcher der Zahliingsarten, der alten oder der neuen, der Vorzug zu geben fei; es würde sich bloß um den festen Vorsatz der Aussührung handeln "
Derwischt-S.
Offenbach. 17 Ftbr. Zwei Gesellen, welche bei einem hiesigen Lacki«, * Mw» fhnbai, schlugen gestern Abend lbrem NebengeseUen mit einem Stück ^rüüfian« betört 6hl! »'N Kops und den vacken, M derselbe schwer verlest wuwe. Die Weig^rum, ^e. G
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- In der .Sckloffer,chen Liegenschaff fanb gestern ein »solennes- Souper statt wel. che» ein hiesiger Herr, der sich au« Lnbb.deret mit Lap.nzüchtung beschäftigt, veeenstalie't und mehrere Freunde dazu „ngeladen hakle Diese« Souper sollte nickt etwa dazu dienen den Theitnehmcrn picante culmarische Genüge zu bieten, sondern e« war vielmehr aleickiam ein. Nrt Veriucksstation auf einem Gebiete der «olkswiithsckafk, nämlick welche «rt bn Ruberd. tunfl be« LapinsteischeS ist die beste? Do« Menü war: Lop.nraqout, Lapincotelet« Lapmbraten sauer). Alle drc. Genchte waren vortrefflich zubereitet. (im guter „Stoff« und heitere UMe^ Haltung würzten dab Mahl, sv daß die kleine Gesellschaft sehr fröhlich war. Man wurde übri- gen« allgemein darin einig, daß da« Ragout am besten gemundet batte und diese Art der Ru* b'reitung wohl am meisten zu empfehlen fei, da der Geschmack ganz dem de« HabnenraaoutS gleich komme. ö
- Sin Pariser Blatt erzählt: „öme liebenswürdige Dame, die wir nur alö Mad.me L bezeichnen können, besitzt einen zahmen Hummer, ein schönes, große« Tdier, dunkelarau mit roihen Flecken. Da« Thier war zu einem Diner gekauft worden und sollte bi« dahin in der Küche im Lasier bleiben Abend« sollte die Dame auf den DaU geben, war aber ganz anoe. kleidet in einem Fauteuil de« Salon« e,ngescklafen. Auf einmal wurde sie durch einen Biß in ihren Fuß aufgeweckt. Sie fuhr in tie Höhe und sah den Se,krebs, der ibren Atlasschub zwischen seinen Scheeren hielt. Wie war da« Lbier hierher gekommen? Die Dame eilte in die Küche und fand dort eine beginnende Feuer«brunst. Der Hummer war von der Hist vertrieben worden und hatte so die Dame gerettet. Sie rief um Hülfe und da« Feuer wurde gelöscht. Doch den Seekreb« wollte sie nun, da er ihr Talisman geworden war, nicht tödtm • sie beschloß, ihn leben zu lasien und zu zahmen. Sie ließ ibm ein Bassin mit sprudelndem Seewasser macken, da« ir zuweilen verlaßt, um auf dem Boden zu seiner Besckützerin zu kriechen. Da« Thier, da« Ernest getauft worden, zeigt sich al« ein großer Liebbaber der Musik; so oft die Dame Piano spitlt, kommt es langsam auf sie zugekrochen und harrt au«, bi« der letzte Ton verklungen ist. — Münchhausen und kein Endel
— Die „Biene" von Saeramento enthält folgende Empfehlung zu Selbstmord: „Alle Personen, welche beabsichtigen, sich während de« nächsten Nebelwetter« da« Leben zu nehmen, mögen in Erwägung ziehen, daß die Lokomotiven „Tulare" und „Governor Stanford" nicht mit Kuhfängern versehen sind, und daß daher Alle, welche zur Erreichung von Vernichtungszwecken diese beiden Maschinen mit ihrer Kundschaft beehren, des Erfolges ziemlick sicher sein können.
— Der „Amerikan Journalist" sagt, daß im verflossenen Jahre B,OOO,OOO Doll. In verschiedenen neuen Zeitungsunternebrnungen verloren gegangen sind, und daß im Monat December allein 200 Zeitungen ihr Erscheinen suspendirt haben. Unter den letzteren befindet sick auch der „Buffalo Telegraph" nach 29-jährigem Bestehen.
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Dcsondcre Bekanntmachungen. Bekanntmachung.
Betreffend: Die Anlegung von Blitzableitern auf der höheren Töchterschule und auf der Realschule.
928) Zufolge Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 18. d. Mts. sollen auf der höheren Töchterschule und auf der Realschule Blitzableiter mit Kupferdraht leitung angelegt werden. Zur Ausführung wird unter den betreffenden hiesigen Handwerkern Concurrenz mit dem Ansügen eröffnet, daß die Offerten binnen 14 Tagen dahier einzureichen sind. Jede gewünscht werdende nähere Auskunft ercheilt Herr ktadtbaumeister ©tief, dessen Bureau sich im Rathhause befindet.
Gießen, am 20. Februar 1875.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bra mm.
Gläubiaer-Aufforderuna.
673) Nach erkanntem Concurse über daS Vermögen dcS Georg Gräf 11. von Harbach werden dessen Gläubiger zur An- Meldung und Begründung ihrer Ansprüche und Vorzugsrechte auf
Montag den 5. April 1875, Vormittags 10 Uhr, hi Meldung Verzichts und Ausschluß von btr Masse geladen. Im Termin wird die Hüte versucht und oon nicht erscheinenden i
oder nicht vertretenen Gläubigern, sowohl was das Arrangement, als die Beschlüsse über Masseverwaltung und Veräußerung bctiffft, angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen bei- gctrcten seien.
Grünberg, 3. Februar 1875. Großherzogliches Landgericht ©rünberg.
Sellheim, Ur Trapp,
Landrichter.________Landger-Assessor.
Olicrhcssischc Eiscnliahncn.
996) Die nachstehend aufgefübrten Gegenstände sind auf den oberhessischen Bahnlinien gefunden worden. Die unbekannten Eigenthürner werden hiermit auf- gefordert, ihre Ansprüche innerhalb Jahresfrist bei der unterzeichneten Stelle geltend zu machen, andernfalls zum Verkauf geschritten werden wird:
2 Bleistifte, 1 blauer Kittel, 1 Filetnadel , 2 Filzhüte, 1 Krug mit Oel, 1 Körbchen, 1 Kinderpeitsche, 1 Paar Glacehandschuhe, 8 Mützen, 1 Rasir- mefser, 1 Scheere, 7 Stöcke, 3 Paar wollene Strümpfe, 1 Schnitzmesser, 3 Taschentücher, 2 Tabakspfeifen, 1 lasche mit Toilettengcgenständen, 1 Tafchenmesser, 1 wollenes Tuch, 1 Tuch, Reis enthaltend, 1 Taschentuch, Holzstifte enthaltend, 1 Paar Stiefel, 1 Paar Zeugschuhe, 1 Perlenkette.
Gießen, den 25 Februar 1875.
Die Materialien-Verwaltung: Günther.
GrvMrwgliches tanüeshosptal Hofheim.
980) Zum Zwecke der Berichtigung der bei dem Publikum vielfach verbreiteten, die Interessen der hiesigen Anstalt schädigenden Ansicht, daß dieselbe ausschließlich Pflegeanstalt sei, siebt sich die unterzeichnete Behörde veranlaßt, darauf aufmerksam zn machen, daß das Landeshospital Hofheim, gleich der Landes-Irrenanstalt bei Heppenheim Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke beiderlei Geschlechtes ist.
Hof heim, am 22. Februar 1875.
Großherzogliche Direction des Landeshospitals.
Dr. Sehrt.
Versteigerungen.
Holzverfteigernng in der Königlichen Oberförsterei
Königsberg.
Donnerstag den 4- März L I, Vormittags 9 Uhr, werden in den Königlichen Staatsforsten Hroß- und Klein-Bleidenberg und Hain: 123 Nadelstämme von 8 bis 22 Meter
Länge und 14 bis 34 Emtr. Durchmesser, mit 39,53 Festmeter, 36 Nadelstangen I. Klasse,
2 Rmtr Nadel-Scheitholz,
45 „ „ Knüppelholz,
3500 Wellen „ ReiSholz,
29 Rmtr. „ Stockholz,
19 „ Buchen Scheitholz,
48 „ „ Knüppelholz,
2375 Wellen „ Reisboli,
60 Rmtr „ Stockbolz,
2,5 „ Eichen-Scheitbolz,
2,5 w „ Knüppelholz,
125 Wellen „ Reisholz,
5 Rmtr. Stockbolz, unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen öfientlich dem Meistgebote ausgesetzt.
Die Zusammenkunft ist im Holzschlage Groß-Bleidenderg bei Nr. 1 des Nadelstammholzes
Heuchelheim, den 21. Februar 1875.
Der Königliche Oberförster: Neuenhagen. (983
Hvlz-Versteigerung
im Fürstlichen Schutzbezirk Thiergarten bei Hungen
Mittwoch den 3. f. Mts-, Morgens 9’/2 Uhr, sollen im obigen Schutzbezirk
3381,2 „ 107’,/2 „
495 „
öffentlich verkauft werden.
233 Stück Eicken-Stammholz = 120 Feftmtr-, dabei 33 Stämme von 1—3 Feftmtr. 4 Hainbuchen — 0,92 Feftmtr., 25 Birken und Linden = 11,38 Feftmtr , 63 Eichen- Buchen- und Birken-Stangen = 4,68 Feftmtr., 1 Rmtr. Eichen-Werkholz;
sodann Donnerst ig den 4 f. Mts., Morgen? 91 * * * 5 * *2 Uhr, ebendaselbst
42’/2 Rmtr. Eichen-, Buchen- und gemischtes Scheitholz,
Prügelholz, Stockholz. Reiser,
Hungen, den 23. Februar 1875.
Fürstl. Rentamt:
(975
D e m m e.
Stammholz-Berftelgerung.
Samstag den 6. März d. I.
sollen versteigert werden:
I. von Vormittags präcis 10 Uhr ab im Gemeindewald von Weidenhcmsev, District „Dürrewald":
6 Eichen-Stämme IL Klasse = 10,26 Festmeter,
1 „ Stamm HI. „ = 1,02 „
2 „ Stämme IV. „ = 0,55 „
3 „ Stanaen II. „ = 0,18 „
11 Raummeter Eichen- und Buchen-Scheit- und -Knüppelholz,
66 „ Buchen-Reisholz.
II. Vrn Vormittags ll‘/2 Uhr ab im Gemeindewald von Vollnkirchen:
1 Eichen-Etamm l. Klasse = 4,12 Festmeter,
IQ „ Stämme II. „ — 18,36 „
14 „ „ ni. „ = 11,32 „
1 Buchenstamm IV. „ — 0,08 „
2 Kiefernstangen — 9,12
6,50 Raummeter Eichenscheitholz vorzüglicher Qualität.
III. Von Nachmittags 2 Uhr ab im Gemeindewald von Volpertshausen, District Fuchsbau und Aspen:
4 Eichenstämme 1. Klasse — 12,82 Fcstmeter,
12 „ II. „ — 21,96
24 „ III. „ =520,62 „
3 „ IV. „ — .0,83
17 Raummeter Eichenscheit- und Knüppelholz.
Tas Eichen-Stammholz ist bester Qualität und liegt sämmtlich nahe zusammen.
Niederkleen, den 23. Februar 1875.
König!. Preuß Bü rger meister - Amt.
Holzversteigerung.
979) In dem Ettingshäuser Gemeindewald, District Bruch und Gabrielszimmer' platz, soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden.
I. Mittwoch den 3. März:
104 Fichten-Baustämme, 15 bis 29 Ecnti- meter Durchmesser, 6 bis 16 Meter Länge,
2 Eichenftämme, 16 (Zentimeter Durchmesser, 9 Meter Länge,
1 Bucken - Baustamm, 47 (Zentimeter Durchmesser, 6 Meter Länge,
49 Eichenstangen, 7 bis 14 (Zentimeter Durchmesser, 2 bis 7 Meter Länge,
5 Buckenstangen, 9 (Zentimeter Durchmesser, 4 Meter Länge,
1770 Nadelftangtn, 5 bis 14 (Zentimeter Durchmesser, 5 bis 12 Meter Länge.
II. Donnerstag^dcn 4. und. Freitag den 5. März:
59 R.-Meter Nadel-Prügelholz,
6 „ Eichen- u Fichten-Prügel
holz,
15 „ Buchen-P lz,
12 „ „ eto<
6700 Wellen Buchen-Reisholz,
547 „ Eichen- „
13200 „ Nadel-
Tas Werkholz kommt am ersten Tag, den 3. März, zur Versteigerung, und ist der Anfang im Bruch. Die zwei folgenden Tage ist der Anfang am GabrielSzimmer- plah, jedesmal Morgens 9 Uhr.
Ettingshausen, den 23. Februar 1875. Großherzogl Bürgermeisterei Ettingshausen.
Sommer.
Maccaroni,
Gierringe, Graupen und Eier-Gemüse- nudeln, Bamberaer und Türkische Zwelschen, empfiehlt
(500) Gg. Wilh. Weidig.


