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betreffende Urkunde zu überreichen. Dieselbe lautet in deutscher Ueberse-unz, Wte ^Rector und Senat der Universität Leipzig entbieten den akademischen Vürzern und allen Denen, welche in unserer Statt oder auswärts uns wohl- wollen, ihren Gruß. Nachdem der Jahrestag wiedergekehrt ifl, wo es -M, zur Wahl eines Hector magnißcus zu schreiten, haben wir Üuch mitzuthei- len, daß in einhelligen Bejchlüffen Senat und Professoren Kollegium bestimmt haben, daß Unser erhabener König und huldvoller Landesvater Albert, weil eT, der ächte Erbe und Nacheiferer der Vorzug« seine- böchftseligen Vater-, nicht nur durch anderweitige Beweise seine wohlwollend fördernde Gesinnung in Bezug auf die höheren wissenschaftlichen Bestrebungen deutlichst offenbarte, sondern auch diese Universität selbst unlängst bet einem persönlichen Besuch, hoher Auszeichnungen theilhaft werden liefe, durch ein allerunterthänigstes Ge­such von unserer Seite angegangen und zur huldreichen Annahme der immer­währenden Würde eine- Rector Universilalis Magnificenlissimus bewogen wer ben möge. Diesem Wunsche nun kam, wie Ihr nicht ohne die innigste Befriedigung erfahren werdet, ter Hochherzige und Ällgeliebte Fürst in der liebenswürdigsten Weise entgegen und verlieh dadurch unserm beinah« fünfhun dertjährigen Musensitze den Glanz einer neuen herrlichen Gbie und Weihe. Wozu der Allmächtige Gott, Alle- nach seinem Willen zum Besten wendend, seinen Segen geben möge!

Gegeben zu Leipzig, am 18. Juni 1875.

Oesterreich.

Wien, 22. Juni. DieOesterreichische Korrespondenz" meldet, daß die Zusammenkunft des Kaisers Alexander und des Kaisers Franz Joseph am 28. d. Mts-, Mittags, in Komotau stattfinden wird, von wo dieselben gemeinsam bis Numburg reifen werden. Von hier geht Ersterer nach Warschau, Letzterer nach Ischl.

Pcstb, 18. Juni. A.i heutigen Tage erschien nachstehende Verordnung de- Handels-Minister- an die Telegraphen-Directionen, betr. den Gebrauch der ungariscben Sprache im Telegraphendienste:

Ich habe in Erfahrung gebracht, daß unter ben in den königlich ungari­schen Telegraphendienst übergetretenen, im »uslande gebürtigen Telegraphen, beamten und Stationschefs sich noch immer solche befinden, welche, obwohl die Zeit, innerhalb welcher sie die ungarische Sprache zu erlernen, bei ihrem lieber» trittc in die Anstalt sich schriftlich verpflichtet haben, längst abgelaufen ist, bei ihrer Amtirung die ungarische Sprache nicht gebrauchen. gafl« auch im Districte der Telegraphen-Direktion solche StatiouSchefs sich befinden sollten, weise ich die Direktion an, dieselben darauf aufmerksam zu machen, daß sie sich die ungarische Sprache bis Ende des lausenden Jahre- unfehlbar anzucig- nen haben, weil derjenige, der nach Ablauf diese- Präklusiv Termins nicht im Stande ist, bei seinen amtlichen Agenden sich der ungarischen Sprache zu be­dienen, von der StationSchef-Stelle entfernt werden wird.

Simonyi m. p.

kchweiz.

Bern, 22. Juni. Der Nationalrath hat heute in Uebereinstimmuiig mit dem Ständerath beschloffen, daß auf den 6. September eine Extra Session zur ÜBeratbuna der Militär Steuergesetze einberufen werden soll.

Solothurn, 22. Juni. Die Negierung von Solothurn bat neuerdings unter Androhung der gesetzlichen Ahndung der katholischen Geistlichkeit des Ean- tonS jeden amtlichen Verkehr mit dem Exbischof Lachat verboten.

Leigten.

Brüssel, 22. Juni. Die Repräsentanten-Kammer begann heute die Be- rathung de- durch den Fall Duchesne's veranlaßten Gesetz Entwurfs. Der Teputirte Guillery brachte ein Amendement ein, wonach die Straf-Bcstunmun- gen des Gesetzes lediglich für Fälle, in denen es sich um Attentate gegen bat Leben bandelt, Geltung haben sollen. Der Justizmlnister de Laukscheere legte die Nothwendigkeit des Gesetze- dar und bezog sich dabei auf einen vor Kurzem bei den 21 ffiten von Hennegau vorgekommenen Fall, der das Gesetz nothwentig gemacht hätte, auch wenn die Angelegenheit Duche-ne'- nicht vorgelegen hätte.

Dänemark.

Kopenhagen, 21. Juni. Die Großfürsten Alexis und Konstantin sind heute hier eingctroffen und haben sich mit dem Kronprinzen, welcher sie empfaii* gen hatte, sofort nach der königlichen Sommer-Residenz Bernftorff begeben.

/raakreich.

Pari-, 21. Juni. Am 16. d. Mts. wurde vom Kriegsgericht zu Lille der Eommandeur des 4. Bataillons der Mobilen des Pas de Ealai-, Daillet zum Tode verurteilt. Derselbe war der Feigheit und der Desertion angeklagt Während des letzten Krieges von 15 deutschen Ulanen angegriffen, batte er mit seinem Bataillon die Flucht ergriffen. Daillet, der 1871 iu contumaciam zum Tode verurteilt worden war, hatte sich vor einigen Wochen gestellt und da- Kriegsgericht hatte das erste Urtheil bestätigt.

Pari-, 21. Juni. DerMoniteur- gibt heute der National Versamm­lung den Rath, nicht zur dritten Beratbung über da- Universität- Unterricht» gesetz zu schreiten, um den endgültigen Entschluß über die Sache den zukünfti­gen zwei Kammern zu überlasten. DerMoniteur" ist gegen ein Gesetz welches die legitime Monarchie sowohl, als bie kaiserliche zurückgewiesen hätten. Es scheint also, daß die Regierung zu fürchten anfängt, die Geistlichkeit möchte ihr über den Kopf wachsen.

Die Zahl der in dvon verhafteten Personen beträgt im Ganzen 20. Nach Briefen aus Marseille wurden bei dortigen Haussuchungen keine wichtigen Bnesschasten gesunden. Es scheint, man wollte Beweise ausfinden, daß da- Marseiller Wahl Eonutö em beständiges sei, was aber nicht der Fall ist. Nur das rovalistische Wahl - Eomitö, welches indesten nicht belästigt wird, besteht auch außerhalb der 'Wahlperiode.

Dersaille-, 22. Juni. Sitzung der National«Dersammlmig. Fort­setzung der Berathung des Gesetz-Entwurf-, betr. die Beziehungen der öffent- lichen Gewalten. Buffet erklärt, er muffe confhtiren, daß die konstitutionellen Gesetze mit den gestern von Louis Blanc und Madier de Montjav ausgespro» chenen Grundsätzen im Gegensatz, aber in Uebereinstimmung mit dem Programm des Ministerium- ständen, dem zur Zeit der Aufstellung deffelben von keiner Seite entgegengetreten worden sei und das von dem Ministerium aufrecht er­

halten werde. Letzteres habe sich darauf beschränkt. für den Präsidenten der Republik nur die unerläßlichsten Befugmffe zu verlangen. Der Berichterstatter Laboulaye vertheidigt darauf den Gesetz-Entwurf Du Temple von der äußer­sten Rechten spricht gegen die Vorlage und richtet bei dieser Gelegenheit heftige Angriffe gegen den Marschall»Präsidenten. Derselbe wird deshalb zur Crb nung gerufen. Die Versammlung beschließt nach längerer Debatte, demnächst m die zweite Berathung emzutreten.

lEiiflCanö.

London, 22 Juni. Das von den Katholiken zusammengesteuerte Geld­geschenk, welches Herrn Manniiig gelegentlich seiner Eardtnal-erhebiinz gemacht werden soll, betragt 6- bi» 7000 Pfund Zweihundert Parlamentsmitglieder wohnten der gestrigen Partei-Eonfereiiz bei. Die Königin von Holland wird deute hier erwartet.

Spanien.

Barcelona, 22. Juuu Der General Eapitän Martinez Eautpos meldet, daß die Earlisten im Fort Miravet zu parlamentiren wünschen. Die Artillerie hat Bresche in die Befeftigungsweike geschoffen. Schloß und Fon Fli; bei Miravet ist von den Regierungstruppen genommen worden. Die Di« Vision Montenegro hat den Banden Dorregaray's eine bedeutende Niederlage beigebracht.

Tafalla, 22. Juni. General Loma bat ein ihm erheblich überlegene- carlistischts Truppencoips siegreich zurückgeschlagen In Marcadilla stehen die Earlisten ziemlich zahlreich. Bei Vitona stehen Regicrungstruppen und Ear» listen sich nahe gegenüber.

poiluyaL

DasJornal do Eommercio" erzählt, daß der Richter einer flemei (Soinmunr deS Distrikts von Vtanna do Eastello einer Frau eine Geldstrafe von 30,000 Nets (etwa löO Mark) anferlegt bat, weil sie Sonntag» auf ihrem Felde gearbeitet hatte^/ttzid daß am Sonntage darauf bei der Hochmeffe ter Pfarrer, nachdem er der grau ihr Vergehen verwiesen, ihr gesagt habe, sie könne die Geldstrafe ablbjeif, wenn sie auf den Knieen in die Kirche rutsche und alle Anwesenden um Verzeihung bitte für die Verletzung ihrer katholischea Gefühle. Die grau bat sich aber geweigert, die Strafe zu befahlen ober auch die Kirchenbufee zu verrichten. Nun fragt daSJornal do (Sommncio*, was wird der Richter und der Pfarrer thun? Sie verhaften? E^communiciren? Verbrennen? Das Jornal macht den Civil-Gonverneur der Provinz auf solche Fälle ausmeiksam, auf die e- noch zurückkommen wird.

LZerurtschteS.

Mainz, 22. Jun». Tat bwRge ,Iag#M.e schreibt: Sine 8chta»bnt eigener Mn bewährten gestern einige Arbeiter, welche in einem hiesigen Haute mit dem Abrechen rcn L«e tm beschäftigt waren und sich eben über den Verkauf der abgeristenen Tapeten besprachen, all Di« spariamc Hausfrau erichien und befahl, das, die alten Tapeten sorgfaltiF a«fg«habei> uwitn- feilen Wie nun der gehe fite Gewinn dennoch zu erlangen sei? war die Frag«; aber di« Herren Tünchergejellen beantworteten sie. Drüben im andern Hause wurden nämlich auch Ta- reten abgerisien und di« Schlauen wußten, daß diese Tapeten von MtLienen der gefürchteten kleinen braunen Thirrchen bevölkert waren. Sofort begab sich iliner dahin, beite eme Hand voll davon und barq sie unter die abßerifienen Tapeten Die spariame Haußsraa wurde nui gerufen, das braune Wanzenbeer ihr gezeigt und {e^t hörten sie die schreckenbieiche Frau nrfen: .Um (.*ctteli»iU«nl. schafin, Sie mir diese Tapeten sogleich aus dem Hanfe?' ytunmetzr batten bie Herren Tünchergesellen »bren Zweck erreicht. ü« geht nichts über Schlauheit

Bingen, 21 Juni «Dann beginnt morgen frdh tu erst' hn'l .e Kefs,?- fteatf ein Herr in ian'tem Flüsterton den Kellner eines hienaen Hstelö. .Um '*. »ar die wort, an welche sich snrenö d,S Fragestellers die Bitte knüpfte, ihn doch ja rechtzeitig zu wecke* Dies geschah auch und den Fremde, sah man Mdetz nicht wieder. Äul lauter Andacht hatte er veraesim, sein« Zeche zu bezahlen

Mannheim, 14 Juni Tn tm hiesigen allqemeinen Kranke Hause ueteraebrachte geisteskranke H benutzte gesinn Vormittag einen unbewachten Augenblick, um aul sein«, te dritten Stockwerke gelegenen Zelle zu entkommen Derselbe, nur mit einem Hemd bekleidet stieg durch ein Fenster de- Stlegmhauses auf da* Dach und von da auf «inen Fensterladen t-4 zweiten Stockwerkes. Man warf eilig Matrazen nnd Dettreug auf die Etrahe, um, wenn H lallen sollte, demselben einigen Schuh zu gewähren. Zwei Wärtern, welche sich auf Lettern te« Kranken näherten, gelang et indesten, denselben zu fasten und wieder glücklich in das Hauß ;u verbringen.

K-ln, 22. Juni Dos Serstst auf dem Dom, welche« für die nächste» Ste^ichtchem aufgeichlazen wurde. ,st fertig und bat bereit» von der Sohle te» Dome» eine Höhe von etwa 27»» Fuß. Diese Höhe 'chwindelnd, aber es kommt noch bester, da die beiden Thürm« etwa .500 Fun hoch werden Der Weiterbau erfordert fent schon weit weniger Material, dem» he Tdürme verjüngen sich bei dem Anfang de» schon varichreitenden Ottogcn» an zeder Seit« w» etwa 8 Fuß

-- In Newvork, der Gtadt der ^ReHame, wurde kürzlich annonetrt, daß eine» der feitest en naturgeschichllichen Phänomen ju sehen fei, nämlich tn Bastard zwischen einem Iagdkurch w* einer time Zwei eben erst von tiuroxa angekommene Deutsche becfllcifen, sich diese» Kander gebüde der Xatui anzusehen. Nachdem sie ihren halbe Dollar tinlr» qezablt, ward ihnen jedoch nXnei leider in da» merkwürdige Seschörf sofort nach der Geburt ßestorden;> e» würden daher r.« noch die Oltem gezeigt.

Miterarlfcbeb.

L. v. küaen, Sefcuctienelab«nen (Mark, Thaler, Frane» und Gukdenl 101 Geuer in Folio, 21 Sgr., .Uninersal Müniumrechner" der wichtigsten Müntw ührnnge» 41 Setten m Folio 12 Sge nnd deffelben Beefafier» .Klemer Miinzumrechner*, 32 Seiten Oetav, 4 Sgr Verlag der Deutschen Vuchhaacluita tn Meg

Vorstehende Tabellen zeichnen sich unter der ylrnh der durch die bev. rst'hende tiinssthrnng der Rnchtwührung veranlabien Münzumrechner tue . beeueme Ueberstchtlichkeit, große WeiM»^ tigfeit und eine aan, minutiöse Genauigkeit aul t-< Reduetionen sind bi» zur zweiten T<* malstelle der Vfennigr, Centime» x. au»g-rechnet und zuverlässige tiorreethmt durch Stereewne de» mit iauruliler Sorgfalt überwachten Votze» gesichert. Bebenen* wichtig i. t-s r« gegenseitige Recnetion der Mark und Franken scwahl nach dem gebräuchlichen Verda.'tntß m 100 Centime» = nO Markpfennigen, al» auch nach dem reellen Verrhverbältnrffe (lOOSnt "l Pfennigen) durchgeführt ist. Die nflgmannliu Tabellen eignen sich vanuglnxii« fstr den Gebrauch der Tasten- und Aechnnrur^beamten. Bankier» re., der ,UmveriaLÖÜMeorTr*neie nnd ter .Kinne Münzumrechner^ für da» grobe Publikum Überhaupt. Die 1h»Rottung ist sehr g* der Prei» mästtg

Die beiden neuesten Nummern der Illustr. Frauen Zeitung frieNeljäbrUcher Abenn.ement»rtet» 2 c< 50 A) enthalten I. Die Madennummer (23): 8Ie.«ff Sommer Anzüge. Must- und Snigen-Ueberwü^e nebst Bluientaiüen, Jäckchen urt Ftchü» V** Haaririsuren. tiraraten. jheser. und Mr-chettea. Ar^^.,t für Netne Mädchen. Retse-Uten'^reu Schrrmdülle. Rniedecke, Sürteltaiche, Skigzentaiche. NLH-Neeenair«. Loschen A.'bnm. ro'chem Aretheke und Reise-Kisten. Salonstuhl mit Stickereien Bctduren in kanguetten- und st.ckern. WniiKickereien. TuUdurchzvg, irische Sp'gen» und Häckel-Arbeiten »e. x. ibu 62> bilkungen und einem groben eolorirten Modenknrfer. II- Die Unterhaltnnggst-NumMt« (24) Falkenier und Falkenjagd, kon A ÖL Müller. Mit einem Btifce »en Roberto st »

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