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Gießemr Anzeiger.
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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
fo. 95. Sonntag dcn 25. April 8^75.
flmt(icf)er Theil.
Gießen, am 23. April 1875.
Betreffend: Da- Landbriefbestellgeschüft. e ,
Das Grshherisgliche KrelsamI (Stehrn
an dir Großl)rr)oglichrn Bürgkrmriltrrrien drs Nrritrs^
Wie uns Großherzogliche Ober-Post-Direction zu Darmstadt rnitgetheilt hat, sind die Landbriefträger mit Signalpfeifen versehen worden, um wahrend fort« Bestellganges die Ortseinwohner durch Signale auf die Anwesenheit de« Briefträgers, welchem auch Briefe mitgegeben werden könne», aufmerksam zu machen Diese Signale dürfe» nur in der Nähe der Eisenbahnstationen und Eisenbahngeleise, zur Vermeidung von Mißverständnissen, nicht abgegeben werden.
Wit geben Ihnen von dieser neuen Einrichtung Nachricht, damit Sie dieselbe in Ihren resp. Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen lasten, v. Röder.
lichen Gesprächen hervorzuheben, daß die wenig tactvolle Art, womit das Centrum gegen das neue deutsche Reich vorgehe, der Curie die Sympathieen Deutschlands entfremde und die Spaltung verschärfe. Ferner theilt das Blatt ein Telegramm Tauffkirchen's an den Reichskanzler vom 21. April desselben
den sind.
Berlin, 22. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die Meldung des „Offervatore Romano" über das Verhalten und die Aeußerungen Anto- nelli's betreffs der Centrums-Fraction für unwahr und tbeilt zum Beweise im Wortlaute das Telegramm des Reichskanzlers an den Gesandten Graf Tauffkirchen vom 17. Aprtl 1871 mit, worin er denselben beauftragt, bei gelegent-
mann zu Darmstadt.
Berlin, 21. April. Seit dem 15. d. Mts. sind die Landbriefträger
Deuischtimk).
Darmstadt, 22 April. Die Nr. 17 des Großherzoglichen Regierungs- blatts hat folgenden Inhalt:
1 Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Organisation der Districts-Linnehmereien in der Provinz Rheinhessen betreffend. Aufgehoben werden die DistrictS-Emnehmereien Albig, Castel, (Sieb, Guntersblum , Nieder Flörsheim, Nieder-Jngelheim , Wöllstein und Wörrstadt II.
2. Erhebung in den Freiheirnstand. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 2. August 1874 den Kaiser!. Ruff. Commerzien- ralh Joseph Günzburg in St. Petersburg für sich und seine ehelichen Nachkommen beiderlei Geschlechts in den Freiherrnstaiid des Großherzoglhnms zu erheben.
3. Ramensverändernngen.
mit Signalpfeifen zn dem Zwecke versehen, um während des Deftellganges durch die Ortschaften durch Abgabe von Sigualpfiffen die Bewohner auf ihre Anwesenheit aufmerksam zu machen. Es ist dies für geeignet erachtet worden, um das Bestellgeschäft z,i beschleunigen und die Mitgabe von Driesen u. s. w. Seitens der Landbewohner zu erleichtern.
Berlin, 21 April. Um die Wirkungen, welche das Gesetz vom V. März d. I. über die Beurkundung deS Personenstandes und der Form der Eheschließung auf kirchlichem Gebiete nach sich gezogen hat, prüfen zu können, sind Seitens der königlichen Consistorien nunmehr die Geistlichen angewiesen, darüber amtlichen Bericht zu erstatten, ob und wie viele Kinder in ihren Gemeinden in der Zeil vom 1 October v. I. bis zum 1 April d. I. ungetauft geblieben und ferner, ob und wie viele Ehen von Gemeindegliedern in dem selben Zeitraum ohne Hinzutreten der kirchlichen Trauung geschloffen wor-
Politischer T h e i L
|am Großh. Friedensgerichte Nieder - Olm Matthias Kerz; am 21. März der Notar i. P. Georg Jacob Sauermann zu Bechtheim; am 28. März der erste evang. Pfarrer Christian Gottlieb Salzer zu,Babenhausen; am 29. März der ehemalige Frankfurter Chauffecaufseher i. P. Philipp Karl Hensel zu Dortelweil ; am 4. April der Ober - Rechnungs - Revisor a. D- Ludwig Welcker zu Darmstadt; am 7. April der Oberst i. P. Friedrich Ludwig Scholl zu Darmstadt ; am 8. April der Ober-Rechnungs Probater erster Claffe Christian Schar-
4. Ertheilung von Ersindungspatenten.
5. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 22. März dem Pfarramts Candidaten Christoph Schneider aus Ostbeim die erste Knaben - Schulstrlle zu Schotten zu übertragen; am 27. März den Expeditor bei der Station Eberstadt der Main Neckar-Eisenbahn, Heinrich Schilling, unter Enthebung von seiner seitherigen Stelle zum Expeditor bei der Station Darmstadt dieser Elsenbahii zu ernennen; au demselben Tage dcn Expeditor bei der Station Isenburg dieser Eisenbahn, Ludwig Reinhardt, in gleicher Eigenschaft aus die Station Ebcrstadt, und den Expeditor bei der Station Darmstadt, Georg Lorenz, auf die Station Isenburg dieser Eisenbahn zu versetzen; an demselben Tage dem evang. Pfarramts-Candidaten Kar! Margnth die zweite evang. Pfarrstelle zu Michelstadt, am 31. März dem Zeichncnlebrer Philipp Bender zn Darmstadt die Zcichnenlehrcrftelle an den Stadt-Knabenschulen zu Darmstadt in der Eigenschaft als Volksschullehrer und am 1. April dem Schullehrer an der dritten Gemeinde - Schulstelle zu Nieder Florstadt. Johann Adam Volk, die Gemeinde Schulstelle zu Atzenhain zu übertragen- am 2. April den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg - Birstein auf eine Lchrerstclle an der Bürgerschule zu Offenbach präseutirten Schulamts-.... ........ . , .
Atpiranten FortUnatns Friedrich Alt aus Klein-Bicberau für diese Stelle zu Jahres mit, woiiach Antonelli erklärte, daß er die Hutung der Ccntrums- beitätiaen ; an demselben Sage dem Sdmlhbrer an der dritten Schulstelle zu Frattivn'tm Reichstage al» tactlo« und unzeitgemäß miB6iü.9e, uud endlich «rLnktlch-Erumbach, G.vra Nicolaus Bu$mann, tie dritte Schulstelle zu Trebur erneu Bericht des Grafen Tauffkirchen vom 10. Ma, 187 wonach der Papst unb am 6. Äpril dem Schulamts - Lfpiranten Cbristian Schwalm au« Roden- selbst einem anderen katholischen Gesandt.« gegenüber das auftreten der Katho- blld> d.e Gemeinde Schulstelle zu Nieder-Breite,,bach ,u Übertragen. liken Parte, im Reichstage al« inopportun und unpraktisch beklagte.
’ Am 5 April wurde dem Philipp Hammer au« GISbeim das Patent al« Berlin, 22. April. Nach einem Prwatbnese aus Gent ist der Gold- Geometer erster Klaffe ertheilt ubfluß dorthin von Deutschland, namentlid) Frankfurt a. M.. besonders stark.
6. Sbaratterertbeilungen. Se. König,. Hobest der Großherzog haben Man spricht -°n etwa 80.000 Mark, die täglich ankomme,r sollen und die, alletanädigst aerubt am 22. März dem Schulledrer an der ersten Knaben- eingeschmolze,,, den vielen Goldschmieden zur Verarbeitung zugehen. Dagegen Schulstelle zu Schotten, Christoph Schneider, den Charakter als „Mitprediger" bildet es allerdings einen betrübenden Contrast, wenn man im Herzen Teulsch- unb am 9. April dem Avotheker Karl Lautejchläger zu Darmstadt den Charak- laute selbst von einem SBanquier zum andern gehen kann, ohne daß es gelingt, ter als Hosavotheker" tu verleiben. ein deutsche« Goldstück erwechseln zu können.
7 "Dienstentlassung — Die inteHectueQen Leiter de» Mainzer Kathollken-Bere,ns, Felip grei--
8' Dienstenthebung' Se. König,. Hoheit der Großherzog haben aller- Herr °. See und Bitar Racke >n Mainz veröffentlichen in Gemeinschaft mit gnädigst getubt: am 2. April den Schullehrer Johanne« Rückert z.i Maffenheim dem bäuerlichen Neichsratbe und Führer der bauenschen Ultramon anen Baron von Uebernabme der ihm übertragenen dritten Schulstelle zu Trebur auf fein d. Frankenstein, einen Auftus in welchem die Mstthetlung entbalten ist . daß Nachsuchen zu entheben und ihn an seiner bisherigen Stelle zu belasten. der Papst die seit Langem vorbereitete Deputation ^der deutlchen Katholiken am
9 Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog 13. Mai empfangen wirb. Wie die ..Weser Ztg. erfahrt ,oll trotz der an» haben allergnädigst aerubt: am 5. März den Hostbeater - Garderobe, Jnspector gestrengtesten Bemübungen der ultramontanen Agitatoren die Betheüigung^an Pbllipv Nöte!, unter Anerkennung seiner langjährigen ersprießlichen Dienste, der beabsichtigten Römerfahrt eine sehr schwache lein. Auch cte Liancnadre',en am 15. März die Lehrerin an dc^ höheren Mädche.ffchule zu Gwßcn, EmiUe an den Papst sollen weniger Unterichnften erhalten haben, als man erwartet ü. Reinhardt, auf ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1875 an, am hatte. , . ... ...
17. März den Schullehrer an der ersten evang. Schule zu Heppenheim a. d. W-, Berit«, 23. April. >La6 ^^cordnetenhaus genehmigte m dritter Be- kbristovn Reifert auf sein Nachsuchen, und am 31. März den Schullehrer an rathung den Gesetzentwurf, betr. die Uebertrazung der Auseinander,etzungs- der ersten evang. Schule zu Effenheim, Philipp Geil, ans sein Nachsuchen und Geschäft, innerhalb des Bezirks des Ebrenbreitfteiner Justiz - Lenats an die unter Anerkenniina seiner mehr als 50jährigen treuen Dienstführnng in den Gencral-Commiisionen iu Mütter und Kaiiel, deeglkichen eme Äenderung des Ruhestand au verieken Geschäfts-Regulativs für Ne Ober-RechnunzS-Kammcr, und überwies die Bor-
10. Concnrrenreröffnung. Erledigt ist: die erste evang. Schulstelle zu läge über ;ic staatsrechtliche Stellung des fürstlich Sain-Wtttgenstein-Terleburg'- Leehtim, im Kreise Groß-Gerau, mit einem jährlichen Gehalt von 857 Mk. scheu Hauses an eine Commisnon von 14 ©heiern.
’ p Gnesen, 22. Äpri!. Der Weibbncvof am hiesigen Domcapitrl, Kybl-
*1l. Sterbefälle. Gestorben sind: am 18. März der Ergänzungsrichter chowski, nelcher am Griindonnerstag das Salböl weihte ist wegen unbefugter


