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Wrzeige- und Amtsblatt für den Kreis (hießen.
Dvlincrstag dcn 25. Fclmuir
Frhrn. v. Starck, ist folgendes Schreibe» d. d. 12. Februar an
des Innern,
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Neuenweg.
amts Gießen Ew. Hochwohlgeboren ergebenst zu übersenden, erlaube ich nur,
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ffenttichnAudbimm-ir isbengc sehr hohe Psi- zu erreichen qrwrfrn. Der neue Pächter dt e Bavbedinguiigen üto im alten Pachter ausi
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Prete vierteljährlich 2 Mark »Pf. mitDringcrlchn. Lurch K. Post bezogen vierteljährlich
1 warf 60 Pfennig.
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Don Carlos, ist in Frankreich verboten worden.
— Versailles war heute äußerst belebt und erregt. Vor der Sitzung hatte Corne, der Vorsitzende des linken Centrums, mit dem Präsidenten Buffet eine Unterredung, um die ganze Unterhandlung fcstzustcllen. Beide kamen überein, daß heute die Debatte über den Senat beendet und morgen das Senats- zeietz in dritter Berathung angenommen werde, so daß übermorgen ein neues Cabinet im ofsiciellen Blatt erscheinen kann.
Versailles, 22. Februar Nationalversammlung. Nach Verlesung des Berichts der constltutioneUen Commusion, welcher sich gegen den Gesetzentwurf Wallon ausspricht, beschloß die Versammlung, trotz lebhafter Opposition der Rechten, die sofortige Berathung der Vorlage. Nach langer Debatte wird Art. 1 des Entwurfs Wallon mit 422 gegen 261 Stimmen angenommen und die Sitzung darauf aufgehoben.
den Präsidenten deS ersten Ausschusses der zweiten Kammer, Stadtrichter Völliger, gerichtet wordcn:
„Nachdem mit Allerhöchster Genehmigui g Sr. Königl. Hobelt des Greß- berzogs auf dem gegenwärtigen Landtage von Seiten des Ministeriums des Innern an die Stände des Großhcrzogthums das Ansinnen gerichtet war, zur Erbauung eines Gymnasiums zu Gießen d,e Summe von 175,( 00 fl. zu bewilligen, beschloß die zweite flam nur ,« ihrer (b3 j Sitzung vom 6. November 1874, unter Ablehnung der Regieruugs - Proposition und des auf eventuelle Bewilligui'g einer Summe von 150,000 fl. gerichteten Ausschuß-Anirags:
„Für Herstellung sämmtlicher in der Fordernng ter Regierung speciell aufgcführten Anlagen und Gebaute, mit Ausschluß eines besonderen Gebäudes für eie Tirectorialwodnung, eine Summe bis zu höchstens 115,000 fl. zu be willigen, unter ter VorauSsitzi ng, daß die Großherzogiiche Staatsregieiung bei t\i Rcchenschastsablage die detalllirten Nachweise über die Anfwcntui g zum Neubau vorlege.
Ter Gegenstand gelangte hierauf am 14 November 1874 in der ersten K nun er der Stände znr Berathung und wurde von dieser Kammer beschloffen :
1) die für teil Neubau eines Gymnasiums zu Gießen geforderte Summe von 175 000 fl. zwar abzulehnen,
2) aber für den Ankauf eines Platzes zur Erbauung dieses Gymnasiums die ersorderliche Summe von bOOO fl. jetzt schon zu bewilligen, und
3; ihre Bereitwilligkeit zu erklären, tie außerdem zu diesem Bauwesen erforderliche Summe selbst bis zu einem Betrage von 15ü,i00 fl. zu bewilligen , wenn von der Regierung, unbeschadet des Zwecks em auf geeignete Ersparnis; berechneter Plan und Voranschlag vorgelegt werde"
Angesichts dieser Beschlüsse ter beiden Kammern der Stände war die Großherzogiiche Regierung veranlaßt, die Frage, ob und in welcher Weise 6ei Ausführung des in Rede stehenden Bauwesens ohne Beeinträchtigung der wesentlichen Zwecke desselben Ersparnisse zu erzielen sein möchten, wiederholt in sorgfältige Berathung zu ziehen.
Bei ter in Folge dessen unter Zuziehung der technischen Behörden vor- genommenen eingehenden Prüfung aller hier m Betracht kommendeii Verhältnisse wurde jedoch eine Summe von 115,000 fl. als durchaus unzureichend befunden, tcn vorhandenen Bedürfnissen irgendwie zu genügen.
das Nachstehende zu bemerken:
Nach dem vorliegenden neuen Projccte würden sich die Baukosten, ein» schließlich der Kosten für Erbauung einer Tirectorswohnung auf 240,000 Mk. — 140,000 fl. berechnen und sich, wenn nach dem Vorschlag ter Oberbau- direction em weiterer Posten von 5000 Mk. — 2,916 fl. 40 fr. für^ unvorhergesehene und allgemeine Kosten vorgesehen würde, im Ganzen aus 245,000 Mk. — 142,916 fl. 40 fr. belaufen.
Bei strenger Einhaltung des Voranschlags möchte übrigens zn erwarten sein, daß die von dem Kreisbauamt Gießen vorgesehene Summe zur Ausfüh nuig des projectirten Neubaues genügen wird, und glaubt sich daher die Groß- herzogliche Regierung mit Bewilligung einer Summe von 240,000 Mk. — 140 000 fl. lufrieten erklären zn können. Indem ich noch anführe, daß
Dcutfdjlanb.
Darmstadt, 23. Februar. Seitens des Tircctors des Ministerium«
Cildvint mit ShA.
natinr Montags.
Expedilion: CanzleiLer», Lit. v. Nr. 1.
.. Er schrieb zu diesem Behuse eine Versammlung aller 197"l'42'Mk 86 Pfg. eine Bewilligung von 140.0ÖÖ flJaffllürten Vereine aus. — Das städtische Arbeitsamt gestaltete dem Feuerwebr- 5 ....... Shaw, nach Kairo zu reifen, um dort dem Wunsche des Khedwe
Academy" meldet, daß eine von
bei eingerichtet, ft
lasten und hierdurch tie Ausführung eines dringend nothwendigen Bauwesen ermöglichen wird."
Berlin, 22. Februar. Tie „Germania" schreibt in heutiger Nummer: „Um tie Pflicht seines Amtes zu erfüllen, erklärt Pius IX. „ganz offen Allen, i welche es angeht, und tem ganzen katholischen Erdkreise, daß jene Gesetze ungültig sind, da sie ter göttlichen Einrichtung ter Kirche ganz und gar wider- streiten. Mehr bedarf es nickt für Katholiken. Tie päpstliche Dulle wirt und kann nickt zurückgenommen werden, und somit wird und kann nickte Anderes übrig bleiben, als taß tie Maigesetze fallen."
Berlin, 22. Februar. Tas Bcfiuten tes Aba. Lasker erfüllt seine Freunde mir Besorgniß; neben seinem Hautarzt Dr. Sigmund behandelt ibn der Pros. Joseph Dl'eyer Seine nächsten Angehörigen sind zu seiner Pflege hier eingktioffen Ter Krankheitsfall ruft in weit-n Kreisen libhaste Theilnabme hervor. An eine Thätigkcit Laeker's während der gegenwärtigen Landtags- Sejsion ist unter keinen Umständen zu der keu. Auch seine Detheiligung an den nächsten Arbeiten der Iustiicomnussion des Reichstages ist sehr fraglich. — Sämmtliche Abendzeitungen besprechen in besonderer Rubrik den Rücktritt Bis- nn rck's unter Abdruck des heute augekommencn.Briefes der Kölnischen Zeitung. Gestern Nachmittag nm 2 Ubr sand Mimsterrath, um 4 Ubr 8 ortrag des Reichskanzlers beim Kaiser statt. Wie man bört, handelt es sich dabei um die neue Trdnnug des Miuisterialversahrens. — Vorgestern veranstaltete Fürst Bismarck ein T iner für hervorragende Mitglieder des Herrei Hauses. - Heute Mittag wurde der sechste Congreß deutscher Landwinde hier eröffnet. Zu Vorsitzenden envdblfe man die Herren v. Rath Lauerssort, v. Wetell-Vehlings- torf und Seiler jNetnalz.) Dian beschäftigte sich mit ter Steuerfrage. Ter Eongreß ist nicht zahlreich besucht. — Ter Kaiser bat das Entlastungsgesuch des Grafen Usedom noch nickt angenommen; die Nachrichten über Berufung des Cchloßhauptmanns v. Tackröder zu seinem Nachsolger sind also irrig.
Berlin, 23. Februar. Tie siebente Criminal-Deputation des Stadtgerichts erkannte in der Anklagesache gegen den Schriftsetzer Heinsch, Vcr- traueusmaiin der social - demokratischen Arbeiter-Partei, auf die definitive Schließung der hiesiger. Mitgliedschaft der social-demokratischen Arbeiter Partei.
Berlin, 23. Februar. Zur Feier des Geburtstages Washington's halte der Gesandte der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Herr Bancorft Davis, gestern Abend eine große Gesellschaft in das hiesige ameriksnische Gcsandt- sckasts-Hötel geladen. Anwesend waren preußische Staats-Minister, einige Mitglieder des diplomatischen Corps, die vornehmsten Prosefforen der hiesigen Universität mit ihren Familien, sowie viele Mitglieder des preußischen Hand- tageö und eine große Anzahl hier wohnender amerikanischer Staatsangehöriger. Bei dem in dem Hauptempfangssaale stattgehabten Souper wurden Toaste ansgebrackt auf ben Präsidenten der Vereinigten Staaten vov Nordamerika, sowie auf den Deutschen Kaiser, welche mit großem Enthusiasmus ausgenommen wurden.
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nach den oben erwähnten Kanunerbeicklüsten die für Erwerbung eines Bau
platzes angeforderte Summe von 8000 fi — 13,714 Mk 29 Pfg. bereit»j (EllQfQRÖ
SSVnatÖl London. 21. Februar. Der Londoner «,w°rkv-r°ins-Rach b-schloß die
welche bei .tÄiefer Gegenstand in Folge der Reeommnnicat.on der .1?
der ersten Kammer demnächst finden wird, statt der in erster f0TWn fonnsten*
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= 240 000 Mk oder nach Abzug der bereit« bewilligten 8000 fl. — 13,714 Mk. -Li'.ector
29 Pfg.' eine Bewilligung von 132,000 fl. = 226,285 Mk. 81 Pfg. eintreten gemäß eine Feuerwehr zu orgamfiren. —
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Dagegen erschien es thuulich:
1) von der Erbguung einer besonderen Turnhalle vorerst wenigstens ab- zuschen, intern durch Benutzung der in der Nähe gelegenen städtischen Turnhalle dem dringendsten Bedüisniß wird Genüge geleistet werden können, und
2) durch Beschränkung der Anzahl der Lehrräume auf das Nothwen- digste, durch Verminderung der Größe der Aula, der Höhe der Zimmer auf das äußerst Zulässige n. s. w. eine erhebliche Ersparniß an der ursprünglich! t _ ..
vorgesehenen Banjiimme zu erzielen. Wien, 23. Februar. Abgiordnetenhaus. In Erwiderung auf tie heu-
Was die Wohnung für den Director anlangt, so muß die Negierung tige Interpellation des Abg. Fux erklärte der Justlzminlster, daß die Regierung nach wiederholter Erirägung es im dienstlichen mid pädagogischen Jntereffe ge- nut Rücksicht auf den noch schwebenden Proceß Tfenhelm nicht in der ^age sei, Boten erachten, daß dem Director eine Dienstwohnung in oder ganz in der!die Interpellation zu beantworten.
Räbe der Anstalt beschafft werde. Nach Maßgabe dieser Gesichtspunkte sind! JYttllftVCicfi.
von dem Kreisbauamt Gießen unter Billigung der Oberbaudirection anderweite ’ , .
Pläne und ein neuer Kostenvoranschlag für das fragliche Bauwesen anfgestellt PartÄ, 21. Februar. Das „Umvers veröffentlicht em Collectivschrei- ^orden. ben der baverischcn Bischöfe an den Papst, worin sie bei Gelegenheit des Jubi-
Jntem ich mich beehre, diese Pläne fammt Kostenvoranschlag, sowie einen läums ihre Notb klagen und allerlei dunkle Ahnungen und Aengste, namentlich dieselberr technisch näher erläuternden Bericht des Großherzoglichen Kreisbau-auch über das künftige Conclave, kund geben. ,
amts Gießen Ew. Hochwohlgeboren ergebenst zu übersenden, erlaube ich nur, Paris, 22. Februar. „El Cuartel. Real", das osficielle ^rgan des


