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'ACnzeige- und Z^misölait für den Kreis Hießen.

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___Dollnerstaq den 23 September

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fM5.

Nr. 25 des Reichs-Gesetzblattes, auSgegcben den 16. d. M., enthält:

(J?r. 1082.) Erlab, betreffend die Instruction zur Au-führung des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden vom 2. September 1875.

Nr. 26 des Reichs-Gesetzblattes, ausgegeben den 17. d. M., enthalt:

ttr. 1083.) -Bekanntmachung, betreffend die Uebereinkunft mit Belgien wegen gegenseitigen Markenschutzes. Dom 13. September 1875.

Hieben, den 21. September 1875. GrotzherzoglnbeS Kreisamt Gießen

p. Röder

Beka ii n t m a ch u n g,

die gesetzlichen Forderungen an Ltudirende auS dem Sommer-Semester 1875 betreffend.

Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studircude müssen bis zum 26. September d. I. nnttelst specificirter Rech- nungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 6. November d. I. geltend gemacht werden, wiedrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Sta­tuten Angewiesenen Vorzug verlieren.

Gießen, den 28. August 1875.

Großherzogliches Universitäts-Gericht.

Haberkorn.

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auch später, wenn man vom Budget absieht, weitaus weniger G«schäfte als Felde erworbene allerhöchste Zufriedenheit sich auch im Frieden durch treue der verstossene zu erledigen haben. BiS jetzt verlautet nur von folgenden Dor Arbeit zu erhalten. Die heutigen Corps-Manöver sind wegen heftigen Regens

oftgrenze zu bewahren. Redner sprach den'Wunsch aus, daß es der Negierung und ihren Verbündeten gelingen möge, eine befriedigende Lösnng durch Herbei-

.derle den Toast des Kaisers und sprach feineir Tank für die gnädige Weise laus, in welcher der Kaiser seines Landes gedacht habe, das treu zu Kaiser und Darmstadt, 20. September. Allem Anschein nach wird der für den Reich halte und desiell Bewohner dem Kaiser in treuer Liebe zugethan seien. 5. October znsammenberusenc Landtag nur kurze Zeit versammelt bleiben undDaS neunte Armee-Corps kenne keinen anderen Ehrgeiz, als die auf blutigem

lagen: Budget, Gesinde-Ordnung, Gesetz über Ablösung der Wald-Servituten. Gesetz über die Bildung der Standes - Amts - Bezirke behufs Ausführung des Reichs-Civilche-Gtsetzcs und Gesetz wegen Ausgleichung zwischen Nord- und Süd-Hesien rücksichilich der Servis-Gelter für Einquartierung. Später er­wartet man noch die Vorlage wegen Ankaufs der Oberhessischen Bahnen durch den Staat und eine allgemeine Bau-Ordnung.

Berlin, 21. September. Die Verordnung behufs Einführung der Reichs-Goldwährung im ganzen DtUtschen Reiche vom 1. Januar 1876 an, ist, wie wir authentisch vernehmen, bereits vollzogen worden.

Berlin, 21.. September. Das Stadtgericht hat den verantwortlichen Redacteur derGermania", Taube, wegen Beleidigung des Fürsten Bismarck und des Staats-Ministeriums zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt.

abbestellt worden.

Stuttgart, 20. September. DerStaats-Anz." enthält eine könig­liche Deroronung, durch welche die evang. Landes Synode auf den 12. October einberufen wird.

München, 21. September Prinz Adelbert ist heute Morgen 3 Uhr Nymphenburg in Folge eines Herzschlages verschieden.

Oesterreich.

Wien, 17. September. Der Kaiser ist heute von Wien abgereist, offi- ciell nach München zum Besuche seiner Tochter. Doch glaubt man, er werde sich von dort incognito nach Sasietot zur Kaiserin begeben, die noch immer an den Folgen des Sturzes vom Pferde leidet.

Wien, 19. September. Gambetta ist in Begleitung seines der deut­schen Sprache kundigen Secretärs l'Abb^ hier eingetroffen.

Wien, 21. September. Der gemeinsame österreichisch-ungarische Vor­anschlag für das Jahr 1876 erfordert 93%0 Millionen, also 27/10 Millionen mehr als im Vorjahre. Dabei ist der auf 17 Millionen für Kanonen veran­schlagte Aufwand, wovon die Hälfte pro 1876 beansprucht wird, nicht eingerechnet.

Wien, 21. September. Die österreichische Delegation hat den frühe­ren Minister v Schmerling einstimmig zum Präsidenten, Rechbauer zum Vice- Präsidenten gewählt. Schmerling dankte und betonte, Vie gegenwärtige Lage des Reiches besprechend, daß, Dank der Umsicht der Regierung, eS bisher gelungen sei. den Frieden ungeachtet des angehäuften Zündstoffes an der Süd-

Frankfurt, 20. September. DieFrankstr. Ztg." schreibt:Um lli/3 Uhr heute Vormittag erschien der Untersuchungsrichter, Herr Dr. Mur- hard, in Begleitung eines Protokollführers in dem hiesigen Gerichts-Gefängniffe auf dem Klapperfelde und ließ sich die dort eingesperrten Redacteure der Frankstr. Ztg." vorführen. Nachdem er Herrn Sonnemann das in seiner Sache ergangene Unheil des Obertubunals vom 9 September d. I. mitge- tbeilt, welches die von ihm eingelegte Nichtigkeits-Beschwerde zurückweist, rich­tete er an diesen, sowie an die Herren Curti, Sewigh und Dr. Holthof einzeln die Frage, ob sie bei ihrer Erklärung, das von ihnen verlangte Zengniß ver­weigern zu müssen, beharrten, was von Sämmtlichen als selbstverständlich bej ht wurde. Nachdem diese Erklärung protokollirt war, zog Herr Dr Mur- Hard sich zurück."

Rostock, 19. September, Abends. Kaiser Wilhelm, der schon auf der

Fahrt hierher an den Haltestellen Wittenberg, Warnow, Hagenow und Schwe-.u»,^ lyicu cuuuhukh mvHc cult vhiiwöih*1 <viuiih kuuj <ycivci;

rin festlich empfangen und von den dort versammelten Bevölkerungsmaffen'führung eines Zustandes zu bewerkstelligen, welcher eine Wiederholung des enthusiastisch begrüßt worden war, ist heute Nachmittag 5 Uhr 15 Min. hier,Aufstandes unwahrscheinlich mache, und drückte die Hoffnung aus, die Delega- eingetroffen. Se. Maj.stät wurde von dem Großherzog auf dem Bahnhof em tion werde Mittel zu einer befferen Verpflegung der Mannschaften bewilligen, pfangen und von dort unter jubelnden Zurufen der von allen Seiten zuiammen-'um trotz der finanziellen Zustände des Reichs eine befriedigende Lösung der geströmten Bevölkerung in die außerordentlich reich und prächtig geschmückte Geschütz-Frage herbeizuführen. Hierauf wurde das gemeinsame Budget pro 1876 Stadt geleitet. Vom Bahnhofe bis zum Großb. Palais bildeten die Corpo- und die Vorlage betreffs Anschaffung der neuen Geschütze eingebracht und die rationell, Gewerke, Vereine und Schulen mit Fahnen und Mufikcorps auf bei-^Ausschuß-Wahl vorgenommen.

den Seiten Spalier. Am Thore hieß der Bürgermeister, vom Magistrat unb, ÄOflanö

Bürgeraussckuß umgeben, in einer Ansprache den Kaiser willkommen. Vor dem 21 r

Palais war eine Ehrenwache und das Officiercorps ausgestellt, im Palais Haag, 20. September. Tie General Staaten sind heute durch den wurde der Kaiser von der regierenden Großherzogin, der Großherzogin-Mutter, König eröffnet worden. In seiner Thronrede hob derselbe die fortdauernden den übrigen Mitgliedern der Großh. Familie und von der Generalität begrüßt, freundschaftlichen Derhältniffe zu den auswärtigen Mächten hervor und bezeich- Bald nach der Ankunft fand Familien-Souper der allerhöchsten und höchsten nete die Landeslage als eine günstige. Als Gegenstände der Berathung wurden Herrschaften statt. Zu den zur 2beilnabmc an den Manövern des 9. Armee-die Vorlagen, betr. die definitive Regelung des Münzwesen-, eine Modisica- Corvs geladenen fremdherrlichen Officieren sind auch der russische General Graf tion der Zuckcrfteuer und der Gesetzgebung über die Emgangszölle, sowie eine Erckert und Graf Menaden gestoßen. des Kriegsdienstes ausgesüdrt. Ferner wurden für die Fortsetzung der

Rostock 21 September. Bei dem gestrigen Parade-Tiner brachte Deratbung -die Herstellung des holländischen Defensiv-Systems und eine Ver- der Kaiser folgenden Trinkspruch aus: .Ich trinke aus das Wohl des neunten befferung des Kriegsdienstes in Indien in Aussicht genommen. Derselbe er- Armee Corvs das heute meine volle Zufriedenheit erworben, und da es mecklcn-wähnte außerdem, daß die Kriegs-Ereigniffe in Atchin zwar noch unbe- buraiscker Boden ist auf dem ich es wiedergesehen und auf dem es zum Th eil friedigend ausgefallen seien; gleichwohl hoffe er aber von den energischen entsproffen "trinke ich zugleich auf das Wohl des Herrn dieses Landes und Anstrengungen, daß dieselben baldigst zum erwünschten Ziel führen werden, seines Hauses. Eure Königl. Hoheit haben im Kriege wie im Frieden entschve- /ranfkctd).

liefen ^daß^Eur^ mühevolle Arbeit Paris, 19. September. Ter von 22 Erzbischöfen und Bischöfen unter»

for aekfet haßen welche am besten geeignet ist, das von der Armee Errungene zeichnete Hirtenbrief, welcher die Gläubigen zu Sammlungen für die in Paris

bie flutunj ju bewahren." Der Großherzog von Mecklenburg erwi- zu gründende katholische Universität auffordert, erhält die vollste Billigung des