Gießener Anzeiger
Mzeige- und 'Umtsötalt für den Kreis Hießen.
Freitag den 23. Juli
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Gestern Abend wurde hier eine Studenten-Versamm
Bonn, 20. Juli.
Oesterreich.
Wien, 18. Juli. Die bedauerlich lange Ausdehnung des Arbeiterstnkes ^wogegen das Griechische für in Brünn, hervorgerufen durch den Umstand, daß so ichwer eine Einigung, ja, ’ 98 nur Annäberung zwischen den Arbeitern und den Arbeitgebern zu er,tAen ist,
ota " ßSrt beabstchtiat auch nimmt die Aufmerksamkeit der Regierung in vollem Maße in Anspruch. t> L " an den ar n September^ besteht, w.e der „B-bemia" mttg.tbeil. wird, der Plan, zur u» .gen Hmtan-
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Visa beifügen zu lassen.
Gießen, den 21. Juli 1875.
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Großherzoglichcs Kreisamt Gießen, v. Röder.
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München, 19. Juli. Der preußische Gesandte am künigl. Hofe, Frhr. v. Weither, hat beute einen sechswöckentlichen Urlaub angetreten und sich zu seiner Familie nach Weichlingen (in Thüringen) begeben. Der Legationssecretär Stumm hat aus die Tauer seiner Abwesenheit die Geschäfte übernommen. — Dr. Srgl traf unter Gensd'armcriebegleitung dahier ein und wurde vorläufig in der Zrohnveste verwahrt. GJ- SlflD
München, 20. Juli. Dr. Sigl, welcher sich seit dem 17. d. Mts. in der hiesigen Frohnveste befindet, hat das Gesuch gestellt, es möchte ihm aus Gesundheits-Rücksichten vor Antritt der zehnmonatlichcn Gefängnißstrafe im ZeUengefängnlß zu Nürnberg ein dreimonatlicher Urlaub bewilligt werden. Der Gerichtsarzt, welcher deshalb beauftragt war, Dr. Sigl gestern zu untersuchen, soll nun sein Gutachten dahin abgegeben haben, daß sich Ur. Sigl in sehr guten Gesundheits-Verhältnissen befindet. - Nach den „Neuesten Nachrichten" hat vor Kurzem ein katbvlischer Geistlicher in München die drei protestantischen Töchter etner Schuhmachers-Familie in die katholische Kirche aufgenommen, ob- wobl zwei derselben bereits confirmirt und noch nicht großjährig waren, so daß die Polizei-Direction auf erhobene Beschwerde uiiterm 14. v. MtS. die Aufnahme für rechtsungültig erklärt hat. ,
München, 21. Juli. Ale Abgeordnete für München sind vorqeschla- worden: AppeUrath Dürschmidt, Staatsanwalt Wülfert, Regierungsrath Graf , die Professoren Huber und HauShofer und neuer-
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besteht, wie der „Dobemia" mitgetbedt wird, der Plan, zur runjngcn haltuna ähnlicher Conflicte, eventuell zur baldigen Beilegung künftiger Zwistigkeiten zwischen Capital und Arbeit nach dem Muster der bewährten englischen „VersöbnungSäniter" ständige Institute und ^chiedsg richte in s Leben zu rufen, natürlich nicht ohne vorher dem Reichsrathe eine darauf abzielende Gesetzvorlage gemacht zu haben. Diese PersöhnungSämter oder „Elnigungskammern sind das Vermittlungsorgan zwischen den sich befehdenden Parteien; sie ermöglichen es, daß Streitpunkte im Keime erstickt werden, indem letztere, bevor noch das zweischneidige Schwi^t des Strikes aus der Scheide gezogen worden ist, in friedlicher Conserenz zur Sprache gebracht und erörtert werden können. In Brunn machte sich der Mangel eines solchen Organs besonders suhlbar, und wenn nicht der Statthalter schließlich die Stelle eines solchen vertreten hätte, wäre heute noch kein Ende der Streitigkeiten abzusehen.
Brünn, 19. Juli. Auch Der heutige Wochenbeginn brachte keine irgendwie bemerkenswertbe Aenderung betreffs des Weberstrikes. Der gemeinderäth-
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Gras, haben in ganz Europa dm einsackst sinnmib leisten «egen alle ' Arbeit, ersordern - Leichte Hand- gutes Matena/, üussttllungen- - ,urch unsere Monte ausgestellt und tit und Probezni ts 50 im oochm nett, ebenso ^nck
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,br,e 7esW2»ei'n7ritt«7n'dks Königreich mit dem Visum des Spanischen Konsuls derjenigen ausländischen Stadt versehen sein,
<H Vie ^JÄäTn^^ße^timation an der Gren,e betroffen werden, sollen daselbst bis zur Feststellung ihrer Person zu.ück-
b-haiten wertem $,|r Vermeidung von Weiterungen nicht unter,affen, ihren Päffen das Spanische
Deutjäjfonö. ......................... . „ _
Darmstadt 18. Juli. Di- gestern Abend im Turnhaus- der Turn- chen-Gemeinden vorgeschri.bene Erklärung, dem Gesetze Folg« zu leisten gemeinte stattgehabte Sitzung des Gesammt-Festansschuffes für das 10 mittel. ^b-r^aside>,tcn zugehen lasten. ...... . .. -------
'heinische Turnfest hatte das erfreue,.che W, daß lung gchattcu,' Lhren der von bi« scheiden-
chiedenen Commissionen recht günstige Berichte über ,hr-s-ich-r-rzt-lt-n v f g g * L Svbcl, Wach und Meibom berathen werden sollte. Die eistattetcu. Es gilt dies namentlich von der Wohuungs- C°wm.,si°n- Lsa.7>'lun ätchert: zuerst den 'bisher befolgten Modus der Lei,nng derartiger die schwierigste Ausgabe be, dem bevorstehenden Teste zu lös r. • «eterlitbfeiten m.t legte dieselbe in die Hände von Vertretern der einzelnen
dem freundlichen Entgegenkommen der hingen Eti'wobnerschaft konnte » £ä,u, stritt man sich darüber ob Herri, ° Shbel, der seiner Zeit
niann der Commission, Herr «aufmann Gerichlauer niittb äbg,0lbndell6auje üb«t die Bonner Universilät so geringschätzend sich ge-
ungesähr 700 Freiquartiere gez-lchnc fe e und daß « ® g b M » äußert? überhaupt eine Ovation bereitet werden solle, und ging schließlich, obne mübungen der Commission hinter den,eilige» de» Jahre« ,8t>o mchl ,u i,j„ c>useinander. Allem Anscheine nach wird nun
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lkl* ermähnt, daß di- Direktionen der Ma,»-Neckar Bahn und der Homburger Vabu in aligewohntcr daukensweithester Weise den mit Legitimationskarten ver- ,ebenen Turnern in den Tagen vom 31. Jnli b,s 3. August für eme e.nsache siahrkarte fr«,«Rückfahrt gewähren. Eine Antwort des Berwaltungsrathes der Hessischen Lndwigsbahn ans eine Eingabe des Festcomitcs in gleichem Betreff stebt noch aus, wird jedoch bei dem allseitig anerkannten Entgegenkommen der b'esellschast bei solchen Gelegenheiten sicherlich nicht abschlägig anssallen.
Berlin III. Juli. Die Ansorderungen, welche gegenwärtig an die Spiranten zum einjährigen s,«willigen Militärdienst gestellt werden, sollen giitcm Periichmen nach, gesteigert und danach auch die Bedingungen geändert werden, welche jetzt für Diejenige» bestehen, die das mangelnde Lchulzeugmtz durch eine eigene Prüfung ersetze» müssen. Nach jetzt gelteiiden Anordnungen muffen die Schulzeugnisse für die aus der Secunda eines Gymnastum« oder einer Realschule erster Ordnung abgehenden Schuler ergeben, M। M«L. »cn« ein Jabr der Elaste ang-härt haben, ferner daß der Lchuler sich das Pensum der Uiiter-Seeunda gut angeeiguet und sich gut betragen Hat , und es meiden «bgangszeugniste, d.e sich über den Stand der erworbenen Kenntmste, sowie über Fleiß und Betragen ungünstig aussprechc». nicht al« genügend an- -ei-b-ii Unter Aufrechterhaltung aller dieser Sinscheänkungeu ,oll nun wie es ”h,i6t das Schnlreuaniß den Abgang aus der Uiiter-Pr,ma, wo eine solche be-
finde denjenigen wiffenschaftlichen Bildungsgrad erlangt ha^ wclcker durch ßß|lerrei(5.
korlegung von Schulzeugniffen nachzuweifen ist. ‘ " Anim,Hmn
dürste danach ihre Vorschläge auch einbringen.
aus der Prüsungsordnuug nichi entfernt weiden die Realschnlbildung durch das Englische ersetzt wird.
Berlin. 20. Juli. Wi- die .Schles. Ztg. . .
Prinz Arthur von England, Herzog von Connaught, an den großen Leptember- Manivern in nnferei Provinz The.l zu nehmen T,e bevorstehenden Manöver febeinen in hohem Grade die Aufmerksamkeit der nrilitäntch-ii lkreise des Aus- limde« zu erregen. Außer dem Erzherzog Albrecht von Oesterreich, dem Herzog re» Coimbra, einzigen Bruder des Königs von Portugal, und den, Prmzen llrtdur von England werden auch ein rustiswer Grotzfurst und noch mehrere -„der- aiisländische Prinzen unb fürstliche Personen erwartet.
Berlin, 21. Juli. Die „Prov.-Corresp." enthalt heute einen längeren Artikel über tie bayerischen Landlagswahlen, worin sie schließlich 1*™^: x_a« botf man schon jetzt als gewiß ann-hm-n, daß die parlamentarischen Verhält- instc in Bayern auch nach diesen Wahlen d,e doriige Regl-rstng nicht hindern kennen die Wege eener reichsireuen, im wahrste» Smne patriotischen Pol't k weiter zu versolge», einer Politik, wie sie König Ludwig tm vollsten^Bewutzt- jtin der Pflichte» gegen sei» Land, zngleich aber in ächt deutschem Sinne unbeirrt innegehalten hat, einer Politik, welche dem bayerischen roiie un "'a^oße Schwierigkeiten gegenüber, und da von den Arbeiter- Ltaate eine hervorragende und geachtete Stellung .»mitten des großen, ^es-h-., wurde, muß man sich jetzt wieder
deutschen Gemeinwesens gesichert hat. ö
Volt lisch er Theis.
BreSlarr, 20. Juli. Der Fürstbischof Förster hat sicherem Vernehmen nach die in dem Gesetze über die Vermögens-Verwaltung der katholischen Kir- ' ~ - *- r-*-- .....dem
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