hat der internationale Gesundheit-iath beschlossen, donselbst eine Cuarantrine gegen Beyrut einzurichten, dagegen scheint die Pest Epettmie in Bagdad und Ibngfflrnt erloschen zu sein, und e- bat daher der (Aejundhelt-rarb neuerdings den Bochluß gefaßt, Cie zur Verhütung der Pest für die Provenienzen aus Mekopotamlen und dem persischen Meerbusen eingerichtete Ouarantaine auf» zuheben.
Aberlin, 18. Aug» st. Ter „Reich- Anz." veröffentUchr folgende Be kanntmachung:
In Gemäßheit de- 112 der Bankordnung vom 5 Octeber 1M6 und des S 2 des Gesetzes vom 27. März d. I. (Grsetzs. S. 16tt), sowie nach vor auSgegangener Zustimmung-Erklärung der Großh. Hesi. kandes-Regrerung ist von mir die Errichtung einer Commandite der Preußischen Bank in Mainz be schloffen worden lieber den GeschäslSumfang und die Eröffnung derselben wird Lae Haupt Bankdirectorium das Nähere bekannt machen.
Berlin, den 17. August 1875.
Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten Ehef der Preußischen Bank:
Achenbach.
Berlin, 19. August. In Sachen der Excommunication des Probstes ft.ct in nähme wuide am 16 d. Mts. auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Mesentz der Probst Poszwinski auS Priemeiit von dem Ulitersuchnngsrichter in Wöllstein vernommen. Er verweigerte, wie der „Kuiyer" mitthellt cie wer langte Än-sage, bat jedoch um Ansetzung eine- neuen Termin- am 23 d MtS. Ter Richler gab dem Bedangen mit dem Borbebalt Statt, daß der Probst sos rt verhaftet werden würde, wenn er im Termine seine Aussage eidlich zu crbärteii sich weigern sollte.
Berlin, 19 August. Einen reuen Beweis dafür, daß die Schaar der Ui'.oersövnlichen inner der Geistlichkeit immer lichter wird, liefert ei e Klage Epistel tm ult.amontanen „Oredownik", in welcher es unter Anderm, wie folgt, heißt: Iii den Kreisen Wirsitz und Bromberg gibt eö Geistliche, die sich mit de > Maiaesetzen auSgesöhiit haben. Sie machen eS den Bncköfen sogir znm Vorwurf, daß sie jene Gesetze nicht anerkennen wollen. Ein Geistlicher aus dem i At Nak l sagte bei einem Ablaffe, dem ich beiwohnte, daß er sich wundere, daß die Bischöfe nach einem so erbitterten Kampfe den Gemeinden die Thilimhme an der Wahl der Vorstände für die kirchliche Vermögensver ivaliung gestatten konnten; wenn sie aber in diesem Falle nackg geben hätten, so müßten sie a ch tl übrigen Maigesetze anuehmen, w lebe in keiner Begebung em Togma berühren. geschneige daffelbe aufheben. — Tic „Germania" selbst veröffentlicht übrigen* jetzt die Namen von fünf Geistlichen in der Rbeinprovinz, welche erklärt haben, ten Staatsgesetzen Folge leisten zu wollen
Berlin, 19. August. Die Herbstmanöver der preußischen Armee begii-- nen am 4. S.ptenbcr unb schließen im Allgemeinen in der dritten Septembei. Wocke. Tie Einlassung der Reserven erfolgt ünmittelbar nach dem Wieder« cuiTÜcffii der Garnisonen in ihre Cuarticrc, also vor Beginn der erst-n Octoberwoche; dagegen beginnt die Eiuziihuug der Recruten zwischen dem 1. und 6. November Es werden durch diese Lnordnuugc i beträchtliche Erspar» niffe erzielt. Tie Zahl der fremdkerrlichcn Osfieiere, welche den Manöver, beiwodnen, hat sich in den letzten Tagen durch zahlreiche Meldungen ans Amerika vermehrt.
Änfscl, 19. August. Das diesige „Tageblatt" meldet beute: Inmitten einer vom Crjercirei oder einem Uebungsmarsch ruckkrhrenden, durch die Königsstrape ztehenden Abtd ilung vom 83. Infanterie Regiment stürzte gestern Mittag plötzlich em Lol al nieder und mußte in da- ächstgelegene Hans deS Herrn ß auf man» Ritz getrag.» werden, wo er gegen 1 Uhr Nachmittags schon versta b. Hierzu ist zu bemerken, daß der Unglücklich in Folge der anstrengenden Mäncke von Arolsen hierher (nicht vom Ezerciren!) bei der wahrhaft tropischen Hitze erkrankt und alsbald von einem Hirnschlage betroffen worden ist. Unterwegs sind schon mehrere Soldaten ermattet hingesunken, tie gestern Abend aus tieitenvagcu hierher gebracht wurden und sich gegenwärng m ärztlicher Behandlung befinden-
Kchmeiz.
s2hio der Schweiz, 18. August. Die Arbeiter Hetzblätter behandeln die traurigen Göschener Vorgänge in ihrer Weis« Tie Regierung von Uri, der Tun clunteruebnier Favre und die Milizen, welch von ihren Waffen Ge brauch gemacht haben, werden mit den gröbsten Schimpfworten überhäuft und doch sind die Resultate der Untersuchung noch nicht bekannt. Tba s iche ist, daß die revoltirendeu Arbeiter nut Gewalt andere Ai beiter an der Arbeit verbni» bcrtni und daß sie die Milizen steinigten. Gewehr bei Fuß hätten sie sich ste.- nigen und tobten lasten sollen!
/runtueid).
Paris, 18. August. Das „Echo univerfel" brachte die Nachricht, die französitche Rcgiening werde den deiiticheu Pilgern, die i n EorpS durch französisches Gebiet nach LourdeS ziehen wollen, wahrscheinlich die Erlaubniß dazu v-nagen. Tie „Union" stellt TecazeS heute darüber zur Rede und wirft ihm, wenn Lies wahr sei vor: „Eine solche Geichicklichkeit würde den Traditionen bei imperialistischen Diplomatie entsprechen, der eS so merkwürdig gelungen war, die deutschen Katholiken in die Hände de- Herrn v. BiSmarck zu treiben und Spanien den Umtrieben der preußischen Kanzlei zu überliefern."
P.iriS, 19 August. Dem „Soir" zufolge ist ter deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe nach München abgereist. TaS Kriegsgericht bat den 6cm- Mandanten des gescheiterten Schiffe- „gerfatt“, Namens Bivielle, einstimmig sre gesproch.n
PerriS, 19 August. Ter Buffet'sche „Franca.jagt : Eine wahrhafte Panik herrschte an der hciliigeii Börse wegeii der Angelegei l-it der Herzegowina. W'.r können auf- Bestimmteste erklären, daß diese Aufregung nicht im Per» halt, iß zu den Ursachen stehe, welche sie heworgerusen. und daß eine lieber» einstiinmung zwischen den Mächten vorbanben ist von denen die Aufrecht, rha! tu. g les FlietenS abhängt.
BersailleS, 19. August. )n der heutigen Lltzu: , der Permanenz' Eommission der National«Versammlung wurden mehrere Interpellationen über verschiedene Verwaltungs Acte an die Regierung gerichtet. Aut eine Inierpella tion, ob die letzte Schrift Gladstone's über die römische Kirche in Fr^ kreich v iboten sei, erwiderte Buffet, daß die Einführung des Buche- ::: *■ Fra kr .ch nickt untersagt, der Vertrieb deffelben hier aber den Gesetzen über die Bücher Eolporkage untenvorsen sei. Er (der Minister) werde für den Handel mit
Weben religiösen oder politischen Sckristen, nn denen eine Polemik aeaen den ^^olwISMUS enthalten sei, niemals die erforderliche Stempel - Berechtigung
OlilfiCIL
. . d?0» , I < August. Bei der C*6onneDfeier in Dublin bat die Kaffe t'i PeterspsennigS eine reichere Ernte gehalten als erwarte- wurde. ES steht überhaupt tm Augenblick um den Peterspfennig nicht schlecht. AlS der Pavst vor einigen Tagen die ehemaligen Streiter ,m Felde für die Erhaltung seiner weltlichen Herrtchast empsing, sagte er ihnen, sie möchten sich um ihre uib der 3hr^fti Zukunft nicht ängstigen; er habe bereits für Alle gesorgt.
IfiiflCuiiö.
Vpnbon, 21. August Den „Daily News" wird au- New Aork tele* graphm, die Behörden seien benachrichtigt, daß 80 Neger in den Grafschaften ^hmglon und Jefferson festgenommen seien, welche der Thetlnahme an der Verfchwörung zur Ermordung der Weißen verdächtig seien Tas Gerücht von her Verschwörung findet im Norden wenig Glauben, im Süden herrscht große Erregung und Erbitterung. Der Statthalter von Georgien hat die weiße Miliz mobil gemacht.
Spanien.
Bourg.Madam«, 19. Äuzust. D„ GarhUc» sind im Zerrütten bt- griffen, uni tie Verbindung jwischen den Regierung«. Lruppen -biuichneiren unv den -tnineport von Prvvianl und Munm.n jirifdjai Pnveerd.i mit Sto t’Urgd ,u verhindern. Sie iiabmru auch bereu« jirilf Wagen mit Mundvor- jatl) weg. ^aball» ist vor Seo d'Urgel angekonunen und iveilere Larlisten- Tlbthcunngen lind signaiisirt.
San Sebastian, 19. «ngnst. General Blanko hat den Oberb.lehl von Guipuzcoa medergelegt.
Jinßfunö.
Peterobnrg, 19. Ängnst. Gestern Abend ist die Stadt Rjew durch eine große zeneiLbrunst heimgesutdt worden. (3e sind 300 Häuser, darunter eine Kajerne, abgebrannt. Der Schaden ist sehr bedeutend.
üüilirL
lionstanttnopel, 16. .luiuft. Wie man der fl. ■}." an« Vera incltct, verweilte am Montag (9. August, der Gropvejier 2>", Stunden int <elegraphcnamt, um mit den Truppenführern in der Herzegowina zu eorrespon» diien, darauf versüglc er sich zum Krieg-Minister und zum Marinemtnister, und 'chliifilich in den ^iserlichen P.last. De- Abend- wurden zwei Fregatten mit pvei Bataillonen Truppen und Munition nach Antivari e^pedirt, und nach Kreta efehl gischickt, auch voii dort drei Bataillone nach dem Kriegsschauplatz zu schicken. Am folgenden Tage gestanden denn auch die Blätter ein. daß sich t\t Sagt in der Herzegowina bedeutend ernster gestaltet habe, als man di-her geglaubt.
fionflantinopcl, 20. An. i st. Gutem Ben ehmen nach hätten die Botschafter von Rußland, Deutschland und Oesterrnch- Ungarn in einer lä.ae- reu Besprechung mit dem Großveztcr Letzterem den Rath ertheilt, die Feind- seligkeiten in der Herzegowina etnzuftellen, um die Beschwerden der Insurgenten zu erfahren. Die Regierung sei hierauf jedoch nicht eingegangen. Nach einer Audienz dcs Generals Ignatleff bei dem Sultan sei der Großvezier zu Vc^te rem berufen worden. Arn Sonnabend findet eine Zusammenkunft der fremden Vertreter auf der russischen Botschaft statt. Die letzten Nachricht,n der Regte ru'.g aiiö der Herzegowina laufen befriedigend. Derwisch Pascha constatirt nach ter.felben, d rß sich die Aufregung lege, und gibt Hoffnung auf eine rasche Beeudlau- g der Erhebung.
Nugusa, 20. August. Zahlreiche serbische Zuzügler sind nach Bo-nien g.gai'gen Im türkischen Eroaiien ist ebe.»fall- ein Aufstand ausgebrochen. Die Einwohnir der Ortschaften zwischen Bihach und Ottoka verweigern die j Steuer Zahlung.
Ikagusa, 20. August. Nach übereinstimmenden Berichten von der dal» matiuischeii Küste haben d,e bei Kiek ausgeschtfften türkischen Truppen, 1030 Manu stark bei ihrer Vandung sollen sie auf beaufsichtigende österreichische Gru-d'armrn mehrere Scküffe abgefeuert haben — am 18. d. Mts. den Bor» marsch in'- Innere abgetreten, unter Beobachtung der größten Borsichi-maß» regeln, da die Ei'gpäffe von den Alifstäitdischen besetzt sind, welche sowohl die Ltraue von Klek, al» die Verbindungen an der Narenta verlegen. Dagegen ist bekanntlich eine türkische Abtheiluna aus Mostar den Bormarschtrenden ent» gegeugerückt, um ihnen den Weg zu erleichtern.
flnedjaUaiiÖ.
'2ltben , 20. August. Ter Manne Minister Servo, der nicht zum 1b geordneten gewählt wurde, hat seine Entlaffung genommen. Die Ordnung ist fortwährend ungestört. Die Eröffnuitg der Kammer findet am 25. d. M statt.
•höhere Modctrcnscdule und jVihelfcbule.
^chon mehrmals wurde in diesen Blättern von zwei entgegengesetzten Anschauungen aus über die höhere Mädchenschule gesprochen; aber die eine Ansicht wurde zu wenig begründet, die andere gar nicht. Sie deutete nur ziemlich unverblümt an, daß man hier, wie eö in Darmstadt geschehen, wohl tbun würde, neue Einrichtungen und höhere Anforderungen abzulehnen, weil sie sehr bedeutende Kosten verursachen müßten.
Ta aber solche Erwägungen in Fragen der Erziehung und Bildung wett zuruckstchen muffen, so dürfte e» vielmehr eher geboten fein, einmal unbefangen unb gründlich der ganzen Frage näher zu treten und die» wird in Folgendem versucht durch einfache Wiedergabe der Ausführungen eine- hochgeachteten Schulmannes in der gediegenen Zeitschrift für weibliche Bildung. i«75, IIL Jahrgang, I Heft:
I Für d u Unterricht der männlichen Jugend sorgen niedere, mittlere u d höcere schulen, die sämmtlich die uneutbrhrllcheii BorkennNnffe für die zukünst ge Lebei sftevmtg darbieten Die Bildungsanstalten für die weibliche Jugend sind b.s jitzt wen entfernt vo» tiefer Mannigfaltigkeit der Gliederung. Abgesehen von euizel en Ausnabmen gibt e- für Mädchen-nur Schulen, welche entweder die bo'chtidenen Bedürfniffe der Elementarbildung zu befnetigen streben oder nach den idealen Zielen höherer Knabenlehranftalten trachten.
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jft ti nn tft Nl'd) gl MStkwizs die 1 Rek einer höh ^Bädchnu'Lultii Seche durch die »st^nnesen sind, Ä* fiw in M liWftr.ger.ten U F htderen Mä »er du Litte ■Ui cerdanden »I- -ffundtn ( | kaicldnlXn • ’J‘, Wit It ÄJbittnj tm ® <gen tbetl k mcht für - ■ l der de IQtn muß. f«bten, daß Mch'ch «nif da • ^ewerbeschn L_' niebi
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