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Drd< viertelfährNch 2 Mark «Vf mitvringrrtohn. Durch W Post bezog«» vierrchährllch 1 Mark 60 Pfennig.

Gicßmtr AMiger.

Grfdirint taaltch, mit Wal- nähme MsutagS.

Sxpeditiov San jltlbtTe, 81L B. Nr. 1-

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

AZ. Sumftnst den 20. Fcliriiar «8SS.

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Gießen, am 18. Februar 1875.

Betreffend: Poftouch für das Großherzogthum Hessen.

Das Grvßherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grosrhcrwglichcn Bürgermtisterkien des Kreises.

Wtt machen Sie daraus aufmerksam, daß kürzlich unter dem Titel:Postbuch für das Grofiherzogthum Hoffen," Herausgeber Anton Wiegand. PostanusaMeut. ein gedrängter, leichtfaßlicher Leitfaden über bie Posteinrichtungen, Taxen rc. rc., erschienen ist, der sich zur Anschaffung für Ihren dienstlichen Gebrauch empfiehlt, uud bei allen Postanstallen des Großherzogthnms zu dem Preis von 50 Pfennig bezogen werden kann.

v. Röder.

politischer SEfjetf.

bie confidentionellen widerrufen lassen wird, welche sie vielleicht auf die Juitia-

Maschinenfabriken stehen noch ziemlich umfangreiche Entlassungen von Arbeitern bevor. Mil Hinblick auf den zu erwartenden Rothstand in den arbeitenden

medicinischen Prüfungen und zur ärztlichen Niederlassung in allen Staaten des Deutschen Reiches zu ertbeilen. Auch hat derselbe von dieser Befugniß zu Gunsten eines früheren Zöglings der königlichen Realschule in Berlin bereits Gebrauch gemacht."

Wenn der Finanzminister zur Wiederherstellung unserer Industrie und gksundcr Derhältnisie ein ferneres Herabgehen der Löhne für nothwendig hielt, so scheint die Erfahrung ihn zu rechtfertigen. Die rückläufige Bewegung der zur Zeit der Gründungen und der Strikes künstlich emporgetriebenen Arbeits­löhne scheint ihr Ende noch nicht erreicht zu haben, und namentlich in unseren

Elasseu schlagen hiesige Blätter vor, daß der Staat den Eisenbahnbau in auS- entnehmen wir folgende Liste von distingunten Personen, die im Laiife des ver- gedehnterem Umfange in Angriff nehmen sollen. Eine weitere Ausdehiiung des

Wir können selbstverständlich für die Richtigkeit obiger Liste im Einzelnen keine Gewähr übernehmen.

Berlin, 17. Februar. DieProv.-Corresp." schreibt: Bezüglich der firage, ob die in Angriff genommene Verwaltungs-Reform im ganzen Umfange uiid iii ihrer Anwendung auf das gaiize Staatsgebiet durchzuführen sei, haben niemals Meinungsverschiedenheiten im Staatsministerium bestanden. Auch die bevorstehenden Lerhandlungen würden eine Aendernug der vom StaatsmiNlste mim bisher in voller Gemeinschaft der Auffassung erstrebten Zeitpunkte nicht zum Gegenstände haben. Die Absicht, die Arbeit nicht biS zum Abschluß sort- zusetzen, werde künftig so wenig wie seither eine befürwortende Stimme im Ltaatsministerium finden, aber die Frage, welche Zeit erforderlich sei, um btn Entwurf eines umfassenden Reformwerkes so fertig zu stellen, daß jeder ein jtlne Minister die Verantwortung für den gejammten Inhalt und alle Folgen tragen könne, nur nach der gewissenhaften Ueberzeugung Derer bemesseii werden, welche für das legislative Resultat dem Lande verantwortlich bleiben.

Berlin, 17. Februar. Der Kaiser ist, wie derStaats'Auz." mel­det, seit gestern durch eine leichte Erkältungs-Krankheit mit mäßigen katharra lisch-rheumatischen Erscheinungen genötigt, das Zimmer zu hüten.

Der Abg. Lasker ist erkrankt und hütet das Bett. Er leidet zwar nur an den Folgen einer leichten Erkältung, es ist ihm aber ärztlicherseits um so mehr die höchste Schonung anempfohlen worden, als seine Nerven von der jahrelangen geistigen lleberanstrengung ungemein angegriffen sind.

Berlin, 17. Februar. Ueber die Collectiv Erklärung der deutschen Bischöfe spricht sich dasJournal de St. Petersbourg" in ziemlich spöttischer Weise ans. Das russische officiöse Blatt findet, daß von praktischem wie von dogmatischem Gesichtspunkte ans das Actenstück nur von geringem Gewicht er­scheine. Das Rundschreiben des Reichskanzlers datire beinahe zwei Jahre zu­rück, und wenn es Rkgieruiigen gab. die, da sie eine gewisse Anzahl katholischer Uuterthancn haben, Jntereffe an den Auseinanderfetzungen des Reichskanzlers über die Frage der Erledigung des heil. Stuhles nehmen, so ist es sehr wenig wahrscheinlich, daß der Protest des deutichen Episcopats diese Mächte heute

«frandreidj.

Paris, 16. Februar. DerRappel" meldet, daß eine englische Ball­gesellschaft ein ungeheures Terrain zwischen dem Vororte Courbevoie in Bezons angekauft habe, um daselbst eine neue Stadt anzulegen. Ta dieses Grundstück an dem äußersten Weftende von Paris liegt, so hoffen die Engländer eine gute Spekulation gemacht zu haben. Zu gleicher Zeit aber liegt es auch unter dem Feuer der Kanonen des bekannten Mont Valerien.

Paris, 16. Februar. Die Senats - Combinationen gewinnen auch in Regierungskreisen an Boden. Der Marschall-Präsident ist von mehreren Gene­ralen darauf aufmerksam gemacht worden, daß er seine Popularität bei der

Dculfcfjlnnö.

Berlin, 16. Februar. DemPrzyjaciel ludu" vom 12. Februar er.

lagen cifolgt, vorerst die allgemeinen Grundzüge durch Staatsmmistcrial Beschluß ststgestellt, alsdaim die Ausarbeitung in dem Ressort-Ministerium gemäß dieser Feststellung erfolgen und dann die Special-Berathung des ausgearbeiteten Ent­wurfs im SlaatSminlsterilirn einireten.

Posen, 15. Februar. TieOstd. Ztg." schreibt:Zwei Decane haben in der Telegaten - Angelegenheit Aussagen gemacht. Tecan D. aus S. bat eidlich versichert, daß er die bekannte Instruction vom Tecan Palzewicz aus Mur. Goslin, Tecan D. aus O., daß er die Instruction durch die Post, jedoch ohne Unterschrift, erhalten habe. Tie Aussage des ersteren hat das hiesige Kreisgericht dem Kreisgericht in Rogasen übersendet. Tecan Palzewicz dürfte sonach im Stande sein, nähere Ausschlüffe über Lage der Sache zu erthcilen."

Wesel, 16. Februar. Dem ehemaligen Bischof von Paderborn ist, der Elbers. Ztg." zufolge, eine Verfügung des König!. AppellationS-Gerichts zu Paderborn mfinuirt, wonach ihm als Strafgefangener nicht das Recht znstehe, in dem am 23. d. MtS. vor dem Eiiminal Senat daselbst anstehenden Termine persönlich zu erscheinen, wohl aber er befugt sei, sich durch einen zu erwählen­den Rechtsanwalt vertreten zu lasten. Diese Nachricht wird für die Einwohner Paderborns um so unerfreulicher sein, als dadurch die beabsichtigten Empfangs­feierlichkeiten vereitelt werden.

Oeflerreidj.

Wien, 18. Februar. TiePresse" schreibt: Um den begründeten Kla­gen des Geschäfts-Publikums über die Höhe der inländischen Tarife, namentlich rücksichtlich der Manufattnr - Branche, zu begegnen, ist eine Commission von Taris-Beamten österreichischer Bahn-Verwaltungen niedergesetzt worden, die eine Revision der inländischen Tarife vornehmen und namentlich für die Textil- Jnduftrie Tarifsätze beantragen werden, welche den gegenwärtigen mißlichen Geschäfts-Verhältnissen entsprechen. In einer Frist von drei Monaten sollen die neuen Tarife in Kraft treten. TerNeuen Freien Preffe" wird mitge- tbeili. daß die Nachricht über eine Fusion mehrerer kleiner böhmischer Bahnen nut der Staatsbahn den Thatsachen nicht entspreche. Der Staatsbahn seien

ßchtspunkten seines Episkopats zn richten.

DasCentralorgan f. d. Realschulwesen meldet im zweiten Heft: Verwaltungsräthe der Änglobank bei dem Landesgericht eine auf die Gründung Sicherem Vernehmen nach hat der Präsident des Bundesrathes (feQ wohl der Actien-Baugesellschast Kalusz bezügliche Anzeige eingelaufen und seien Sei- deißenReichskanzleramts") von sämmtlicheu deutschen Negierungen die Ermäck- tens der Staatsanwaltschaft Vorerhebungen angeordnet worden- tigung erhalten, von jetzt ab Realschülern, welche das Zcugniß der Reife be­sitzen, die Berechtigung zum Studium der Medicin, zur Meldung für alle

ru, roeicoe jie vieueia^i aiq vie ^UUIU- wohl Fusions-Anerbietungen gemacht worden, letztere habe aber keine Veran- tive Deutschlands hin formulirt haben. Deutschland selbst bat wohl schon feit laffuug gefunden, in concrete Verhandlungen einzutreten, da eine Ausdehnung geraumer Zeit aufgehört. sich in seiner Politik gegenüber Rom nach den Ge-:des Netzes momentan nicht angcflrebt und den Interessen der Aktionäre zweck- ' ^entsprechend erachtet werde. TiePreffe" vernimmt, es sei gegen mehrere

gange, en Jahres zur katholischen Kirche übergetreten: Ihre Mas. die Königin- Eisenbahnnetzes, ehe sich ein Verkehrsbedürfniß deutlich herausgestellt hat, un- WlUter von Dauern; Lord Ripon in England; Baron v. Schrötter; General terlicgt manchen Bedenken. Tagegen liegt es nahe, daß der Staat sich ernst- Fr.iherr v. Leonhardt; Major v. Wurster; Rittmeister Rochus v. Nochow; lich der beiden haibvolleudeten, als Ruinen daliegenden Eisenbahnen annehme. Cfficier Gras v. Pfeil, jüngster Bruder des gleichzeitig bekehrten A. v. Pfeil; Berlin, 18. Februar. In parlamentarischen Kreisen glaubt man, daß Cfficier Freiherr Grimm v. Grimmenstein; Major Gras v. Werschouitz; Com-anläßlich der Landtags Debatten über die Verwaltungs-Reform Vorlagen Sei- manbant v. Streit in Spandau; Officier Fürst von Solms Braunfels; Maj.,tenö des Staatsministerinms beschlossen wurde, daß künftig Gesetzes-Vorlagen Gras v. Blücher; Gardeosficier v. Schierstädt mit seinem Bruder August, Cffi-jnicht erst, wie bisher, in den einzelnen Ministerien ausgearbeitet, bann den eit- von Trescow; Graf v. d. Schnlekburg, Sohn des General Schulenburg,länderen Ministerien und schließlich erst dem Ctaatsministerium zugestellt wer- wilchee sich vor einigen Jahren bekehrt bat und als Kapuziner in Mainz ge-!den sollen; vielmehr würden künftig, ehe die Ausarbeitling der Gesetzes Dor- sterbeu ist; endlich eine Tochter des F ldmarschalls Herwarth von Bittenseld