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'Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
H<». 21><».__Sonntag den 19 December
v. Zwehl, ist heute früh gestorben.
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Rom, 13. December. Die türkische Regierung hat eine äußerst zurückhaltende Rore an den Valican gericktet, worin sie sich über fcie Haltung der
FraaLreich.
Pari», 16. Tecember. Der Chemiker Dumas und Louis (Iule-?) Simon sind zu Mitgliedern der Akademie gewählt worden.
Versailles, 16. Decbr. Die National Versammlung hat die Vorlage über Errichtung cme- internationalen Bureaus für Maaß und Gewichte in .weiter Lesung angenommen. Dieselbe setzte sodann die Wahl der Senatoren fort. Viele Mitglieder der Rechten enthielten sich der Abstimmung.
Versailles, 16. December. Beim heutigen Wahlganae wurden folgende zehn Candldaten der Linken zu Senatoren gwählt; «dam, Verenger, General D'llot. General Chareion, E-zot, Denormandie, Magmn. Laurent Pichat, Sckölcker. Jules Simon. Man versichert, daß die Linke morgen den Krieasmi.nster Cistev auf ihre Liste setzen wird.
MonH, 16. December. Heute früh sand in den Kohlen-Lchachlen von Frameriks eine furchtbare Explosion statt. Es sinv 110 Personen getödtet und 11 beschädigt worden.
achttägigen Frist ablaufen sollte
Magdeburg, 16. December Die „Magdcb. Ztg." meldete Der Pasiagier Thoma« in Bremerhaven hat das zur Explosion bestimmte Uhrwerk, welches zehn Tage ging, geräuschlos arbeitete und nach Ablauf einen Heber spielen ließ, desien Schlagkraft einem 30pfündigen Hammer gleickkam, bei dem Mechaniker Fuchs in Bernburg eilfertigen lasten. Es waren noch 20 solcher Uhrwerke bestellt Die Unterhandlungen von Thomas mit Mechaniker FuchS
Lesung. Im Laufe der Debatte bob Staatsmin'ster Delbrück bervor Der Finanzplan der Negierung unterscheide sich darin wesentlich von dem Plane der Commission, daß die Negierung die fernere Zukunft berücksichtige - ährend die Commission nur für da« kommende Etatjahr sorge, und daher von den vor aussicktlicheu Uebcischüsten pro 1875 mehr wegnedme Die Finanzverwaltunz werde aber nach dem Plane der Commission zu wirthsckasten suchen. Das Brausten. Ersetz und da« Börsensteuer-Gesrtz werden in zweiter Lesung abge- lehnt. Delbrück verzichtet Namens der Bunde« Regierungen aus deren Weiter- berathung Die Matnnilar-Bciträge werden nach dem Antrag der Commission vorbehaltlich einer Specialisirung auf rund 71 Millionen festgesetzt. Die dritte Lesung des Etats findet wahrscheinlich Samstag statt. Morgen kleinere
Berlin, 16. December. Der Kaiser hat beute nach der Herstellung von seiner Unpäßlichkeit die erste Ausfahrt gemacht.
Berlin, 17 December. Der Reichstag geiikhmigte heute die Gesetz. Entwürfe, bcir. die Abänderung des Artikels Li des Mmn Gesetzes, bitr den Schutz des Urheber.Rechts an Werken der bildenden Künste und der Photo» graphieeu, da« Musterschutz-Gesetz und die Reichshaushalts - Rechnungen für da« Jahr 1871 in dritter Lesung unverändert. Morgen dritte Beratbung de« Etats.
Berlin, 17. December. Der „Relchs-Anz." veröffentlicht eine Bekannt' machung des Reichskanzlers vom 10. December 1K75, nick welcher sowohl die in Thaler-Währung als auch die in Reichs Währung au-geftellten B'nknoleu der pr. ußiscken Bank von dem 1. Januar 1876 ab in allen rechtlichen Be» ziebungen als Reichs Banknoten zu betrachten sind.
Bremen, 16. Teccmber. Die „Wescr-Ztg." meldet: Tbomas machte über seine aU.nfallfigen Mitschuldigen keinerlei Aussagen. Ter Zustand desselben soll jetzt ein hoffnungsloser sein.
BrcmcrKaven, 16. December. Der Amerikaner Tbomas ist beute Rockmntag um 4V» Ubr gestorben. Ueber die Angaben des Thomas bei dessen Vernehmung wird aemelbct: Derselbe nennt sich William sting Tboinson, ifl aus Brooklvi' bei Rew-Hork gebürtig und 35 Jahre alt ; er habe als Capitän des Schiffes „Old Dominion" gefahren, und änderte seinen Namen, weil er wegen BlokadebruckS verfolgt wurde. Er kaufte den Spreng Stoff selbst in Amerika und ließ ihn an seine Adreste spedireu. Da« Zünd-Uhrwerk hatte er in Deutschland anfert'gen lasten und dastclbe so gestellt, daß es erst nach einer
Vermittlung der römischen Cnrie in Anspruch nimmt, damit die Feindselig- Der Reichstag genehmigte in ter teilen ausbören. Man ist sehr gespannt, was der Cardinal Antonelli darauf antworten wird.
— Der Papst empfing gestern die Führer der Pilzer-K.irawar.e an« der
Deutfdjtanö.
Tarrnflabt, 15. $ecember. SDit rnangeliidfe £anbe«.Sunobe Hal sich grfi„n werter vertagt bi« »ur Feststellung t e« Budget« für ,1876 unb wirb kaum vor Ostern noch zusamnientreten. WaS sie fertig gestellt bat, sind da« ElassifnationS. und Besoldungsgesetz für die Geistlichen und da« kirchliche Trau- aesetz Dau ben verwilligte sie au« dem bei dem Staate gemachten verzinslichen Darlehen von 200,000 Mark d,e erforderliche Summe zur Aufbesterung der aei'!>icken Gehalte unter 1000 fl bi« zu diesem Betrage und 12,000 Mark zur einmaligen Unterstützniig besonder« benötbigter Geistlichen, beide» aber nur für lh7 5 und einmal geltend. Da» neue Besoldungsgesetz wird und muy solcke Gnadengeschenke" unzulässig machen. Dann beschloß die Synode den 16. evingelischen Pfarrwittwen für 1h75 einen Zuschuß von \e 12a Mark aus ber geistlichen Wittwenkaste, die schon an jede Wittwe jährlich und regelmäßig 400 fl Mbit, weiter zu verwilligen. Der Antrag Schröder'« auf Beseitigung der Ltolgebühreu wurde nach Antrag des Ausschusses vorerst dahin erledig!, daß die Synode das Airchenregnnent, welche» damit übereinstimmte, enucht Hal die stirckknvorstände resp. ttirchengemcinke Lerlretungen alsbald auszufor» dern sich darüber zu äußern, cb sie die Ltolgebühreu be,behalten, in eine jähr- liü e'Rente verwandel! oder diese abgelöst wisten wollen. Hierauf soll weitere
aegen, vom Hause mit 150 gegen
findet in einer Abendsitzung statt. ,
. u'ach ben Äu.ei.en ter 6cn.miil.on
F"®*Wumme' ‘u^m'it’b«m^^w-tteriDtö-ese R7m.es' Sraf PolyHnb Monsignore «nautt.'Eononicu« der Käthe-
Vorlage an die Synode erfolgen.
Das Besoldungsgesetz erfuhr in zweiter Lesung, am 13. d. MtS., nur »och wenige Aendernngen. Auf Antrag von Weber, Lchrö.er, Muller (Alsfeld) und ttullmann präcisirle die Synode den Gehaltsanspruch der invaliden Geistlichen dahin, daß der Moment, in welchem sie einen Vicar erhallen, ibr.n Gehaltssatz fipirt. Was der Geistliche zu diesem Zeitpunkt bezieht, behält er, nur daß der Maxima'betrag dafür von 3200 Mark und freier Wohnung nicht mehr überschritten werden kann. Diese transitorische «estim- mnng gilt natürlich nur bi» zum Eilaß eines PensionsgcsetzcS "Weiter brach, ten Strack mit- Genoffen noch in das Gesetz, daß auch der nut Genehmigung Ober Consistoriumö geübte Schuldienst dem späteren Geistlichen als „Dienstzeit' anzurechnen ist. - R.ckt so glatt wrlkf- tit Aefter^erfoldte turnte des kiicklichen ira gesetzt. Zunächst hielt die Linke der Lynode (resp. 11 Mit- glieder derselben) daran fest, daß d,e Vorlage zuviel »verordne zu wenigder ^Freiwilligkeit" überlaste. Sie betrachtete da« kirchliche Anfgebot als etwas fakultatives, wollte keine Verpflichtung und daraus folgende D.-pensatto.is- Möglichkeit. Stimmte sie darum schon gegen diese ersten Mittel, so noch entschiedener aegen das proponirte Trausormular. Dastelbe läßt die jungen bereits civiliier getrauten Eheleute fragen, ob sie sich zu .Ehegatten haben wollkn und bestätigt" den Bund alS fine nach christlicher Ordnung geschloffene un-..flösb°«" «'-bl?bu..g.- M.ßoerständnisie üb-r W.nh und Jn - i b.r Civil^he welche auf dem Boden des toleranten und paritätischen Ltaate» er- wackskN 'sei. ... ten. bi- '°°ng-l.|ch. «i'che U'°»bruchu«. h-u-n musi., wi«n ------ J"” z,ühi°hn 1873, wo Fuchs ,u TbomoS. w.lcher ba-
bei bi,irr Fosiung mchl >n ».rmtito■ e. .* fc e 8mte b„ u»»»« «»«M W 1 2, b-st.°. -nrt, «18 Zw-ck
auo m.b st.mn.I-, al« t ” (n ’üj N?,ü?l.ch t-- Udrw,rk-s »ab LdomaS a«, baß -- für s-u>- S-.b-nwoaini -Fabkiikn in
" S.aa.?SH-, K..ch-, Cw.l.h- -Im.rila «ne. M-cham«mu, b-bü.s-, weich', noch einen. ®any
«wJta'ta W-nn'bie Lm!e 'MünchenT-e-mb-r. Regieruugs.Pr-s.ben, von Ob.r-Baoe-n,
belieben tu könne., jlaubte. Nachbem sie in gestiiger Debatte bann eme« >n- beien belehrt unb über mancherlei früher nur anj,beutete Punkte aufflefldrt werten war stimmte sie, wie wir sahen, »egen bie beantragte Form der schlicken 6infeanui.it. Auch ein der Linken nicht migehoeiger oberbesttscher ® m **er sprach über da« Mchdentize unb barum Unlulä(fiJe einer kirchl.chen Su i » x i ; -n wenn der Staat schon die Ehe durch seinen Beamten voll zogen Ehat. Er stellte einen dahin gerichteten Antrag, gleichfalls v'rgeblich^ All aber th eil ten bi- Hoffnung unb Voraus,-hon, baB auch 'unsng d. nrdilltbt Trauung tie unumstößliche Regel se. nut bl-che, wie solche .n «hem. b.fintinaa -in- geheiligte, non der Kirche gebotene Litte geworben ist.
6 n Berkin, iV Tecember. T-r Reichstag -tiedigte den Ge,-H.Sntwurs Über dw Portofteibeiten in SÜbheffen in erster unb zweiter Beratdm.z ohne Debatte unb ,-nebmigte bann in ,weiter Lesung die -«ropd-n-Anle h- und . ,u 'i. vsrrTf«'fvi«t fast durchweg nach deii Commlssions Äntragen. Die von ^er^Co^mmiIfio n *ge strichel'en Posinonen für 1 Landwehr-Brigade.Eommam b ur 2 Landwehr-Regiments-Commandeure und 48 acti^ Lrtabsofficlere als 9stndwehr.Bataillons-Commandeure wurden, obwohl vom striegsminifter rtameke bem Sei Hri wiederholt befürwortet, n.cht bewilligt. Der
ini^vreuß'^en Etat für den Transport zweier Regimenter zu den Manovern, des Garde-Lorp« geforderte Betrog1 o«i.^«i Dw"FoNs'-tzung Sach°iiien"dim Äusstande in der H-rjegowmo gegenüber ausipr.chl lind d.e
1U4 ° ° aif.i.M,« rAmtf*#n Kur « iu Ansvruck nimmt. damit die ^kindselia-


