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vtt<tition: StduUiratze, r e. B. 9:r 1b
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
1M.I.
Frtltuq brn 19. November
So. 270
Unterricht im Hufbescblaft 1S76 zu Gießen. . . ,
Der Unterricht im Hufbeschlag für junge Schmiede an der Großherzoglichen Betcrinäranftalt zu Gießen für diesen Wmter toll am 4. Januar 1876. Nachm nag»
stützung-gesuchrn an die betreffenden landwirthschaftlichen Bezirk-vereine ober ihre HetmathSgememde wenden.
«nlnhaulen bei Lich, den 12. Nonember 1875. Der Vicepräsident: Dr. ® r o 8
erfolgreich stattgchabten Besuch detz UnterrichtScursus mittelst schriftlicher Eingabe an den Unterzetchneten wenden.
Gietzen, den 16. November 1875. $tr L Direktor de, londwirtbichastiichen Ve,irttvereins Gietzen
v. Röder. ______________
--------------------- " Gießen, am 16. November 1875.
Politischer Theit.
Betreffend: Einführung de8 Turnunterrichts in den Schulen. , r(w ztj»
Die Großhcrzogliche Kmö-Schiil-Conmchion Sicprii
an die Schulvorstände dcS Bezirks Grünberg.
die Bezugsberechtigten das erwachsende Porto zu tragen haben. g? ö b e r
für das Jahr 1874.
(Fortsetzung aus Nr. 269 d. Bltts.)
l Versicherungswesen.
Jabresbericht der Großherzogli-b-n Handelskammer (fl naä> ben un8 lugegangenen Mittheilungen all ein erfreuliches
in Gießen Zeichen sowohl in der Lebensversicherung«-, wie auch in der Feuerversicherungs-
Branche in 1874 eine gegen die vorhergehenden Jahre vermehrte Betheiligung zu constatiren.
Don den sonstigen Versicherungs-Branchen liegen uns keine Nachnckren vor.
Holzhandel.
Die Lage des Holzgeschästs hat im Allgemeinen gegen 1873 eine bedeutende Verschlechterung erfahren, welche hauptsächlich durch daS Darniederliegen der Eisenindustrie herbeigesührt wurde.
Knochenhandel.
Im Knochengeschäft, welches in großer Ausdehnung betrieben wird, ist im Jahre 1874 ein fortwährender Rückgang zu verzeichnen, welcher sich mehr in den Preisen alS im Consurn ausdrückte.
Buchhandel.
Im Sortimentsbuchhandel hat eine wesentliche Veränderung nicht stattge- fundem Im Verlagsbuchhandel ist die Thätigkeit in hiesiger Stadt 'm vorigen Jahre bedeutender gewesen, als in den vorhergehenden Jahren. Das Verhalt« niß des Absatzes im Derlagsbuchhandel war 80 pCt. tm deutschen Reick gegen 20 pCt. nach dem Ausland. In einer der hiesigen Verlagsbuchhandlungen, von welcher uns speciellere Mittbeilungen zugegangen sind, sind im Jahre 1874 13 Verlagswerke in 20 Bänden, sämmtlich streng wissenschaftlichen Inhalts, veröffentlicht worden. .
Die betreffende Firma klagt darüber, daß sie von diesen Werken m den sogenannten Pflichtexemplaren eine Extrasteuer im Betrage von 412 Marl 20 Pfg. entrichten mußte, welche Steuer gerade bei dem wiffenschaftlichen Verlag mit kleinen Auflagen besonders drückend sei.
Buchdruckerei.
Die Buchdrucker« wird dahier von mehreren Firmen betriebe«. Die allgemeine Lage dieses Geschäftszweigs wird als keine günstige geschildert, da trotz des langsamen Geschäftsgangs die Ansprüche der Gehülfen sich nicht im Geringsten gemäßigt haben und dadurch manche Arbeiten ganz unvcrhältmß- mäßig »ertheuert werden.
Geld- und Kreditgeschäft.
Der Gang des Bankgeschäfts am hiesigen Platze im Jahre 1874 kann im Allgemeinen nur als ein schleppender bezeichnet werden. Die Ursache ist theilS in den Verlusten zu sucken, die viele Kapitalisten an ihren Werthen erlitten, theils auch darin, daß größere Cavitalien bei den für Speculativns- effecten fortgesetzt weichenden und für Anlagewerthe allzuhohen Toursen oft tn Hypotheken angelegt wurden. Erfahrungsgemäß werden sich indessen bei ein- tretender steigender Tendenz die Umsätze wieder heben.
Statistische Notizen über Handel und Verkehr in Gießen.
Zollverkehr bei dem Hauptsteueramt in Gießen.
Im Jahre 1874 sind folgende Maaren bei dem Hauptsteueramt in größerer Menge verzollt oder zollfrei abgefertigt worden:
Centner
1. Roh- und Cementstahl, Guß- und raffinirter Stahl . . . 1374
2. Rohes Leinengarn..............
3. Jutegarn.................?18
4. Mein.................. '7t
5. Roher Kaffee................4147
6. Geschälter Reis..............
7. Unbearbeitete Tabaksblätter........... 12727
8. Unbearbeitete Tabaksstengel...........515
9. Lein-, Eocosnuß« und anderes Del.........533
Vergleicht man diese Ergebnisse mit denjenigen des Vorjahrs, so ergibt sich, während in 1873 mit Ausnahme des Kaffees und der vorstehend unter 9 genannten Cele der Verkehr gegen 1872 erheblich zugenommen hatte, mir Ausnahme des unter 1 genannten Stahls, bei welchem ein Mehr von 926 Lent- nem, sowie des Meins, bei welchem ein solches von 35 Centnern zu constati- ren ist, bei allen vorstehend genannten Artikeln eine merkliche Abnahme und zwar beträgt dieselbe: ck
Ceutner
1. bei rohem Leinengarn.............$9$
2. bei Jutegarn................-?4
3. bei rohem Kaffee..............451
4. bei geschältem Reis..............531
5. bei unbearbeiteten Tabaksblättern.........11955
6. bei unbearbeiteten Tabaksstengeln.........7011
7. bei Cocssnuß« und anderem Del......... 63
Viehmärkte in Gießen.
Auf den im Jahre 1874 dahier abzehaltinen Viehmärkten wurten aufgetrieben :
17987 Stück Schweine und
14841 Stück Rmdvieh.
(Schluß folgt.)


