Den Lehrern und Schülern der inländischen Handwerkerschulen, welche diese Ausstellung besuchen wollen ist von den sainrntlichen betr. Eisendahnver* waltnngen in dankenswerther Weise gestattet worden, daß dieselben mit einfachem Fahrbillet auch freie Rückfahrt haben; dieselben muffen sich aber zunächst mit einer von ihrem Schulvorstand zu ertheilenden Legitimationskarte versehen und solche b<i Lösung der Fahrkarte verzeigen.
Darmstadt, den 16. September 1875.
Großb. Zentralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbevereui.
Fink.
Po(itift6er KfjeiL
Darmstadt
blattes Nr. 42 ;
daß der bevorstehende Landtag nicht von Sr. Königl. Hobeit dem Großh.rzog in Person, sondern im Allerhöchsten Auftrag durch den Großb- Minister Präsi.
bauten Balthasar Schmidt in die Distr. Bad-Nauheim, von Kirtorf Ludwig Christian Weigel in die Dlstr. Friedberg, von Groß Felda Carl Wilh. Berthold Gutfleisch in die Distr. Homberg. von Groß-Linden Peter Walther in die Distr. Gießen I, von Groß-Buseck Georg Ludwig Hoos in die Distr. Trais
23. August der Gymnasiallehrer Proseffor Dr. Hobel zu Wonnö; am 3. Sep« tember der Justizrath Andreas Lippold zu Mainz.
Darmstadt, 15 September. Tie Nachricht eines diesigen Blattes,
‘npitffrfifnnh T Sterbefälle. Gestorben sind: am 13. Jul» der Steuer- und Domä-
Utuuiymiiu. nenpsandmelfter i. P Stoltz zu Ober-Mockstadt; m 2d». Jul, der Kreisvete-
15. Septbr. Schluß des Großherzoglichen Regierungs- rlnärarzt t P Ur. Curtmau zu Lauterbach, in 6 August der Forstwart i. P.
Wildelm Kaiser zu Gleimenbeim; am 17 August der Rendant Gunderloch zu
10. Dienftnackrichten. Se. König!. Hoheit der Großberzog haben aller Offenbach, am 21 August der Kammermusiker Ludwig Stenigrübner zu Darm-
gnädigst geruht i am 7 August die Dlstrictseinnehmer von Grünberg l Friedrich statt; am *2 August ter Collectur N ntamtmann Rübl zu Groß Umstadt; am Ernst Nieß in die Districtseinnehmerei Nieder - Wöllstadt, von Alsfeld I Ren "
a. d. Lda.. von Groß Karben Adolph Hippenstiel in die Distr. Alsfeld, von Alsfeld II Heinrich Fresenius in die Diftr. Romrod von Herbstein Emil Schmidt in die Distr. Altenschlirf, von Wörrstadt I Carl Ludwig Breitwirscr in die Distr. Alzey 11, von Gau AlgeSheim Philipp Lojekam in die Distr. Bingen, von Nieder»FlörSbeim Jacob Schmidt in die Distr. Oppenheim, von Wöllstein Andreas Adam Schmtn in die Distr. Worms, von Nieder - Ingelheim Conrad Becker in die Distr. Gau-Algesheim, von Hungen 11 Wilhelm Sandmann in die Distr. Bretzenheim, von Büdingen II Georg Friedrich Euler in die Distr. Wald - Michelbach, von Zwingenberg Jacob Schmitt in die Distr. Dieburg, von Schotten II Johannes Seitz in die Distr. Zwingenberg und von Bretzenheim Ludwig Fuchs in die Distr. Heppenheim zu versetzen ; dem Districks» einnehmer der DistnctSeinnthmcrei Butzbach! Wilhelm Schäcker die neu gebil i dete Dlstr. Butzbach, dem Dlstr. der Distr. Grünberg II Werner Renter bin neu gebildete Distr. Grünberg, dem Distr. der Distr. Hungen I Jobannec Peter Stiehler die neu gebildete Distr. Hungen, dem Distr. der Distr. Büd u- gen I Carl Platz die neu gebildete Distr. Büdingen, dem Distr. der Distr. Schotten I Friedrich Lehr die neu gebildete Distr. Schotten und dem Dist>. der Distr. Wörrstadt II Georg Emnch die neu gebildete Distr. Wörrstadt, am 9. August dem Schulamts-Aspiranten Philipp Schnellbacher aus Wald Amor dach die evang. Schulstelle zu Hüttenfeld zu übertragen; am 10. August den von den sämmllichen Riedejel Frhrn. zu Eisenbach auf die evang. Psarrstelle zu Brauerjchwend präsentirten Pfarramts - Candidaten Chrlstiaii Bernbard voi. Muschenhclm für diese Stelle zu bestätigen; am 14. August dem Schulamte
centen Hofmann werde eröffnet werden, ist orellig, da bis jetzt, wie wir hören, noch keine Bestimmung hierüber getroffen wurde.
Berlin, 15. September Die Abrechnung der Kosten der Betdeiligung des Deutschen Reichs an der Wiener Weltausstellung des JadreS 1873 ist noch immer nicht ganz abgewickelt; es waren noch im Jahre 1871 nachträglich über 80,000 Thlr. zu zahlen, wovon allein 75.000 Thlr. Platzmiethe für die deut schen Abtheilungen der Anssteüiing. Diese 80,000 Thlr. sind für 1874 anßer etat-mäßig in ÄuSgabe gestellt; der noch erforderlich werdende, voraussichtlich nicht erhebliche Restbetrag wird in der Rechnung für das Jahr 1875 zur Per« ausgabiing aelangen.
ftdffcl, 16. September. Das hiesige Krei-gericht hat die Anwendung des § 132 de- Strafgesetzbuchs auf die yom renitenten hessischen Pastoren vor geuommenen Amts-Handlungen für zulässig erklärt.
Aus Mecklenburg-Schwerin, 14. September, schreibt man: Zum crsteninale ist einem Israeliten eine Stelle als Lehrer an der großen Stadtschule m Rostock übertragen worden. Die von dem Rostocker Magistrat am 4 d. Mts. in die an derselben zu besetzende Lehrerstelle der klassisch n Philologie berufene Persönlichkeit jüdischer C^nfession ist der Ur Abraham Strelitz aus Gnesen. BiS zu dem Zeitpunkt. d^ erlaffenen Reichsgesetzes, betr. die Gleichberechtigung der Consessionen, war es den Israeliten verboten, sich länger als 24 Stunden in Rostock aufzuhalten.
Aus Baden, 15. September. Im Pfand - Locale in Freiburg fand gestern Nachmittag die Versteigerung der dem ErzbiSthumS Verweser Dr. Kübel
Aspiranten Adam Bardo Como aus Klein-Welzheim die Gemeinde-Schiilstelle zu Lämmerfpicl zu übertragen; am 17. August dem Lehrer an der städtischen Mädchenschule zu Potsdam Hugo Linck die Gemeinde - Schulstelle zu Blofeld und dem Schulamts - Aspiranten Wilhelm Schäfer aus Trais • Münzenberg die evang. Schnlstelle zu Heppenheim zu übertragen; am 19. August den ordentl. Proseffor Dr. Hoffmann zum Rector der Landes-Universität zu ernennen; am 21. August dem Schullehrer Simon Wagner zu Sellnrod die Gemeinde-Schul stelle zu Stauffenberg zu übeitragen ; an dems. Tage deii Kanzleidiener bei dem
wegen Nichtzahlung von Gerichtskosten abgepfändeten Fabrniffe statt. Zum Angebot kamen drei Bilder (Portraite des Papstes und des vorigen Erzbischof- Vicari) und ein Canapee. Die Gegenstände wurden von dem Recht-anwalt Marbe um 150 Mk erstanden und hierauf durch mehrere Bürger in das Haus des Herrn Dr. Kübel zurückgebracht. Daselbst wurde alsbald eine öffentliche Urkunde ausgenommen, wonach der jetzige Eigenthümer die genannten Fahrniffc dem Herrn Bischof bis auf Weitere- leihweise zur Benutzung überläßt.
Obergerichte der Provinz Rhemheffen Ludwig Schmidt zum Hausbeschließer und Portier im Justizgebäude zu Mainz, den außerordentl. Proseffor bei der philosophischen Fakultät der Landes Universität Dr. Moritz Pasch zum ordentl. Professor der genannten Fakultät zu ernenne» ; an dems. Tage den Oberförster der Obersörsterei Wimpfen Wilhelm Kömger in gleicher Diensteigenschast in die Oberförsterei Schaafheim, und den Oberförster der Obersörsterei Münzenberg Franz Stumps in gleicher Diensteigenschast m die Obersörsterei Romrod zu versetzen.
11. Charaktcrertheilungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller - gnädigst geruht: am 21. Juli dem Kaufmann Ludwig Brüchweh zu Darmstadt den Charakter als „Hoflieferant", am 25. Juli dem Apotheker Dr. Wilhelm Uloth in Friedberg den Charakter als „Hofapotheker", am 14. August dem Kaufmann Georg Lerch zu Darmstadt den Charakter als „Hoflieferant", an dems. 'Tage dem Schreinermelster Georg Schorlemmer zu Darmstadt den Charakter als „Hosschreuier", am 17 August dem Tapetensabrikanteii Johanne- Baptist Höchstenbach in Mainz, am 18. August dem Weiubändler Max Gutmann m Mainz den Charakter als „Hoflieferanten", und am 21. August dem Weißbindermelster Georg Frank in Darmstadt den Charakter als „Hosweißbin- der" zu ertheilen.
12. Dienstentlassung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnä digst geruht: am 9. August den Lehrer an der Realschule zu Darmstadt Dr. Heinrich Eiienhnth aus (ein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. October d. I an von seiner Dienststelle zu entlaffen.
13. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 21. Anglist den Schullehrer an der zweiten Gemeindeschul. zu Kelsterbach Ludwig Volk aus sein Nachsuchen, und an dems. Tage den Oberförster der Oberförsterei Schaasheim, Konrad Weber, aus sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr al- 50jährigen treu geleisteten Dienste und Verleihung des Charakters als „Fotstmeister" in den Ruhestand zu versetzen.
14 Conolirenzeröffnungen. Erledigt sind die erste Gemeinde Schnlstelle zu Maar mit einem jährlichen Gehalt von 857 Mk 14 Pfg.; die evang. Schulstelle zu Ober Kainsbach mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; dem Herrn Grasen zu Erbach Erbach stetu das Präsevtationsrecht zu ; die Gemeinde Schulstelle zu Güttersbach mit einem Gebalt von 685 Mk. 71 Pfg.; dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau sUdr W Prajemationsrecht zu; dre fatb Schnlstelle zu Erbach mit einem (behalt von 942 Mk 86 Pfg.; die neu errichtete zweite Gemeuidk'Lchulsteüe zu Ruppertenrod mit einem Gehalt von 685 Mk *1 Pfg- i die Gemeinde-Schulstelle zu Schöllenbach mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; dem Herrn Grasen zu Erbach Fürstenau steht das Präsen. tationsrccht zu; die fünfte und sechste Gemeinde. Schnlstelle zu Griesheim mit einem Gehalt von je 942 Mk. 86 Pfg.; die kalh. Schnlstelle zu Fnrfeld mit einem Gehalt von 857 Mk 14 Pfg.; die Gemeinde»Schulstelle zu Zell mit einem Gedalt von 771 Mk. 43 Pfg.; dem Herrn Grafen zu Erbach. Schön» berg steht das Präsentationsrecht zu.
ßcflerreicö.
16. September. Laut Nachricht der heutigen amtlichen ^Wiener Zeitung" hatten die Kopfichmerzen der Kaiserin nach erquickendem Schlafe im Lause des gestrigen Tage- sehr obgenommen. Das Gesammtbefinden und die Stimmung sind sehr zufriedenstellend. Die Hantabschürfungen find vertchwun den. Die Kaiserin gedachte beute einige Zeit un Garten zu verweilen.
irankicicö.
Pari-, 16. September. Ein amtliches Teeret verfügt, daß die Be» flimmungen des Artikels IV der zwischen England und Frankreich unterm 24. Januar 1874 abgeschloffenen Convention über den Import von Rohzucker auch aus Deutschland anzuwenden seien und die Streitigkeiten hinsichtlich des aus Deutschland importirten Rohzuckers nach den für die gleichartigen franzö« fischen Producte bestehenden Bestimmangen entschieden werden sollen.
Paris, 16. September. Aus Ajaccio wird die deute geschehene Er« öffnuna des corsischen Generalraths gemeldet. Prinz Karl Boaaparte wurde mit 28 gegen 13 Stimmen zum Präsidenten erwählt Er hielt eine Rede, nr welcher er sagt. daß die Verfaffung revidirt werden könne, und daß Eorfict hoffentlich Volksvertreter wählen werde, welche sich mir der Mehrheit de- (Bence ralratds in einem Gefühle vereinigten.
(fnghiuö.
London, 15. September Nach Berichten der ^Madras MaU^ auf Madura ist eine indische Pilgerschaar am Son .tag den 1. v. Mk». von einen schrecklichen Unalück betroffen worden, welches 200 Menschenleben vernichtet haben soll- Auf einem der Saduragire-Hügel (im „Vier-ebirge", könnte mal nach einer rhemischeii Analogie sagen), in dem Tinnevellv Bezirke der Präsidentschaft Madras, stedt ein heiliger Schrein, zu welchem um diese Jahreszeit viele Tausende aus allen Gegenden de- Landes wallfahren, um für wirkliche oder eingebildete liebel Heilung zu suchen und wo möglich einen Schatz vor Segnungen für sich und die Ihrigen anzusammeln. Vorn Fuße des Hügelt führt em langer, sich windender Weg zu dem Heiligthum hinauf, etwa sech-zehl Kilometer lang und längs grausiger Abgründe und in der Tiefe rauschender Bergströme durch Rohrgestrüpp und Unterholz. Die Pllgrrme pflegen, wenß sie bttm Tempel angelangt find, eine Nacht im Kreien zuznbnnzen und in heil trockenen Bette des BergstroRiS, neben welchem der Tempel stedt, ihr Cuarticf anfzuschlagen, wo fie kochen und effen, tanzen und sich unterhalten. Es war an jenem Avend wie m frühern Jahren: Tausende von Märmttn, Werbern und Kindern befanden sich in dem sandigen Flußbette, effend oder plauder« d oder tanzend. Hundette von Schafen und Geflügel, zum Opfer mitgebracht, erwatteten ihr Schicksal, einige besonders fromme Pilger wälzten sich vor de« Tempel oder begingen andere seltsame ö^enttien und Alles ging aus's Beste. Um 5 UbT Nachmittags fiel ein gewaltiger Regenschauer und zehn Minutot später war das Flußbett gefüllt und zum reißenden Sttom geworden, der Alles


