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1875.

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Gitstener Anzeiger.

*rltl'«lnt f.inli*, mit He»« nfltme 2)toutag-.

<rtiricn: L «du:>trastr, t. H. Da 1H.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

Ko. 2«S. Mittwoch den 17. November IW5.

Amtlicher Theit.

Berannrm a a; u n g.

Die Volkszählung und 'Aufnahme der Gewerbestatistik betreffend. .

Nach den über bic Hu6fübrunp der Volkbzäblung und «ufnahme der (Snunbcftatiftif am 1. Lecember 1875 gettoffenen Bestimenungen soll dieselbe unter möglichst umfanflretcher Heranziehung freiwilliger Zähler auS der Zahl der selbstständigen Ort»einwohner vorgenommen ivnbtn. Muefubruna be9 vertrauensvoll m die Hände der Benötkerung gelegt un> glauben die Unterzeichneten, zu Mitgliedern der ZablungScommtffton für die Gemeinde Gießen ^nannt-mitNuck sicht auf den gemeinnützigen »zweck und die Wichtigkeit der Volkszählung und Aufnahme der Gewerbettattstik und bei dem regen Sinne der hie tgen ,^U«e nwohner für öffentliche Inter.ssen der Unterstützung bei der demnächstigen Volkszählung re. durch freiwillige Zahler gewiß sein zu dürfen. Wir a(>cbhjen<O^i etn;ef£,n

sind sich der fraglichen Gablung zu unt r,leben, s i ch i n n e r b a l b d e r n S ch st e n f u n i Lage bet dem unterzeichneten Vorsitzenden der ZahlungScomm'ssion, dem Grotz- h ermöglichen Polizei-Eommissirnär Fresenius, in dem Großherzoglichen Polizeiverwaltungsbureau gefälligst anzumelden.

* 8 Kür den tfoU daß die Zahl der freiwilligen Zähler nicht auSreichen sollte, werden auch solche qualisicirte OrlSetnnehmer, welche sich des Geschäfts der Zahlung gegen Bezahlung unterziehen wollen, aufgefordert, sich innerhalb der oben angegebenen Frist bei der bezeichneten Stelle ebenfalls zu melden.

Gießen, am 15. November 1876. , . ,

Die Zahlungs-Kommission für die Gemeinde Gießen.

Fresenius. Enders. Honstein, ötauf. Keller.

Weinhandel.

veutschtanb.

Aus dem GroHherzogthum Hoffen, 14. November. Nach dem

werden erstatten können.

Lolonialwaaren.

für das Jahr 1874.

(Fortsetzung auS Nr. 267 d. Bltts.) Manufacturwaarengeschäst im Detail.

An Braumalzsteuer bezahlte die Gesellschaft in 1873/74 23608 Mark gegen 18582,35 Mark im Vorjahre und an Octroi aus Bier 3906,91 Mark gegen 2066,03 Mark in 1873.

(Fortsetzung folgt.)

Lederhandel.

In diesem Geschäftszweig, welcher am hiesigen Platze von mehreren Fir­men betrieben wird, sind Veränderungen gegen daS Vorjahr nicht z» verzeichnen.

W o l l e n f p i n n e r e i.

Der Absatz der hiesige.» Bierbrauereien erstreckt sich auf Gießen, besten nächste Umgebung, diejenigen Städte, mit welchen Gießen direct durch Eisen- bahnen verbunden ist, sowie auch auf den Verkauf nach einigen größeren Eorsettenfabrtr. Städten Süddeutschlands.

Die dahier vermittelst Nähmaschinen betriebene Eorsettenfabrik hat seit Die hiesige Actienbierbrauerei verbraute im Betriebsjahre 1873/74 11804 ihr im Jahre 1864 erfolgten Gründung ihr Absatzgebiet von Jahr zu Jahr Gentner Malz gegen 8464 Eentner in 1872/73. Der Verkauf derselben belief vergrößert und erstreckt sich dastelbe nunmehr aus ganz Deutschland, mit Aus- sich auf 21274 Hektoliter gegen 16132 Hektoliter in 1872/73. _______

nahm- Ost- und W-stpr-ußen. "" m------..... ki ,M 4R,7<

^olilischer Theil^

^abr-sb-ricbt der Gro-Kerroalick-n Handelskammer günstig' und war b-r Umfafc der Liieren hiesigen Firma gegen di- Vorjahr- in Gießen *r,fen,li* W««-

Die in den vorhergegangenen Berichten an dieser Stelle dargelegten Ein­zelnnachweise über die Bewegung des hiesigen Weinhandels können nicht fort­gesetzt weiden, nachdem seit dem 1. Januar 1874 die amtliche Controle in Bezüglich dieser Branche können wir zu unserer Freude eine durchaus Wegfall gekommen ist.

günstige Lage de« Gkichästs constatiren, der Umsatz in soliden Bedarfsartikeln Bierbrauereien,

hat daS gute Resultat des Vorjahrs noch übertroffen und die Mehrzahl der

hiesigen Gesckäste erfreuen sich einer gesteigerten Nachfrage. Es ist nicht zu Die Lage deS Bierbrauereigewerbes war in der Zett vom 1. October verkennen, daß neben der zunehmenden Wohlhabenheit GießenS und seiner näch- 1873 bis dahin 1874 eine befriedigende. ____

sttn Umgebung ganz besonders die oberbessischen Eisenbahnen ein ergiebiges Ge- r '

biet wachsenden Absatzes erschlaffen haben.

Kür diese Branche war daS Jahr 1874 ein ganz besonders ungünstiges, Aus dem Gropherzoqthum Heffen, 14 November. Nach vem indem da« G-sckäft mährend des ganzen Jahre« mit denselben mißlichen N-r> Budget sür 187678 soll die obere Bngbehtrde mit der Ober-Bau-Directivn

bäitniiken IN kämvfen batte wie sie bas Jahr 1872 gebracht, nur mit dem verbunden werden, und erstere sich aus einem Ober-Baurath (Architeit und

Unterschied, daß. während zur damaligen Zeit die Steigerung te« Rohprodmts Bergmann), einem Hos-Baurath (»rtjitat) und einem Juristen constituiren. mit b!u Garnpreisen annähernd Schrill Kielt, im verflvsienen Jahre di- Woll- F-tner soll -in Bergamt in Nauheim oder Gießen errichtet werden. Statt der ,m Preis hoch blieb, die Garnpreise jedoch znrückgingen. Regierungs-Dorlage möchte sich folgender Vorschlag empfehlen. Vier Ob-r-

Die Entstehung dieser Mißverhältniffe ist lediglich aus die von den Dor- Bauräthe treten mit Gehalis-Srhthung in das Ministerium der Fmanzen, das

fahren h-rüb-rgcbrachl- Ucberproduction zurückzusühten, die erst in der zweiten Ober-Bergamt wird selbstständig geb, bei au« einem Ober-Baurath,einem Ju> LC=if 1074 im^aelallen ui haben scheint. rist-n (Nebenstelle) und einem Berg-Affeflor. Die verschiedenen ^BureawBeam-

V Die Zeitlage berücksichtigend unterzog da« dahier bestehende Ttablisiement ten der Ober-BawDirection werden je nach Bedürfntß in da« FuianMimste- dieser Branche den schon in 1873 beschränkten Betrieb bei dem fortwährenden rium ober das Ober-Bergamt übernommen. Bei spater emtretenden Vakanzen Mißverbältiüß zwischen roden Wollen- und Garnprcisen in dem darauffolgenden werden möglichste Vereinsachungen und Ersparniffe herbeigeführt. Ferner kommt Jabre 1874 nn.r weiteren Reduktion, trotzdem aber vermocht- d-r Abfluß von -in Berg-Amt nach der Provinz,al-Hauptstadt Gießen, dem Schwerpunkt der Garnen di- »rrring-rt- Production nur ih-ilw-is- zu obsorbir-n. Bergbau.Industrie. Durch diesen Vorschlag würben z-tzt und fpäter "^"tluhe

Die von anderer Seite stattgehabte Ueberproduction mußte ihre natür- Ersparniffe erzielt und tn die Berg Behörden, welche mit «rchtt«tur fast nichts licken Folgen haben, diese äußerten sich zunächst in den aus das niedrigst-Maß zu thun haben, kämen, w,e d,e« auch wohl das Natürlichere ist, möglichst L ....- ,s»&± 1874 vielfach vorkamen. belgischen Blättern ist die Nachricht zugegangen, day drei ntssisch Dwtsionen

Die zweite Hälfte des Jahres 1875 scheint nun endlich eine Aenderung auf kaiserlichen Befehl aus Ltvadta zum 13. November auf Kriegs suß zu fchen zu brinaen^d^ Artikel Wolle ist im Weichen begriffen und die Nachfragen seien. Auf telegraPb.sche Anfrage unsererseits m Petersburg w.rd dte,e Mel­nick, Garn'werden lebhafter so daß wir wohl für den folgenden Jahresbericht düng als ganz unrichtig und systematisch tendenziös bezeichnet.

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Da sich derselbe seines freireligiösen Glauben- wegen weigerte, den für Evan- w. - ----- gelische vorgeschriebenen Eid zu leisten, so verurtheilte ter Gerichtshof den

Vom Colonialwaarengeschäst sind in 1874 besondere Veränderungen nicht Zeugen zu 14 Tagen Gefängniß und ordnete deffen sofortige Verhaftungj an. «u erwähnen. Was de» Artikel Kaffee anlangt, so waren die Preise stete* * *>

schwankend und hoch, weshalb sowohl von Grossisten wie Detatllisten nur vor- /Ytinftreldj.

sichtig gekauft wurde.

Paris, 14. November. Morgen wird die National-Versammlung sich

Fabrikation von Farbwaaren und Lack. mit der Vertagung des Municipal-Gesetzes beschäftigen, welche von der Gruppe

Di- Fabrikation von Farbw-ar-n und Lack wird nach d-r im vorigen Lav-rgn- vorgeschlagen werden wird. Tie Regierung ^'^' ^ "Agknce Ha' Jahr- erfolgt-n Gründung eine« w-it-r-n Etabliff-m-nt« nunmehr hier von vas" zufolge, bieten Antrag unterstützen, um> bis au ^''-res bw g

zwei Firmen betrieben. Di- Lag- di-s-r G-schäftSbranch. war in 1874 -in- des Matr-s in d-r Hand zu b-h«lt-n. Man glaubt, dte N°tt°naI.Ver,amm-