Gießener Anzeiger
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
<suniftiu] den 16. Oktober
tsu.
Äo. 241
politischer Theik
Deutschsanv.
Darmstadt, 13. October.
SlÄrb« W ;«, M «eh »ersten würde d«s nicht ohne
den Maßregel» der oberste» Kriegsbehörde nur beipflichten.
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williaendienste und in Folge dessen auch zu
längst erkannt hatte, wollte eine tragen, so daß nur die Bildungsstufe
.......... Zu der Wahlkreis - Eintheilung bemerkt der Mtni- die" Reaieruna"sei dazu genöthigt gewesen, weil die kirchliche Mitregie.
beit im Auslände sind folgende Bemerkungen des bourg" nicht ohne Interesse: „Wenn man C"s * auf den Tenor des Erlasses schließen '.nn. «üchen « »-«S °« V""
Verraths!" Hierauf verläßt die liberale Partei den itzunassaal. Schels fragt an, ob er einen Ordnungsruf verdient habe. Ter -- 9 - - babe nichts gehört, was einen Ordnungsruf verdiene.
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eS bisher der Falt war, pcy me«r verorenen ivuic, jv s-. - ifcert eI babe nichts gehoN, was einen ^rvoungvru, v«v«uc.
Erfolg aus die höhere Bildung unseres Volkes -uruckwirken; man kann dah l Ministerpräsident erklärt, das Ministerium könnte leider nicht den Saal
Maßregeln der obersten Kriegsbchörde nur belpfilchten. gmAefp-ipn- üCTlificn wie die linke Seite, allein nach seinem Gefühl wurde er dies thun
Berlin, 12. October. Zur Beurteilung der OgS-rshnmer ^^be di von Schmähartikeln aus fremden Blättern die
' ' n »es „J'urnal de St. Peters. I^is yaoe vnim bervorgebracht. Nach Sckels Rede er-
aus dem telegraphischen Resinnö nachdem jetzt '^Stenogramm über die Rede Schelo'
aus den Lenor ce» isnane» *—»< -----b,n kate- -orliege er allerdings daraus ersehe, daß Lchels es gewagt labe. durch Cltation
in Folge dieses Vorganges gerichtet hat, s» nmsi dieses Aktenstück 'n den kat^ .8 ,chn.ählicksteu Weise den König angreifenden Blattern die Per,°n gorischsten Ausdrücken gehalten sein, und die betbeiltgten Disch f v in Dje Diecussion zu ziehen und den Anstand gröblich verletzt habe,
Sch uß daraus z eben, daß der Souverain von Bayern keineswegs gen igt zur Ordnung. Schels sucht zu remonsirrren,
seine Reckte zu Gunsten der Prälatur a^ireten und derselbe,^ gestatten, deßbalb rutt er^e g« nun, daß die liberale Partei
'mtt dtt, Gesetzen des Landes ebenso umzugehen, wie mit den En.icheidungenlf^bE oerbleiben werde, so lange der
der Räthe Sr. Majestät."
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Staats Emnahmen und Ausgaben pro 187K/78 ist nunmeyr vouenoel u v Majorität von zwei Stimmen habe eine große moralische
Ständen bereits übergeben. denn dabinter stehen über 930,000 Stimmen. Jürg schließt mit
Main;, 12. Dc.ober. Die nach ten be« n«"««’^ttSJrfüS « f‘‘ Rede davon, die' konstitutionellen Frevel durch ein.
Gesetze« in gleichzähliger Vertretung der bttden Haiwt- Cou essio » „„abermalige Wahlkreis-Eintheiiuug noch zu steigern. Gultusminister v. Lutz er. Stad, -Vorstände, dem Schul Vorstände und den gewäbl.eu Vertretern der aoermang deiner Partei an, stehe aber der Anken der
evangelischen Gemeinde bestehende Versammlung war heu.eRachmittag I b.^bnetenkammer näher, weil die Versasiung mit ihrer Bestimmung der Entscheidung der von den Stadtverordnete,, beantragte,, Berelugu g S „ , . und Confessions-Duldung auch liberal fei, wogegen jetzt die
sessionell getrennten ,n gemeinsame schulen von dem Kreisamte berufe,, woml Mw-Nens v, ' It^ Wahlkreis - Eintheilung bemerkt der Mtni-
den. Rach kurzer Verhandlung entschied sich die Versammlung g g Regierung sei dazu genöthigt gewesen, weil die kirchliche Mitregie.
16 Stimmen für Einführung der gemeinsamen (consessionslosen) ' bm Ia9ntIiuL,n Begriff des Constitutionalismus zur Stabilirung der
werben demnach unsere 36 Volksschulen, für welche gegeirwarng n^ck . g fi6et fcen @taat mißbrauchen wollte durch Wahl-Hirte,,-
berbare Einrichtung der Eintheilung M drei D°ppel-Pf-rr.Bez,rke ohne Rücksicht H h Wahl-Predigten. In einer Diärese wurde sogar ein vertraulicher auf die fick ergebende Anzahl der Schuler besteh, nunmehr in «KtchMg B^sch ss an den Klerus »ertheilt, worin der Bischof dazu auffordert, Schulen umgewandei. werden Da e.ne Schule die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der neuen politisch-
babe,, bars, so 'st eine Vermehrung ber einzelnen Schul » nöthig. Dw dr«. daß der „ Erzielung von ber Kirche ersprießlichen Wahlen benutzen
zehn »I.ramontanen Mitgl.eber hatte,, vorher^ «"'n Pr° tst gegen d,e Abst,m st°(.ale L g Ji£nJ Minister Lutz, „Bischof Seuestrey." (Große
mung abgegeben, als bie „Gewiffens.Freiheit beeinträchtigenb, (limmten L Bezüglich des Passus über die Reservatrechte in dem Adreß-Ent.
b°* Berlin. 12. Dctober. Der Ausfall der diesjährigen Prüfung der Ein- wurf erkennt^r ”S
jährig-Freiwilli,en ist sehr ungünstig gewesen. Ueber ,wn d» Gepr ff I^ d g g großdeuts'ch-österre.chische Ka,serthum ungleich größere
ten haben das Examen n.At bestanden und d.e -en°g^e -llg meine ^«ng Jorg von^aye^ b^e'Rlone jegt für Klein - Deutschland gebracht
nickt ausweisen können. Dieses Resultat hat mcht me.®f bisheriges Er- dabe. Was das Ministerium nach 1870 ausgegeben, habe Jörg nicht gesagt, regt, umsomehr weil es durchaus abweicheiid erscheint von den bisherigen C b trüni(fce ba# „fahren, um dann antworten zu können. Der Minister folgen; denn sonst genügte höchsten« ein Dierttt d« Geprüften den 1 . . $ künftige Geschichte wirb vielleicht bie Geschicklichkeit be« Mlin-
rungen' nicht; die Ursache dieses abweichenden Aussallttt ,st ' " Den bayerischen Patriotismus deffelben gewiß Nicht.»
suchen, baß aus bie «"vrbuung des Kr'-gsmin,ster,ums d,e Prüfung hö d' ^^nberg erklärt Namen« seiner Partei, baß ber Justizminister nicht zur mit ben Vorschriften der Prüfungsordnung Ernst «cmacht haben Es hat sich 's 8 unb . jn lingeT(t Rede gegen bie Adresse. Derselbe nämlich herausgestellt, daß durch die b'sber.ge nächst»»'»'' U'bmg b ' h, ber bereits gemeldeten Verlesung der Partei-Erklärung. Nachdem
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8ÄL- "8U~..14. October. Abgeordnetenkammer. Der Präsident zeigt
Erböhung der Ansprüche dieser Prüfung bean- T Jacn ^en Rath der Aerzte in der Kammer anwesend. DaS HauS
zsstufe der Gymnasial- oder Real.Pnma zu ge^ noch gegen den Rath 1ber^Aerz ^dreß-Debatte. Rußwurm spricht diesem Dienste berechtigen sollte Sieist^^indessen ei der -bm.gungder öffent-I ,h ^SntrouVunb wendet sich gegen die gestrigen Auslastungen von
heben Meinung gegen eine solche Erhöhung ’“®“ »'“Xrtnet' Suh unb Stauffenberg über bie kirchlicke Regierung, «ebner führt au«, M
aber hat basür bie strenge Handhabung ber b'stch'nden B°rschr>ftein g d t ^1- Bischöfe das Recht hätten, bie Hirtenbriefe zu erlösten, uns verliest dabei
S« hat sich daher berausgestellt, daß namentlich die besitzender, Klaffen,Leitungen verfchiedeue die Ultramontanen angreifenbe Artikel. Gutsbesitzer, sowie bie Gewerbe unb Hanbel treibenden Kreise bie E'dssitch'g . mit den Worten: „Hinaus mit ben rechtverdrehenben Wahl-
ttner höheren Bildung für die Söhne nicht genügend erkennen und’ SeKe^ne^rn - Schels (Ultramontaner) spricht ebenfalls für die «dresie;
zu früh auS der Schule nehmen, oder die AuSbildiing einer 8^’$ , lb( mQcfat bcr liberalen Partei den Vorwurf, daß sie dem Emheitt-ßLtaat
ziehen. Wenn durch eine strenge Handhabung der Prüfung zum ötnj Q Bewegung). Stauffenberg ruft: „Dieser Satz enthält den
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Berlin, 14. October. Die „National-Zeitung" erfährt von zuver- lässiger Seite, daß der Reichs-Kanzler bei seinem gegenwärtig gesteigert leiden- d« il Anstande und auf die entschiedene Einsprache des Arzte« lich hat entschließen Darmstadt. 13. October. Die hiesigen Ultramontanen sind nicht wenig wüste,., von der Begleitung des Kaisers auf dessen italienischer Reise Abstand erboßt darüber, daß der Bürgermeister in Erkennimß seiner Pflichten ™ W'jl“ 3*3«-tlbura 13. Dctober. Bei dir Ersatzwahl für den verstorbenen gen „Anzeige - Blatt» eine genaue.Darlegu^ der 'ich'.gen Reicks^'- Abgeordnete» Knapp ist mit großer Majorität Justizratd Hilf zu
wem, th„„l,ck emzufudrende» So,nmuual schulen, bezw. der dwra',f bezligl,ch tt .11 Cgeii ben Ganbibaten der Ultramontanen, Dero-
Vorscknften des Polksschnl-Ges-tzes gegeben hat. S° veröffentlicht „baS Gönnte dimviwg i-8°r"^'"^°^
kMM» sswert. ä?s»;
lischem Kirchen Gesang geübt zu werden u. s. w. Jndeffen steht zu ooffen, daß > cb '^aT uid)t8 paffirt sei. Das sei auch noch nicht dage-
sich die diesige» ka,hoi,scheu Wähler durch so f*roa*‘ b,“ t .! * (i löien roei,lt D,e Adreffe konnte nur eine konstitutionelle Klage zu den Stufen des
lasten, durch Abstimmung 'm Sinne gemeinsamer Schulen den religw, ' sein gegen die Vergewaltigung des freien Wahlrecht« de« bayerischen kkvt.de,, wiederderstelleu zu helfen. ... >>> .. - Mmisterium habe alle vertrauliche,, Beziehungen zu der Minder-
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