Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen
(6356
Ho. 292
Mittwoch den 15. Dcccmber
politischer Theiü
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Heer»)
taates in kirchlichen
Dingen feit mebreren Jahren gehoben habe, und wieS auf die großen Schwie»
unbegrünbet.
Universitäten gegeben werde.
Ein durch die Blätter veröffentlichtes
Versailles, 12. December.
chrciben des lezitimiftischen Deputirten de la Rochette, Organisator der
Vorwurf macht, für die Republik gestimmt zu haben. Er erklärt, daß er die
Fraktionen der Linken als offenen Feind dem rechten Centrum als einem der»
* Büger,
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„Um diesen verbreiteten Irrthum zu verscheuchen, Schreiben an die Herren Decane und Profesioren
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und 20 Mannschaften konnten wegen de- Verlustes der Schlffspapiere noch nicht festgestellt werden. Der „Rcichs-Viiz." bemerkt, daß unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Unglücksfalles der deutsche Botschafter in London be«
Tagesordnung.
Berlin, 11. December. lieber den Schiffbruch des Bremer Dampfers
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„Deutschland" ist dem auswärtigen Amt eine Reihe von Mittbeilungen zugegangen. welche die anderweitigen Nachrichten im Wesentlichen bestätigen. „Um mittelbar nachdem der Unglücksfall hier bekannt geworden, war der kaiserliche Botschafter in London beauftragt, den Verunglückten Hülfe und Untcrftüfrung zu Theil werden zu laffen, und zu gleichem Zwecke war der kaiserliche General» Lonsul in London mit Weisung verleben. Von beiden liegen nunmehr Berichte vor. Danach sind gerettet von den Paffagieren 48 Männer und 15 Frauen und Hinter, von der Mannschaft 86. Einige der Geretteten sind noch krank, zwei wünschten nach Deutschland zurückztikebren. die Uebrigen, theils amerikanische Bürger, theils Auswanderer, werden nach New-Potk befördert. Tie amtliche Todtenschan ist bis zum 14. d. Mts. ausgesetzt, weil die Geschworenen sich noch rurgewissern wollen, ob die Eoastguard rasch genug zur Hand war. Die Namen der Verunglückten, 20 Mann von der Besatzung und 40 Pasta» giere, haben wegen Verlustes der Sch'ffspapiere und da eine Jdentificirung der Leichen durch die bei der stürze der Fahrt ungenügende Bekanntschaft er» schwert ist, noch nickt genau festgestellt werden können. Sobald dies geschehen und Näheres über die Strandung des Schiffes bekannt geworden ist, werden weitere Mittheilungen an dieser Stelle folgen."
Bremen, 11. December. Die Explosion erfolgte dnrch eine zu den Pastagier-Effecten gehörige stiste mit Dynamit. Die Passagiere der „Mosel" dürften nur wenig verletzt, die Beschädigten vielmehr meist Begleiter der Pasta» giere fein.
Bremen, 12. December, Abends 6 Ubr 15 Min. Soeben ist eine Liste der tobten und Verwundeten Opfer des gestrigen Unfalls in Bremerhafen erschienen. Dieselbe ist insofern mangelhaft, als die Persönlichkeit von 36 lobten nicht ibentificirt ist. Vermißt werben 8, tobt sind 68, verwundet 35 Personen.
DeRerretcQ.
Wien, 11. December. Die „Polit. Corresp." vernimmt, daß die Ant-
Deutfdjfanö.
Darmstadt, 11. December. Die Landes-Synode führte heute in 4</3» stündiger Sitzung die Berathung des Entwurfes eines stirckengesitzes, die Vornahme der kirchlichen Trauung betn, zu Ende. Die §§ 7—10 gelangten meist in den Fastungen der Vorlage zur Annahme. Eine eingehende Debatte entspann sich bei § 9, welcher die kirchliche Trauungsformel enthält. Nächste Eitzimg Montag 9'/, Uhr. Tagesordnung: Zweite Lesung deS Gesetz-Entwurfs über die Eassification der Pfarrgebalte. Gesetz-Entwurf, die Eintheilung der Dekauati betr. Antrag Schröder auf Abschaffung der Stolgebübren.
Darmstadt, 11. December. In ihrer heutigen sehr langen und sehr erregten Sitzung erledigte die Landes-Synode daS heikle Thema über die nach dem ReichSg,setze über tie Eivilehe nothwendig gewordene Aenderung, bezw. Aufstellung deS Trau-Formulars. Bekanntlich bildet dieses Tbema im gegen wärtigen Augenblicke das Kreuz aller kirchlichen Beratbungen. Allerseits wurde erklärt, daß die Eivilehe nach dem Reich-gesetze unbcbiugt als solche anzuer- kennen fei, daß also auch jedem kirchlichen Acte die Eivil - Trauung unbedingt vorangeben müffe. Aber ebenso wurde auch allgemein anerkannt, daß DaS einen kirchlichen Act bei der Ehe-Schließung nickt aussckließe. Die Frage war also, welche Bedeutung dieser kirchliche Act noch haben könne, und welcher Ausdruck dieser Bedeutung entspreche. Die Mitglieder des Protestanten-Der- eins (6) wollten nun der kirchlichen Trauung nur die Bedeutung eines Segen- beilegen, der unbedingt ertheilt werden müsse. Von der anderen Seite wurde darauf hingewiesen, daß die Ehe eine göttliche Ordnung fei, und als solche eine tiefere religiös-sittliche Bedeutung habe, welche bei der Ehe-Schließung alS Bedingung des göttlichen Segen- znm Ausdruck kommen muffe, auf Der übrigens die staatliche Ordnung erst ruhe, und d.rß Niemand an diesem Begriffe und der Geltendmachung dieses Begriffs der Ehe ein größeres Interesse habe, als der Staat selbst, weil das eine ganz andere Gewistens-Stellung der Brautleute zur Ebe gebe. Der kirchliche Act trete demnach in keinen Gegensatz tur
ürfdi.inf ttgttstz, mit Wnf« nahmt Montags.
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Paris, 11. December. „Univers" sagt, die Bischöfe hätten nicht das Recht verloren, über den Unterricht zu wachen, der außerhalb der katholischen
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. weiterer Verständigung des linken mit dem reckten Centrum statt. Der Erfolg Iderselben ist nock ungewiß. Alle umlautenden Gerüchte über eine bevorstehende iCabinets-Krisis werden formell Dementirt.
auftragt fei, den Geretteten Beistand zu leisten.
Berlin, 11. December. Der Reichstag genehmigte den Rest des elsaß- »4...V. lothringiicken Landes - Haushalts - Etats nach den Anträgen der Commifsion in' bat Mfgr. Eabnöres ein zweiter Lesung, ebenso das elsaß-lothringische Etats Gesetz Zn deu allgemeinen1 ter Fakultät von Montpellier gerietet, in welchem er die Lehre der Kirche Rccknungen des Reichs-Haushalts-Etat- wird die von der Eommission bean« über die Uebcrwachung des Unterrichts im Interesse der Seelen auslegt." fragte Ertheilung der Decharge in zweiter Berathung ausgesprochen. Es folgt! „Univers" will nächstens den Wortlaut dieses Brieses geben.
darauf die zweite Berathuiig des Gesetz-Entwurfs über das Urheber-Recht an' Versailles, 12. December. Ein durch die Blätter veröffentlichtes Werken der bildenden Künste. Die ersten vier Paragraphen werden nach un-, Schreiben des legitimiftiscken Deputirten de la Rochette, Organisator der wesentlicher Debatte angenommen; desgleichen § 5 nach den Anträgen der Linken, greift in demselben das rechte Zentrum heftig an, intern er ihm den Commission. Bei der Abstimmung über $ 6 stellt sich heraus, daß das Haus Vorwurf macht, für die Republik gestimmt zu haben. Er erklärt, d«ß er die nicht mehr beschlußfähig ist. Die Weiterberathung findet Montag statt. Für Fractionen der Linken als offenen Feind dem rechten Gentrum als einem ver» tiefen Tag steht auch die Interpellation Kap», betr. den gescheiterten Dampfer deckten Feuid vorziehe. In VerfailleS finden heute neue Besprechungen behufS „Deutschland", und die zweite Lesung der Strafgesetz-Novelle auf der'—- — ---
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nicht begehrten, und so wurde denn endlich die Regierungs-Vorlage mit „be- daß er den Gesetzen in der Praxis eine mildere Deutung zu geben bemüht sei. stätige" — in Uebereiustiminung mit dem Württemberger Formular — an- Der Minister confiaprte, daß fick die Autorität deS
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genommen. . _ _
Berlin, 11. December. Ter „Reichs-Anz." meldet: Der Kaiser muß^rigkeiten der EultuS-Derwaltung bin.
sich wegen Heiserkeit febenen, hat aber die regelmäßigen Vorträge entgegeuge ■ Wien, 13. December. Gutem Vernehmen nach ist die der Berliner nomme». — Der „ReichS-Anz." gibt, nach dem auswärtigen Amte zugegange-! „National-Zeitung" von ihrem Münchener Correspondcnten gemeldete Nachricht, nen Mittheilungen, die Anzahl der geretteten Passagiere des Dampfers! daß die Prinzessin Mana Theresia, Gemahlin des Prinzen Ludwig von Bayern, „Deutschland" auf 48 Männer und 15 Frauen und Kinder, die Zahl der ge; gegen das Testament des Herzogs von Modena Protest eingelegt habe, völlig retteten Mannschaften auf 86 an. Die Namen der verunglückten 40 Passagiere unbegründet.
staatlicken Gejetzgebitug, sondern ergänze sie, gebe ihr erst die religiös - ethische^ wort deS russischen Eabinets auf die österreichischen Vorschläge zur Pacification Grundlage. Sofort drehte sich die Debatte hauptsächlich um die Frage, ob'brr insurginen türkischen Provinzen nach Wien abgegangen fei. — Die Nach» der Ausdruck der Vorlage des Kirchen-Regiments „bestätige" für die schon bür»! richt, Graf Andrassy habe wegen der Pacifications - Reformen ein Circular- gerlich geschlossene Ehe zulässig fei. Aus Rheinhessen besonders erfolgte die - Schreiben an die fremden Mächte gerichtet, ist unbegründet.
Mittheilung, daß das evangelische Volk in feiner großen Mehrbeu die kirch-j Wien, 11. December (Sitzung des Abgeordnetenhauses.) Bei der Uche Trauung verlange, daß, obgleich in Rheinhessen feit der französischeir Zeit, Debatte über das Budget des Cultus - Ministeriums erwiderte der Cultus- bie Eivilehe bestehe, das Tran-Formular gar nicht geändert worden fei, daß - Minister Tr. Stremayer auf eine Rede des Abg. Süß gegen seine Kirchcn- bei 500 Ehe - Schließungen nur 3 Paare vielleicht die kirchliche Trauung Politik, indem er sick auf das Entschiedenste gegen den Vorwurf verwahrte,
Betreffend: Die Voranschläge der (Bemetnben des Kreise» Sieben pro 1876. ®>eiicn am 13. December 1 <5.
Das Großberzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lva., Beuern, Burkhardsfelden, Ettingshausen, Grünberg, Lich, Münster und Ovenhausen.
Wir erinnern Sie a dermal » an Einsendung der rubrieirten Voranschläge binnen 8 Tagen bei Meldung von 3 Mark Strafe v. Röder.
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lle mein reid) ossottiiles irzellanköpfen, mit i, sowie selbst angt' schmuck, Hütchen, ,hen, Ltrümpfeu


