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Gießener Anzeiger

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen

Samstag bcii 15. Ahoi

Vogler

ob bie iicliiei Anlaß hat, dem Minister Vr/Falk noch jetzt Vorsicht anzurathen, chenc ... < ... CTD-iC. (..(Afth... 111 llädt

üesterreich.

wakuva ne Mva, zur Dienstleistung zugelheil,. Derselbe thut den Dienst bei

flutet, befindet sich bereits zwei Jahre in

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bei unermüdlichom Eifer es bahin gebracht, ziemlich fertig Deutsch, Englisch

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Berlin, 13. Mai. Das Attentats-Gerücht ist noch ohne positiven An- baltspunkt. Gut unterrichtete Quellen verkünden eine neue Note bezüglich der belgischen Angelegenheit, hauptsächlich unter internationalen Gesichtspunkten.

Berlin, 13. Mai. DieNordd. Allg Ztg." schreibt - Fürst Bismarck wurde wiederholt, namentlich Mittwoch, in langdauernder Audienz vom Kaiser Alexander empfangen. Fürst Gortschakoff und Fürst Bismarck conscrirten täg­lich. Ersterer verweilte gestern Abend mehrere Stunden im auswärtigen Amte. Beide Staatsmänner schieden in gegenseitiger Befriedigung. Eine Verständigung brauchte allerdings nicht erst erzielt zu werden, aber das Einverständniß wurde

rüder Eich,

tioudpäcbter.

1 Co. und Ch. La­der großen Parlier itter ersten Ränget- leltblatl) u. m. A. sL cek)

urs- und Reisebücher, iesm tarierten Preisen, iz . solche ohne Berechnung 1 onM Ä fcN> franco

von Neuem befestigt.

Berlin, 13. Mai. DiePost" erfährt, daß von der nachgesuchtcn Entleeffung des Qberpräsidenten von Hesien - Nassau, Herrn v. Bodelschwingh, in amtlichen Kreisen nichts bekannt sei. Dieselbe meldet, daß die Bischöfe eine gemeinschaftliche Replik gegen den ablehnenden Bescheid des Staatsministeriums aus die Jmmediat-Eingabe an den Kaiser erhoben haben.

Karlsruhe, 13. Mai. Gestern Abend wurde die von der hiesigen israelitischen Gemeinde nach einem Plan von Prof. Turm neuerbaute Svnagoge feierlich eingeweibt. Anwesend waren der Großherzog, die Großherzogin, der Erbgroßherzog. die Minister und die Generale, sowie zahlreiche andere Gela- ? Der Vorsitzende des Svnagogenratds, Bielefeld, und der Qbcrratb Will- städter haben den Zähringer Orden erster Elaste erhalten.

(Sricbfiiit täfllidi, mit Ael» nahmt D7ontags.

LipediNcn ttanglellttg, ttL v. 9h. 1.

Absicht der katholischen Kirchenoberen, im Lause dieses Jahres aus Anlaß des Jubeljahres außerordentliche, also nicht hergebrachte kirchliche Processionen zu veranstalten. Die hierzu nach den Bestimmungen des Vereinsgesetzes vom II Mai 1850 erforderliche polizeiliche Genehmigung so» nach Rescrlpten des Ministers des Innern und des CultuSministerS überall versagt werden, weil unter den gegenwärtigen Verhältnisten von der Abhaltung der beabsichtigten processionen Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu be-

/rankreich.

Pari-, 11. Mai. DasUnivers" ist wüthend über die Belgier, über

pelte . . 0^' V?

Hierauf erfolgte die Abfahrt nach Lussinpiccolo.

Schweiz.

Bern, 13. Mai. Eine Proklamation des Berner Großen RathcS wird dem Volke die Eivilehe und das Stimmrechts-Gesetz zur Annahme empfehlen.

Ihr Abends, an

Wittag griffne;

Holland.

Haag, 12. Mai. In der zweiten Kammer entspann sich gelegentlich der Berathung der Supplementär-Eredite für Ost-Indien eine lebhafte Dis­kussion über die Demission des General-Gouverneurs Loudon undjdie Ernennung Landsbergbers und andere Ost-Indien bett. Fragen. Der Colonien-Minister erklärte, erwägen zu wollen, ob er dem Könige Vorschlägen solle, die den Generalstaaten confidentiell nutzetheilten Dokumente über den Atschin-Krieg zu veröffentlichen. Tie Supplementär-Eredite wurden schließlich mit 61 gegen 1 Stimme bewilligt. Laut Regierungs-Depeschen aus Atschin vom 8. Mai haben die holländischen Truppen Lamteloe, Setoe und Ketjeloelayloe mit ge­ringen Verlusten besetzt.

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fürchten^ i. Nachrichten über das gegen den Cultusmintster Dr. Falk ge- »tonte Attentat trägt bieMagb. Ztg." noch geigendes nacht Am Freitag tiatte bet Polizeiptäsibent v. Mabai, schon Tags zuvor ausreichenb unterrichtet, da« Abgeordnetenhaus von Polizisten in Sind umstellen laste» ; auch auf ben Tribünen bes Haufe« waren Polizeibeamte postirt, unb als bie Sitzung beenbet Mt verlief bet Ministet baS Han«, ohne zu wisten, baß ihm Petsonen zu seinem Schutz folgten. Et suht in einer Droschke erster Elaste, nicht in (einem gewöhnlichen Wagen, nach bem Ministerium Unter ben Anben. Es ist seitbem von der Sache Alle« still geworben, nnb begreiflicher Weise kann von der ober de» in Verbacht (tebenben Personen Näheres nicht gemeldet werben; es läßt sich aber, um bie« ausbtückltch hetvotziiheben, die ganze Angelegenheit so an, .>!« babe sie einen seht ernsten Hintergrund gehabt. Wir wisten nicht zu sage»,

Berlin, 12. Mai. Ein Leit-Artikel derNordd. Allg. Ztg.' , welcher gegen die ausUltramontanen, Revanche-Politikern und Börsen-Baissier- be­stehende Lügen - Liga" gerichtet ist, schließt mit der Erklärung, daß der amtliche Verkehr mit der französischen Regierung seit 1870 niemals freundlicher und zu­friedenstellender gewesen sei, als in diesen letzten Woch/n.

Berlin, 12. Mai. Der polnische Emiffär, welcher in Krakau verhaf­tet wurde wegen dringenden Verdachtes eines gegen den Fürsten Bismarck und dei^Eultusministcr vr. Falk beabsichtigten Attentats ist nicht nur Pole, sondern au$ ein Verwandter deS verstorbenen Erzbischofs von Posen. Außer dcm Attentäter selbst, sind, wie man hört, auch die geistlichen Anstistei desselben m Der Versuch, den ultramontanen Charakter des

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I b m Sch esierlande urückschall. nach bem stolzen Fürstenschlosse, sie wirb lau- schen Bot,chasts-Hotel abgebolt unb war Mit ihm gemeinschaftlich nach bem I Dr Mi"'! in« Mebt wenn et ben Wolf kommen sieb-; bet gute Hirt Potsbamer Bahnhof gefahren woselbst ber Kronprinz bie komglich'N Prinzen I 7' f. t . t i der Großberzog von Mecklenburg unb Herzog Wilhelm von Mecklenburg zur

I abCT 'Berlin 17. Mai. bereit« bekannt geworben, liegt es in bet Verabschiebung anwesend warem Der Abschieb wat ein sehr herzlicher. Beide I Absicht der ka.h'ol.schen Kirche,lobere.i, im Lause diese« Jahre« aus Anlaß des Kaiser umarmten und küßten sich' an=

re'p. ihn in geeigneter Weise beschützen zu laffen.

Berlin, 12. Mai. Dem hiesigen Kaiser Franz Gardc-GrenadierRegl-

ment ist jetzt ein japanvjrschcr Prinz, ^kim ^es^KafferS^, ^me^ns ^1«^^ Liffa, 12. Ma,. Kaiser Franz Joseph Iras heute Mittag hier ein^und k Tn * Der 19iäbriae Pruir den ein japanesischer Adjutant bc- empsing sammtliche Podestas der nationalen Gemeinden Dalmatiens unter ^üb­ler 10. Compagnie. ^D-r/^äbrige^rinz ^''ein^^ W Z^irung des Ragusaner Podcstas. Der Kaiser dankte denselben für die allerorts

~ " gefundene Aufnahme; derselbe fuhr sodann nach dem Kirchhofe zur Besichtigung

des Monuments für die im See-Gefeckt bei Liffa Gefallenen, an deffen Fuße der Kaiser einen Lorbeer Kranz niederlegke. Nach dem Diner empfing der Kaiser in Abschieds-Audienz den Landes - Ausschuß, demselben versichernd, daß sein Aufenthalt in Dalmatien zu seinen angenehmsten Erinnerungen zählen werde.

Die Nordd. Allg. Ztg." meldet:Unter den Paffagieren des ge­strandeten DarmffersSchiller" hat fick leider auch der deutsche Consul in der Savannah, Herr Zach, befunden, welcher mit seiner Frau und Tochter auf einer Urlaubsreise nach der Hcimatb begriffen war. Tas auswärtige Amt bat sofort nachdem es von dem Untergänge desSchiller" Kenntniß erhalten hatte, "6,1. Luf telegraphischem Wege bie kaiserliche Botschaft unb das Generalkonsulat in "W-lkllkonbon zu ben genauesten Etkunbigungen nach bem «S-*"*-* k'a A,rr" a"*

...[«nn ünb «ranzösifch z» sprechen, während er bis bahin nur seiner Mutterspracke , LAi-LSL. mächtig war St will da« «samtn für bie Kriegsakademie und sein Adjutant i das preußische Offie,ers Szamen in kurzer Ze.l ablegen Der Prmz, bet in 1 3 6ii « iU feinet heimischen Armee Majorstana bat, trägt eine U'.iform nach euroxaiichem !-lti° S A ^<d,tt, schwatz mit Goldstickerei unb ein Käxp, nach ftanzosiichem Muster.

Berlin, 11. Mai. Betreffend die Flucht des Breslauer Bischofs nach Oesterreich, schreibt man derPost" sehr zutreffend:Fürstbischof Förster schrieb nicht umsonst einen lobenden Dankesbries nach jeinrm Jubiläum an die Germania", worin er anerkennt, daß sie die rechten Wege einhalte. Aller­dings den Weg, welchen jüngst einer ihrer verantwortlichen Redacteure, als er mit den Gerichten sich In Kollisionen gesetzt hatte, gewandelt ist, hat der Kirchenfürst vortrefflich zu finden gewußt. Für die Katholiken Schlesiens aber ist eS ein tief erschütterndes Gefühl, wenn sie sich sagen müffen, daß ihr .

ftm ^Mrä*esrkfte7ifeine7nflto6Oen^®iTcX'abfp»bt7'ft^nau«^®®or< 8'1^1401^^^7 nationalen Rücksichten zu verstecken, wäre bemnad, mißlungen, gefolgt ist. 'Jnn Laube« ve/wieft,, Eine Daß er gemacht würbe, wat narb der Beurtheilung des ßullnmnnfefcen Allem

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^Mfonton zu den genauesten Erkundigungen nach bem Lchickzal be« Herrn Zach, nib ber ©einigen veranlaßt. Die hierauf eingegange»eii Telegramme stellen e«j hitet außer Zweifel, baß Herr Zach unb feine Familie ein Opfer ber Wellen

/morden sinb. Der Verblichene zählte zu den tüchtigsteii unb geschätztesten Beamten be« beut)eben Consularrorxs, unb es wirb kin Verlust von seinen , yctgefeBten eben so wie von seinen College» schmerzlich empfunben. W.e es beißt soll ber bem Reichsdienste durch dieses verbängnißvolle Sre,gmß Gut- tipen; bereit6 eine Kajüte in einem anderen Rew-Forket Dampfschiff gemieihek, ^biff, aber wieder aufgegeben haben, um das bequem eingerichtete TamptichM -U .Schiller" zur Reife in die Heimath benutzen zu können. Aus «nlatz der p S Wandung be« Dampfet«Schiller" sinb bie fämrntlicken betreffenden C°n- ^1 {ulate des Deutscheii Reiches m England angewiesen worben bie geretteten 6<H Schiffbrüchigen deutscher Nationalität erforderlichen Falls mit Kleidungsstücken pvtnb mit Geldmitteln zur Reise nach ber Heimath zu versehen."

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