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Expedition: ^anzleibcrg, Ltt. B Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
1». 12
FrciW Sen 15. Januar
klagt sie dasselbe heute an,
sehr verbreiteten Meinung
Morena ausznpflanzen.
Oesterreich.
Die eWorld", ein amerikanisches Blatt, hatte
London, 11- Januar.
sten Bismarck Spionendienste geleistet habe. Ter österreichische Geschäftsträger in London, Graf Wolkenstein, erklärt sich nun heute in einem Schreiben an die „Times" für ermächtigt, diese Nachricht in allen Theilen für unwahr zu erklären. Die Hartnäckigkeit der lügenhaften Verdächtigung der Politik deS Fürsten Bismarck ist in der That erstaunlich; glücklicher Weise aber mehr er
staunlich als erfolgreich.
Loudon, H Januar. In Anbetracht der wichtigen Rolle, welche in
beraumt. — König Alphons wird morgen in Madrid einziehen.
Paris, 13. Januar. Die durch die Carlisten verbreiteten beunruhigen-
London, 12. Januar. Der Dampfer Corres, aus London kommend, ist am 16. Decembcr im gascognischen Golf untergcgangeu, 24 Personen sind ertrunken, 4 gereuet. Der „Times" wird aus Philadelphia gemeldet, daß Grant Herrn Boker, zur Zeit Gesandter in Kcnstantinopel, zum amerikanischen Gesandten in Peiersburg ernannr habe. Tie „Times" behauptet, glauben zu dürfen, daß Bismarck der spanischen Regierung zu verstehen gegeben habe, Deutschland werde die Anerkennung von der Aufhebung der Verfügungen abhängig machen, welche die beiden evangelischen Zeitungen suspendiren und die Schließung der protestantischen Capelle in Cadiz anordnen.
endige U'ie ein Kürbis, den ist nur ein Schritt, und
gethan. Auch hie fromme
künftigen Kriegen Torpedos wahrscheinlich spielen werden, hat dem „Globe" zufolge die Admiralität ein beinahe ständiges Comite gebildet, dem alle Fragen betreffs offensiver wie defensiver Torpedos vorzulegen sein werden. Dieses Comite besteht aus dem Direktor des Marine-Artilleriewesens, dem Ober- Flottenbaumeister, dem Capitän der Marine Artillerieschule zu Portsmouth und dem Capitän des Vesuvms, des einzigen Torpedoschisses in der Marine.
— Der Dampfer Ruffell stieß am 26. Decembcr auf einen verborgenen Felsen, 7 englische Meilen vom Cap Finisterre, und zwar so heftig, daß schon 2 Stunden nach dem Stoß das Schift trotz aller Anstrengungen der Mannschaft verlaßen werden mußte und 17 Minuten darauf sank. Die Mannschaft, ) aus 20 Köpfen, rettete sich in den Booten und gelangte nach 2'1?
Der Ruffell hatte eine Ladung russischen Wai-
Dcutfdjliuii).
Darmstadt, 13. Januar. Die Regierung hat den Ständen einen mit! Baden abgeschlossenen Staatsvertrag vom 19. Februar 1874, bekr. die Anlage einer Eisenbahn von Neckargemünd nach Eberbach und Haxtfeld (Neckarbahn), einer Eisenbahn von Eberbach nach Erbach, und einer Eisenbahn von Mannheim über Lampertheim direct nach Worms mit direktem Anschluß an die Riedbahn bei Biblis, und ferner einen mit der Hessischen Ludwigs Eisenbahn-Gesell- schaft abgcschloffencn hierauf bezüglichen Vertrag vom 2. November v. Js. z>lr Genehmigung vorgclegt Nach dem letzteren Vertrag übernimmt die Hessische LudwigSbahn Gesellschaft den Bau der beiden oben zuletzt bemerkten Bahnen, erhält die Concession zur Fortsetzung der Ricdbahn von Biblis nach Frankfurt, macht dagegen bedeutende Conceisionen sowohl gegenüber dem Staate bezüglich der garantirten Strecken, als auch bezüglich der durch das bekannte Gelände Abtrctungsgesetz belasteten Gemeinden.
Berlin, 11. Januar. Die endlich so gut wie officiell bestätigte Nach- richt von der Rückbeorderung der deutschen Kriegsschiffe „Nautilus" und „Albatros" an die spanische Küste wird in Deutschland Befriedigung Hervorrufen. Dadurch sind alle unbegrüudeteii Coujecturen, die an die Abberufung der Schiffe geknüpft wurden, widerlegt und es ist tatsächlich bewiesen, daß die Abberufung nur durch die ungünstigen maritimen Verhältnisse, die in jener Gegend namentlich un Spätherbst und Anfang des Winters herrschen sollen, veranlaßt war. Unbeschadet dieser Maßregel werden die Verhandlungen mit Madrid wegen der
Frankreich.
Paris, 11. Januar. Die „Corresp. Havas" meldet: ..Seit dem Kriege haben die Krondiamanten gar manche Reise ausgcstanden. Zuletzt lagen sie in einem der westlichen Seehäfen. Es ist nunmehr der Befehl gegeben worden, dieselben wieder hierher zu bringen, wo sie in der Domainenkammer auf- bewahrt werden sollen."
schäft aii meine Freunde, die noch unter dem türkischen Joch schmachten." Aus Serbien haben nämlich mehrere junge Mitglieder der revolutionären Partei bei Pelagics die Anfrage gestellt, was er ihnen für den Fall rathe, wenn im Trient Revolution ausbrechcn und „die Provinz unter ein christliches oder heidnisches Joch geralhen sollte." Als Antwort darauf schrieb nun Pelagics die mit Beschlag belegte Broschüre, welche in 27 Punkten alb gemeine socialistisch - kommunistische revolutionäre Ideen mit stark serbischer Färbung behandelt.
Wien, 13. Januar. (Proceß Ofenheim.) Die Verlesung der Actcn- liefe wird fortgesetzt, darunter Uli Protokoll über das Zeugen Verhör des gewesenen rumänischen Mlnistei-Präsidenten Cogolnitschcanu, welches besagt, daß die Regieiung wie die Kammer schwerlich eine anonyme Gesellschaft concessio- niren würden; ferner ein Brief des Fürsten Ghika, welcher diesen Umstand
bestätigt.
Prag, 12. Januar. Tie Fürstlich Hanau'sche Familie hat nachträglich, iwap u<. die Ansprüche des Thronerben Friedrich, Landgrafen von Heffen, auf die Sil-!bestehend berkammer anerkannt, ein vollständiges Inventar dem Gerichte übergeben, sich'stündigem Riidern ans Land, jedoch die Exscindirungs - Klage rücksichtlich der der Fürstin von Hanau gehört-',zens an Bord, gen Silbergerätbe vorbebalten. Ein Theil der Jjabellen-Pferde ist dem Kaiser: von Oesterreich vermacht.
Brigg „Gustav" fortgesetzt. •
Berlin, 13. Januar. Die „Prov. Corresp." meldet, daß den an die spanische Küste zurückbeorderten Kriegsschiffen „Albatros" und „Nautilus" vor- aussichtlich einige andere Kriegsschiffe folgen würden. Dieselbe constatirt, daß die Carlisten durch die gegen die Brigg „Gustav" begaugene Gewaltthat sich über jede Achtung des völkerrechtlichen Brauchs geradezu hinweggesetzt haben und sagt, die deutsche Negierung habe vom ersten Aiigenblicke der Angelegenheit die ernst ste Beachtung gewidmet und die erforderlichen Einleitungen getroffen, um volle Genugthuung für die deutsche Flagge und Entichädigung für die beraubten Rheder zu erlangen; sic dürfe hoffen, daß die jüngste Wendung der Dinge in Spanien die Erreichung dieses Zieles erleichtern wer?e. — Dasselbe Blatt nimmt an, daß die Reichstags - Session sich nur etwa 10 bis 12 Tage über die Eröffnung des preußischen Landtages hinausziehen werde, und meint, das Gelingen der Vereinbarung über das Bankgesetz sei nach den Be
Verfaffung zu Stande kommt.
Paris, 12. Januar. Die Jesuiten und Legitimisten lassen sich durch den dem jungen Alphons ertheilten päpstlichen Segen nicht beirren, Feuer und Verderben auf ibn herabzuflehen, weil er ein Schützling Bismarck's sei. Das „Univers" schließt heute seinen zweiten Kreuzzugsartikel gegen Bismarck mit ter Drohung: „Möge das evangelische Kaiserthum Friedrichs und Bismarck's mit seiner unersättlichen Herrschbegier, mit seinen übertriebenen Vergrößerungen und seinen unsinnigen Kämpfen gegen den Katholicismlis sich hüten, daß es nicht eines schönen Tages, ffatt sich über den Völkern stolz an der Stelle des heiligen Berges der Kirche zu erheben, am Boden ;
man zertritt." Vom Erhabenen zum Lächerlichen diesen haben die Propheten des „Univers" längst „Union" hat ihre liebe Noth mit Preußen. So es habe „ganz gewiß Verpflichtungen von Seiten des Alphonsismuö erlangt, weil es dessen Uiiternehmung autorisirt und einer sehr verbreiteten Meinung zufolge unterstützt habe"; der Schutz Bismarck's werde aber nicht wohlfeil erkauft, und daß er ein schwieriger Gläubiger sei, werde Jsabellen's Sohn bald erfahren. Uebrigens ist der „Union" noch ein Trost in der Trübsal geblieben: sämmtliche deutsche Blätter, die mit der „Germania" und dem ..Vaterland" gehen, seien und bleiben für Ton Carlos, wie sie für Heinrich V. seien. In diesem Punkte kümmern die Ultramontanen und Legitimisten sich wenig um den Vatican, von dem „La Prcsie" bemerkt: „Ist es nicht ein sonderbares Schauspiel, zu sehen, wie der Papst selbst dem neuen Könige seinen Segen ertheilt und so für eine Restauration arbeitet, welche in Berlin genehmigt wird?"
Paris, 13. Januar. Die Deputaten - Ersatzwahlen in den Departements Cüte du Nord und Seine et Oise sind auf den 7. Februar d. I. an-
1 Paris, 11. Januar. Alle Welt hat sich, äußerlich wenigstens, schon »darin ergeben, daß die Ministerkrisis ohne unniittclbares Resultat verläuft und !dgß Herr v. Droglie das Heft für die nächste Zeit in der Hand behält. Man begreift in der That, daß die Leute müde werden, sich immer über Dinge auf- zuregen, die doch nickt zu einem Fortschritte führen. Tie Bourgeoisie ist ab- ; gespannter als je und läßt die Politik über ilmm Kopfe hiuziehen; ihr ist Alles recht, wenn sie Ruhe behält. Linke und linkes Centrum haben gestern Fractionssitzungen gehalten; bei der ganzen republikanischen Partii besteht die Absicht, die zweite Lesiing der konstitutionellen Gesetze herbeizuführen, sich an ' der Tebatte zu betheiligen und diese Tebattc möglichst gründlich so zu führen, daß es dem Lande klar werde, wer die Verantwortlichkeit trägt, wenn keine
Wie«, 11. Sanuar. In Betreff ber in der Neuster „Zustava"- London, 11. Januar. £ic „äHorlb", cm amentanif^e8J3latt, batte Druckerei erfolgten Beschlagnahme einer Broschüre des serbischen Communisten- vor Kurzem die Sensationsnachricht gebracht datz ^beist Kodolttsch, der oster- Revolutionärs Pelagics theilt man „Közerdeck" aus Neusatz mit, daß die Nach- reichische Milltar-Attache m Paris plötzlich tcr9^1bfITLl!*,q
forschungcn des Staatsanwalts wabrsä einlick auch über die Verbindung der Heere gestoßen worden sei, wer! lich ergeben habe, daß er leit .dem: Für- Neusatzer „Omladina" nut der in Leibten wirkenden revolutionären Partei ein Lickt verbreiten werden. Der Titel der Broschüre ist folgender: „Bot-
rathungen der Commission sicher anzunehmen.
Augsburg, 13. Januar. Ein Telegramm der „Allg. Ztg." ans Hern ------ - . .
tavc vom 12 Jan. meldet: Der republikanische Abgeordnete Leon Meino ver-!deu Nachrichten finden durch emgegangene Depeschen aus Spanien keine Befta- li.ß gestern Nacknilttag Madrid, um das ripublikamschc Banner in der Sierra tigung; die Ruhe wäre vielmehr eine vollständige und die Lage eiit^ sur die
- - 'neue Regierung sehr günstige.
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