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12. September: orstellung teS Festes, ilötoncr. kl m 4 «t® SiichHE^
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"Unzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
U«. 2leit Dienstag den 14 September 1^35.
Die Sedanfeicr eines Unqlücklicben
Frankreich.
Amerika.
kratNche ßonvention von Pennjylvamen schob der republikanischen Partei die
andere
zu den „Lehrern" gekört doch wohl auch Herr Turnlehrer Rübsamen, der
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Washington, W. September. Der Vorsitzende des demokratischen Erecutiv-Lomltek mi Staate Mississippi zeigte der Regierung an, daß die Ruhe ~ v - ”1-“------—*aDie demo-
PariS, 11. September. Eine Depesche aus Rom versichert, der Papst habe den katbolischen Bischöfen in der Türkei die Weisung zugehen lassen, zur Beschwichtigung des Ausstandes in der Herzegowina beizutragen.
Belgien.
Brüssel, 11. September. Der Vertrag über den Fabrikmarken-Schutz zwischen Deutschland und Belgien ist beute, der „Jnd. beige" zufolge, von dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten d'Aspremont-Linden und dem deutschen Geschäftsträger v. Thilau unterzeichnet worden.
Spanien.
Madrid, 10. September. Man versichert, daß der Erzbischof von Viteria einen Hirtenbrief erlassen bat. welcher die baskische Geistlichkeit auffor- dcrt, zu Gunsten des Friedens zu predigen. Es beißt, daß die Jesuiten m en baskischen Provinzen, überzeugt von der Nutzlosigkeit der Anstrengungen des Ton Carlos, gemäß den von Rom gekommenen Befehlen für den Frieden thätig sind.
Deutschland.
Darmstadt, 11. September. Se. König!. Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht:
Am 2. Septembtr den Stcuercommisiär des Stenercommisiariats Büdingen, Carl Pückel, auf jein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen und demselben in Anerkennung seiner langjährigen, treu gemisteten Dienste den Ckarakter als „Steuerrath" zu verleiben, und den Districts-Emnehmer der Dtstricts- Emnehmerei Lauterbach, Ernst Hoos, zum Steuercommissär des Stenercom- missärö Büdingen zu ernennen. .
Berlin, 11. September. Ein Hauptlehrer hatte sich an die hiesige Schuldeputaiion mit dem Anträge gewandt, auch an den Gtnwinde-Mädchen- jchulen den Turnunterricht einzuführen. Ter Antrag ist vorläufig abgelehnt worden, „weil die Methode dieses Unterrichts noch der Klärung und Entwicklung bedarf und weil die Einführung desselben durch die nökhig werdenden Turnhallen, Beschaffung von Geräthen rc. der Stadt ganz bedeutende Kosten verursachen würde."
Berlin, 11. September. Wie man hört, sollen Conferenzen der Pariser Tractat-Mächte, veranlaßt durch die drei Kaiser-Staaten, behufs Verbeffe- rung d<r Zustände in der Herzegowina bevorstehen.
München, 11. September. Sicherem Vernehmen nach wird die Einberufung und feierliche Eröffnung des bayerischen Landtages am Dienstag den 28. September erfolgen.
Ikflerreid).
e €IWIU" „von einer Aufgabe diSpensirt" haben, die ohne sie niemals gelöst wor- ..' den wäre. Wir hoffen, daß sie auch ferner in diesem löblichen Thun sich nicht werden irre machen lasten und, wie wir, die Hofsahrt verurtbeilen, die aus jeder Zeile dieses traurigen Artikels spricht. Wie kommt eigentlich die demo- kra l isch e Preste dazu, aus Anlaß eines nationalen Festes vom Volk als dem „Janhagel" in so verächtlicher Weise zu reden?
Wer mit Mitleid Luxus treibt, der mag den „armen Lehrer" bedauern, der-die Jämmerlichkeit seiner Gesinnimg durch die klägliche Unfähigkeit ferner Feder noch überbietet. Wir unsererseits bedauern die armen Schüler, die vielleicht veruriheilt sind, bei solchem Lehrer — deutschen Aussatz und deutsche Gesinnung zu lernen.
Fürstenstein, 11. September. Ter Kaiser ist nach dem heutigen ^anbaael" "nach dem Festplab hinauszuziehen ^höchstens bat er sich den Zug Corps-Manöver bei Striegaii zum Besuche des Fürsten Pleßhier eingetroffen. „Janhagel jiad) Dem dOiyapJ» 5 lbft bat cr mitae- Ter Kaiser wurde hier und ebenso aus der Station. Lieblchau Seitens der
wacht däe^erjvlderw schö/seme Pflicht als gamilümvattr und als Bericht-Stadt und von den umliegenden Tors-Gemeinden des Fürsten Pleß glanzend - Schrecken! belehrt ihn sogleich die Festrede, daß „der poli-jempfangen.
(Ziesten. 11. September. Mt Staunen unv um wiuuui .v»*v m
.,Janh?gel^d,r Stadt Gießen llr.nitn.fi genommen haben von dem Schimpf- de» Turn.Unterer., artifel der „N. Hcst. VolkSbl." über die „Treibhauebluthe des Jugendfestes, ^mcr ..r das am 2. September eine „kleine enragirte Partei" bei uns „durchgedrückt' bat. lieber die Sedanfeier ist in ultramontanen Blättern wie in solchen, wo ' sich „das Volk" die Bezeichnung „Janhagel" entschieden zn verbitten pflegt, . schon viel hirnverbranntes Zeug zu lesen gewesen, aber solch ein Wisch von Unsinn und Abgeschmacktheit ist uns noch niemals vorgekommen. Wer mag loch der wunderliche Heilige fein, der es fertig gebracht hat, . n einem und demselben Fest gleichzeitig seinen tiefen Aerger und feine kindliche ^reude zu haben? Was für Seelenqualen muß dieser „arme Lehrer" im Kamps < (einer widersprechenden Empfindungen am 2. September ansgesta. den ^haben! Nur eine frohe Stunde hat er gehabt. Tas war am Abend des 1. September, als ihm das „grentc.ifeuer" (?) in so fragwürdiger Gestalt erschien und die Hoffnung berechtigt war, am nächsten Morgen die ganze „künstlich geschürte Begeisterung" zu Wasser werden zu sehen- Vielleicht war der höhnische Artikel, der dies „Ereigniß" den „9t Hess. Volksbl." melden sollte, gerade ftrtig, als sich zu seinem großen Verdruß herausftellle, daß die Sonne des 2. September < in ihrem Eigensinn fest entschlossen sei, den ganzen Nachmittag über Gerechte und Ungerechte zu scheineii. 9toch ehe das (5(ft begann, haben die „Väter । des „Nestes Gießen" diesem „armen Lehrer" und seinem journalistischen Handwerk eine "große Kränkimg zugesügl: sie hatten weder ihn noch seine Kinder gezwungen, „zum Gaudium des Jan agels mitziisiugen und mitzu- sp ringen." Welch eine köstliche Gelegenheit ging damit verloren, über religiösen und politischen Gewissensdruck zu jammern, über Gewaltmißbrauch und Lehrerversolgung zu klagen! v
Nicht gezwungen, nicht mit Geld- und Gesangnltzstrafen bedroht, nein, ganz sieiwillig mußte der Unglückliche durch die mit äußerst „prekärem gab nenschmnck" gezierten Straßen sich nach dem Versammlungsplatz b-gebcn und dort mit eigenen Augen mit ansehen, wie eine große Anzahl von Lehrern freiwillig ihre viel gebrauchten Kräfte hergaben um ihre Schüler und ^chu- Icrinneu »um Fest zu führe» und wie, alo es an Führern und Cttnmi fehlte, mehrere „für das öffentliche Pergnügei. opferbereite Herren und Zainen sich jo zu reden, von der Straße aufgreifeu ließen" und rrozedem ihre sache aauz prücht.a" machten, zur höchsten Bcfricdiguu,r „derjenige,. Lehrer, dle sich selbst von dieser Ausgabe dirpeusirt halten", offenbar weil er ihnen entweder an der nöthigcn „Lust" oder an der erforderliche» „O P fcrbereiischaft" fehlte, wenn, nicht gar ihr „Gewiffeu" sich dagegen empörte, ,
Aber die Leidensgeschichte des „armen Lehrers am ^edanstage ist da j mit noch nicht zu Sude, Sicherlich dünkte cs ihm „unwürdig", mit dem ganze»
liscku^Thcil^d'cs Fcstes"s'ch'r zurücktral"', denn nicht der Festredner vom vorigen Jahr, über den vermuthlich schon im Voraus wieder ein Artikel von Jatt- sam bekanntem" Kaliber fertig war, nein, ein ganz auderer Redner erschien, »och dazu and; ein „Lehrer", der „seine viel gebrauchte Kraft sremulsiz zur Vcrsügtmg stellte und der ihn, in seine» vortrcsfllch gewählten Worten bewies, daß ein Jugendfest auch für den Festredner — em Jugendfest |tt Hier freu bd. kam der Kopf des enttäuschten Berichterstatters aus dem Gleichgewicht, Diitten in dem Seufzer über den vereitelten Artikel auf die politische Rede, die mcht gekalie» worden ist, entschlüpft .hm das B-kennt»,fi, daß eme solche auch gar nicht am Platz gewesen wäre. Kann man nun tu selbstverständliche That'ache, daß bei dem Gießener Kinderfest die Kinder und mcht die Politiker angeredet worden sind, geschmackvoller, geistreicher ausdrncken, als wenn man sagt wie „der arme Lehrer": „der politische Th eil (mit dem man d.e Jugend überhaupt verschonen sollte!) trat zuruck?
Trotz all' seines Kummers über das vollkommene Gelingen der „Schablone des Sedanfestes, über das prächtige Wetter und die allgemeine Freute ist un (erein Fcstgcnoffen mitten im „Janhagel" der Tausende, „die nack Politik se n wenig tragen und in der Regel auch ziemlich wenig davon verstehen , merk würdig wohl zu Muthe geworden. Selbst der Schmerz über ».as „tute Oe fühl von Meiischenverachtiuig", das bekanntlich weder den Kaiter Wilhelm, noch den Fürsten Bismarck abbalt, auf telegraphische Toaste wenn irgend möglich telegraphisch zu danken, ist schließlich „sehr zurückgetreten"; cs war eben im Philosophenwald so herrlich und munter, daß selbstvei n ^n ^^^r'he'rgestellt und eine Intervention de^Regirrunz unnöthig sei.
seele das ,,^pfer' nicht erspart wurde, trotz aller — \ < f,Konvention von Pennsvlvanien lckob der republikanlschei
Taiismd?» von Lehrern." Wofür eigentlich? Etwa dafür, daß sie »on d-n SeiOlCR.
Lehrern wie jedem Andern freiwillige Dienste angenommen hat m -iner^awe^ Belgrad, 10. September. Ter Paffus der Thronrede über die Er- m der unseres Wiffens auch gegen jene niemals em Zwang geübt mor ^^.amffc m Bosnien und der Herzegowma lautet: Unsere Nation ist an den Wir vermögen das nicht zu enijchclden, E» en anderen Dank hab J (äkenten des Lateila.ibes in ihrer Entwicklung beuurublgt. Em Theil der
dem Herzen Wir danken den Lehrern und Lehrer, uneu unserer Kinder und--, z


