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Drei Zatic später erhielt ich foljoncS Schreiben:
melte er eines
Leipzig, Anfang Juli 1875
Ur. 6 r n ft CF cf fl ein-
Geschäftsverlegung
Wilhelm KMermann.
Gesang,nß
frucht: and IWcblpreite m verrtoffeuei Woche von nachbenaunlen Orlen und Hruchlmarklen.
Verehrter Herr!
In qrövter Spannung s^h ich der Erw berung au* t’eipi , entgegen: Die brachte un6 freilich nu das, w:S wir fchon vorher für zwcifelloz hielten tbeik Ihnen nunmehr folgende Einzeldeiten mit. Zu brr bereu» erwähnten Zett (Beginn dies- Mon.) stellte sich u:.fl ein Herr unter dem Namen Ihnf! Eckstein vor Itx brachte do Gespräch auf seine fchritLitellerifche Laufbahn und liefert* uns d:e interesiametten Lcb-nS,klj;en. Am folgenden Tage beehrte er uns mit einem Geschenk .einer seiner neuesten Humoresken^, -cm «Besuch i n Sarcer-. wobei er sich ule den Helden dieser ((einen Ge'chichlc präfentirtc Wir kannten den wirklichen Träaer des Namens £rnfl lLckitcin nur au* seinen Schriften, und so hatten wir ke ne Vcranl issung. an dessen Identität >4 zw-is.ln, indem jener Herr eine wunderbar reiche Sprache zur Verfügung hatte, zweitens eng vertrank mit allen Viteraturpeibälmmen war. - and drittens ro t r* uns jetzt klar ift, das Leben und die Werke (hrnft Ctfftcfnt zu feinem Hauptstudium gemacht haoen muß. Ich wurde mich nicht so über seine Dreistigkeit gewundert haben, wenn er dieses Spiel nur mit Damen riSkirt hätte, aber es war unoer nei sich, da», auch viele Herren mit ihm in Veroindung traten, und ich amüsire m ch wenn ich denke, wie der Sänger Herr $••• ihn auf sein Zim ner bat, um ibn ferne künsNeri« schen Lcittungen bewun ern zu lassen, in der Absi ht, das, der Nedaktcur der Dichter« Halle ihn nicht ganz außer Acht lassen würde- (Hnen gröberen Da uenkreis veriarn
TageS, uin drinselbeu oersch:evene Ge ächte und Nlanuskripte vorzutragen, und verdienten die „(tarmpalobuefe* und eine Abhandlung über Ewalb v Jfieift wirk* sich die ungetheilteste Bewunderung. Es fragt sich jetzt nur wer der wirkliche Verf isser dieser Schritten ist? Wenn ich näher aus dielen Herrn »ingehen wollte, und ghuen Alles M'ttbellen würde, was für Sie gkwih von Intiresie wäre, dann war,- mrin'Stoff ohne tfnbe. denn ich ve sichere Sie, baß wir feit Tagen dieses Thema nicht er'chöpten können. Es bildet sich nach der Entpupp ng vor un)em Augen ein derarkige» Luaen» gewebe. daß wir uns nui immer wieder die Frage vorlegen: „Welchen -iweek bat bte* irr - ensch o.rfolgt?" Das einzige Bedauerliche dabei 'st. baß die P rsönlichke-t dem Dichter keine Ehie n-achte, und vag < h,.r oide U/enfoeii girbk. dir d urgemäf, ein Borurtdeil gegen E- Eckslein degen Ich ersehe auo einem Briefe, den er dieser Tage an . 'ich richtete, das, er dieselbe Nolle in einem andern Bade weiter spielt, da er mich ersuchte, ibm unter dem vollen Namen Emst Ecknein zu schreiben. Ich werde von ver Aufforderung insofern Gebrauch machen, als ich ibn von unserer Entdeckung in Jtflint« mtz fetze Ich würde eS 'ogar lieaer Ihnen anheim stellen. wenn ich nicht befüiTvten mützte, buft er dadurch e uer gar iu strengen Strafe anheim fiele
Wiesbaden, am 29. Juni 1875
Hachachtungsoollft ergebenft
Iflt der Name und die Adresse der Eorrefpondentin.)
Indem ich diesen Fall einer wahrhaft unverschämten literarischen Lanbureicherei zur öffent ichen Kenntnis b.mgr, ersuche ich alle befreundeten Nedaktionen. die vor Hebenden Uhttbeilungen in extenso ober un Auszüge za reprobuvren, und lo das Ihrige zur Entlarvung des Schwindlers detzutrag.m. Es kau.' nur nicht gleichgültig lein, ob ein eujvt unter einem imen die Nunde durch Dentlchland macht, mich in >en Bi dacht einer lächerlchen Sch if.stell r-Eit.lkeit dringt uns fchl. ßlich grr vo i den Hotelbesitzern und ähnlichen Pnsoir<-n Geld e preßt Dennauf derartige materielle Vor ibeile lauft die Geschichte doch döchft wahrsch inkich inauy Gleichzeitig bitte ich die» jenigen Personen, die etwas Nähe«es über mein lieben würdige- »her r|f.. in Ersah- Hing bringen, mir gütigst sofortige Mittheilung zu machen, und zwar unter de Adresse: Gießen
Verurisctztes.
— Gieren, 13. Juli. Dr. Ernst Eckstein veröffentlicht in feiner .Drutschen Dichterhalle* folgende Erklärung.
Gin f edier Betrüger.
Am 25. Juni b- I erhielt ich nachstehende schreiben aus Wiesbaden:
confiscirt worden seien, erfährt Seilens der „9L W. Ztg" folgende Bericht, gnng: „Die Nachricht bestätigt sich nicht, wiewohl jeder Leser des besagten Hirtenbriefes leicht ersehen wird, daß Grund zur Konfiskation sehr wohl vor Händen gewesen wäre. Schälser hat in der Thal noch kein Bischof von der Kanzel herab sich in weltlichen Dingen zu äußern veranlaßt, offener kann man den Klerus doch wahrlich nicht zum Träger einer politischen Parteirichtung machen. Die Worte dieses Hirtenbriefes stehen mindestens an der Grenze der Aufregung."
München, 12. Juli. Die Ankunft des Deutschen Kaisers lnerselbst erfolgt Mittwoch, Nachmittags 3</2 Uhr, die Weiterreise nach Salzburg 43/t Uhr. Der Kaiser reist im allerstrengsten Jncognito durch Bayern und hat deshalb an feinem Bahnhofe ein Empfang stattzufinden.
ÄarlSrnke, iO. Juli. Ter Kaiser ist mit der Großhcrzozlichen Fa> milie beute Morgen 8 Uhr 45 Min. nach Mainau abgereist. Der Kaiser besucht von Singen and die Hohenzollern'sche Fürsteusamilie in Krainchenwtes.
Dcllerreid).
Wien, 10. Juli. Der frühere Director der hiesigen Akademie der bildenden Künste, Christian Ruben, ist m seinem 70. Lebensjahre hterselbst gestorben.
Brünn, 9 Juli. Soeben beginnt die protocollarische Lernehmung der Arbeiter bei der Handelskammer. Die Bezeichnung der zu den Verdand- lungen beizuziehenden Arbeiter wurde der Gemeindebehörde überlasten. Auch die beim Bürgermeister erschienene Deputation wurde betgezogen, waS unter den Arbeitern einen guten Eindruck macht.
•fran&reidj.
beehrter Herr!
Ich bitte Sie freunbl'ch't. mir auf folgende Fragen dnifle .Seilen der Erwide- jufo ’men zu lassen: E. breit sich hrerselbst vom Bcginn dieses Monats bis zum 22. ein Herr auf, ber sich in untere Familie, sowie tn die versch ebensten tfretfe als ber Schriftsteller un' Neoacteur er „Deutschen Dichterhalle' Ernst Likftem ein» führte starke Zweifel in Betreff ber Ibentität dieser Persönlichkeit fliegen in uns auf. und steigerte sich durch plötzlich auftauchende Gerüchte ia»t bis zur Aewttzheii, bah hier eine schändliche Namenstäuichunz vorlieat- Bnte, theiten sie un- doch gütigst mit. ob sie sich in genannter Zeit hier auuebalten haben. Ich erbitte Ihre Antwort unter der Ebistre G o T 4») Wiesbaden, p reiuai«.
Der Brief war nicht unterzeichnet .zch antwortete for’ort, daß ich mich zur ge» nannten Zeit nicht in Wiesb -den aufgebaltm. und ersuchte den gebetmiifcDallen Öotre» iponbenten un Au'aebuna bei Anonymität.
letzten ßüflen liegenden Parlamentarismus und den letzten Anbängern der be- .Haus und Äilcfaflt<^crätbfd)iifteil, wie Hack- und Schneide- sisg.k» SomTnunt b.inabe tmt.n daß si- die natdwend.g... Docuaxn.e gesam.^„mr, Löffel, Kellaerbölzer, Mehl- unk Sal,fäpchcn, Lalai- unk mell haben, um Frankreich und Europa zu beweisen, dap am ^.age, wo ySlknk' ö k . t a \ V< • ■
nid) in Sesabe ,«» wirb, c« nur mu br,n Kuß- tu stampsc.. brauch, um *™U'M»1, Xrabnen ^emsachr und veeschl.cßbnre). Flaschenkoekma. Retter zu finden." — Das Pariser Zuchtpolizeigericht verurtheilte gestern einen '•Vinen und dgl. unter (Garantie und zu den billigsten Preisen, ehemaligen Eapitän der Eoinmuiie, der gegenwärtig bonapartistifchcr Agent ist, Bestellungen und Reparaturen werden bestens besorgt.
wegen Bertbeilung verschiedener Schristen und Zeichnungen zu vier Monaten STQlIhpfllt llllt
ber Stabt an einem ber schönsten »u«sichl«punkte gelegen, bezogen hat. Hier! im Rebbau» iu Sünierölbal, St. Lorelto gegenüber, und in den herrlichen kühlen Wäldern, die unmittelbar daran stoßen, hofft Lasker in wenige,, Wochen vollständig zu gesunden." ...... « .
Berlin x 10 Juli. Gegenwärtig ist hier der katserltche Prinz von r>mn j^ta Schiwakuva, zur Dienstleistung beim Kaiser Franz-Grenadier. Regimen, commantut. Derselbe ,st der Oheim des lkaiser«. 25 Jahre alt unb hält sich bereit- seit mehreren Jahren hiers.lbst behufs «einer wis,en,cha«t. lichen Ausbildung aus. Der militärische Unterricht des Prin.en ist dem In- aemeur Hauptmann Pochhammer, Lehrer der Arlilleneschule unb Krieg» Akademie, übertragen. Der Prinz gedenkt am nächsten Sursus der Kriegs ° Akademie Theil iu nehmen. Der Adjutant de« Prinzen, Herr Toranojuke Taffaka. hat vor einigen Wochen bei der Ober-M,lilär.S^am,nations.Lommisfion in Berlin ba» Ossiri-r Examen nach den preußischen Bedingungen abgelegt. Die Porbe- „itung befielben hat insbesondere ter Major z. D. Schott. Leh,er am Ladet, tenhause zu Berlin, geleitet. Herr Taffaka, der eine hervorragend leichte Aus^ sastung-gabe mit eisernem Fleiße verbunden besitzt, gedenkt sich fernerhin dem höhere» Militär VerwaltungSwesen zu wib .;en und beim kinigl. KriegSministe rium Dienste zu thun.
München, 9. Juli. Der deutsche Kriezerbund in München hat gestern nachstehendes Lelegramm an den deutschen Kronprinzen gesandt: „Mit lebhaftestem Dank gegen Gott, der E>v. kaiserliche Hoheit bei nächtlichem Eisenbahn- Unfall so sicher beschützt hat, verbindet der deutsche Kriezerverein in München den allerehrfurchtSoollsten AuSdrnck höchster Freude und Rührung über die glückliche Errettung aus Lebensgefahr. Möge Ew. kaiserliche Hoheit der Aller- höchsten Katserfainilie, dem Deutschen Reich und der Armee viele, viele Jahre im besten Wohlsein erhalten bleiben."
München, 10. Juli. „Der Veteran", das Organ des unter dem Protrctorate des Königs stehenden bayerischen Veteranen-, Krieger- und Kampf- genosienschaflS Vereins, bespricht den Standpunkt dieses Landesverbandes und erklärt: „Erstens, wir wollen, daß unser ltebeS, schönes Vaterlaiid eine starke freiheitliche Regierung habe; zweitens, wir wollen, daß jeder Staatsbürger ohne Unterschied den Staatögesetzen gehorsam sei; drittens, wir wollen gute Deutsche sen> und brave Bauern bleiben."
München, 10. Juli. Die in Aschaffenburger und Schweinfurter Blättern enthaltene Notiz, daß die Würzburger iiltramontanen Blätter, welche den Wahlhirtenbrief deö Bischofs von Würzburg brachten, von regierungswegen
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Glesien, 13. Juli Bei dem am 11 unb 12. Juli in Friedberg abflebaltmm Turnfest erdielten fola-nbe Oietzcner Brnfe:
Ten 1. K Köhler. 2 H Müller. 3. 6 Wüst. 4. I Freie-sen. 7. Gg. (tibmaen 8. I Leo, 9. f». Scbatfiäbt, 10. L. Klotz. 11. A Ströh e 22. W Eidmann, 24 Gg. Stoffer Es ist bies ein günstiges Zeichen für bas Darmstädter Turnfest
PnriH, 10. Juli. Der Bericht Sabarn's macht Aussehen, 'veil man daraus ersieht, welche Fortschritte die Bonapartisten seit dem 23. Mai lb73 gemacht babeu. Die bon^partistischrn Blätter triumphiren ganz offen, daß ihre . — —
Partei so stark geworden sei; der „Ganlois" sagt: „Nach 15 Monaten konnte , x
man nicht» gegen eine Meinung aufsinden, die tbre Anbänger nach Hundert- LT |t f P V _ 1t!lh il | 1 \\\ fl /I F P H f it 0 1*
tausenden zählt; man ist stolz, einer solchen Partei anzuzehören; jedes andere 11 | l l " Ullv V l IV ll U l l ll l U U l l
©efübl tritt »urück vor der Befriedigung, welche man empfindet, wenn mm . - _ . .. . . Ä ; c ., ,,, V <
sich (agen kann. daß. falls Frankr.ich inorgm ohne Hegiming fein jolltc. tie l^1 *m "J“ll tfn' fn^fT vppermann tchen Haute
kräftige, -ber gesetzliche Organisation ber Partei ber Bernfung au di« Bolt ^^"stakt). .’luger geferti,ten ÄurrriDaarcn : Züber,
eS vor der Anarchie bewahren wird und man muß den Lakaien des in den Bitner, Wasch- und Bavebütten, Fässer rc., empfehle besonders alle
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