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Gießener Anzeiger

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tS'eßen, am 7. December 1875.

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amen, Thwals, >, Kinderkleid- kinderstrümpfe cf en, Winter­billigen Preisen, mstraßr 104.

Grobherzogliche Polizei-Verwaltung.

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Tinig an. Die Bestimmung dcs Eulwurfet, daß bezüglich der Abstimmungen der Synoden die Stimme des Vorsitzenden bei einer Gleichheit der Stimmen den Ausschlag gebe, wurde abgelehnt, dagegen im Princip anerkannt, daß bei Stimmen-Gleichheit der Antrag als abgelchnt gelte.

Berlin, 9. December. Nachts. Der Reichstag begann in der Abend- Sitzung die zweite Lesung des elsaß-lothringischen Haushalts - Etats. Tie isi Erat angesetzten Einnahmen und Ausgaben der Forstverwaltung wurden nach einiger Debatte genehmigt, ebenso die Einnahmen ans directen Steuern (mit 10,422,400 Mk. veranschlagt), desgleichen die fortdauernden Ausgaben hei den directen Steuern mit den dazu gehörigen Resolutionen. Der Ober Präsi­dent v. Möller trat für die von Winterer und Windthorst angefochtenen Posi­tionen für die KaffemControleure und für Remunerirnng der mit Verwaltung

rld-rtnl tdfilld), mit Kn«, "«dm, Montags. «N* ßeat».

Par»S, 7. December. Von dem Styl, in welchem sich die christliche Nächstenliebe des Herrn Veuillot und seiner Genosien kundgibt, sind wir viel gewohnt; aber das folgende Beispiel im gestrigenUnivers" dürfte nach allem Früheren immer noch bemerkenSwerth fein. Es handelt sich um Briefe des verstorbenen P. Theiner. .Wir erkennen übrigens ohne Schwierigkeit an", schreibt Veuillot,daß der P. Theiner, bekehrter Protestant, Priester, Mönch, Spion und rückiälligtr Setzer, eine scheußliche Figur ist. Zuerst hatten ihn die von ihm getäuschten Jesuiten ausgenommen Aber er hat ihre Nase nicht lange täuschen können, und sie jagten ihn fert. Er schmuggelte sich bei den Oratorianern ein. Mit diesem ebrwürdigen Kleide bedeckt, hat er sich dann in die vaticanischen Archive eingtführt und hat sich die Aussicht über diese an- veitrauen lasten. Er ist ui einer ezcellenten Iudae-Position gestorben. Das ist,wenn man will, hübsch ausgeführt, und er selbst mag Vergnügen daran gehabt haben. Aber jetzt platzen seine Eingeweide und hauchen hartnäckig daS Geheimniß auS, desten er früher schon verdächtig war." Und das Gebeimniß welches zu dieser Expectorarion den Grund gibt, ist, daß er altkatholische Nei-

Leflerreich.

Graz, 9. December. In dem Hochverraths.Proceste gegen Taiischinoky und Genossen verneinten die Geschworenen bie auf Hochverrat-, Ruhestörung und Bildung eine« Geheirnbundes lautenden Fragen, bejahten dagegen die Sventualfrage auf das Vergehen der Aufwiegelung. TauschinSky und Wanke wurden zu drei Monaten, Hochreiter zu zwei Monaten Arrest verurtheilt die Uebrigen freigesprochen.

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Schalken werd.n, jedoch unbeschadet der Fahrbahn ' t i1"6 «"-norberung dtt °hn, Bngu,

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XÄt Nachrichten aus der Provinz melden alle, daß die vonapartlsten für die Wahlen sehr thätig sind; in beinahe jedem Arrondissement sind bona- varti,tische Candidaten ausgestellt. Nach der Strömung, wie sie jetzt schon tzchtbar ist, faiui man anuehmen, daß die Bauern entweder für die bonapar- lMljchcn oder für die republikanischen Candidaten stimmen werden; die Kandi­daten der andern Tchattirungen verlieren immer mehr an Einfluß.

Pari«, 8. December. Die Königin Isabella hat den Papst in einem Briefe gebeten, daß er selbst an Don »lpbonso schreibe, um ihn zu bestimmen seine zu liberale Politik aufzugeben und seine zu liberalen Minister zu entfer- nen. Al? A »wort erhielt die Königin einfach den Segen des Papstes.

_ Paris, 8. December. Tie Schamlosigkeit, womit der Schacher von 75 Äenat5ir||rl, welche die National-Versammlung zu vergeben hat, getrieben wird, übersteigt alle Begriffe; sie hat aber in so fern etwas Naives, als die Leute gar nicht ahnen, wie sie den französischen Namen im Auslände damit verun-

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X'eiruifiabt, 9. December. Die Landes-Synode hat heute eine schwere Aufgabe gelöst, wenigstens für die Praxis entschieden. Nachdem die Scala der Pfarr-BesoldungS-Klasien nach der Zahl der Dienstjahre angenommen war, entstand die schwere Frage, ob denn das Vorrücken in die höheren Klasien rein nach der Anciennetät stattfinden solle. Es leuchtet ein, daß dies, je nach der Persönlichkeit und allen in Frage kommenden Verhältmsien und Rücksichten ein sehr bedenkliches Princip gewesen wäre. Das Kirchen-Regiment muß eine tis- eretionäre Gewalt haben, um das Bedenkliche diese- Pruwips (Nachlässigkeit der Geistlichen, im Vertrauen auf das unbedingte Vorrücken rc. rc.) ohne Schädigung der wirklich Würdigen und damit Berechtigten, zu regnhrcn, und hatte deshalb von der fünften GehaltS - Klasse an als Bedingung neben tadel­losem Verhalten und gewisienhafter Dienstführungauch die bewährte Tüchtig keit" und die Schwierigkeit des Amte» als maßgebend ausgesiellt. Diese Be­stimmungen, namenilid)die bewährte Tüchtigkeit", erregten großes Bedenken unter den Geistlichen, und die Synode hat sich nur nach der eingehendsten Berathung und mit Abwersung vieler Anträge dafür entschieden, daß bis zur fünften GehaltS-Klasie (3200 Mk) die Anciennetät zureiche, dann aber das Dorrücken durch die Ansicht des erweiterten Ober - ConsistoriumS (Zutreten des Synodal Ausschusses) bedingt sein soll.

Berlin, 8. December. Die Disciplinar-Untersuchung wider den Grafen Harrv Arnim ist, wie dieVoss. Ztg." mittheilt, vor einigen Tagen eingeleitct worden. Graf Arnim hat von Seiten dcs auswärtigen Amtes die Aufforde­rung erhalten, sich zur mündlichen Vernehmung hier zu stellen. Er hat indcß unter Hinweis auf seinen Gcsundbritszustand, der ihm anstrengende Reisen ver­bietet, sich geweigert, dieser Aufforderung Folge zu leisten.

Berlin, 9. December. DaS Kammergericht erkannte, das Erkenntmß des Stadtgericht- abändernd, auf definitive Schließung des Pius-Vereins.

Berlin, 9. December. In der heutigen Sitzung der General-Synode setzte dieselbe die Berathung über die Svnodal - Ordnung fort und nahm die gungen Halle. §S 21, 22, 23, 24 und 27 nach Fassung der Regierungs-Vorlage S 28 mit1 redaktioneller und die SS 25, 26 mit einer nicht wesentlichen sachlichen Aende-

von Gemeinde-Kaffen nebenamtlich betrauten Steuer Empfänger ein. Schluß ^cr Sitzung Nachts 1O3/4 Uhr. Fortsetzung morgen.

Dctmold, S. D«kmb-r. Pn Fürst von Lipp-. D-tmold ist g-st-rn Abend um halb 11 Uhr gestorben.

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Meinung der ges.tzUchen Strafe zu befolgen ist. HoninDt°DrDr' °u»ahmLweise auch eme wetleigehende Nemigung zeUweise aiijuoibnen, welche Anorbnung alsdann bei