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D. I. in Lhiskltzuist gehaltene Rede enthalten. Di«I« Rotte erhielt ein GenSd'arm von (einem Brigadier mit ter gleichjkitigen Aufforderung, eine Empfangs-Bescheinigung ju geben, wa» ersterer auch des lieben Friedens wegen »hat. Wir sind der Meinung, daß dergleichen Borkornrnniste unter einen Ge setzes-ParagraPhen fallen."

Spanien.

Loqrono, 9 Februar. Als der König den alten Espnrtero besuchte, bot bei Kne,s Mniister jcveUar dem König im Namen der Regierung für den «elbtua den Äroßeotdon de» Militörorden t vom heiligen Ferdinand an. Der Hsilia n-eigetle sich, denselben anzunehmen, weil er dessen noch nicht würdig s« er wolle ihn vorerst verdienen. Daraus gab ihm E-partero, Wilcher Groh meister des Ordene ist, den »roßcordon, den er selbst trug mit den Worten: SDiajefWt ich bitte eie, dieses Band anznnehmen, welches ich in allen meinen Selbjüften getragen habe. Slebann schlang Espartero es dem Könige über die Brust Der König nahm das Abzeichen des Ordens vom Könige Karl III., welches er selbst trug und überreichte es Espartero zum Andenken an diesen Besliciv

L o k a l > N o t t z.

KteßkN 11 Fkbr Sine fremde Frau, die sich Frau Baumeister Schmitt au« Lotlar Amannt, kam am 25 v. M in da« EntbindungShau« und schwindelte einem dort ent­bundenen Mädchen aus dem Würtlembergischen vor: sie habe keine Kinder, sie wünsche aber ein foltfr« besitzen und erziehen »u können " Ohne sich zu erkundigen, ob die Frau die Wahr- beit sprecke gab da« Mädchen ihr am 14 v. M. gebvrenc« Knäbchrn en dieselbe ab Etliche Taqe später wurde ihr die Sacke bedenklich, sie wellte sich überzeugen, wie e8 ihrem Kinde gehe, konnte ade, in Lollar keine Frau Baumeister Schmitt finden. Das leichtgläubige Mädchen machte hieraus Anzeige bei der Polizei, welche Nachforschungen anstclltc, wobei sich ergab, daß die grau deS Friedrich Seitz von Londorf, eine geborene Amerikanerin, dem Mädcken das Kmd eb geschwindelt hatte - Die Frau Seitz soll ihrer Niederkunft nahe gewesen sein; im Augenblick jst aber noch nicht fcstgesiellt, wo ihr eigenes Kind, dem sie ein fremde« Kin d untergeschoben at, htngekommen ist Wahrscheinlich liegt em schwere« Verbrechen vor.

Rom, 10. Febr. Die Meldung derNazione,* daß der Papst am Sonnab.nd einen Ohnmachts-Anfall erlitten habe, wird von derAgcnzta Slesbai'' für unbegründet erklärt.

Paris, 10. gebt. Das linke und das rechte Centrum sind über die Zusammensetzung des Senats uneinig. Das linke wünscht die Wahl dcs ge­jammten Senats durch das allgemeine Stimmrecht in Gemäßheit des Gesetz­entwurfs Tusaure's, das rechte die Wahl theils durch dass Staatsoberhaupt, theils durch die Generalräthe. Im Falle der Ablehnung des Gesetzentwurf- Dufatire's mirt die linke das indirerte Wahlivstetn nntersü'itzen.

Dcrmiscdtcs.

** Dir Darmstädter Zeitung vom 10. d. M veröffentlicht da« Nachstehende:

Ereseld, 2. Febr Ein Fuhrmann au« Utrtingcn hatte gestern sein Pferd durch Peitschenbiebe arg mißbandrlt und die Mißhandlungen fortgesetzt, obgleich er von vorübergehen­den Personen von ter Brutalität (Rohheit) abgemabnt worden war. Alle Ermahnungen um Sckonung de« TbiereS blieben fruchtlo«. Bei der Ankunft vor seiner Wohnung half die Mut­ter de« Fubrmann«, eine Wittwe, da« Pferd auSzuspannen. Kaum war daffelbe aubgeschirrt. al« f« wüthrnd auf feinen Führer zusprang, ibn packte, zur Erde warf, wieder aufhob und eine Strecke weit fortschleppte, fick sodann mit den Knieen auf denselben setzte und ihn rackeschnau- bend zerbiß Nur mit der größten Mühe gelang e« den Hertzcieitenden, den Unglücklichen dem wüthenden Thirre zu entreißen und in Sicherheit zu bringen. Dem Vernehmen nach ist der reckte Unterarm vollständig zerbiffen, der Knochen zersplittert und da« Eesickt mehrfach verletzt. Der schwer Verwundete wurde auf Anordnung der Äerzle in'« Krankenhaus gebracht, wo eine Amputation de« Armes vorgenommen werden muß.

Ein warnende« Beispiel für die Thierquäler in Gießen und der Umgegend 1

Oppenheim, 6. Febr Welch' enorme Summen die letzten Eemeinderatbs« resp. Dürgermeisterwohlen in einzelnen Gemeinden verschlungen haben, dürfte die Thal,acht illustriren, daß in einem Orte Rheinhessen« die Wahl dem fetzigen Bürgermiister nach ungefährer Schätzung 3000 fl. gekostet hat, wogegen der durckgefallene Candidat einen Abgang in seiner Kaffe und in seinem Keller von ca. 1500 fl. zu verzeichnen haben dürfte Jedenfalls ein theuere« Vergnügen für den Gewählten, aber noch ärgerlicher für den Durchgefallencn! (Landskr.)

Wetzlar, 5. Febr. Ein mit einer seltenen Sorglosigkeit begabter Dieb wurde gestern in da« hiesige Gefängniß eingeliefert Derselbe, welcher krinrsweg« mehr zu den Anfängern seine« Handwerk« gezählt werden kann, wurde nämlich, nachdem er in der Nacht vom 13 auf den 14. v M. in eine Gastwirthsckaft dahier eingebrochen w.r und diverse gefüllte SchnapS-

Telegraphische Depeschen.

und Weinflaschen nebst einem Kistchen Cigarren daraus eNvcndet hatte, am folgenden Morgen unweit dcr Frevclstättc, inmitten seiner geraubten Schätze in einem derart betrunkenen Zustande aufgefunden, daß er von der ibn verhaftenden Polizei mittelst eines Fuhrwerks in das Arrest- Haus transportirt werden mußte. Derselbe soll sich einen so gründlichen Rausch angetrunken haben, daß er, wie wir hören, heute noch nicht verantwortlich verhört werden konnte. Jeden­falls wird sein Erwachen In den Händen dcr gestrengen Justitia kein freudige« sein.

Gaffel, 6. Febr Unsere Schulmänner stehen augenblicklich bestürzt und rathlo« vor einem Phänomen, wie cs in der Geschichte de« hiesigen Schulwesens wohl noch nicht vorge­kommen ist. In den letzten Tagen ist man nämlich einer wohlorganisirten Gesellschaft von fünf­zehn jugendlichen Dieben auf die Spur gekommen, welch«- den besseren Familien angehören und Schüler de« Gymnasium«, der Real- und höheren Bürgerschule sind. Seit einem halben Jahre sollen sie ihr Handwerk in den Kaufläden getrieben und Bier Wurst, Schmucksachen re. im Werthe von 150 Thlr. annectirt haben Die erbeuteten Victualien gaben Stoff zu wüsten Ge­lagen in einem mit Dolchen und Sabeln dreorirten Zimmer. (N. M. A.)

Berlin. Ein in seinen Motiven fast komischer Selbstmordversuch fand dieser Tage in

__ Die Kronprinzessin bat die beab- Birkenwerder statt. Ein dortiger Einwohner fühlte sich dadurch in seiner Ehre verletzt, daß die - - - 0 v Schiffer, welche einen Ball veranstaltet, ihn zu demselben nicht eingeladen hatten; er glaubte,

z ' ... --------t1'- nx u v Ä t Einem Fischer

Berlin, 10. Febr. Die ZcitungS-Nachricht die Regierung beabsichtige, die Bahn Beilin-Wetzlar vorläufig nicht zu bauen, ist nach vom .Reichs-An­zeiger" eingezogenen Informationen in jeder Beziehung unbegründet. Der Cassier Pilz von der Sorau-Gubener Bahn ist dem Vernehmen nach in Kopen­hagen festgebalten und befindet sich auf dem Transport hierher.

Verlin, 10. Febr. DaS Abgeordnetenhaus setzte die erste Berathung der Provinzial-Ordnung fort. Wintzingerode und Lasker fpracben für die Vor­lage und Berweisung an eine Commission, Gerlach gegen die Vorlage, Sybel für die Vorlage, aber gegen die Ausdehnung der Organisations-Gesetze auf die Rheinprovinz. welche ein inopportunes Wagnis für, die Regierung sein wurde. Die Welterberathung findet morgen statt.

fichtigte Reise nach Darmstadt auf einige Tage verschoben. I solche Schmach nicht überleben zu können und stürzte sich wüthend in den See Einem Fischer

Nern, 10. Febr. Der Staatsrath von Genf bat dem Bundesrath Uber gC[ang C6( btn gekränkten Patron vor dem Ertrinken zu retten und da« eiskalte Bad scheint die altkrtboliicke Taufe in CompesiereS einläßlichen Bericht erstattet. weitere Selbstmordgedanken vertrieben zu haben. (N. VolkSztg.)

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Mittlerer Duichmeper.

1

Februar,

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H | 44 I

374

9

753)

2

4

300

82

665

Buchen Eichen

195 Eichen-Stämme

345 Kiefern-

Vanfi.'- Meter. 6-15

6-19 17

5-10

7 und 5 5-11 8-11

Stockiwlz. e t 346

134

Reisholz.

882

62

Zentimeter. 15-34 15-55 1535 29

15-42 20 und 24

12-14

Scheitholz R 320

Prü^elholz. i u m 230

Fichten- w

Märchen-Stamm

Buchen-Stämme Kirfchbaum-Stämme Eichen-Stangen

132 S^ck Nadel-Stammholz von 15 bis

123

26

Holzverftelgeriuig

in den Domaiualwaldungen der^ Oberförsterel Schiffenberg.

693) Es sollen versteigert werden in den Distticten Buchenberg, Törnergrund und Unterwald:

I. Mittwoch den 17. Februar l I r

Kubik-Inhalt. Feft-Meter.

46

224

22

1,12

54

0,43

10

3 Fest-Meter Kubik-

Prügelhol;,

274 Stockbolz,

15300 Wellen ,, Reisholz.

II. Donnerstag den 18. Februar 1. I.:

10 Rmtr. Nadel-R'mdsckeitdolz,

21 u Prügel olz (3 Meter

37 (Simr. liefe bis 15 Meter lang 4' >,49 6bhr.tr.,

1450 Stück Nadel Stangenholz von 7 bis

14 Emtr. Dicke bis 16 Meter lang 144,51 Ebkmtr.,

387 Stück Nadel-Stangenbolz von 5 bis 7 Emtr Ticke bis 12 Meter lang 11,39 Cbkmir

Die Zusammenkunft ist an jedem der ge­nannten Tage des Morgens präciS SUHr an dem llebergang der Oberhesstschen Eisenbahn über eie Steinberger Straße.

Gieflen, den 5. Februar 1875.

Großherzogl. Oberförsterei Schrffenberg G e o r g i.

52

1

142

2

Rmtr. Eichen-Scheitholz,

N Prügelholz, Wellen Reisholz, Rmtr. Nadel-Scheitbolz,

Lekanntmachung.

Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Emttag voll­zogen worden:

Ehristian Scholz zu Mainz ist aus der offenen Handelsgesellschaft unter der Finna:

Gießener GaSwerk,

August Hetz & Eomp., ausgetreten und der andere Riittheilhaber, August Hetz dahier, hat das Geschäft mit allen Actioen und Passiven übernommen und führt dasselbe für seine alleinige Rechnung unter der seitherigen Firma weiter.

Gietzen, den 9 Februar 1875 '^rotzherzogliches Stadtgericht Gietzen. 757) _____

Jagdverpachtung.

Montag den 15 d. M-,

10 Nachmittags 1 Uhr,

soll die der hiesigen Gemeinde zustehende

Nadelholz < » v«-»

Der Holzscklag liegt unmittelbar an der Ehaussce von Ermenrod resp. Schelln­hausen nach der Oberbe'sischen Eisenbahnstation Ehringshausen; letztere ist l14 Stunde entfernt; d 's sämmtliche Holz ist daher gut abfahrbar.

Zusammenkunft und Anfang der V^rstergerung in dem genannten Ttstritt, jedesmal Morgens/29 Uhr präcis-

Schellnhausen, den 7- Februar 187o.

Grotzherzogliche Cberrönieret Hainbach.

B o f.

Lesonüere Sekannlmachung^ Holzverfteigerung in der Obcrförsterci Hambach,

%orft Bury - (Hemunden.

753) In dem Domanialwalddiftnct Vöckelsberg bei Schellnhausen, Forst- wartei Ermenrod, werden versteigert:

1) Freitag den 19. und Samstag den 20. Februar,

Stamm- und Stangenholz

Fichten- , 1214 ~

Unter bei' Riefern Stämmen sind gegen 100 Stück von je Inhalt und darüber, welche vorzügliches Schnittholz liefern.

2) Montag den 22. und Die ftag d--u 23.

Brennholz:

-Zerlteigerungen.

Holzversteigerung

UN Oppeuröder Gemeindewald. Donnerstag den 18. und Freitag den 19. Februar d. I-, von Bmmitta-s 9 Uhr an, soll in dem Gemeindewald District Eichbusch nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:

220 Nadel Stämme mit 74 Festmeter, 799 Stangenholz mit 57 Festmeter,

Brennholz den 19 d. M-:

91 Raummeter Nadel-Prügelholz, 75 ,, ^lockholz,

26 . » . Rnsholz.

Die Zusammenkunft ist im Ort-

Gegen vorschriftsmätzige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1-Oetober d. I. gestattet-

Oppenrod, am 10- Februar 1875. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Oppenrod. 755)______ Petri. _________

Jagd-Vi'lpuchtulig.

® Dienstag den 23. Februar d. I-, Nachmittags 1 Uhr.,

soll die Feld- und Wald-Jagd in hiesiger Gemarkung auf dem Gem indebaus dahter anderweit auf 6 Jahre öffentlich meistbie­tend verpachtet werden.

Obbornhofen, den 3. Februar 1875. Grotzberzogl. Bürgermeisterei Obbornhofen-

L e schh o rn

iJagd von 2651 Normal-Morgen Feld und 667 Normal Morgen Wald, unter den im Berpachtungstermin bekannt gemacht wer­denden Bedingungen, für weitere sechs Jahre auf hiesigtm Rathhaus öffentlich meistbie­tend verpachtet werden.

Wohnbach den 1. Februar 1875 Grotzherzogliche Bürgkrmeisterei Wohnbach. ____________Philippi.__

Iagdvclpachtllllg

Montag den 15. Febr. I. I, Nachmittags 1 Uhr, soll die Wald-- und Feld-Jagd in der Ge­markung Hausen aus eine sechsjährige Pacht­zeit öffentlich meistbietend aus hiesigem Rath- hause verpachtet werden.

Hausen, am 4- Februar 1875.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Hausen. _______________Dern___________(615 Jagd-Verpachtung.

Mittwoch den 17. Februar 1875, Vormittags 10 Uhr, s»ll die der Gemeinde Reinbardshain ge- höttge Feldjagd, bestehend in 1500 Morgen, aus weitere 6 Jahre unter den bei der Verpachtung bekannt gemach» werdenden Bedingungen auf hiesigem Bürgermeister- Büreau an ben Meistbittenden verpachtet werden. (713

Reinhardshain, den 6- Februar 1875. Grotzh. Bürgermeisterei Rttnhardshain.

B ö ch e r.

Jetlgeöotenes.

Schmiedeis. Tragbalken (V) bester Qualität, daher von der tzrötzten Tragfähigkeit, von 1040 Cmtt. Hohe, in verschiedener Länge, hält auf Lager und liefert zu sehr billigen festen Preisen (754 1. Sctiöller, Eisenhandlung, (D. M6j________in Wiesbaden.__________

766. Frische Cabliaucn, so lange kein Sturm auch tm Anschnitt, wieder täglich zu haben.

I. A-^Busch Söhne.

443) Nocke, Jacken. Kinderkleidcheu u. bergt von Truckzeug sowie in allen wol­lenen Stoffen finb tttts fertig zu haben bei I Schneider Münch in der Wallthorsttaße bei Herrn Seiler Huhn.