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Lüttich, 8. Mai. Der Lommunalrath ist zu einer dringlichen Litzung berufen behufs Mittheilung eines Beschlusses über bie Jubiläums Procesftonen. Die Bürger.Oarde ist für morgen conftgnirL

(Seist/ 8. Mai. DaSBien Public" bringt eme Depesche auS Lüttich, der zufolge der Bürgermeister von Lüttich die Jubiläum-- Procefsionen ver-, boten hat.

OtafiriL

Rom, 7. Mai Deputlrtenkammer. Fortsetzung der Debatte über den Antrag Mauctm'S Ministerpräsident Minghetti vertheidlgt die Negierung und verheißt die Vorlage emeS Gesetze-. betr. die Organisation deS kirchlichen (3i= genthumt, worin ter Geistlichkeit und den taten eine Theilnahme an der Ver. waltung des KirckenvermögenS gewährt weiten soll. Minghetti erinnert ruck sichtlich der Politik ter Regierung gegen die Kirche an tie Versprechungen Cavour s und an d»e betr. Debatten. Nach Beseitigung der weltlichen Macht deS PapsteS und ter dadurch herbeigefübrten Beruhigung der Geister habe Italien den Beweis geführt, daß dem Papste und der Kirche ihre Unabhängig feit und Freiheit bewahrt geblieben sind. Ganz (Zuropa habe tiefe Politik Italiens anerkannt, die man ohne Gefahren nicht ändern dürfe. Die Negierung erwarte deshalb, daß das Votum ter Kammer eine neuerliche Bestätigung ter liberalen italienischen Traditionen sein wird.

tililtlilUL

Rew» stjork, 7. Mai. Die hiesigen Zeitungen veröffentlichen eine Depesche auS Kingston auf Jamaica vom 5. d. Danach wäre in Port au Prtnce auf Haiti am 2. d. eine Revolution ausgebrochen; tie Insurgenten hätten den General Pnce erschoffen, einen Diener deS britischen Konsulats und etwa 40 Ausländer ermordet und mehrere Gebäude in Brand gesteckt. Die Regierung Haitis erklärte den Belagerungszustand in Port au Prince. Ein englisches Kanonenboot ist bereits in Port au Prince eingetroffen, ein zweites gebt mor­gen dahin ab. Anderweitige Bestätigung der Nachricht ist noch nicht eingetroffen.

Türkei.

Konstantinopel, 8. Mai. Der deutsche und ter österreichische Bot schafter sind in Begleitung teS Baron Hirsch zur Besichtigung der Eisenbahnen abgereist.

Griechenland.

*2ltben, 8. Mal. Die Gerüchte von tcm Rücktritt teS Ministerium- sind unbegründet.

flflCIl.

Sbangdai, 7. Mai. In Luinang wurde eine amerikanische Methodi steN'Capelle durch die Bevölkerung zerstört. Die chinesischen Behörden haben indeß sofort (Senugtbuung angeboten.

L o k a l > R o t t z.

Beschlüsse

auS der Sitzung der Stadtverordneten - Versammlung vom 29. April 1875.

11 Ödu* »ft grtwie Keitmena 4 «eidi- |eiri<n

12 Tie iu*rrAgli*c Vngütun- ton tn*»ln|ti»|f» ie gele« :« atn*»|rnri wm 23 ftffcniat 1H74.

13. Baug, uch tft V Q. D? J r j zu Guj/w.

14< j* trt Schloff «rs $mnien Ulrich ge um tSawrrteubml.

15. Beuch »<4 1'ö'chel ans Holstein, »«teelce eabi«. «m t^arrleubRii

16. Geuch Ue Bitt «Im stabet zu O*#icn eei ^«uniaufcnti

17. ®<'adb d«S iSerl G ttau» za r»fn »fft* Aufstellung na« Wasinhall«.

1n. Dl« Bbfab« »en knb'frvnict aus Nm Kageiin

19 l;m?a«tlung ton städtischem

(HteHrn , den 10. Mai H75. Bi« nb«Un von »ati«l Postamt folamt« Zaschnf, zur fBrn-fffatlLtung, welch« trit hiermit gerne Lau« gewähre»

. t er'uchr ci# Rkdactien t« Gif j: .

fc« in Rr. 95 t Bl auf Seite 2 vnöffentlichten Lokal Notiz, »ie rnriid« S?rttQa -i t« Zeitungen und Aorr«iponc<nz,n am birfigm Ort« kn»., tu nachstehend» v,r,cht>aun.z vfaZiit In deimelden Flatt« »«öffentlichen zu wollen

Ti« Ä'.aint übe» häufige D«,pätungn, bei tn Urbftbtingune der ®n«ft und Zntang, in hiesiaer Stab'. rrelche bocnbrr* bezüglich Ni fisten Bneellqanges -m Morqe» » letzter Zett mehrfach laut geworden sind, tnenlaffrn cd Postamt zu den kurzen tarstellwM der in Betracht fcmmtnCnt !Ü,rhättnisie. Jnu Klagen fine tn-ofiTn unb«4t6nt<t, all tu 6* ftcllung der Postsendungen bin 'o friibuihg oll nur möglich beatnnt, uns »war im E«mmh um 6 tP* Uhr fr üb und in der schlechteren Jahreszeit, beringt durch tm späteren Zag* onbruch, «two um 7 bis 7'4 Ubt hüb Troz tti frübrn Anfang« und des SiferS. mit wische, die Verth,ilung der Friese u. » Zeitungen intens der Brrefträg« bewirkt wird, ist es rech bd Ur Log, Irl Postbauses und b«l der Äulc«bnur.g der Stadt nicht möglich tat dl, Vrtefträa« seüher als b' 4M 4 "Kr früh bet den am tinc, ihrer Tour wobnrnCn )»tee,si»»ti» tinteefi^ Während t<l Binurhalbjahrs wirken überdies lehr oft bit ungünstigen 2vltt«ung, und 23< rnhältnisie hindernd aut das Bchellg,schäft »in und verursachen tn einzelnen stäün,, daß d«, erste BesteUgang noch ipät« als oben angegeben endet.

Daß die Ueberiragung des Di,nst.l erkrankter Untubeamu auf deren gesund« öeßrge öfters dr, Ur'ach, b« vnfpätkten Bestellung der Posts,ndungen sei, wie bi,a ,m Sß«n« Aa zeig« ausgesprochen worden, ist nicht richtig Da» vestellperional wirk virlmehr stns ro2,ähliz erhalten, wenn ,s auch bei d,n vielfachen, besonders ,n ter räuberen Iadreszen häu^..,,n 0r» krankungen der PostunUrbeamten nicht zu umgeben ist. vorüber ehnrd da» Beftrllg,schäft in dem oder jenen Stadttheil« durch andere zunächst nicht völlig damit rntraut« UntuboMt, »erseh«, zu lassen.

Auch der in der Lakai-Notiz in Nr 95 des »lehn,« Anzeigns erwähnte, die «rdactt», tiefes U'lattf» betr stall, ist nicht dadurch entstanden, daß die übrigen th.rhi ux den Dtnch eines «krankten Kollegen mttvrrsehen muhten. Wie genannt« Redaction bereit» an rem tn Hebt stehenden Vormittage durch den stellvertretenden Untnb,amten mirgethnlt worden ist, icun« die fragliche v«spä»ung vielmehr in d« Weile veranlah«, daß der betr. Briefträger b Äntrrtt ifhufl Dienstes von einem leichten Unwohliein befallen, »al « überwinden zu können meint,, aber kurz vor dem Beginn seine» Besteüganges he'tig erkrankte. Hn Hin« Stell, üinneba nun ein ankner Unterbramt«, w,ld),i zu di«s,m Zw,ck« erst aus sein« Wohnun, b«b«ig,rufm w«d,n mußte, die vestellung d« betr. und Zeitungen und konnte dies« hlbst»«stänclich dtt'es Seichäft nur mit «in« bedeutenden Verspätung v,«ichlni. die ebenso bedauerlich all um vermeidlich war

Dal Postamt hat übrigen» wie in allen ähnlichen ställen auch in diesem cafüt 3« »igt, daß die «»ngetretene Störung lofort b, eiiigt w«de und es bewerkstelligt, daß 0, vewahn« vis Revi«S des e,krankten Bnefträz«! ih,e Sendungen bei dem 2. Bestellganae »u ar.r.a-tfi Zeit «hielten.

ließen, 8. Mai 1875. ÄabnliM Postamt.

d 0 chmann.

Anm. d Red. Wir wollen sehr gerne glauben, dah Vorstehendes sein, Richtigkeit bat »» den Beamten des Kaiserl. Postamts durchauk keinen Vorrcurf machen, ab« wir baltrn neg alledem aufrecht, daß die Klagen des Publikums nicht so ganz ung«#d>lf«itg: sind liefet Stadt Hai sich in dem legirn Iabrzehnt beceutend v«arößert Die Lauren der vrieftrü»« mrd fast doppelt so weit geworden und doch ist d« Status d« 2hamtm nicht in dein fia|« »n rtoy«t worden, daß eine so prompt, Zustellung k« Zeitungen unk tiomtpcncn*in! «felgt, wie man dies in früheren Jahren q,wohnt war

Vermischte*.

Anwesend waren:

Der Sroßherzoglich« vürgerMeister Brumm, die Vroßh. Beigeordneten Heß und Keller, sowie die Herren Stadtverordneten Ba ist, Dierv, Ferbrr, tLail. Hanstein, Hoch, Hornberger, Kauf, Körber, Lüdeking, May, August Noll, Scheel, Sch m all. Schopbach, Wenzel.

Vas bestehende Vwbot wegen b,ö Rettens und Fahrens durch di« Hintergasse nach dem Olwald'schrn Vartrn und b« Neustadt ist bisher nicht befolgt und beßhalb beschlosten word,''. durch Herst,Uung einer entsprechenden Banin, den Hebrauch der Hasse für Reit« und Fuhre» zu verhindern

iSin Gesuch der Bierbrauer Friel und Führer zu Gießen um Herstellung eines Weqs IN tnt Dingertrn nach ihren Helsenkellern u uxtv abgeschlagen, wnl tr.iqi Weq baut von den Petenten benutzt werbt und wohl nur von denselben in den gegenwärtigen ruinösen Zustand veriehi sein könne.

Auf bi, Anfraz, des Siadtbaum,ist«s, welch, Art von Fußbob,n In den Festsaal der neuen Realschule gelegt werden soll und nachdem derselbe die verich»,denen Prri,« angegeben, wurde sich für Frleßböden ent'chieden.

Die von Lurnlehrer Rübs am en angnegte Anschaffung von 20 ,is«nen Stäbe zur Perwendung bei den Turnübungen soll all höchst nöthig vorgenommen werden

Die Baugesuche von Philipp K r a i l 1 n g. Iaeob Reiber, Karl Pogt, Konrad Müller. Joseph Mannbergrr, Schlosser Kail Roll, Wilhelm Kohler mann, Tapezi« Wilhelm Reiber, Vubivlg Klein und H. Anton Sommerlab sollen nach den Anträgen der Bau deputatton brsürworiet werben

Friede, tfbt. Pietsch beabsichtigt einen gepfiaft«!«, Ueb«gang nach seiner Be'itzung am Schisienbergir Weg h«zust»llen und es >vll dem Gesuch w»k,«utiich unter der Bedingung staltg,geben n erden, daß Petent di» für den fragt. lleb«gang nöthig, Arbeit nach Angabe del Stadibaumetstnl aulführen läßt.

Pon dem Inhalt del etnaelaufenev Schreibens Großh. Obm'teu«di,retion an di, Dirertion d« Main Weser-Bahn »vm 20. April er., nach welchem mit der writeren P«folgung des Plans in Betr d« Urbauung eines Vag«hauies m v'ufctn einqedalten werten toll bis üb« di, projeetirten iärwriterui gsarbnikn im Main 8Bd« Bahnhof «n Ließen Üntschlick>Ung «folgt ist, wurde d« Siadtverorbneten - Periammiunq Kenntnis gegeben

Auf Porlag« der Genehmigung Grotzh Miiusterium» des Innern zn dem umg«echn,t«i CttTciian» wurde beschlosten, die neuen Säg, nil vom I Jun« d I an in Anwendung zu bringen, weil bl« erforderliche Publikation im Regte,unasblatt noch nicht stattgefunden hab,

Zusolar des Ve<chluffes der Stadtvnordneten« Per'ammluna »cm 15 v. Mts . wrlch« bi, Rirkerr,ißunz des von Ührlstian Helm rahi« planwidriq ,«tcht,ten Reben^aues in d« d'udwigsstrag, forderte, hat sich der Petent bei Ohcib Kretsawt zu feder ihm auf«ieat werdenden MedtNeation des Proseets und zum sinag des beanstandeten Ziegeldachs durch an Schi,f«dach bereit erklärt und auf trwbnbclt, Porlaqe soll erklärt werden daß tt, Stadtv«vrdneten nicht

Haltern, 3. Mai. Qn einem Wagen 2. 6last, bei dem ertitn Schnellzug, »er. Ham bürg auf der Streck, zw, chen Dülmen uns d« hie'iqen Station trug sich an schrecklicher .t<<: zu In demselben saßen zwei H«rar schon von Hamburg al Di» Fahrzeit wurde durch dm

Strecke der an, Herr auf seinen Aei'eg,'ährten mit einem sogenannten Tedtschläg« an Der Angegriffen, feet sich energisch zur Wehr, Rustmehr zieht d« Anaraf« »in Dclchmess« esi bringt un deftigsten Ringen feinem Räskg,fLh,ten fünf gifährlich, Mai«'iich, bei Inikrnch« war die Station Halt«n erreicht worden. Der Perwundek« hatte noch «0 viel Kra't yälf- bnbäpiruffn, und ist in unserem Orte zurückgeblieben. Di« Wunden sollen l,b,n»a!fährltch fdn. D« Angreif«, welch« geisteskrank war. wurde, wie man d« tfnrn, Ztz »er Weiel berichtet, von dort sofort uni« polizeilich« Begleitung nach Aachen a,führt, wo er der belgischen Polizei übnvidm werden soll, di« ihn kann bis za faaem Aerfeztel Par,» zu begleit« haben wird.

Toethe rühmt sich bekanntlich, daß .b« Chinese mit zitternder Hand W«th« ee>

- 1 < ch in ähnlich« L«f, »er ,

>. ,anlaßt« an in Prag ansässiges Mitalied des neuesten Akels an den österreichischen LkrM aiolrtd auf kostbaren Pore«llanq,'chi«rn au,führen und da» fremdländiich, Ku^irerk wvkVal | rasch nach Europa brförd«n lasten D»m Bnei, lagen die nothwendigen Zeichnung.n bn, -Mf.

. Wappen und das |

zu leien waren Oestnn traf die iehnlichst «warte»« Senkung tzr« «in. Mit hastig« Äf »i-f iverH die Kist, geöffnet, NN Stück nach Irm andern rcisichtia heraußa'boben und rnblt4> t» aamt wntverzweigt« Familie zusammengerufen, um k« Enthüllung »,l Wappens in jarane'iich-T Oriatnalmal««» deizuwodnen Das Por,«llan «wies sich in der Lchat »0« tn fnrt,n C.ualllls I

1 tt, Wappen waren in japanestscher Wanin meistnhaft ausgeführt. ab« Schrecken auf jedch Last, und auf j,d« Kann« waren «m gernüthlichsten Deutsch di« Worte »Mein Warpe, uetz t das Wappen meiner Frau" zu lese». Ta «4 bislang beim alten Adel n bi notbwendi» arl I

l bam nm«n nicht Kode rngin <\r< daurtia, bdr

Hinzuzu1«tz«n wünschte uns« Freund tn sapanaischen Kunst du» ttfit-m Porrrllan dahin, »» dn Puffer wächst, und da « es nickt neuerdinas ern« so qrcße Stliff awtTrtm laste» wellth rtd«nft< er es vorläusig in die tiefsten Gewölb« seiner .al»/» Niiiribma*

^^^sreaeimäßigK^!nd^ckönst«?«^ch?^»w^??dnrchnn?^!^ttch^^mzI!che^»!

' Finnen od« Scmmn-prc-ffm bederkr« Hau» mtstell Damen und Herren seden Alkers wcks» Werid auf den Isindiuck legen, den ihre 5cw#if Ur tar. - bmort-r«t unk an Hau:krank»eSe» tft*< ' .Violas Up b «111» r in tr Ininatf za »«brauch»», bM-ßAl kür,,st« steil fine» Lew» hnstell', tn an Schiebet», Zartheit unk Kia,hat Nichts zu wünsche» übriz läßt D« HauptbeKandtdni dieies untrü-lichen Mittels tfl tn Saft an« ir C»»mM wachsenden Pftanz,

in ba i'age feien, anzugeben, in welch« Wei'e an Zustand gackaffen werde» lönnr, welch« der Ausführung des genehmigten Planes vorrnziehen wäre, daß ad« der rorhanten, Mißstand nur durch Riedni^ßen des fragt Gebäudes beiritigi w«rd«n könn«.

fliesten, 10 Mat. \m Rackst,henden lasirn wir die Laaesordnung für di« Sitzung bn Htaktoerordneien Doniterttag den M. Mai 1874, Nartmittags 1 Nhr, im Rathhaussaal, folgen:

1 D», >t «unrnnigung bes Marktplatzes jenieitl ba -ahn.

2 . Anstelluna «ine» Peliz ttzienns

J Anstellung et?,s Schutzmanns

4. Cfftru k,s O»eonom,n F,,,drrch Iuzi zu Sießm, betreffend <A»länd«abtr«tunz

5. Di« Piebmärkt, hi« Beschwerde der Bewohn« des Hamms betr.

6. iDe'uck der Marie Hartmann zu iAießen um käufliche Urbnlastung von städtfchem Oelänb»

7. Di« üibauun» eines Sckulbausrt für d.e höhne Mädchenschule.

K Die Beleuchtung der öffrntliche» Straßen

9 Beuch de» Lehrers i-unschmann von Hungen um Anstellung

10. Hröstnung d« Aeichensand-'L^ahnho'ftraße.

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