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Anzeige- und Mntsl'lali für den Kreis Hießen.

Mittwoch den 10. November

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Oesterreich.

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Eingereichte

Schluß der Sitzung.

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werden dürfe.

Paris, 7. November. Der der Linken angehörige Deputirte Guibal ist gestorben, der Deputirte Wolowski schwer erkrankt.

Versailles, 6. November. (National-Versammlung.) In der heutigen Sitzung wurde die Coustituirung des Bureaus vorgenommen. Von dem Vor­sitzenden desselben gehören acht dem linken Centrum und der Linken, sieben den verschiedenen Gruppen der Rechten an. Der Herzog v. Audiffret-Pasquier dankte für die Wiederwahl zum Präsidenten und fügte hinzu, daß wichtige - Beratungen bevorständen; die Versammlung werde die politische Organisation des Landes jetzt vervollständigen, ihrem Patriotismus sei die Vollendung des Werkes anvertraut. Minister Tufaure erklärt in Entgegnung grancheui, die Regierung werde Anfang nächster Woche einen Pretzgesetz-Entwurf vorlegen, in

Mittheilung aus Baden-Baden fand man heute Morgen den belgischen Eonsul, Herrn Elie Lejeune (der seinen Sitz in Baden hatte) nahe beim Elubbause in der Licktenthalrr Allee todt auf' der Erde liegen. Es scheint, daß derselbe beim Nackbausegehen aus dem Club so unglücklich gestürzt sei.

Stuttgart, 6. November. Prälat Kampff, der Urheber des Synodal- Antrages über Trauungs Verweigerung wegen zu sürchtendcn AergernisseS, öffentlicht imSchw. Merkur" eine Erklärung, welche besagt, daß jener trag mißdeutet worden ist. Die Erklärung schließt: Uebrigen- haben wir Antrag oder vielmehr Beschluß fallen lasten.

schübe veranlaßt seien.

Wien, 6. November. DiePolit. Corresp." veröffentlicht eine Corre- spondenz aus Petersburg, welche den Zeitungs-Gerüchten über Rüstungen Ruß- lands entgegentritt und dieselben einfach auf einen, nach den soeben beendigten Lager-Uebungen organisationsgemäß stattfindenden Standeswechsel der Urlauber und Rekiuten und auf eine gleichzeitig durchzusührende TiSlocation der Trup­pen zurückführt. Einer Korrespondenz in demselben Blatte aus Rom zufolge sieht man dem baldigen Eintreffen der Kaiserin, von Rußland in St. Rcmo zum Winter-Aufenthalte entgegen und hofft, der Kaiser werde die Kaiserin nach St. Remo begleiten und bei dieser Gelegenheit mit dem Könige von Italien zusammentreffen.

Wien, 6. November. Aus Konstantinopel wird der WienerPreste" gemeldet:In Folge von Beschwerden Seitens der serbischen Regierung be­züglich vorgefallener Grenzverletzungen durch irreguläre Truppen hat die Pforte den Kommandanten des Observationscorps an der serbischen Grenze die gemessen­sten Befehle ertheilt, unter persönlicher Verantwortung ähnlicher Grenzverletzun­gen mit den ihnen zu Gebote stehenden Mitteln vorzubeugen. Die türkischen Behörden beschuldigen ihrerseits die serbischen Freiwilligen, welche unter den Augen ihrer eigenen Obrigkeiten die Grenze beständig überschreiten und sich auf türkischem Gebiet die größten Ausschreitungen erlauben."

Frankreich.

Paris, 6. November. Der Bericht von Herrn Ducaste über die Arbeits- verhältniffe in Frankreich wurde heute vertheilt. Gegenwärtig leben von 36 Millionen nur 2 Millionen (6 pCt.) von ihren Renten; 34 Millionen (94 pCt.) arbeiten; davon gehören 5 pCt. den sog. liberalen Professionen, 52 pCt. dem Ackerbau. 14 pCt. dem Bankwesen, dem Handel und dem Ver­kehrswesen und 23 pCt. der Industrie an. Der Ackerbau producirt für 8 Milliarden, die Industrie für 12 Milliarden 700 Millionen, bei welchen die vom Ackerbau und durch die Einfuhr gelieferten Rohstoffe 60 pCt. betragen. Tie 40 pEr-, die übrig bleiben, sind durch die Arbeit erzeugt und muffen den Lohn der Arbeiter, die Interessen der Kapitalien u. s. w. bestreiten. Die Löhne für Tages- oder Stückarbeit absorbiren die Hälfte (2 Milliarden 500 Millionen.) Ter Berichterstatter geht m Einzelheiten über die Anzahl der Arbeiter in Frankreich, die Lohnverhältniffe u. s. w. ein und kommt zu ter Schlußfolgerung, daß der individuellen Freiheit der Arbeit kein Hindermß in den Weg gelegt

Wien, 6 November. Gegenüber den alarmirenden Nachrichten Neuen freien Preste" über russische Truppen - Bewegungen wird an besinnter- richteter Quelle constatiit, daß nur durch eine gewöhnliche Dislocation Nach-

wünschenswerth. m .

Berlin, 8. November. Der Kaffer empfing gestern Nachmittag das Reichstags-Präsidium in längerer Audienz.

Vreslau, 6. November. Wie dieSchles. Ztg. meldet, ist das Er- kenntniß des kirchlichen Gerichtshofes gegen den Fürstbischof Förster nunmehr dem hiesigen Ober-Präsidium zugegangen unter der Mittheilung, daß wegen der Behändigung destelben an den Fürstbischof das österreichische Gericht re-

Deutfdjlanö.

Mainz, 6. November. Seit da- Mainzer Gymnasium dem Einfluß der Jesuiten entzogen ist, wird dastelbe von deren Gesinnungsgenosten mit an erkennenswerther Conseqnenz verfolgt und denuncirt. Tie Affaire Keller ist zur Genüge bekannt. Ein Seitenstück dazu liefert die neueste Nummer desMain zer Journals." In derselben wird Prof. Dr. Beck vor den Richterstuhl der Jesuiten gezogen, weil er mit seinen Schülern Lessing's Nathan liest! D>e Wahl dieses Triumphgesangcs der Humanität und Geistesfreibeit zur Lectüre der Gymnasiasten wird Prof. Dr. Bcck zum Verbrechen gemacht, und gefragt, ob anden StaatSlehranstalten die Unterwühlung des positiven Glaubens ge­staltet sei", gestattet,die jungen Leute mit diesem Product der flachsten und zugleich frivolsten Aufklärung zu nähren?" Die Römlinge können den Abgrund, durch welchen sie von Allem, was die deutsche Nation hoch und wertb hält, getrennt sind, nicht schärfer zeichnen als durch diese Verdammung eine- der edelsten Werke der deutschen Literatur. Freilich hat der Literatur-Historiker Recht, welcher sagte, daß der Zelotismus dieses Werk dem deutschen Genius nie verzeihen wird. Aber bisher schämte sich selbst der Zelotismus, seinen Haß gegen die Geisteshelden der deutschen Nation so nackt zur Schau zu tragen, wie sich das die Ketteler'schen Federn imMainzer Journal" gestatten. Die Ueberzeugung mag tief in diese Kreise gedrungen sein, daß sie unwiderruflich von jedem Zusammenhang mit dem ferneren Geistesleben des deutschen Volkes ausgeschlossen sind. a

Berlin, 6. November. Der Haushalts-Etat deS deutschen Reiches pro 1876 balancirt in Einnahme und Ausgabe mit 480,110,606 Mark, worunter 73,838,843 Mark als einmalige AuSgabe erscheinen. Der Reichskanzler wird znr Ausgabe von Schatzschetnen bis zuni Betrage von 24,000.000 Mark zur vorübergehenden Verstärkung des Betriebsfonds der Reichshauptkaffe und bis 50,00t V 00 behufs Schaffung eines Betriebsfonds für die Durchführung der Münz.Reform ermächtigt- Die Bestimmung des Zinssatzes und der Umlaufs dauer für die Schatzanweisung ist dem Reichskanzler überlassen. Die Umlaufs- zeit soll den 30. Juni 1877 nicht überschreiten.

Berlin, 6. November. Der Unterrichts-Minister hat folgende Ver­fügung vom 30. Oktober erlassen:Hierdurch bestimme ich, daß am 1 Decem- hr an welchem Tage die allgemeine Volks- und Gewerbezählung stattfindet, der Unterricht in sämmtlicken Schulen ausfällt. Ich erwarte, daß die Lehrer gern bereit sein werden, sich an dem Zählgeschäfte mithelfend in der einen oder andern Weise zu betheiligen. Daß Schüler dazu herangezogen werden, ist nicht ^"^Berlin, 6. November. DieDolks-Ztg." meldet: ,Der Abgeordnete Schulze-Delitzsch wird seinen Antrag auf Bewilligung von Diäten an die Reichstags-Abgeordneten schon in einer der nächsten Sitzungen des Reichstages

wieder einbringen." v « c

Berlin, 7. Nopember. Wie aus gut unterrichteten Abgeordnetenkreisen verlautet, hätte Fürst BiSmarck in letzter Zeit von neuralgischen Beschwerden zu leiden gehabt und sei genöthigt gewesen, sich in jeder Beziehung Schonung aufzuerlegen; gleichwohl sei die Ankunft des Reichskanzlers in Berlin zwischen dem 15. unh 20. d. Mts. zu erwarten. Wie weit er sich alsdann an den Geschäften betheiligt, wird von feinem Gesundheitszustand abhängen.

Berlin, 8. November. Graf Arnim hat beim hiesigeti Stadtgericht zur Verbüßung seiner Gefängmßstrafe vorgestern sich gemeldet. Eingereichte ärztliche Atteste bezeichnen jedoch die Aussetzung des Ltrafantritts all sehr

' """Königsberg, 5. November. Die F-brt für Dampfer ist noch °tt-n. L-KLM ÄÄÄ« SM

ll?r München, 6. November. Wie dieKaisers!. Ztg.' erfahren haben an. Schluß der Sitzung.

will, soll Herr Bischof von Haneberg, im Falle seine Bitte um Zurücknahme^ lEligrqnö.

de« königlichen Mißfallens abschlägig b=f*'eken C' London, 7. November. Der Regierung ist ein Telegramm zugegangen,

lich-s Amt m-derzulegen und in snn iuruckzukebrnn ^'welches genauere Nachrichten über die Ermordung des britischen diplomatischen

KarlSrnhe, -V " & ivätestens 31 De-ember t. I. Agenten Birch cntbält. Hiernach wäre derselbe in Paistr Sala jwnchen Rhota

sammtbetrage von 6«/2 Mill. Gulden ist bis ipatepens e> L.e »nr und Durian am Pcrakstusie, während des Badens meuchlings ermordet wvr-

einzulösen. Diese Einlösung soll nunmebrso weitvorgeschrittens , B * Dolmetscher Brint getödtet und sind vier Personen

noch etwas über 1 Mill. Gulden sich 'M Umlauf befinde . - Am FesteAlle den. 1 » Äbtheilung Truppen und Pol,-

b-iligen hielt der Landwehr- und Relerv.sten herein V' lor. Fr- u , w e on seu r » 3 Bestrafung der Thäter abg.sandt.

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