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Gießener Anzeiger

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen

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Samstag Den 10. Ilpril

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losen Angriffe auf den seine Stelle ein anderer terfrankcn geht dagegen aut Partei Bucker Lukas Davaria" munter fort.

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recktigung, Über IcO.OOO dieselbe auf den 28. Mai

den 9. April.

nent Nr 6.

iastspiel der jsrl. iiffer vom Ztaft in .Hanau.

München, 6. April. Es bestätigt sich, daß Dr. Sigl schon vor meb rcren Tagen das Weite gesucht hat und mau wirft die Frage auf, ob die Justiz ibn lausen li.ß, oder er ihr durch die Finger geschlüpft ist. Benrtbeilt man tfu Fall nach dem Zander'scken Hempel, so dürfte für die erste Alter, native Manckee sprechen. Als Zander durchbrannte, war derVolksbote" ruinirt und die Anstrengungen des Dr R ttler vermochten da« untcrgebende Blatt nickt Über Waffcr zu halten. Cb da«Vaterland" mit einem, Setzer als Sckein-Redacteur ohne die unmittelbare Nähe und Einwirkung Sigl'« fort.

Ministerrath unter Vorsitz Mac Dem Moniteur" zufolge ist Präsidenten von 600,000 Frcs.

unangenehme Erfahrungen gemacht, welche wenigsten« die Verlegenheit um zu verlässige ultramoutanc Vorkämpfer darthuu. Erfreulich ist dagegen die Reg. samlett, welche die liberalen Elemente des bayerischen Gebirgs zeigen und wovon auch eine heute in Lenggries stattfindende liberale Versammlung Kunde gibt. Wenn wir auch die unmittelbare Wirkung solcher Tinge nickt über­schätzen. sind sie dock als Kume unb Schritte zum Besseren nicht zu übersehen.

MüncKcn, 8. April. Tie Abgeordnetenkammer übergab ben Antrag Stockbau,r'e, betr. den Bau einer Eisenbahn von der bayerisch südböhmischen Grenze bei Kuschwerda oder Wattern durch den unteren bayerischen Wald in der Richtung nach Paffau, empfehlend an das StaatSminifterium. Die nächste Sitzung findet Samstag statt. Auf der Tagesordnung derselben steht der An­kauf der Ost-Bahn.

existirtn kann, wird sich bald zeigen. An guten Freunden im ultramontanen Lager, welche das Blatt je eher je lieber todtbeten möchten, fehlt t« sicherlich nicht, unb die Liberalen haben oft genug zu CTfnmeu gegeben, daß ihnen dieser Heckt im Karpfenteich nicht unangenehm ist. Ucbrigens scheint neulich in der ultramontanen Pieffe der Hauptstadt in sofern eine Tieciplinirung staltgcfunden zu haben, als der bisherige Redacteur desVolkssrennd" wegen seiner maß- gewiß gut ultramontanen Abg. Hauck entfernt und an Geistlicher Namen« Ki ab gesetzt worden ist. In Um die Hetze zwiscken demFränkischen Volksblatt", das gehört, und einem neugtgründetengemäßigteren Blatt Auch in der Pfalz bat die ultramontane Presse einige

8chmeiz

Bern, 6. April. Letzten Sonntag war der altkatholische Pfarrer Mar­chand in der Genfer Ortschaft Meyrin, wo schon zu medreren Malen arge Exceffe der Ultramontanen vorgekommen sind, abermals Gegenstand grober Insulten der weiblichen Bewölkerung. Eine der Megären wurde sofort ver­haftet, eine andere später; um ferneren Unordnungen vorzubeugen, ist der Ort j tzt von einer Abtbeilung GenSd'armen besetzt. Graf Arnim hat bei Lau- lanne eine Billa auf drei Monate gemiethet; er selbst ist schon in Lausanne eingetroffen. Vergangene Woche ist der Richtstollen des großen Lt. Gott. Hard-Tunnels auf der Nordseite bei Göschenen um 22,60, auf der Südseite bei Airola um 22,35 Meter vorgerückt; täglicher Fortschritt also durchschnittlich

unbegründet.

General Graf Lippi, weiland Adjutant Napoleons III., ist im Alter von 64 Jahren gestorben.

Paris, 7. April. Zum Diner auf der deutschen Botschaft zu Ebren Mac Mahon'ö sind alle Minister, alle fremden Botschafter und Gesandten, sowie ewige andere hochgestellte Staatsbeamte geladen. Buffet soll feiner Trauer halber abgesagt haben.

scbr ernstlich die Rede davon, das Gehalt des

auf zwei Millionen au erhöhen. Ter Finanz-Minister ist dafür.

' _ Der größere Theil der Generalräthe hat bereits die Session eröffnet. Mehrere Präsidenten, darunter Waddington in der Aiene und Dauphin in der Marne, hielten Eröffnungsreden zu Gunsten der Republik. In dem Allier- Departement geschah dies auch; der Präfekt protestirte aber gegen die Rede ter Präsidenten, weil sie politisch also ungesetzlich fei. Tusaure, als Präsident des Gtneralraths der untern Charente, hielt gar keine Rede. Buffet wünschte nicht, daß die Munster, welche Generalräthe sind, politische Reden hielten.

Gegen zwei Provinrialblätter, welche die republikanische Verfaffung angegriffen haben, ist gerichtliche Verfolgung eingeleitet worden

Bien Public" weiß mitzutheilen (was wir der Curiosität wegen wiedergeben), daß Fürst Bismarck sich incogntto nach Nizza begeben werde.

Bien Public" erklärt nun auch selbst die von ihm mitgetheilte Nackrickt, daß der Kaiser von Brasilien den Vorsatz habe, abzudanken, für

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Paris, 7. April. , Mabon's. Em Beschluß wurde nickt gefaßt.

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6,u Meter.

Bern, 7. April. Da für das Begehren der Volks - Abstimmung über d,e neuen Bundesgesetze, betr. Cwilftand und Ebe und die politische Stimmbe- Unterschriften eingelaufen sind, hat der Bundesrath

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Deutschtand.

Aus Hessen, 6. April. Langsam, aber sicher, nähert sich der end liebe Abschluß o.r sog. Kirchengesetze. Nachdem die zweite Kammer bei ihrer letzten Session in denjenigen Punkten, tn welchen ohne Schädigung von Prim cipien Nachgaben gemacht werden konnten, den Bcschlüffen der ersten Kammer beigetreten und auf diese Weise nur wenige, wenn auch freilich gewichtige T'fferenzpui kte übrig ftcblicbcu waren, entnehmen wir jetzt den Berichten dek Grletzgebungs - Ausschuffes erster Kammer, welche soeben die Presse vcrlaffen haben, daß die Majorität dieses Ausschusses bezüglich aller jener die Hebet einstimmnng hindernder Punkte in thellweise ausführlicher Motwirung Beitritt zu den Beschlüssen zweiter Kammer befürwortet Bei dem Gesetz über den Mißbrauch der geistlichen Amtsgewalt soll also der Beschluß erster Stammet, wonach manGefäugnißstrafe" durchFestungshaft" ersetzen wollte, nunmehr fallen gtlaffen und ferner der Zusatz der zweiten Kammer, wonach Kirchendiener welche in Ausübung ihres Amtes zum Ungehorsam gegen die Staatsgesetze auf fordern, vom Alpt sollen entlasseri werden können, angenommen werden. Be züglick des Gesetze« über die Vorbildung und Anstellung der Geistlich, n befür wertet der Ausschuß gaUenlafien der früheren Bescklüffc, wonach der Be,nch einer deutscheir Landes - Universität durch den Besuch einer eveutuell in Hesieu zu gründenden tatholisch - theologischen Fakultät sollte ersetzt werden können und wonach auch bei diesem Gesetz Festungshaft statt Gefängniß angedroht werden sollte, hingegen Annahme der Beschlüsse zweiter Kammer bezw. der Regierung«. Vorlage, wonach die Studirenden während des Besuchs der Universität einem kirchlichen Seminar nicht iollen angehören dürfen nnd die Knabenco.wicle und Knabenseminare demnächst geschloffen werden sollen. Bei dem Gesetze über die religiös.», Orden und ordensähnlichen Eongregatioi.en spricht sich der Ausschuß für da« von der Regierungsvorlage ausgestellte, von der zweite» Kammer wie­derholt festgehaltene Princip, daß die bestehenden Niederlassungen und Anstalten im Allgemeinen neue Mitglieder nickt sollen aufnehmen dürfen, d. h. auf den Äussterbe - Etat m setzen sind, um so bestimmter aus, als die erste Kammer durch Annahme des Grundsatzes der Nichtzulaffnng neuer Niederlassungen bc: reit« die Gefährlichkeit der Orden für den Staal anerkannt habe. Da die erste Kammer am 7. d. Mts. zusammentr.lt , so wird die laufende Woche die Entscheidung darüber bringen, ob. wie zu erwarten, das Plenum den wohlbe- gründeten Anträgen seines Abschluffes die gebührende Berücksick>t.gi.ng scheu t.

Darrnskadt, 7. April. Soeben haben wieder eine Reihe von Aus- schuß Berichten der ersten Kammer die Presse verlaffen. Es^handelt sich dabei um folgende Gesetz-Entwürfe: über die Aufhebung der bei Lchnld-Uebernabme der Frauen in den Provinzen Starkenburg und Oberhcffeu, sowie bei Bürg­schaften der Bürger und Dauern im GeltungS - Bereich des Pfalzer Landrechts bestehenden Vonchriften, über die Wahlen zur zweiten Kammer, über das Ver­fahren bei unfreiwilligen Versetzungen von Mitgliedern eines Justiz Eollegs in den Ruhestand, über die Pensioiiirung der auf Widerruf angestelllen Beam'en, über die ZusammcnstkNuni, der beiden Sammern. Ter AuSjänch beantragt zn nflen dreien Geietzen, in Ueberein(timmun!l mit der zweiten Stammet, ämiabmc, unb zwar mit den bei den einzelnen Gesetzen vorn letzteren Hause beliebten

Darmstadt, 7. April. Heute nafcm die erste Karniner ihre Sitzungen wieder auf. Nacktem Fretberr v. Sckenck.Lckn-etneberg zum zweiten Prästden- tent aewählt worben war, trat das Haus in die Berathung ter einzelnen Geaenstäube ein. Obgletck bie razesorbniing 17 Nummern zahlte, |o_ befanden sich doch darunter viele Gegenstände von weniger allgemeliiem )ntere,fe, Peli- tionen, Besckwerben Einzelner n. s. w. ErwähnenSwerth erscheinen in bet Hauptsacke nur solzenbe Beschlüsie t Geiiehmiaung ter von ter zwetten »am. wer bereits gebilligten Hostheater-Vorlaze, Ablehnung des Antrags Dumont s unb Decksner's aus Errichtung einer Handels Akabemte m Mainz. Ablehnung des aus Aufbebiing bes Octrois gerichteten Antrag» ter «bgg. Goltmanu, Heinzerling, Küchler unb Ebtnger, Äblehnimg bes Antrags be« Abg. Heinzer- ling auf Erricktuiig einer Personen-Haltestelle bei Bessungen, Ablehnung tek Antrag« des Abg. Hevdenreich wegen Abgabe von Waldstren ans den Eommu nalwalbungeii bezw. bes tesfallsigen Beschlnsies ter zweiten ftammer. xet SSntraa des Lbg. Heinzerling auf Erlaß einer Gestnbe r^rbnung wirb erletigt erklärt da bie Regierung einen Gesetz-Sntwnrf vorlegen wirb. Eine Reibe von Petitionen unb Beschwerden finben nack bin Pelcklnssen zweiter Kammer ihre Erledigung. Morgen Kirchengesetze unb Sisenbahiworlagen

^Darmstadt, 8. April. D>e erste Kammer nahm tie Kirchenge,exe, sowie bie Eisenbabnvorlagen nach ben Bescklüsfen ter zweiten Kammer an.

Berlin, 7. April. TieKreuz-Ztg." bestätigt taß der Kaiser bie Reise nack Italien aufgegeben bat. Ter Kronprinz unb tie Kronprmieinn würben ickon in ben nächsten Tagen abreisen und d'e iungeren konpr,njl,chen Kinder lieb unterdeß nach England begeben. iLteProv Eorresp. idireibt . Dio Nachricht von ter Reise des Kaisers nach Italien sei voreilig verbreitet worben? ärztliche Etwägungen und Bedenken hättet, tobet trotz des ent­schiedenen Wunsches des Kaisers, einer bestimmten Entichließunz e.itgeg gestanden.

I Ws ! Uhibtd, : ^Ujtrn, Magdebutt Maniilikim

Mkh, Äidjtn, t 9kud)Qttl,1

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j Prag, Solothurn,1 Stettin

Elraßburgi Wien, Bürid).