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Gießener Anzeiger. S

Anzeige- und für den Kreis Hießen.

No. 2Ot9. Donnerstag den 9. September L87L.

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In diesem Zuge sollen die deutschen und die

von Mons in Belgien abgehen.

daß die Vor'

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haben deshalb Ne Kirche Notre-Dame des Vickoires, die in der Näh- besuchten Jahr- 18 Jahre lang in einem Kohlenwerke.

fand keinerlei Die Mehr-

Schweiz.

Der Bundcsrath hat die Urner Untersuchung

biscke Regierung gewillt sei, den wiederholten sebr ernsten Warnungen Oester­reichs und Rußlands Rechnung zu tragen; dieselbe habe bereits den Uebertritt

arbeiten zur Hebung des PanzerschiffesVanguard" begonnen haben und dre Sachverständigen sich der Hoffnung hingeben, daß es gelingen werde, eines der besten Schiffe der englischen Flotte der gierigen See wieder abzuringen. Nach­dem zuerst Masten, Geschähe und Vorrälhe heraufbefördert worden, sollen meh­rere alte hölzerne Kriegsschiffe dazu verwandt werden, den Rumpf des gesunkenen Schiffes vermittelst ungeheurer Ankerketten allmählig an lei schiefen Ebene der Kish"-Sandbank hinaufzuschleppen, aus welcher dieVanguard" in 19 Faden tiefem Master liegt. Mit jeder Flut, so glaubt man, kann das Schiff einige Zoll weiter in die Höhe gebracht werden, bis cs nach und nach die Oberstäche erreicht. Jedenfalls ist es eine Rieseuaufgabe, die hiermit an die Ingenieure

von NorowaleS zu Wrexham höchst eindringlich in diesem Sinne gesprochen; er konnte sich dabei auf eigene Erfahrung berufen, denn er arbeitete seit seinem

berantutt. Der Sporn des Jron Duke, der das Unheil angerichtet und un- j freiwillig eine so furchtbare Probe von der unwiderstehlichen Kraft geliefert hat,

belgischen Pilger bunt durcheinander gemischt werden. Ter Zug wird vierzehn Wagen aller Elasten, besonders aber der drittel» Elaste, enthalten, woraus ab­genommen werden fann, daß die Anzahl der Pilger höchstens 600 und minde­stens 500 betragen wird.

fahrenen Tauchern und den nötbigen Vorrichtungen nach der irischen Küste ab­gesandt. um von dem dort versunkenen Kriegsschiffe zu retten, was zu retten ist. Zuerst sollen die Kanonen und alles schwere Material an die Oberfläche gebracht werden, und dann wird man versuchen, das Schiff selbst zu heben. Da die Tiefe, in welcher es liegt, nur 19 Faden beträgt, so ist die Hoffnung, daß die Hebung gelinge, nicht unberechtigt. Eine kriegsgerichtliche Untersuchung über die Umstände des Zusammenstoßes wird natürlich eingeleitet werden, doch ist der Zeitpunkt noch nicht festgestellt.

London, 5. September. Die Grubenbesitzer von Nord-Staffordshire kündigten kürzlich ihren Arbeitern eine Lohnherabsetzung von 10 pCt. an und überließen sodann auf Verlangen der Arbeiter die Austragung der Streitfrage, ob eine Lohnherabsetzung überhaupt nothwendig sei und in welcher Ausdehnung, schiedsrichterlicher Entscheidung. Diese ist nunmehr erfolgt und lautet dahin, daß die Lage der Geschäfte eine Verringerung der Löbne um 121/2 pEt. für geboten erscheinen laste. Es ist dies nicht das erste Mal, daß die von den Arbeitern geforderten Schiedsgerichte sich zu deren Ungunften ausgesprochen haben ; nichtsdestoweniger drängen die vernünftigeren unter den Arbeiterführern, insbesondere der b-kannte Macdonald, die Arbeiter, auf diesem Princip zu be­stehen und sich nicht zur verkehrten und verderblichen Politik des Strikens ver­leiten zu lasten, die das äußerste Elend und die gänzliche Verarmung der Arbeiter heibeiführt. Macdonald bat dieser Tage vor den Grubenarbeitern

Belgier, 10 Holländer, 10 Lnxembirrger und 46 Deutsche. Es Kundgebung statt. Doch waren polizeiliche Maßregeln getroffen, zahl bestand aus Weibern und Pfaffen.

(EnflCanö.

London, 5. September. Es wurde schon mitgetheilt,

Seitens des Bundes angeordnet.

iraoluriit).

serbischer Zuzügler nach Bosnien ver oteu.

Wien, 7. September. Der Verein deutscher AusländerGermania', welcher trotz Polizeiverbots die Sedan-Feier abgebalten, wird aufgelöst. Der deutsche Botschafter verweigerte die nachgesuchte Intervention.

dien bestimmten SchiffeSerapiö" einzuschiffen.

Berlin, 5. September. Der Kaiser kommt beute Abend 9^ Uhr aus Weimar wieder hier an und nimmt im hiesigen Palais Wohnung, mit ihm kehren Prinz und Prinzessin Karl zurück Der Kronprinz wird am Mittwoch Abend aus Württemberg hier eintreffen. Der türktsche Botschafter Aristarchi Bey ist aus Wiesbaden wieder hier eingetroffen.

Berlin, 6. September. Für die Bibliothek des Reichstages sind in

ilefflien.

Brüssel, 7. September. Heute Vormittag 11 Uhr ist der Pilger-Zug nach Lourdes von Mons abgegangen. Er enthält 516 Reisende, nämlich 450

Bern, 6. September. .

des Göschencr Arbei'ertumults nicht genügend befunden und deshalb eine neue

Paris, 6. September. Im nichtamtlichen Theile desJourn. Osficiel" steht zu lesen: In Folge der ersten Operationen des von Frau Marschallin Mac Mabon gekiteten Eentral-Eomites war den Personen, deren Häuser durch die Überschwemmung zerstört worden waren, eine Unterstützung zuerkannt wor­den, die sich im Durchschnitt auf 30 pCt. belief. Ein vor Kurzem vom Eentral- Eomitc gefaßter Beschluß hat diese Unterstützung verdoppelt, so daß also die Beschädigten im Durchschnitt 60 pCt. von ihrem Verluste als Entschädigung erhalten werden. Alle Maßregeln sind getroffen, damit die Auszahlung tbeil- weise, je nach Beendigung der Arbeiten, erfolgen könne. Die Verluste, welche 200 Frcs nicht übersteigen, werden unmittelbar und voll vergütet.

Die Jesuiten wollen sich in Frankreich jetzt neu orgamsiren, und

dem Etat dieses Jahres 26,000 Mk. bewilligt worden. Es liegt in der Ab­sicht, mindestens die gleiche Summe für das nächste Jahr zu beantragen. Nur an der Hand solcher Bewilligungen läßt sich das Ziel erreichen, die Bibliothek in allen Fächern, die für die Reichstagsgesetzgebung von Jntereffe sind, zu dex reichhaltigsten Büchersammlung in Deutschland zu machen. Man ist hierzu aus dem besten Wege, da die Bibliotbck bereits 40,000 Bände zählt. Die Anord­nung und die Mebrbeschaffungen erfolgen nach einem systematischen Plan, den die Reichstags-Commission nach dem Entwürfe ihres Vorsitzenden, des Abge­ordneten Dr. v. Rönne, aufgestellt hat und dessen Ausführung unter des letzt­genannten besonderer Leitung erfolgt. Es soll darüber eine besondere Denk­schrift an den Reichstag gerichtet werden. Auch hofft man bis zu dessen Zusammentritt mit ter Aufstellung des Kataloges zum Abschlüsse zu gelangen.

Berlin, 7. September. Der deutsche Botschafter in Petersburg, Prinz Neuß, und der deutsche Botschafter in Paris, Fürst Hohenlohe, sind hier ein- getroffeii und Nachmittags vom Kaiser empfangen worden.

Weimar, 5. September. Nachm. 5l/z Uhr. Kaiser Wilhelm ist mit dem Prinzen und der Frau Prinzessin Karl soeben nach Berlin zurückgekehrt.

wies heute die die sich "aus der Verbindung eines Gewichtes von mehreren Tausend Sonnen Appellation tes Fürstbischofs Forster von Breslau zurück und bestätigte ledig-mit eimr selbst nur mäßigen Geschwindigkeit erg-bi ist etwa acht Fuß laug lick d-S vrkeuntillß des Kreisg.richts jn Birnbaum, welches den Fürstbischof und befindet sich vier Fuß unter der Wasserlinie. Wie nachträglich m, tgethe.lt wegen Excommunication des Probst« Kick zu Kahme zu 2000 Mk. Geldbuße, wirb hat die Geiste-geg^wart eines Maschinisten der Bemannung der ,Van- evcnt. 133 Tagen Gefänguiß v-rurtbeilt batte. guard^ und vielleicht auch der desIran Tuke das Leben gerettet. Derselbe

J 1 , begab sich nämlich mit Lebensgefahr m den Maschinenraum und öffnete die

üclicureicQ. i Klappen; das Ausströmen des Dampfes verhinderte rechtzeitig eine furchtbare

Wien, 6. September. DiePolit. Corresp.» theilr mit, daß die ser- Exploswu.

' " "" n London, 6. September. Die Admiralität hat mehrere Schiffe Mit er-

AttS Rheinhessen, 6. September. Bekanntlich haben die oberhcssi- Widerstand stoßen.

scheu Gemeinden, welche m dem letzten Kriege Einquartierung hatten, nach den Paris, 7. September. DieAgence Havas" meldet aus Konstantino- dort geltenden, noch aus der Zeit des norddeutschen Bundes herrührenden pel vom gestrigen Tage: Serbien erklärte officiell, daß es sich in keiner Weise

Vorschriften Vergütiing an Servis erhalten, während dies bei den Gemeinden am Aufstande betheilige. In Bosnien ist die Ruhe vollkommen wieder herge-

unferer Provinz und der Provinz'Starkenburg nicht der Fall war, da analoge stillt. Der Ansstand in der Herzegowina ist fast ganz unterdrückt. Zahlreiche

Bestimmungen hier nicht vorlagen. Sicherem Vernehmen nach liegt es indessen Insurgenten unterwerfen sich.

jetzt in der Absicht der Regierung, die dadurch eingetretene Bmachtheiligung Paris, 7. September. Dorregaran ist es zwar gelungen, Navarra der südhessiscken Gemeinden durch ein entsprechendes Gesetz auszugleichen. Tie mit 1500 Mann zu erreichen, aber nur unter dem Verlust des gelammten zur Ausgleichung für d'e l.tzte Kriegszeit nöthigeu Mittel würden aus den Kriegs-Materials. Jn Biscaya fanden neuerdings Kundgebungen für den Frie- Residenzstädtsii des hessischen Antheilö an der französischen Kriegs-Contribution den statt. Die Gerüchte von einem bevorstehenden Convenio gewinnen an entnommen werden. Glaubwürdigkeit. Nachrichten von der Grenze zufolge sind Telegirte des Papstes

Jugenheim a. d. B., 6. September. Se. Durch!, der Prinz Lud- ,in Tolosa eingetroffen, um den Frieden anzurathen.

wig von Battenberg, welcher einen dreimonatlichen Urlaub bei seinen durch- Paris, 6. September. DemMessager de Toulouse" zufolge sollen lauchtigften Eltern auf Schloß Heiligenberg dahier zugebracht, ist heute aufjbie fremden Pilger am 9. d. Mts. in Agen anlangen und am folgenden Tage erhaltene Einberufung wieder nadi England abgereist, um seinen Dienst als nach ^ourdeö abreffeu. Der Zug^ welcher sie berbeiführ^n ^vird^ soll direct Küiffgl. Großbritannischer Marinelieiitenant wieder anzutreten und sich nächstens auf dem für die Reffe Sr. König!. Hoheit des Prinzen von Wales nach In-

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f Börsenplatzes liegt, für sich verlangt, um dort ihre Pfarre zu errichten. Haben

ljßUUU)ulHO. s^ wirklich dieses Verlangen gestellt, so werden sie jedenfalls auf keinen ernsten