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Anzeige- und ^mlsblai! für den Kreis Hießen.

Ho. 208. Mittwoch ben 8. September L8VL.

Ämlsicher Theil.

Gießen, am 4. September 1875.

Betreffend - Den Lehrvlan für den evangelischen Religionsunterricht in den Volksschulen. ,

Die Großhcrzoglichc Kms-Schnl-Comnnssion Gicßcu

an die evangelischen Schulvorstande des Kreises.

Mit der nächsten Post werden wir Ihnen Exemplare'des obigen Lehrplans ,»senden. Ein Exemplar wollen Sie zu Ihren Alten nehmen und jedem Lehrer ein solches zustellen. *

v. Röder.

----------------------- ' Gießen, am 7. September 1875.

Betreffend: Die Einsendung der Waisenbüchsengelder für 1874/75. , ,

Das Großhcrzogllchc Kmsamt ®tcBcn

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Wir erinnern Sie an Einsendung der Waisenbüchsengelder binnen 8 Tagen.

_____v. Röder.___________________________________________

-----Nr. 24 des Reichs-Gesetzblattes, ausgcgeben den 21. August 1875, enthält:

(Nr. 1081.) Bekanntmachung, betreffend die Uebereinkunft mit Oesterreich-Ungarn wegen gegenseitigen Markenschutzes. Vom 20. August 1875.

Gießen, den 6. September 1875. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

_____________ v. Röder _____________________________

R iiidvieh - r» crsteigerung.

Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unmittelbar nach der zu Gießen am 14. September d. I., Mittags circa 12 Uhr, stattfindenden Diehpreisvertheilung die Versteigerung von

20 btS 30 Stück hochtragenden Kühen,

4 Stück Bullen und

20 bis 30 Stück halbjährigen Kälbern der Nord-Holländischen Race, sowie circa 30 Stuck Simmenthaler Kühen, Bullen und Kälbern,

angekauft durch die Herren Gerson Katz I. Söhne zu Gießen und Isaak Löwenstein zu Daubringen, öffentlich an die Meistbietenden unter den als­dann bekannt zu machenden Bedingungen vorgenommen werden soll.

Laubach, am 6. September 1875. Bureau landw. Vereins von Oberheffen.

Weber.

Deulfcfjlanö.

st Ul'gen beachtenswertbe Mäßigung an den Tag gelegt. Tie gedrückte Stimmung,

Köln, 4. Septimber. Ein Telegramm derKöln. Ztg.

Man erwartet wenig Erfolg von der konsularischen Vermittlung in

Augsburg, 3. September. Heute Nachmittag halb 4 Uhr ist der Kronprinz des Deutschen Reiches vom Manöver bei Odelshausen in vierspän­nigem königlichen Wogen zurückgekehrt und imBäuerischen Hof" abgestiegen. Um 4 Uhr veranstaltete der Kronprinz dort ein Galadiner, zu welchem zahlreiche

!gung empfohlen."

Merlin, 5. September. Tie katholische General-Versammlung in Frei-

" aus London

politischer Theis

. Cölu, dem Vororte der diesjährigen Katholiken-Vcrsammlung in Freiburg Mäßi-

Derlin 5 September. Die Andeutungen hochoffieiöser Organe über' Berlin, 5. September. Tie katholische General-Versammlung in Frei- neuerbinas a,,gebahnte frcuntnn»barh»e Beziehungen zwischen Frankreich unb bnrg hat, so meint bie Rat-Liber. Corresp.-, bisher so weit ihre Verhand-

Dentschland verdienen eine größere Beach,nng als sie bislang gefunden haben, lungen d.e L7effentl.chke,t gedrungen sind, eine im Vergleich _ju früheren Le,,

denn sie imd tbatsächlich begründet. Nicht nur in Sachen der Bewegung tn i stnngei, beachtenswertbe Mäßigung «n den Tag gelegt. Tie gedruckte St,mmung, den türk, chcn Provinzen war Frankreich sofort bereit, sich der Politik des Drei-Kelche zur Zeit n>.»erkennbar über der ganzen ultramontanen Agitation schwebt, « iier-Bündn.lles anznschließen, sondern es sind auch namerthd) in Bezug auf mag auch bei dieser Conferenz der Heißsporne der Partei ihren Einfluß üben,

die Wallfabrt der deutschen Ultramontanen nach Lourdes Seitens der ftanzösijchen und zudem tollen s° d,e deutschen Bischöfe selbst in einer Collectlvzuschrift zur

Neawruna in den letzten Tagen Anfragen über etwaige Wünsche des hiesigen Cabi-i Vorsicht und Mäßigkeit gerathen haben. Die bisher gehaltenen Reden, namcnt- ncts rni Unterdrückung der Demonstration hierher gerichtet worden. Bekanntlich l,ch die des Bischof- Ketteier, kamen über d,e landläufigsten Phrasen von der bat die deutsche Regierung alle diese Anfragen abgelehnt, weil sie in keiner!wahren Frcih-it, welche die Kirche biete, von dem StaatsabsolutismuS, vom Weise eine Einmischung in diese Sache wünschte, allein man hat der französi Materialismus unserer Zeit unb dergl. nicht hinaus, scheu Bereitwilligkeit, welche sehr hock aufgcnoinmcn worben ist, in verbindlich- 4 «-- ----

fier Form gedankt. Die gegenseitigen Beziehungen der deutschen und der fran- besagt:

Esch,,, Regierung waren gewiß seit langer Zeit nicht so gute, wie in diesem der Herzegowina und glaubt an eine bevorstehende Conferenj der Großmächte. Augenblick. 9?ad> einer Depesche aus Rogusa find dorthin 40 dalmatinische Freiwillige zu-

' Berlin, 5. September. Gutem Vernehmen nach hat die Staatsan->71,ckgckcbrt; dieselben sagen, daß sie zu der Rückkehr durch die Erkeuntniß, daß waltscbaft die 1872 geführten Geschäftsbücher der rumänischen Eisenbahn-Actien-.der Aufstand hoffnungslos sei, bewogen wären.

gesellschast mit Beschlag belegt und eingesordert. Weiteres hierüber bleibt Biedenkopf, 6. September. Auch in weiteren Kreisen dürste es viel- abzuwarten. ! leicht interessiren, daß die in Bezug auf die hiesige höhere Bürgerschule bis

Berlin, 5. September. Die durch Drohung bewirkte Erpreffung xn! tobin noch schwebende Frage binsichtl ch des Patronats dieser Tage endgültig nach einem Erkeuntniß des Ober-Tribunals vom 16. Juli d. I. ^strafbar, selbst entschieden wurde, daß daffelbe vom Staate übernommen worden ist, wenn die angedrobte Gewaltthat nicht näher bezeichnet wird.Durch die daß die etatsmäßigen Besoldungs-Sätze vom nächsten 1. Januar ab, wie

kündigung eines in der Thätigkeit des Ankündigenden beruhenden, wenn aud) an aDen an^ern königlichen Anstalten, auch hier zur Anwendung kommen, nur relativen Uebels, wie vorliegend die gewaltsame Hinderung an einer Ab-l - - - - * ~ ' " '

reise, auch ohne Bezeichnung der Handlung, wodurch dieselbe erreicht werden soll. ist der Betreffende zu einer Handlung bestimmt worden, welche er im an­deren Falle nicht vorgenommen haben würde."

Berlin, 5. September. Die in Wien erscheinendeJ3o it. SinIübunqen ^folgten.

schreibt:Wie man sich in ftrdjHcbcn ßrei|cn ^Eußen s mei e , ' Augsburg, 6. September. Der Kronprinz des Deutschen Reiches,

Martin von Paderborn ausersehen sein, im.a 1 tericit in «welcher von der Bevölkerung Oberammergaus mit größtem Jubel begrüßt wor-

mit dem Purpur geschmückt zu werden W Mar bah J ,Deqe t iniwar, ist gestern Abend 11 Ubr 45 Min., von seiner Suite begleitet, hier Rocrmond in der holländischen "rg a if ^postoli-! wieder einqetroffen. Derselbe wird heute und morgen den Manövern des ersten

Abreise nach Rom. Der An rag, die D öcese Pad^ - Armee-Corps bei Schrobenhausen beiwohnen.

scheu admmtstnren zu affen u hfien, wurde nicht acceptirtj Landau, 5. September. Heute findet hier der vierte Verbandstag

A^Anderw^itiaem können wir melden, daß die gejammten deutschen, also auch der pfälüscken Feuerwebren statt. Nahezu 3000 Feuerwehrmänner hielten hwnfeiXn fflikhöfe von ben b.absicktiate» Wallfahrte» nacb Lvurbes abiutben-, beute Mittag mit tliuflenbem Spiel ihren Einzug in bie -überaus festlich ge- Ebensv haben bie preußischen Bifchöfe, an ihrer Spitze Erzbischof Melchers von schmückte Stabt.