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Gießener Anzeiger

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"Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen

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politischer Theil.

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Frankreich.

dauernd der besten Gesundheit erfreut und stets kelteren Sinnes ist. Wird auf

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der Säbel herrscht, ausgeschlossen sein wird, während die bonapartistiscken

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ist zum Bisckof von Nimes, und Paulmier, Bischof von Grenoble, zum Erz­bischof von Besannen ernannt.

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Schweiz.

in Göschenen die Ordnung wieder vollständig schon erfolgte Entlassung sämmtlicher Militärs,

das ihm bis zu seiner Amtsentsetzung einbehaltene Gehalt auch >/2 Jahr abge­rechnet, was sehr wahrscheinlich ist, so bat er immerhin 21/3 Jahre Gesängniß zu verbüßen und seine Freilassung ist erst am 3. Äugust 1876 zu erwarten.

Stuttgart, 6. August. In der Festhalle fand gestern Abend bei An Wesenheit des Königs Karl eine Aufführung lebender Bilder (»Barbaroffa's Tod", Eckiller in der Karlsschule",die Kaiser-Proclamation in Versailles") statt, mit Prologen von Fischer, Wintterlin und Rüstige, gesprochen von der Hof-

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fcpttinon : SenjHtkfra, ?it v. Nr. 1.

Pari-, 5. August. Großfürst 5tonstantin kommt am Sonntag nach Paris und wird osficiell empfangen. Mac Mahon, der schon am Samstag das Elysöe bezieht, wird ihm ein großes Diner geben, zu dem mehrere ange­sehene Mitglieder des geographischen Congresses und einige hohe diplomatische

Der Transport des spanischen Kriegsgeräths von Cette nach Puycerda oder Seo de Urgel dauert fort. Am 2. August wurden 300 Bomben, 30,000 Patronen und anderes Material gelandet und mit der Eisenbabn nach Spanien weiter befördert. Der Transport war von 7 spanischen Officieren begleitet.

Paris, 5. August. Tie Clericalen beschäftigen sich auf's Eifrigste mit der Gründung einer medicinischen Fakultät in Paris. Der schwierige Punkt bei der Sache ist, daß jede freie mediciniscke Fakultät ein Hospital mit 120 Betten haben muß. Da man ein solches nicht über Nacht Herstellen kann, so find die Clericalen mit der Pariser Hospiral-Vcrwaltung in Verhandlung getreten, damit dieselbe ihnen 120 Betten liefert, ^für welche die neue Universität Sorge tragen wird. Glänzende Anerbietungen wurden mehreren Aerzten wegen der Uebernahme von Lehrstühlen in der neuen Fakultät gemacht. Ter General Ducrot, Commandant deS 8. Armee Corps und eifriger Bonapartist, hat das in Nevers erscheinende Blatt,La Röpublique", in den sich im Belagerungs­zustände befindenden und zu seinem Ober-Eommando gehörenden Departements Cher, Saone et Loire und Cotes d'Or verboten. In seiner Verordnung klagt der General daffelbe aller möglichen Verbrechen, der Beleidigung des Ministers Buffet, der Beschimpfung der National-Versammlung und der Armee, der Ent­stellung der Wahrheit rc. an. TieMpublique" wird natürlich weiter erschei­nen, da das Nievre-Tepartement nicht in Belagerungszustand ist. Die Sache hat aber in so fern Wichtigkeit, als, falls der Belagerungszustand nicht schnell aufgehoben wird, die republikanische Presse bald von allen Departements, wo

Hühneraugen Buchbinder.

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Bundesrath demnächst erstattet werden. Trotz der Arbeitseinstellung ist der Unterschied des Fortschritts im Richtstolleii des Gotthardtunnels gegen die vor­vorige Woche nicht sehr groß. In vergangener Woche rückte der Richtstollen auf der Nordseite bei Göschenen um 25 50 gegen 31 Meter in der vorvorigen Woche vor, während der auf der Südseite bei Airolo 25,10 gegen 28,80 Meter in der vorvorigen Woche betrug. Gesammtfortschritt der vergangenen Woche also 50,60 Meter gegen 59,90 Meter in der Vorwoche, durchschnittlich täglich 7,20 Meter.

Deutfdjfanö.

Berlin, 5. August. DerReichs-Anz." dementirt heute die durch eine Berliner Correspondenz in Umlauf gesetzten Gerüchte über bevorstehende größere Veränderungen im diplomatischen Corps. Es wäre sehr wünschcnswertb, wenn auch andere Zeitungs-Enten, die das große Publikum oft wochenlang und in weit höherem Maße beunruhigen, als die hier in Rede stehende, ebenso rasch und entschieden durch das amtliche Organ in das Nichts, aus dem sie gekom­men, zuiückgeschcucht würden. So gebt z. B. gerade in diesem Augenblicke die Nachricht um, der deutsche Botschafter in Paris habe vor Kurzem diegehei­men Befehle", welche der französische Krieg- Minister betreffs der bevorstehenden größeren Manöver an die Corps-Commandeure erlaffen habe, zum Gegenstände diplomatischer Erörterungen mit dem französischen Minister de- Auswärtigen gemacht. Wäre die Nachricht wirklich wahr, so müßte sie unter allen Umstän­den alS Anzeichen einer hochgradigen Spannung zwischen Deutschland und Frankreich betrachtet werden. ES liegen nun freilich anderweitige Jndicien für eine solche Spannung nirgends vor, und schon aus diesem Umstande kann mit Sicherheit aus die Grundlosigkeit jenes Gerüchts geschloffen werden. Trotzdem sind in Zeiten, da das öffentliche Vertranen nicht ganz besonders feststeht, der­artige Nachrichten, wie unwahrscheinlich sie auch sein mögen, stets von nachthei­liger Wirkung und es könnte daher nicht schaden, wenn derReichs-Anz.", da das verdienstliche Geschäft des Dementirens nun einmal unter seine Aufgaben ausgenommen ist, auch ihnen seine Aufmerksamkeit zuwendete.

Berlin, 5. August. DerReichs-Anz." weist die Behauptung eines größeren Provinzial-Blattes zurück, daß der Reichs Kanzler die jüngste Lauen- burger Wahl irgendwie beeinflußt habe. DerReichs-Anz." ist überzeugt, daß der Reichs-Kanzler wie seit Monaten allen Geschäften so namentlich dieser Wahl gänzlich ferngeblieben ist.

Berlin, 5. August. Auf der Berlin-Anbaltischen Eisenbahn hat man folgende Beobachtungen gemacht, die nicht allein für den Eisenbahnbau, sondern auch für andere technische Zwecke voit ganz erheblichem Werth fein dürften. Im Jahre 1855 wurden nämlich auf einer bestimmten Strecke der genannten Eisenbahn probeweise eine Anzahl von Schwellen eingelegt, welche unter der Bezeichnung, daß sie von dem Buldrec-Holz, das aus Guyana von Surinam herstamme, gefertigt seien. Obgleich nun schon 20 Jahre darüber hingegangen sind, mit all' dem zahlreichen Verkehr, der seiner Zeit auf dieser Bahnstrecke sich heraus gebildet hatte, so liegen doch diese Schwellen zum Theil noch jetzt in den Geleisen und nur einige derselben mußten wegen auf mechanischem Wege ihnen zugefügter Beschädigungen ausgewechselt werden, sie zeigten sich aber von der Fäulniß noch nicht im Geringsten angegriffen. Es ist dies eine bcmerkens-

Echauspielerin Eleonore Wahlmann. Die schweizerische Fahne wurde gestrigen Banket nach dem Austausch von Abschiedsreden abgeholt. Schießen nimmt trotz dem Regenwetter eifrigen Fortgang.

Oesterreich.

Wien, 5. August. Fürst Milan aus Serbien bat sich soeben mit

Ein officieller Bericht über den ganzen Vor­fall und feine Ursache an die Subventions-Staaten wird, wie man hörte, vom

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Fürstin Moruffy aus reichem griechischen Hause verlobt.

Wien, 5. August. DiePolitische Corresp." vernimmt aus authenti­scher Quelle, daß der Abt der Benedictiner-Abtei St. Bonifaz in München, Benedict Zenetti, Sohn des 1848er bayerischen Minister- Zenetti, von dem König von Bayern zum Bischof von Paffau designirt und das Placet aus Rom bereits eingetroffen sei.

Wien, 5. August. Herr v. Stremayr hat eine Verordnung erlaffen, nach welcher der Verkehr der Universitäten mit dem Unterrichts-Ministerium fortan unmittelbar und ohne die Vermittlung der Landesstellen stattfindet, so wie dies rücksichtlich der Wiener Universität bereits ter Fall ist. Es ist mit

hier angekommen, um sich nach d«m Landsitze Scarpa zu begeben. Als die auf dem Bahnhofe versammelte Menge zu zischen begann, erwiederten Beide mit frenndlichcn Grüßen. Dadurch stieg die Erbitterung; mit Zischen und drohendem Geschrei wurden die Gäste bis zu ihrem Gasthofe begleitet. Heute Morgen blieben viele Personen aus Furcht vor Unordnungen zu Hause.

Wien, 5. August. Der Kaiser hatte gestern Mittag in Begleitung eines Flügel-Adjutanten dem Fürsten Milan einen viertelstündigen Besuch im Hotel zum Lamm" abgestattet. DieNene Fr. Pr." meldet: Die officiellen Kreise halten an der Auffassung fest, daß die Situation keine bedenkliche'sei. Die österreichische Regierung hat dem Fürsten von Serbien die Versicherung ertheilt, daß Oesterreich an der bisherigen correcten Politik festhalte und die geringfügigen Truppen-Aufstellungen im Süden jedes offensiven oder demonstra­tiven Charakters entbehren." TiePolitische Corresp." vernimmt, daß trotz dem festen Willen des Fürsten von Montenegro behufs Erkaltung einer strikten Neutralität mehrere montenegrinische Schaaren unter Führung der Capitäne Zimonic, Alexich und Petrovich die Grenze der Herzegowina überschritten haben, um eine Vereinigung mit den Insurgenten - Schaaren bei Popovopoglie zu be­werkstelligen.

Wien, 6. August. Tie Journale melden, daß der Fürst Milan von Serbien sich gestern Hierselbst mit Fräulein v. Ketsko, Nichte des moldauischen Fürsten Moruffy, verlobt hat.

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werthe Wahrnehmung diese- Holzes, das dadurch eine viel größere Tauerhaf-.uv \y.vuyit||tD uuv cunyc yvyc uiyivmunju;«:

tigkcit documcntirt hat, als viele andere bisher zu diesem Zweck verwendete, und politische Persönlichkeiten eingeladen werden. Auch eine Truppenschau auf Holzarten. Wegen dieser Eigenschaft ist auch ein Theil einer solchen Schwelle Longchamps ist in Aussicht genommen.

dem landwirtbschaftlicheu Museum einverleibt worden. ! Die Minister Tusaure, Ciffey und Decazes verlassen dieser Tage

Posen, 3. August. Das Organ der geheimen Diücesan-Derwaltung, Paris; Dufaure wird am 1. September zurückkehren. Tie National-Versamm- Kuryer Pozn.", erinnert daran. daß heute 1 x(2 Jahre seit der Jnhastirung lung trennte sich nach Annahme des Gesetzes über die große Ringmauer-Eisen- des vormaligen Erzbischofs Grafen Ledochowski verfloffen sind. Es bestätigt bahn um 4y3 Uhr unter dem Ruse: Es lebe die Republik.' Die nächste die auch von anderer Seite gebrachte Nachricht, daß der Gefangene sich an-', Sitzung findet am 4. November statt. Abbs Beffon, Canonicus von Besannen,

Zuversicht anzunehmen, daß diese Maßregel, welche vollkommen geeignet ist, der Säbel herrscht, ausgeschloffen fein wird, während die bonapartistischen Conflicte, wie fie an der medicinischen Fakultät in Prag vorkamen, hintanzu-'Blätter dort um so freieren Spielraum haben. Diesen geschieht nichts, weil halten, zur Folge haben wird, daß die gekränkten Prager Profefforen der dor-!die Corps-Commandanten zumeist Ckiselhurstianer sind.

tigen Universität erkalten bleiben. Paris, 5. Lugust. DerMoniteur" spricht zu der gestrigen Rede

Wien, 5. August. Wiener Blättern meldet man aus Fiume vom 4.'Disraeli's bei dem Lord-Mayor-Banket in Mansion House seine Zustimmung d. Mts.: Gestern Abend ist Don Alpbonso mit seiner Gemahlin Donna