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Gießener Anzeiger

Anzeige- und Z<mts6fatt für den Kreis Hießen

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Baptisten-Gemeinden. Das Gesetz über die Abwehr und Unterdrückung der

Procuratoren vom 4. Juni fordert dieselben anläßlich der an verschiedenen

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1. Gesetz, die Ausführung des JmpfgesetzeS für daS Deutsche Reich vom 8. April 1874 betreffend.

2 Uebersickt der von Großherzoalichcm Ministerium des Innern für das Jahr 1875 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal - Bedürfnisse in den Gemeinden des Ikreises Offenbach

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Deutschland.

Darmstadt, 4. Juni. Die Nr. 28 des Llatts hat folgenden Jnbalt:

lebung des früheren irdischen LeibeS, erklärte er, in einzelnen Fällen käme es noch heute vor, daß Jemand, der immer fromm gewesen, sofort nach dem Tode durch die Allmacht Gottes, gleich Henock unmittelbar entrückt, b h. sein irdischer Leib sofort zum Himmel gehoben würde. Als Beispiele führte er Folgendes an: Da sei kürzlich ein frommer Pastor gestorben und begraben worden, aber als man kurz nach seiner Beerdigung Beranlastung gehabt habe, ihn auSzugraben und den Sarg zu öffnen, sei nichts im Sarge gewesen. Der fromuie Pastor sei unmittelbar gen Himmel entrückt. Aehnliches sei jüngst bei eineni jungen Mädchen vorgekommen." Der Redner soll kein Geringerer sein, als der Eonsistorialrath Lange, der vor anderthalb Jahren nach Breslau berufen wurde und Examinator der Candidaten der Theologie ist. Und nun wundere man sich noch, wenn unter unserer Jugend, soweit sie auf Bildung Anspruch macht, sich so Wenige finden, welche zum Studium der Theologie Lust haben.

Berlin, 5 Juni. Heute Abend gelangten die Conipromiß Anträge zur Provinz»al-Ordmmg an die Mitglieder des Abgeordnetenhauses zur Vertheilung. Dieselben tragen die Unterschriften der Vertrauensmänner der drei Fractionen der National Liberalen, der Freiconservativen nnd der Neuconservativen. Her­vorragende Mitglieder der Fortschrittspartei haben in Aussicht gestellt, auf Grund dieser Compromiß - Vorschläge für die Provinzial-Ordnung zu stimmen. Die Majorität des Hauses ist den Compromiß-Vorschlägen gesichert.

Berlin, 5. Juni, Abends. Der Kaiser ist heute Abend 93/4 Uhr nach Ems abgereift. Die königlichen Prinzen und dir Minister waren zur Ver­abschiedung auf dem Bahnhofe anwesend.

Berlin, 5. Juni. Abgeordnetenhaus. Windthorst (Meppen) bringt eine Interpellation ein wegen des von der Kölner Regierung gegen den Bonner Oberbürgermeister Kauffmann beobachteten inquisitorischen Verfahrens. Bei Er­ledigung der Tagesordnung wurde der Gesetzentwurf, betr. die Berichtigung des Grundsteuer Katasters und der Grundbücher bei Auseinandersetzungen, und der Gesetzentwurf über die Erweiterung der Statuten der Hannover'scken Lan- descredit-Anstalt in zweiter, das Viehseuchen-Gesetz in dritter Berathung en bloc angenommen, das Gesetz über die Anlegung und Bebauung von Straßen in Städten und ländlichen Orten in zweiter Lesung nach längerer Debatte im Wesentlichen nach den Anträgen der Commission genehmigt Schließlich fanden Wahlprüfungen statt, wobei die Wahlen Podworowsky's, Respondek's und Wojzewski's für ungültig erklärt wurden. Fürst Bismarck ist heute nach Varzin abgereist.

München, 4. Juni. Das heute erschienenePastoralblatt" für die Erzdiöcese München-Freising enthält folgende Bekanntmachung des Ordinariats: Am 27. Mai d I. ist eine Entschließung der königl. Staatsministerien des Innern beider Abtheilungen,Außerordentliche Kirchenfeierlichkeiten und Pro- cessionen bei dem Jubiläumsablaffe im Jabre 1875* betreffend, ergangen, in Folge welcher Ee. Excellen; unser hechwürdigster Herr Erzbischof sich genöthigt sehen, anzuordnen, daß alle im Sinne der päpstlichen Jubiläumsbulle vom 24. December v. I und deS erzbischöflichen Hirtenbriefes vom 29. Januar d. I. beabsichtigen Jubiläums - Procefsionen Unterlasten werden. Dies wird hiermit den hochwürdigen Seelsorgvorftänden zur Danachachtung knndgegeben."

Karlsruhe, 5 Juni. Das neueste Gesetzblatt enthält eine miste- rielle Verortnung, welche die Jubiläums-Processionen außerhalb der kirchlichen Gebäude untersagt.

Schweiz.

Basel, 5. Juni. DenBaseler Nachr." zufolge hat die Berner Regie­rung ihren Recurs an die Bundes-Versammlung wegen des Bundesraths -Be- schlustes vom 31. v Mts. über die Aufhebung der Ausweisung der katholischen

3. Uebersicht der für das Jahr 1875 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung von Dedürfnisten in den israelitischen ReligionS-Gemeinden des Kreises Alsfeld, deren dreijährige Voranschläge die Jahre 1875 bis 1877 umfasten, wovon hier die erste Ouote zum ÄnSscblag kommt.

4. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1875 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniste der israeli­tischen Religions Gemeinden des Kreises Bensheim.

5. Erhebung in den Adelstand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. November 1874 die Verlobte des Grafen Friedrich Wiprecht Franz zu Alt -Leiningen - West.rburg, Fräulein Olga Braillard zu Gens, in den Adelftand des Großherzogthums zu erheben.

6. Ordensverleihungen.

7. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines freniden Ordens.

8. Dicnstnackrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 18. Mai dem Schullehrer an der Gemeindeschule zu Bleidenrod. Friedrich Ramge, die erste Gemeinde Schulstellc zu Nieder-Ohmen und dem Schullehrer an der evang. Schule zu Ostenheim, Walter Sander, die evatig. Schulstelle zu Heimersheim, am 19. Mai dem Schullehrer an der Gemeindcschule zu Wernges, Johann Haas, die Gemeinde Schnlstelle zu Ober- Gleen zu übcrtraaen; an demselben Tage den von dem Herrn Grafen von Erbach Erbach auf die zweite Gemeii.de - Schulstelle zu Brensbach präsentirten Schulamts Aspiranten Karl Glaser für diese Stelle zu bestätigen; am 21. Mai den Secretär bei dem Betricbsinsprctor der Main-Neckar-Eisenbahn, August Dittmar, zum Eisenbahnbanmeister bei dieser Eisenbayn zu ernennen.

9. Charaktercrtheilung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 3. Mai dem Beschließer im Ständebause Hausverwalter Friedrich Korndörfer den Charakter alsJnspector" zu verleihen.

10 Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die dritte Gemeinde Schul- ftelle zu Mörfelden mit einem jährlichen Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die evang. Schulstellc zu BonSwUher mit einem Gebalk von 685 Mk 71 Pfg.; dir dritte Schnlstelle zu Lich mit einem Gebalt von 942 Mk. 86 Pfg. Dem Herrn Fürsten zu Lick stebt daS Präientationsrecht zu dieser Stelle zu; die erste Sckulstelle an der Gemeindeschulc zu Bcistadt mit einem Gebalt von 1034 Mk. 58 Pfg.; die evang. Schulstelle zu Hüttenfeld einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg Die Concurrenr Eröffnung ui Nr. 20 des Großh. Regierungsblatts wird znrückgezoaen; die vierte Lebrerstelle an der Gcmemde- schule zu Dietzenbach mit einem Gehalt von 857 Mk 14 Pfg.; die zweite mit einem Theologen zu besetzende Lehr erstelle zu Butzbach mit einem Gehalt von 1371 Mk. 43 Pfg., welcher sich von 5 zu 5 Jahren um je 85 Mk. 71 Pfg bis zum Gesammtbetrag von 1714 Mk. 29 Pfg. erhöbt.

Berlin, 4. Juni. Aus Oesterreich melden imt folgende Nachrichten:

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er findet imlv: '"stag ilbciids;i Uhr statt.

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Vorstand.

neuesten Nummer Vorgänge auö einer Breslauer Bibclstunde, die man kaum ; glaubt» würde, wenn sie nickt vollständig verbürgt wären. In einer B'bel- Großherzoglichen RegierungS-,stunde sprach der Ridner von der Auferstehung des Fleisckes.Nackd»m er ihervorgehoben", so berichtet das genannte Blatt,es sei darunter mckt eine Begabung mit einem verklärten himmlischen Leibe zu verstehen, sondern die Be-

bdjtn wird für; |U einem Wnbtr-S eb-L»-^ S^misMii^ geM ppc 'Zchönsarbn' nwein-Derkü° unb 27 fr-

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Lieh-Seuche wurde sodann in zweiter Deratbung gleichfalls angenommen. .-

Das Herrenhaus erledigte mehrere kleinere Gesetzentwürfe durch einmalige. Orten stattgehabten Ruhestörungen auf, die nöthlgen gefetzlichen Mittel zur voll- Schlnßberathunq und vertagte sich dann bis zum 10. d. Mrs. ft" Anwendung zu bringen und die Schuldigen zu verfolgen; daS Rundschrei-

Derlin 4 Juni Das Schles Protestantenblatt" erzählt in seinersben schärft den General-Procuratoren ferner em, die Herausforderungen zur

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Linz, 1 Juni. Disckof Rudigier proteftirt im Diöcesanblatre gegen die vorn Linzer Ge'meinderarh bcsckloffene Friedhof und Todtengraberordnung und weist die Seelsorger an, sich streng an die kircklicken Vorschriften zu halten. Prag, 1. Juni. In höheren clericalen Kreisen ist die Nachricht verbreitet, es sollen mit Bischof ^Wahala in Leitmeritz Unterhandlungen im Zuge sein, wonach dieser das Leitmeritzer Bisthum mit dem reicher dotirle» BlSthum Kömggrätz vertauscht und an Wabala's Stelle der verfasiungstreue Domcapitular Ginzel Bischof von Leitmeritz wird. W»e .Czech" meldet, verlangt die Regierung von den Candidaten für den Königgrätzer Bischofssitz die Ausstellunq eines Reverses bezüglich des Gehorsams und der Unterwerfung unter die gesammten Staats- , Grundgesetze. Geistlichen des Berner Jura nunmehr eingereicht und das Gesuch an die Bun-

Bcrlin, 4 Juni. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses deS-Versammlung gerichtet, den Beschluß des Bundesrathes für ungerechtfertigt wurde der Gesetzentwurf über die Verwaltung des Vermögens der katholischen zu erklären und die Suspension deffelben bis zur definitiven Entscheidung der Kirchengemeinden in dcr Scklußabstimmung genehmigt und der Antrag Welter's Angelegenheit auszusprechen. Dem Recurs sind ausführliche Motive beigefügt, angenommen, die Regierung möge ein Gesetz einbringen über die Aufhebung welche eine Darlegung der Verhältniffe im Jura enthalten, der in den linksrheinischen Landestheilen den bürgerlichen Gemeinden obliegen- -BcfütClL

den Vckpflicktung zur Aufbringung der Kosten für die kirchlichen Dedürfniffe^ _ .

der Pfarrqemeinden Der Neg.erunzs,Commiffär Förster gab d.e Zusage ab. ©rüffel, 4. Jun,. Heute Nachmittag feuerte em Mensch auf dem daß die Anaelcaenbcik generell und auch für die übrigen Landestheile geordnet mensckengesullten Boulevard drei Revolver - ^chuffe aus den Obersten Ollwier werden solle Das Haus genehmigte darauf in dritter Berathung die Vorlage ab. Der Graf von Flandern, der im gleichen Augenblick mit seinem Adjutan-

über den Ankauf der Pommer'schen Centralbahn und der Berliner Nordbahn, len Danier des Weges kam, zog den Degen und verwundete den Mörder

sowie den Gesetzentwurf, betr. die Ertheilung von Corporations-Rechten an die schwer. Der Oberst ist am Arm verwundet.

Bavtisten:Gcm,in^>. Das Gesek über die Abwehr und Unterdrückung der Brussel, o. Ium. Ein Rundschreiben des Justizministers an die General-