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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
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Berlin, 4. Februar. Tas 300jährige Jubiläum der holländischen Um- versität Leyden, das in der nächsten Woche bevorsteht, erregt auch hier Theil-
>, besonders da die Universität Leyden im 17. und 18. Jahrhundert der
Dazu kommen die sittlichen Gefahren des Universitätslebens. In jener herrlichen Stelle aus dem Worte Gottes haben wir vorher gehört, hijj die wahre Weisheit, also die Erkenntlich des Zusammenhanges des Irdischen mit dem Ewigen, ein „Hauch der Kraft Gottes", ein „reiner Ausfluß der Klarheit Gottes", cm „Glanz des ewigen Lichtes", ein „makelloser Spiegel der Herrlichkeit Gottes" ist. daß deshalb „nichts Unreines" zu ihr kömmt, daß nur .heilige Seelen" und „Freunde Gottes" sie erlangen. Alles, was die Seele beschmutzt, lenkt sie von den erhabenen Wahrheiten des Glaubens, von der Liebe der klaren, reinen, ewigen göttlichen Wahrheit ab. Welchen Gefahren sind deshalb Jünglinge bezüglich ihres Glaubens ausgesetzt, welche in Jenen Jahren, wo alle Leidenschaften in der Jünglingsseele erwachen, in dem Leben, das sie auf der Universität umgibt, Alles finden, was diese Leidenschaften in ihnen aufregen und reizen kann! „Wer immer Böses thut, hastet das Licht", sagt das ewige Wort Gottes, und Jünglinge, die allen diesen Anreizungen zum Bösen zu unterliegen anfangen, fangen auch schon an, sich von dem Lichte abzuwenden, welches in Christus und seiner Lehre auf Erden erschienen ist.
Da seht Ihr nun die Lage, in welche ich als Dberhirt durch diese Gesetzvorlagen bezüglich der Verkündigung des Glaubens gebracht werde.
Offenbach, 4. Februar. Ton Alphons, Bruder des Don Carlos, verweilt seit gestern mit seiner Gattin Donna Bianca hier und hat im Palais des Fürsten von Vsenburg-Birstein sein Absteigequartier genommen. Auf diese Thatjache dürste sich auch daS heute hier coursirende Gerücht von der Anwesenheit deS Prinzen Peter Napoleon zurückführen lasten.
Berlin, 4. Februar. Herr v. Radowitz geht heute Abend nach Petersburg ab und wird, bis Prinz Reuß, desten Genesung erfteuliche Fortschritte macht, wieder hergestellt ist, die Geschäfte der kaiserlichen Botschaft daselbst
Befehl sofort abzugehen.
Schwerin, 5. Februar.
örfd'-int täglich, mit Äwi« nähme Montag-.
Spedition Canzlrtberg, Ctt B. Nr. 1.
liier für Südliche Aickagm 3._____________
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Nr. 3 des Reichs - Gesetzblatts, auSgeczeben den 1 Februar 1*75, enthält:
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f Universitäten offene Gegner des katholischen Glaubens, der ja eine Gnade, ein
Deulfcylano. Vidjt vom Himmel ist, welches die Seele erleuchtet und sich mehr und mehr
etteler har in einem Hirtenbriefe noch- von einer stolzen Wissenschaft MÜckzieht, die sich über Gott m'd die göttliche
hessischen Kirchengesetze Luft gemacht. Offenbarung erhebt. Solche Professoren muß dann der künftige Lehrer de«
' - .....1- d- b. des katholische» Glauben« hören. »n „n,r
------- —---- «rodpreise vom «. bis 13. Februar 1875
nach eigener Erklärung der Bäcker:
gemischte« Brod 60 Pfg, 1 Kilo gemischte« Brod 30 Pfg.. a ««» 52 1 b°'26 2 «weite Sorte 43 Pfg.
erkennen wir, welchen Eindruck das auf die jugendlichen Herzen machen muß, nm™,«
und in welcher Lage die Kirche sich befindet, daß sie für die ^Verkündigung der ersten Pa-°graphen an , menen
Mainz, 4. Februar. Bischof Retteier hat in einem mals seinem Schmerze über die neuen l, .. . Besonders nahe geht ihm die Aushebung des Priester-Seminars Privilegiums, junge Leute abzuschliehen von den Bildungselementen und den wissenschaftlichen Errungenschaften der Gegenwart, für die clericalrn Zwecke Roms zu dressiren und zu gehorsamen Dienern des Vaticans, sei es selbst zum Kampfe gegen ihre Familien und ihr Vaterland, heranzuziehen. Die Schilderung, welche der Bischof von der Erziehung und Bildung der jungen Generation außerhalb der klösterlichen Eonvicte gibt, ist von besonderem Interesse durch die Beschuldigungen, welche der fromme Bischof gegen unsere Gymnasien und Universitäten richtet. Man lese und frage sich dann, ob mit solchen Anschauungen und Gesinnungen ein modus vivendi möglich ist:
Tie ersten Jahre bringt das Kmd, welches von Gott berufen ist, Zeuge jener Wahrbeit zu sein, welche die ewige Wahrheit gelehrt hat, zu Hause zu, unter dem Elnflnsic der Eltern. Ti- ersten Religions-Lehrer sind da die Eltern. Ta hat cs bezüglich seine- Glaubens noch keine Gefahren; da lernt es von seinen Eltern rein und lauter die Wahrheit, die Christus in seiner Kirche nic- dergelegt hat. „Seid als neugeborene Kinder begierig nach der geistigen unverfälschten Milch", ermahnt der heil. PetruS, „um durch sie zur Seligkeit aufzuwachsen." Diese wird ihnen von den Eltern gereicht. Ter Unglaube ist so in seiner Wurzel unnatürlich, daß selbst der ungläubige Vater es nicht wagt, seine schlechten Grundsätze dem Kinde mitzutheilen, und sich vielmehr der christlichen Wahrheit bedient, wenn er mit seinem Kinde reden will.
Dann bringt das Kind acht Jahre in der Volksschule zu. Da beginnen schon die Gefahren für die Reinheit seines Glauben- und sie werden in dem Maße wachsen, als die Schule mehr und mehr dem Einfluffe der Kircke em zoaen wird Unter solchen Derhältniffen wird es nicht selten geschehen, daß das Kind Lehrer bekömmt, welche selbst am Glauben Schiffbruch gelitten haben und den Kindern nicht mehr jene „geistige unverfälschte Milch" zur Seligkeit reichen, wodurch sie erfahren, „wie süß der Herr ist", sondern welche ihnen statt desten das Gift schlechter Grundsätze mittheilen und den Geschmack an UWBMZUMMWMWMU MAS 5 Ä X? ÄSjfÄS »Ste - ä SSttÄÄ £ genommen wirb ; wo man (>-XV^XVfSr^abftre’ft" "wo 2""kach°lische Mrerstützung der Hebammen, sowie Regeürng der , Wir.hschaftS-Abgaben in den Kmder'nuk d'.'eser' weichen' 'empfänglich^ Seele °^'chLehrerhaben«erben ^‘gern1*en^anb,m ^‘JeJorZhe» würd7an
U-Vl, ......- Ter Justlz.Minister vertheidigte die Vorlage
und widerlegte die dagegen gerichteten Einwendungen des Abg. Windthorst. Die Debatte wird morgen fortgesetzt. ,
Berlin, 5. Februar. Der frühere Ches-Redacteur der „Narion.-Ztg. Dr. Zabel, ist gestern Abend gestorben.
Wilhelmshafen, 5. Februar. Nachdem die Corvette „Louife gestern in die erste Reserve gestellt und die Mannschaft an Bord commandirt worden, und alle für die spanischen Gewäster desiznirten Schiffe bereit, aus eventuellen
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göttlichen Wahrheit auf Jünglinge angewiesen ist, die selbst so lange Jahre in Gefahr waren, an demselben Glauben Schaden zu leiden, welchen fte später dem Volke verkünden sollen. '
Doch alle diese Gefahren sollen noch weit überboten^ werden durch das. was die jetzige Gesetzvorlage fordert. Dadurch wird der künftige Priester, der Lehrer des Volkes in der göttlichen Lehre Jesu Christi, gezwungen, auch drei Jahre der höheren Studien aus den Universitäten zuzubringen. In dieser Zeit werden insbesondere zuerst die philosophischen Studien betrieben, welche gewMer- sftp äVhä b" ®"™“ “■ ** ***■
Wissenschaften, was an einer Stelle, wo zahllose Wege auseinanderlaufen, der Sicherheit.
Wegweiser ist. In diesen pbilosophischen Sindien herrscht aber »un in dieiernj Desterrelch.
Augenblick, in Folge der Abwendung vieler Geister vou^den ewigen Wahrheiten «g. 5 ae6uar. Erzherzog Johann Salvator von Toskana,
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