betroffenen Xifhictä, gemeldet wird. wurde am Freitag und Sonnabend in jämmtlichen zu den Eisenwerken gehörenden Kohlengruben die Arbeit eingestellt, und die Bergleute wurden mit der Weisung entlasten, daß man ihrer Dienste erst wieder bedürfen würde, wenn eine allgemeine Regelung des LohnstreiteS zu Stande gekommen fein würde- Bon der ÄrbeitSiperre in den Kohlengruben werden aber vorläufig nicht die Eisenarbeiter belroffen. da genügende Kohlen- vorräthe vorhanden find, um die Hochöfen noch einige Zeit m Wirksamkeit zu halten. Für den Dlstrict involvirt die Ärbeitesperre einen wöchentlichen Perlust von über eine Viertel Million Pfund Sterling. Die Ansichten d<r Arbci ter sind getheilt. Während ein Theil derselben geneigt ist, die Arbeit unter den von den Grubfubisitzeru gestellten Bedingungen wieder auizunebmen, will der andere bi» aus das Aeußerste Widerstand leisten und sich mit der Bitte um Unterstützung an alle Kohlen» und Eisenarbeiter Englands wenden. Der flr, fchaftliche Verkehr in Süd-Wales hat fast vollständig ausgehört- Jii einigen Fabriken In Süd Staffordshire baden die Arbeiter ebenfalls einen Strike be gönnen, weil dir Meister die zehnstündige Arbeitsikit wieder einfübren wollen.
London, 3. Februar. Die deutsche Barke „Anna" aus Bremen, die auf dem Wege von Rotterdam nach New-Aork sich befand, lief gestern auf die berüchtigten Oootwin Sandbänke und das Rettungsboot von Broadstairs mußte ihr zu Hülfe kommen. Das Schiff konnte indeffen unmöglich erhalten werden, und mußte sich begnügen, die aus 16 Köpfen bestehende Mannschaft zu reiten. In der Nähe dou Ardrosfan scheiterte zu derselben Zeit bu Glasgower Barke .Toronto", und daS Rettungsboot war trotz stürmischen Wetters und hoch- gebender See im Stande, die Mannschaft, bestehend aus 9 Köpfen, und außerdem Frau und Kind des Steward zu retten.
London, 3. Februar. Der confervative „Standard" spricht über die neue Broichüre Erzbischof Manning'S in Sachen der vaticanischen Decrete mit offenster Rückhaltlosigkeit: „Dr. Manning's Ungezogenheit gegen solche, die höher stehen als er", sagt daS Hauptorgan der Ministeriellen u. A., „gibt ihm keinen Anspruch auf Nachsicht, und wir erklären unbedenklich, daß feine Angaben über die Unfehlbarkeit bestimmt und mit Vorbedacht auf Täuschung abzielen. E^ bat mit kühner Verwegenheit einfach eine sehr wesentliche Thatsache entstellt, wie er die sämmtlichen geschichtlichen Zeugniffe bezüglich der päpft- lichen Ansprüche verdreht hat- Der päpstliche Primat mag aus dem zweiten oder dritten Jahrhundert stammen. Die päpstliche Suprematie war noch im vierten unbekannt. Die päpstliche Macht wuchs allmählig in den dunklen Jahrhunderten nach dem Sturze des römischen Reiches und die Unsehlbarkeit ist eine Schöpfung der Mönchsorden und der Jesuiten, die noch bei dem letzten wichtigen Eoncil, welches die unversehrte westliche Kirche vertrat, feierlich verworfen wurde.
London, 4. Februar. Prinz Leopold ist in die Reconvalescenz einge- treten, die Ausgabe von BülletinS daher eingestellt.
Spanien.
Madrid, 3. Februar. Nach dem „Diario espannol" besetzte Morio- nes nach der Verprooiantirung Pampelonas wichtige Stellungen zwischen Pam- pelona und Carascal- Die Carlisten begannen ihren Rückzug in der Richtung von Estella. König Alphons traf heute Morgen in Oteiza (südwestlich von Pampelona) ein. Es beißt, Loma wende sich gegen Azcoitia und Azpeitia (Provinz Gutpuzcoa), um die dortige carlistische Geschütz Gießerei zu zerstören.
Indien.
Singapore, 3. Februar. Das Sultanat Perak (auf Malacca) bat die englische Oberhoheit anerkannt und die englische und malaiische Flagge auf- gehißt. Eine Proclamation des Sultans verbeißt Sicherheit des Lebens und Eigenthum-, ladet zur Ausbeutung der Minen ein und bietet Ländereien zur Anlage von Pflanzungen an.
flried)cn(anö.
Alexandrien, 4. Februar. Eine Depesche des General-Gouverneurs von Sudan' meldet die Unterwerfung der Familie des SultanS von Darfur unter den Vicekönig, womit die Annexion vollzogen ist. Darfur wird in vier Provinzen getheilt und der Sitz der Regierung nach Fascher, der früheren Hauptstadt, verlegt.
(£()tna.
— Telegraphischen Berichten zufolge, die in Trieft emgetroffen find, wurde in Peking von der fremdenfeindllcken Hofpartei der Tod des jungen Kaiser- mehrere Tage verheimlicht. Als der Tod bekannt und der Versuch gemacht wurde, den fünfjährigen Sohn des Prinzen Tun auszurufen, meuterten drei Regimenter. Auch anderwärts fanden Soldatenunruhen fielt. Der Nachfolger ist noch nicht definiti» eingesetzt. Gerüchtweise verlautet, der Kaiser sei vergiftet worden.
— In Brindisi eingetroffene Privat Depeschen, welche der „Elbf. Ztz." zugegangen sind, bestätigen, daß wegen der Thronfolge in Ehma Truppen- Revolten ausgebrochen sind, eift nach Bewältigung derselben wird der neue Kaiser ausgerufen werden können. Der Verdacht, daß der Verstorbene vergiftet worden sei, erfährt Bestätigung. Die Wendung der Dinge dürfte sich für die Zulaffung der Fremden kaum günstig gestalten.
dmerifta.
t^afbmgtöM, 3. Februar. Der Reciprocitäts - Vertrag mit Eanada ist vom Senate einstimmig abgelebnt.
itelf’yraptjildjc Depeschen.
Versailles, 4. Februar. Die Nationalversammlung berietb heute die Vorlage über die Freigebung der Fabrikation von Pulver und Dvnamit an Privatpersonen. Der Finanzminister sprach sich gegen die Vorlage aus. Die Beratdung wird morgen fortgesetzt.
Varis, 4. Februar. Der „Agence Havas" wird gemeldei, daß gestern bei San Christobal m der Nähe von Estella zwischen den Larliften und den Regierungstruppen em Kampf stattgefunden hat. in welchem beide Tdeile behaupten, gesiegt zu haben.
Bern, 4. Februar. Der Bundesratd bat vom Staatsratbe des CantonS Genf Auskunft über daS neueste wühlerische Treiben des früheren PfarrerS in Genf, Mernnllrod, an der dortigen Grenze verlangt.
Madrid, 4. Febr General Loma besetzte Zi mava und gewann tt< Straße nach Seßoiia. Tie Earlifien zehen sich aus Sesiona zinück Pen Oteiza wirt deute s'üd gemeltet. daß die Truppen ein« große Anzahl carlisti'cher Lerfchanzungeu ohne großen Wikeiftand nahmen Die Eail'Uei sind meist durch strategisch- Be:r.g<m.,en r.r T . ppeu ae.'ö.h:gl, ihre Stellungen auszugcben.
Ö f t m i f d) t e e.
SDfTlin, 27 Ian 6mr mysteriöu 'Jijibjc’iiaxr, tu outrn, Lag, lang tei größtrn TH<U tn Beamten der hiefigrn Gtieinaipclqn in LhLiigknt zeugt dal, ist u|t ale ,m «nn e<blofiag<|tOc )66ifdwr Lbkunft, Kamen- teutichmaan, m m rinn IK'a'tti unfraurret B». ichöftigung gesunden, bau« tu Bkannt,chatt eine, ebenfall, jütischen tame au» anständiger stamU.e üfmadit und sich, nut Zust mwue-g tn Öltern de-ielben. nu .h, verlobt. tu a.üdaeht ^iaui Katie ihrem flutan-ibUer aia Lerlocung-ge chenk ttn<i »ctbceUen Siing »aebit, wo- flk-rn fcuje: em G gengeichenk m<bi gemacht balle, «ontnn um« fccq i^una <m-, Geldsumme ren 46 Italern tae Le, vrechen gab. am lächln Lage cm solche Ute«reichen iu woLcn ißr Oellte "ch auch rünktlich b<i ter Geliebten ein. erzählte ,,doch mit »„ftörrer iS tr.t und unrer Lcrzeiaung »einer Häntr, daß er am flbtne zuvor auf tcm Heimweg, m te, Lassertziaß, cca tzn" Käubm, üb.riaUen, zu Boden geworfen unc inner Baar'chaft beraubt worden l«i tu aidubn, damit nichi zufrieden, hätten -Lm tu Handschuhe von den gingen gmii<n und dabei ut auch fcr, ihm geschenkt, R>na in tu Händ, der Stäuber gefallen tu ganz,' Üiiabluna ixiig den Lttrnp-i der Glaubwürdigkeit in »o hohem Muh, - du Stäuber Hutten dem Ueber. sallcnen sogar du Häno« zerkratzt -, taft tun Unglücklichen ti< allgemeine Lh^lnab«, bei ge- milk bei Braut nicht vei.agt «reiten konnte, unv tn trenn »ngabe nach noch immer an den Folgen bt» au«g,standenen Schreckens Lel-^de wurde von der,eiben g,d,g« unt gepfirnt lie n sich indessen etwas „holt Katt,, drang ree zukünftig, Sch.r.egeivater darauf. daß der ve raubt, von d-m Vorfall «'zeige mach,. Lrctz feine» anfänglichen Strauben- mußt, er endlich dem Drangen de» alten Herrn nachg,b«n. tfr beoab sich zu tun üh,s c, Snminaipolizn «egurung-rath Schmidt, uno wußte auch hier du G, schicht, io vorzutragen. daß tu Inn an der Wadrh,.t bnfelben tun Zweifel blieb. Üa wurde losort ,.nr «onferen, anbnaumt und iLmmt- Itche Beamten davon in Lenntniß gefegt. All, machten sich sofort auf tu Beine um du Stäuber zu ermitteln, jedoch vcr.eben» Tu Sv<kiaiei-,bung wurde dem ttuminai acmmi|i»nul feiger übntragen Diefn untei'ucht, zunächst die «ragwunden an den Händen 6<» Veraubtea und entdeckte, daß diese auffällign Weif, von ten Fwgern nach dem Handgelenk zu, gerisiea waren, während sie, trenn sie bei dem «Kreißen der Handschuh, bng,bracht, in umgekthnn -iichtung beigrbracht fein mußten Tem Brnmten stieg s,ge ,in Zw,rf,l an tn Wahrheit der «an»en Raubgeschichte auf. Sr hielt in b,i Wohnung de» Deutschmann ein, Hau-,uchung ab und fand — sowohl den Ring al» die gnaubte Baaiichafr dort, wohl und sicher verwahrt auf. Nach dem nun erfolgten Geständniß hat D den Schwindel nur tn Seen, g^.gr, am eie .Geschäft- zu machen, nämlich um Geld ;u behalten und ohne Gegengesch.nk bei tn Braut davonzukommen Ob die Braut unter diesen Umständen dem fpenihtietn Bräultuam ihr, Hand zum vhebunde reichen wird, muß di, Zukunft lehrrn. ( Zubün, )
Witten, 30. Ian. In Dttten erzählt man sich, wi, du ®ut Ztg melde«, folgende interessanten Vorfall: Lin hiesign Bürgn hatte wegen ,ln,l Verqetzen» ein« Gefängnigftrafr von vier Wochen zu verbüßen und sich diesnhalb beim Krei»gn,chk Dortmund zu gestttun Ob ihm nun die einsame Gefängmßzelle. Gefangenkost ob« ionst etwa- nicht behagtr. gcnuz. er suchte nach einem Mittel, die Strafe mcht selbst zu vnbüßen, und fand e», inem n einen guten Freund ersuchte, für ihn zum G,r,cht»qefängnisie iu gehen, sich al» den iBerunbellten vorzustellen und vier Wochen dort zu verbleiben Gesagt, g.than Der Gefängnißbeamte, welcher den verurtheilten nicht kennt, nimmt feinen Stellvertreter auf; beinahe sind d,e »irr Wochen vergangen, da trifft e« sich, daß eine andne Pnfon von Witten ebenfalls zum dort« munder Gnicht-gefängnifie muß. Sie wird von dem betreffenden Stellverrreier angnedet und verwundert sich, daß der richtige Verurtheilte, bm er fehl gut kennt, ein, ander, Gestalt ange. nommen hat, atebt auch dieser Verwunderung in rinn Werf, «u-druck, daß du G'sängntßbe- amten aufmerksam werden, und dunnachst kommt dann die SUuf*un* an» Iugellid)l‘ Der Gefeggebn kennt natürlich eine solche Stellvntretuna nicht, und so soll denn, »u wir h»r,n der verurtheilt, bereit» zur vnbüßuna seiner Strafe nach Dortmunb abgesübrt fein
London, 1 Febr Der Befig von Juwelen und Geschmeide wttd von Lag zu Lag unsicherer Jeder Lag bringt einen neuen großartigen Iuwelendiebstahl zur -ftentliche. pennt« niß, und diese Diebstähle zeichnen sich durch bu unerhört, Ti„st,qk<,t ibrn «u-füdrung au- Den Beginn machte du Gräsin Dudley. Ibr folgte der russische Bot'ch.fter flntnn rerntan hochgestellte Opfer nicht zu gedenken, wurden die Gräfin von Marella und Frau van de Weyn zunächst bedacht, und heute bneul melden die Morgenblättn einen neun Umbruch Diese» Mal ist da- unglücklich, Opfrr kord Sllevborough. Tu Spigbuben find vnmuthl.ch dieselbe «ll, diese Diebftähl, sind in und um Windsor otn auf du Bahn nach Windsor palsirt, and ca jene Gegend kandbäuser reicher Leute ohne Zahl aufweist, so bietet sich daselbst für dnartiqe Lhätigkeit em recht ngiebige» Feld bar
— Hu» Württemberg wird gemeldet, daß die Behörde seit ttni.erZeit mit großn Energie gegen die Demfälscher einichreitet. ES wnden Untnfuchungen der iogen Weine vor« genommen und tn verschiedennr Föllnr sind schon Sonfi-cationen der vorräth, und selbst Vn. Haftungen «folgt (t P,.,
— Au- vielen Gegenden Schweben» laufen Klagen ein, daß sich m diesem Jahre Wölfe und Luchse in großen Scharen einstellen und tu Gegend unsicher machen, io ■ H »en Upsala, wo man seit vielen Jahren biete Thiere gar nicht mehr gefeden hat Täglich stellen bie Wölfe in größeren Rubeln Streifzüae au» den Waldein zu den einzeln liegenden Höfen an, um dafelbst ihre Beute iu erhaschen Tie Ülgihiere werden jetzt sehr große Mü^e haben, sich vor diesen gefährlichen Feinden zu schützen, ba der Schnee überdie» ellenhach auf den Feldern liegt und ihnen die Flucht erschwert.
/rischdäcker ;u i r H r ।.
Sonntag den 7 Februar H. Plank in der Neusiadi. E. Noll in der Löwen« gaffe und H Spie» in der Äallihorftraße.
Gottesdienst.
Jebruai
Pfair.
Morgen». 1 Nachmittag».
Schöner ar Schlaffer.
Dze Pforrgeichäfie für die Woche vom 7 vtcar Schöner, wohnhaft im Hause
(Drenehmaachlnrn.) Gießer Fortschritt auf lantttinkfdiafilubee Gebiete ist bu neue Dreschmaschine der rühmlichst bekannien Firma P h. Hebf erlb * 6 c. tn Frork: furta M , welche durch 2 Leute betrieben, in einer Stunde >c viel dreschen soll, eil 3 Drescher in etnew ganzen Lag. — Nicht ein Körnchen soll fie tn den Aehren lasien. aber auch ferne» zer> schlagen und nebenbei all Getrttdegattungen gleich gut au-drefchen. Schon über Fünfzebn Lausend Stück tuiei Dre'chmaschinen sollen in Betrieb fein, ein gute» Zeuge iß für deren Güte. Der Anschafrung-prei» <n nur Lblr 60 bi» 66 franev vabnfracht
Bestellungen können bndlufc bei obiger Firma gemacht »erben vter deren Agenten
Denn je ein »opulör m,tirtniidw» Derk stch schnell in allen Schichten der Bervlkerura nngebürgert hat. fo iä e» da- berühmt, Buch Dr. Air»'» NatirbkilmrtßDbc. Die an» b/n zadlreichen tank aaungen deutlich berroiqeht, fanden Lausend« Krank, und darunter $1,1, welch, angeblich rettungllo» verloren, schnell, und dauernde Hilf,. Dir halten e» dabei für nnfere Bfficht, all, L,ier auf tit» nur 10 Sgi kostende unc in fast allen Buchhandlungen »orröthia« Derk aufmerksam ae machen


