'N«
,it6a"1 fcktai Ulf i'ben ‘Änjpn,^
^LnnlLai, 2^*55
jUehni,
’miner < Semeflft nelbnnfttn neu«
i.
Itfalleue otbetilL 'Hl, Abends galten. $jf
Vorstand. siedeten. wieder ihre» ?h
ina Aakn.
»ft"
ii^ter Wtise dir es, vor Auge» Recht in ftaat»
eilen und Mu»-
?arf 25 Psg- l-'g- es SIM bii reu Raum mit
ErMivn von alen in
pedition.
Jelliivb gegen W
16
16
20
16
4
32-
50-
80-
17-
Vs n« i ■
xar5«^
.36 .3'6 .55 $ .V
ifter ««tl ®toä’
LuiAt VC11
5=ÄV.,
frtiA »terteljLhrllch 2 Warf 80 Nf xnttertxgfTto^x. Durch M3 Post bezogt t)inrel|&brlid) 1 Warf 60 Pfeanlg.
Gicßmcr Anzeiger.
6rfd<ti.t täfllid), mit Hal* nähme Montag-.
Expedition: ttenglttfctre, 8it B Nr. 1.
Mzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
Sonntag den 4. April
1*55
Äo. 33
otann wurde eine Beglückwün- abfetzwng von
bbrenbürger der *Stabt Köln zu ernennen«
Bischof Kettelr vertcritt gleichzeitig
Fulda, 2 April.
1 Iugcndun!erricht- durch geistliche Citen in fc Eongregakioneu für verwerflich Erklärt und der Regierung da- Vertrauen au-gedrückt wird, dost sie, ent» sprechend ihrer reich-treuen Haltung, den ultrameutaiun Bcstrtbungen entgegen*
treten werde.
Stuttgart, 2. April. Die von der Versammlung der deutschen Partei gefaßten Rtsolutionen lauten näher : 1) Die Verwendung geistlicher Crben zu Unterricht- Zwecken ist verwe.flich. es ist daher ihre Beseitigung in Württemberg anzustreben; 2) die reich-treue Bevölkerung dc- Landes steht auch in der kirchlichen Frage, der derzeitigen Lebensfrage des Reichs, treu zum Kaiser; sie erwarte: zuversichtlich von der württembergischen Regierung, diestlbe werde, entsprechend ihrer seitherigen reichefrenudlichen Haltung, ein wachsame- Auge auf die ultramcntonen Bestiebungen richten und ihnen nachdrücklich tutgegen» tretsn. Beide Resolutionen feilen dem hiesigen Gemeinderath baldigst mitge- theilt werden.
•Oeflerreidj.
Wien, 1. April. Die „Wiener Abendrost", die heute Abend erfolgende Abreise dco Kaisers nach Venedig besprechend, hebt hervor, der Festt^g-jubel in Venedig werde noch durch die Erwägung gehoben werden, daß die Gutrevue der Monarchen Oesterreichs und Italiens ihren politischen Charakter in der Kräftigung des Drei Kaiser-Bündnis'es finden werde, dem Italien nickt ferne stehe und durch da- es nur noch näher herangezogen werde.
Triest, 2. April. Ter Kaiser Franz Joseph ist heute hier augekommen, auf dem Balmhofe von den Behörden, Ministern, Deputationen und einer ungeheuren jubelnden Volksmenge empfangen. Der Podesta drückte in einer An- spräche die Huldigung und Loyalität der ganzen Bevölkerung aus. Auf der Fahrt in die Residenz waren die Straßen von einer großen Volksmenge dicht besetzt, die den Kaiser jubelnd begrüßte. Die Stadt ist reich beflaggt, das Wetter prächtig.
Schweiz.
Bern, 1. April. Der Weltpost-Vertrag ist nunmehr von sämmtlichen 20 Unterzeichnern des Entwurfs ratificirt; auch Frankreich hat seinen Beitritt zugesichert; der Austausch der Ratificationen findet am 3. Mai statt.
Holland.
Haag, 1. April- Einer Neqierrmgs-Depesche aus Atscknn zufolge nahm die Cholera ab. An der Nordostküste hat Pedawa-Bcsar die niederländische Oberhoheit anerkannt.
(gnQfanö.
London, 31. März. In Maidstone wurde heute eift junger Soldat Namens John Morgan bingericktet. der einen seiner Kameraden ermordet und die Angabe des Grundes zu vieler Tbat beharrlich verweigert hatte. Erst m den leNIen Trgen checkte er Cem Gefängniß-Geistlichen denselben Mit, zedoch unter der Bedinauna, daß Niemand außer ihm etwas davon ertahre. Mit großer Schwierigkeit erlangte der Geistliche s-m- Zustimmung, dem Minister Ces Innern sein Geständniß mittheilen zu dursen, der es seiner,eite nicht weiter
",'er^Köln, 2. Avril. In der gestrigen östentlichen Sitzung der Stadtver- orbnereu ward« einstimmig der Beschluß gefaßt, den gurst-" Bismarck zum
Frankreich.
Pari-, 31. Marz. Gestern Abend fand eine General-Versammlung des h esig'n Deulicken Hülfsverems unter dem Vorsitze des Fürsten Hohenlohe statt. Ter Fürst kündigte an, daß betreffs der Gelder für den Bau eines deutschen Spitals ein Abkommen zwischen dem deutschen und österreichischen HülfSverein getroffen sei; erfhrer werde 55, letzterer 45 pCt. der bei .Rothschild hinterlegten Summen erhalten. Um die Sache abschließlich zu regeln, wird jeder Verein einen Ausschuß von sechs Mitgliedern, von denen drei den bezüglichen Botschaften angeboren, ernennen.
— Ter (artistische General Ulibarri ist verhaftet und in Bayonne inter-
London, 31. März. Aus dem südlichen Wales wird gemeldet, daß die Arbeiter der Towlais-Gruben sich bereit erklärt haben^, mit, einer;
aöseswng uvn 10 pCt. die Arbeit wieder auszunehmen. CbjMe Grubenbesitzer vcc ........... o- ------ hierauf einqehen werden, scheint zweifelhaft. Erstens beabsichtigten sie aus die
schui.gs Adresse zur G-brirtstags-Fei«i «, b«.i «wj« «gbt Gesammi rbeiterschafr des Bezirk- durch die Au-w-rrung einen Druck auszu-
Stadt hat geflaggt.
Berlin, 1« April. Fürst Bismarck kann sich rühmen, daß ihm eine Auszeichnung widerfährt, die man sonst nur gekrönten Häuptern zu -^beil werden läßt. Sein heutiger sechszigfter Geburt-tag wird fast von allen Blattern durch Festartikel und Festgedichte gefeiert. Tie „Rat. Ztg." bemerkt sogar, daß ihr von einem Engländer ein schwungvolles Festgedickt m englischer Sprache tt.gesandt sei. Tic „Kreuz Ztg " freilich bringt zur Feier blos emen Leitartikel über die Juden in Rußland. Indessen gibt sie doch Auszüge aus den Festartckeln der regieniugsfrenndlichen Blätter und sagt, sie wolle die dem Kirsten BiS marck dargebrachteu Huldigungen nicht bekritteln; meint aber doch, diese Ehrenbezeigungen gingen über das Maß hinaus.
Berlin, 2. April. Der „Nat.-Ztg." zufolge ist die Nachricht von einer im Abgeordnetenhause bevorstehenden Interpellation wegen des Verbot- der Pserde-Ausfuhr durchaus unbegründet.
Berlin, 2. April. Die Reichsregieruug hat, wie die „Post bestätigt, eine förmliche und definitive Einladung zur Fortsetzung der kriegsrechtlichen Konferenzen in Petersburg erhalten und bereits eine zustimmende Antwort nach
nirt worden. u m „ ,,a
Versailles, 1 April. Tie heutige Sitzung der Permanenz-Commisflon war ohne besondere Bedeutung. Tie Linke richtete keine einzige Frage an die Regierung. Präfiteut Audiffrel-Pasquier tbeilte mit, die Baupläne für Einrtch-
Petersburg abge'hen lasten. , , n
München, 2. April. Die Abgeordnetenkammer benetb heute zunächst den Gesetzentwurf, betr. die Competenz des Magistrats und doUzeidirectton »vn München. Bei Arck 14, Ivenack wie der «u-lchuß vor »lag,, tu W s d ^7,'^?Perchckle'r'Scklostes zu^Sitzungs-Räumlichkeitm für beide Kammern LML S&ÄÄ U.... -°«- ~
SSfA® Ä”Ä WS «-«• ichnffes, ansfübrend, daß das Princip der «elbstreiwaltung der G-mewdeu überall möglichst zur Geltung kommen solle. ,-Lcr «"trag des «usschu, es wurde bieiauf einstimmig angenommen, ebenio erfolgte die Anuahme des gan c Gesetze,uwurfes einstimmig nach den Anträgen des »u-schuffes. D-r Geieß. kiitwurf, betr. die bayerische Hvpotbeken- und Wechselbank "*rb‘ an bf" Finanz-Ausschuß verwiesen. I» der »wrgen staitßndenden L.tzung wird Schleich über die Durchführung der Bestimmungen des R-ligwus. Euiele-
Posen und Paderborn. Der Papst ertbeilte der Versammlung seinen Segen. Deulfcfjlanu. Morgen erfolgt der Schluß der Eonferenz.
Berlin, 31. März. Der diesjährige Geburtstag des Fürsten Bismarck ' Lknttgart, 1. 2lPril ^eute Wbent sand zu Ebren des Gcburtstages hat in nlhn St heilen drS Reiches außerordentliche Snmpathie.Kuudgrbungcn her- des Fürstcu V'smarck eine festliche Versammlung der deutschen Parte st . vorgrrufen ^n dcr That dürfen die Freunde dcr heutigen Entwicklung Teutsch- Ein Hock auf den Fürsten wurde mit Jubel ausgenommen. In dirsel < -
-orte duseu Tug b.i seiner diesmaligen Wiederkehr ganz -stuunng^mw MdcU'ion «
pützln Ui willkürlich wild die Er>m>eiung an die Id wtre Gefahr lebendig, welcher der große Staatsmann in dem jetzt zum Abschluß gelangten Lebensjahr entgangen ist; sodann darf man sich rückhaltlos der Thatsache freuen, daß die Gesundheit des Reichskanzlers Heuer den Winter weit glücklicher überstanden bat, als im vorigen Jahre, und daß die Gerückte von seinem demuächstigen Rücktritt verstummt sind. Ter Reichskanzler ist am Samstag Nachmittag
Zi/, Uhr nach seinen Besitzungen in Laueuburg abgereist und gedenkt morgen wieder hier eiuzutreffcn. , c
Berlin, 1. April. Die Aufforderung, welche dem Fürstbischof von Breslau vom Ober-Präsidenten von Schlesien zugegaugen ist, sein bischöfliches Anil niederzulegen, wurde veranlaßt durch die vom Bischof angeorduete Ver- küudigung der jüugsten päpstlichen E.icyklica im bischöflichen Amtsblatt Da die Bischöfe über die Art der Veröffeutliichuug dcr BnUe vom 5. Februar in Berathnng getreten sind, so läßt sich veimuthen, daß die übrigen preußischen Bischöfe ebenso verfahren werden; daun werden sie aber auch auf dieselbe Weife aus ihrem Amte entfernt werten. Die „Rat. Ztg " schreibt, die römische Curie wäre noch im Spätherbst zu einem Abkommen mit dem preußischen Staate bereit gewesen, die Führer der uttramontaiien Partei in Deutschland hätten dies hintertrieben. Daß der Papst im Consistorium vorn 15. d. die fünf in pello reservirtcn Cardmäle für vollberechiigi erklärt habe, an der nächsten Papstwahl Theil zu nehmen, selbst für den Fall, daß er sie bei Lebzeiten nicht mehr begannt geben werde und zu dem E'ide auf sein Testament verwiesen habe, findet das Blatt geradezu unerhört und neuiu das Verfahren rechtswidrig. — Das Staats-Ministerium hatte gestern eine Sitzung unter dem Vorsitze Eampbausen's, m welchem nur laufende Geschäfte erledigt wurden.
Berlin, 1. April. Der Kaiser brachte dem Fürsten Bismaick persönlich im auswärtigen Amte nach 3 Uhr seine Glückwünfihe zum Geburtstage dar. Für die Kaiserin überbrachte, wie die „Post" erfährt, die Palastdame Gräfin rarfe die Gratulation. Von auswärts sind zahllose Telegramme em-- acgangen; ein solcher Zudrang herzlicher Wünsche ist noch in keinem Jahre gewesen In Hamburg fand in der Börse eine große Ovation statt- Senator Goteffrov hielt eine Ansprache, worauf ein sehr warm gehaltenes Glückwunsch- Telegramm abgescndet und ein enthusiastisches Hoch ausgebracht wurde. Die


