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Gicßener AnMger.
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Expedition - Eanzleider«, 8tt B Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen
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Gießen, am 1. März 1875.
Gießen, am 2. März 1875.
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Um sich nun dem Vorwurf nicht auszusetzen, daß er es an persönlicher
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Abgeordnetenhaus. Der Justizminister beantwortet
renz der Minister und mehrerer Abgeordneten statt. Dem „Corresp.-.Dureau
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1874 auserlegte Geldstrafe von 600 Mk. wsgen Unvermögens nicht habe bei- getrieben werden können, so sei die entsprechende Haft snbstituin.
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Wien, 1. März, der Disciplinar-Senat des einzulciten bejchlosten.
Wien, 2. März.
üesterreich.
Gegen den Oberlandesgerichts-Präsidenten Hein hat obersten Gerichtshofes eine DiSciplinar-Untersuchung
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„Das habe ich von meinen Officreren nicht anders erwartet, und ich bin über- zeugt, daß wie sie auch jeder meiner braven Soldaten gehandelt haben würde." Ob wohl die Schwarzen am Jsarstrande diesen königlichen Wink ad notam nehmen werden?
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net werden müsse. Da die
Großherzogliches Landgericht Gießen.
Erdmann.
die Interpellation wegen des Schreibens des Ober-Landesgerichts-Präsidenten Hein an den Baron Wittmann: DaS Schreiben sei ein vertrauliches Privat- schreiben gewesen, welches keine Rüge enthielt. Der Vater Witlmann'S habe gebeten, von der Ansfolgnng des Privatschreibens, welches niemals zu einer Beschwerde Anlaß gegeben hätte, Umgang zu nehmen. Die Regierung sei von der Rothwendigkeit durchdrungen, die Unabhängigkeit des Richterstandes zu schützen Ob Hem seine Befugniffe überschritten, darüber habe der hierfür bestellte Senat les obersten Gerichtshofes zu entscheiden, desten Ausspruch herbci- zusübren, die Regierung nicht gesäumt habe.
Wien, 2. Mäiz. Aus Wunsch der Regierung fand gestern eine Confe-
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder.
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Bemühung habe fehlen lassen, mag ter Bischof sich zu dem erwähnten Besuche entschlosten haben. Ob er dabei selbst an einen Erfolg glaubte, möchten wir bezweifeln. Wenn er die der Regierung zur Genüge bekannten Einwendungen gegei» die Kircheugesetze mündlich wiederholte, konnte er unmöglich erwarten, daß dis Regierung sich dadurch von der einmal betretenen Bahn ablenken lasten werde. Der bisherige Gang der Dinge bürgt unseres Erachtens dafür, daß die Regierung auf dem von ihr eingeschlagenen Weg ruhig und fest voranschreiten und sich darin ebensowenig durch die Vorstellungen des Bischofs von Mainz, als durch das Drängen ungeduldiger Zeitungsstimmen beirren lasten wird.
Darmstadt, 28. Februar. Die hiesige Münze hat bis zum Schluste des vorigen Jahres Reichsmünzen im Gesammtbetrag von 24,067,154 Mark 80 Psg. ausgeprägt, darunter 16,766,380 Mark in 20 Markstücken oder, wie jetzt die amtliche Bezeichnung lautet, „Doppel Kronen." Ein-Markstncke wurden 1,892,542 ausgeprägt. — Es ist bestimmt, daß die 22. allgemeine deutsche Lehrer-Versammlung in den Tagen vom 18. bis zum 20. Mai d. I. hier statt
finden wird.
Vertin, 1. März. Nachdem die Auswanderung nach Amerika in den letzten beiden Jahren stetig abgenommen und es sich gezeigt hat, daß namentlich Südamerika den deutschen Einwanderern verderblich ist, soll, abgesehen von den jedenfalls Erfolg versprechenderr Schritten des Ministers der Landwinh- schaft. auch gegen die Werbe-Agenten eingeschritten werden, die lediglich in gewinnsüchtiger Absicht wider besseres Misten die Auswanderer in's Verderben zu stürzen beflisten sind.
Berlin, 1. März. In der vorgestrizerr Sitzung des Staats-Ministeriums, welcher Fürst Bismarck präsidirte, wurden, wie die „Post" schreibt, weitere Maßnahmen für den Fall berathen, daß dre katholischen Bischöfe die
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Bern, 1. März. Das Volk des Cantons Luzern hat die ultramontane VerfaflungS- Revision mit einer Mehrheit von circa 8000 Stimmen angenommen.
Bekanntmach u n g.
Die AmtStage des Landgerichts Gießen werden Dienstag uud Mittwoch abgehalten und zwar des Vormittags von 8 bis 12 und des Nachmittags von 2 bis 5 Uhr.
Holland.
Haag, 1. März, Abends. Aus Atschin wird vom 23. Februar gemeldet, daß die niederländischen Truppen mehrere befestigte Stellungen der Feinde bei Lamara und Tibany genommen und die Atschinesen beträchtliche Verluste erlitten haben.
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Bekanntmachung.
Der Verein Berliner Künstler, welchem in Preußen die Erlaubniß ertheilt worden ist, für den Bau eines eigenen Künstlerhauses in Berlin eine Verloosnng von Kunstwerken zn veranstalten, bat von Großherzoglichem Ministerium des Innern die^Erlaubniß erhalten, den Absatz von Loosen zu dieser Verloosung auch im Großherzogthum Hessen zu bewerkstelligen. NÄWMK
Wir bringen dieses mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß nach dem Derloosungsplan 8000 Loose zu dem Preis von 20 Mark für das LooS ausgegeben werden sollen.
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Aufenthalt nach Italien.
Berlin, 1. März. Am vergangenen Sonnabend Morgen ist, wie der „Wests- Merkur" meldet, dem Bischof von Münster eine vom 25. v. Mts. darrte Verfügung des Münster'schen Kreisgerichts infinnirt worden, sich zur Verbüßung einer 40tägigen Gesängnißstrafe binnen acht Tagen^ beim königlichen Preisgerichte zu Wareiidors einzufinden. i
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Darmstadt, 28. Februar. Der neuliche Besuch des Bischofs von München, 28. Februar. Der Nuntius Bianchi soll sich neulich Über Mainz bei unserem Minister-Präsidenten macht hier viel von sich reden. Man die Demonstration der bayerischen Stabsosfieiere, welche wie auf Commando vermnthet allerlei über den Zweck und die mögliche Wirkung dieses Besuches, allesammt von seinem Empfange forlbliebei,, so energisch bei der convertirten Unserer Ansicht nach liegt die Sache so. Ter Bischof von Mainz hatte bereits Königin-Mutter von Bayern beschwert haben, daß die Letztere nicht umbin in Schriften gegen die hessischen Kirchen-Gesetzentwürfe protestirt; er hatte die konnte, die Klage des päpstlichen Dignitärs ihrem Sohne, dem König Ludwig letzteren and? durch seinen Stellvertreter in der ersten Kammer bekämpft, aber, mltzutheilen. Zugleich wurde dem jungen Moiiarcheii damit gedroht, daß Mon- perjönlich hatte er bis jetzt keinen Schritt gethan, um gegen die Entwürfe zu'.signor Bianchi über diese Beleidigung nach Rom berichten werde. Da soll Um sich nun dem Vorwurf nicht auszusetzen, daß er es an persönlicher aber König Ludwig, der Linzer „Tagespost" zufolge, sehr ruhig entgegnet haben:
Paris, 28. Februar. Heute Abend um 5 Uhr versammelte sich bei Bocher, dem Präsidenten des reckten Eentrums, die Deputirten der zur Mehr- ... —... .....^_..hnt vom 25. Februar gehörenden Gruppen, um sich über die ministerielle Frage
iiuuunLui widrigenfalls die Abführung angeord- und die Vorstandswahl zu verständigen. Ehangarnier hat den Vorsitz in dem
durch rechtskräftiges Erkenntniß vom 18. März neuen Verein „Union Confervatrice" übernommen.
weitere wcannaymen für cen yau oemiycn, uap vit nuyviMu^H -......... .— . , 1 . . " - ' er
offtcu-Uc $u6lkatlon der jüngsten päpstlichen Eneyklwa vornehmen sollten. -!zus°lg- wurde dann erörtert, welche Vorlagen ,n der gegenwärtigen s-lsion Sürst Bismarck hatte gestern Porirag beim Kager. - D,e „Germania" noch zu erledigen seien. Aus politischer Opportmtär und auf Wunich der Re- erfährt daß der Culiusminister betreffs der Lehrer und katholischen Beamten gierung wurde ein Aufschub des Wtlbauer'schen Antrages betreffs Abänderung seines Ressorts bereits d,e Initiative ergriffen habe. u. von denselben eine des Schul - Ausstchts - Gesetzes für zweckmäßig befunden ^n der dreistündigen unzweideutige Erklärung darüber zu erlangen, ob sie dem in der Eneuklna des Conscrenz manisestirte sich überhaupt die -rsreulichste Ucbere,nstlmmung zw,,chen Papstes anbkfohlcnen Ungehorsam gegen dl- Staatsgejetze Folg- geben oder Abgeordneten und P-i^relern der Regierung. - Tie Meldung verschiedener di- Autorität des Staates anerkennen wollen. „ . . s Blätter, daß Hosrath Schwegel als Handel,-Mm,st-r m Aussicht g-nomm-n
Berlin, 1- März. Heute Vormittag um 11 Ubr fand in der Zwölf- Apostelkirche die Trauung des Reichskanzleramts - Präsidenten Delbrück mit Fran v. Dycke durch den Garnisonprediger Fromme! statt. Achtzebn Zeugen wohnten dem Trauacte bei, unter ihnen auch der Finanz-Minister Eampbau- sen viele Mitglieder des Abgeordnetenhauses sandten dem Bräutigam Glück- wuusch-Depescheu. Heute Abeud reisen die Neuvermählten zu zweimonatlichem


