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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.

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. Gießen, den 31. Juli 1875.

Das Grvßherzogliche Rentamt Gießen

an smnmtlicbe (ShoBbertoq Heben Bürgermeistereien des Bezirks.

Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen lassen zu wollen, daß die Forst- und Feldstrafen von der III. Periode vom 1. bis 15. August ohne Kosten hierher bezahlt werden können.

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B c k a n n t m ii ch u n g.

Ter Unterzeichnete bringt hierdurch zur öffentlichen Kenntiuß, daß sein erster Gehülfe A. La über von Grünberg während seines vierwöchigen Ur­laubs ermächtigt ist, vom 5. August l. I. an für die Rentamtskasse Gelder zu empfangen, Auszahlungen zu leisten und gültig für ihn zu quittiren.

Das Umwechseln süddeutscher Münzen gegen neue Reichsmünzen kann während dieser Zeit bei dem Rentamt nicht stattfinden.

Gießen, 'den 3. August 1875.

Lyncker, Großh. Rentamtmann.

heute Doi mittag zum Besucb der Großherzoglichen Familie hier ein. Terselbe

Oesterreich.

der nun unfreiwillig Feiernden ferne geringe ist. Die Anzahl der in Arbeit be­

folgen die Unterschriften.)

Die liberalen westfälischen Blätter machen bittere Gloffen über diese

ginn der ersten SitzungS-Periode der Kreistage auf den 16. August, den der zweiten auf den 4. Oktober festgesetzt.

Berlin, 31. Juli- DieNordd. Allg. Ztg." berichtet: Dor Kurzem

reich Ihrer Diöcese hinaus!

Darum richten nicht allein die Angehörigen Ihres bischöflichen Sprengels, nein, Millionen Katholiken im deutschen Vaterlande richten an Ihrem Jubel­tage ihre Blicke nach Mainz auf den würdigen Nachfolger des heiligen Boni- facius, und bringen Ew. bischöflichen Gnaden freudig bewegt ihre Glück-

findlichen Weber wird auf ungefähr 1400 geschätzt, etwa die Hälfte der Arbei­terzahl zu Beginn des Strikes. Von der fehlenden Hälfte ist ein bedeutender Theil im Verlause des Strikes von Brünn weggezogen; die übrigen finden in Folge des eingeschränkten Fabrikbetriebes, die Anschaffung mechanischer Web­stühle 2C. die wieder ausgesuchte Arbeit nicht mehr.

Wien, 31. Juli. Aus Brünn meldet man: Um solchen die Industrie

hessischen, um 4 Uhr die Berliner, die Pfälzer, die Badenser Schützen hier ein und wurden sämmtlich festlich empfangen. Die Deputation aus Hannover zur Uebergabe der Bundesfahne ist bereits heute früh angekommen. Die Empfangs-Reden und die Leitartikel der Zeitungen betonen sämmtlich den nationalen Charakter des Festes.

Stuttgart, 31. Juli. Heute Abend 6 Uhr kamen die Schweizer Schützen mittelst Extra-Zuges, um 7 Uhr die Wiener. Gegenwärtig sind die Schützen in den Gärten derSilberburg", derLiederhalle" und imStadtgartcn" zu musikalischen Abend-Unterhaltungen vereinigt. Nachmittags Gewitter mit Hagel, Abends bedeckter Himmel, jedoch ohne Regen.

Dom Nhein, 31. Juli. Wie dieBarm. Ztg." schreibt, beabsichtigt der Verein von Älterthumsfreunden, in Rheinland die Römerstraßen am Rhein einer methodischen Forschung zu unterwerfen, weil diese ersten militärischen An­lagen das ganze Netz für die später entstehende römische Cultur bildeten. Zuerst ist die aus Elsaß-Lothringen nach Köln führende Römerstraße in Angriff genom­men worden, wobei in der Nähe der Orte Fließem und Stahl bei Bitburg Ausgrabungen gemacht wurden. An letzter Stelle wurde eine vollständige, regelmäßig angelegte Stadt aufgedeckt. Man fand eine große, 40 Fuß breite Straße, zu beiden Seiten Gebäude mit Ladenlocalen. An diese Hauptstraße lehnten sick Ouerstraßen an, welche vollständige Quartiere bildeten.

Insel Mainau, 31. Juli. Erzherzog Albrecht von Oesterreich traf

mäler, Zngangswcge rc. Die Ausführung der Bestimmungen des Friedens­vertrages liegt den einzelnen Bundesregierungen für den Umfang ihres Gebietes ob, so weit es sich nicht um Grabstätten auf reichsfiskalischem Terrain bandelt. Diesen Bestimmungen entsprechend hat der Kriegs-Minister die Unterhaltung der­jenigen Gräber französischer Krieger, welche sich auf Militär-Kirchhöfen ober auf einem zur Militärverwaltung gehörigen Grundstücke befinden, bereits auf den Militäretat übernommen.

Berlin, 31. Juli. DieNordd. Allg. Ztg." versichert, daß die Mel­dung mehrerer Blätter, als sei die Regierung mit dem Plane eiecr durchgrei­fenden systematischen Revision des Vereins-Zolltarifs beschäftigt, jeder Begrün­dung entbehre.

BreSlau, 31. Juli. DieBrest. Morg.-Ztg." meldet auS Neiße, daß der Fürstbischof abermals dem Ober-Präsidenten die beabsichtigte Berufung eines Priesters zum Regens einer geistlichen Anstalt mit Bezugnahme auf die betr. Cabinets Ordre angezeigt hat.

Münster, 30. Juli. Eine Deputation der Stadt Münster, an ihrer Spitze Herr Generalvicar Dr. Giese, übersandte dem Bischof v. Ketteler nach­stehende Adreffe:

Hochwürdigster Bischof! Gnädigster Herr!

Durch Gottes gnädige Fügung ist Ew. bischöflichen Gnaden das seltene Glück zu Theil geworden,«das fünfundzwanzigjährige Jubelfest Ihrer bischöf-

wünsche dar. _

Auch der unterzeichnete Magistrat und die Stadtverordneten der Stadt? _ _

Münster Wunen es sich nicht versagen, Ihnen, hochwürdigster Herr Bischof/tiefschadigenden Vorgängen, wie sie die jüngsten Tage gebracht, für die Zukunft

Münster, den 19. Juli 1875.

Der Magistrat. Die Stadtverordneten.

lichen Weihe zu begehen. l------ ------ 0- - , -k, v o-

Mit dankerfülltem Herzen gegen Gott den Allmächtigen und Allgütigen reist heute Abend über Constanz in die Schweiz.

können Ew. bischöflichen Gnaden im Bewußtsein treu erfüllter Pflicht zurück- schauen auf Ihr so segensreiches Wirken als Bischof. Ein wahrer Hirt Ihrer Heerde, ein Lehrer der Jugend, ein Vorbild dem Klerus in allen Tugenden, Wien, 30. Juli. TieDeutsche Ztg." meldet: Die Beendigung ein eifriger Vertreter der Rechte der katholischen Kirche, haben Sie, hochwür- des Weber-Strikes in Brünn ist zur Thatsache geworden. Der Strike als ein digster Herr Bischof, sich die größten Verdienste erworben, weit über den Be-/absichtliches Feiern der Arbeiter findet nicht mehr statt, wenn auch die Anzahl

wurde mitgetheilt, daß von Seiten der betheiligten Minister in Betreff der

Unterhaltung der französischen Gräber in Preußen eine Verfügung erlassen wor Huldigung, welche der städtische Magistrat von Münster dem seit Jahren im den sei, welche an die vom Vundesrath erlaffenen Normativbestimmungen sich Kumpf gegen Preußen und das Reich stehenden Bischof bringt.

anschließe. Die Bestimmungen lauten dahin: Außerhalb der ordentlichen Fried- Stuttgart, 31. Juli. Heute Vormittag 10 Ubr kam der erste Eisen- Höfe belegene Masstngräber und Begräbuißplätze französischer Krieger werden bahn-Extrazug mit Bayern und Sachsen hier an. Die Gäste wurden auf dem

dauernd erhalten. Auf den ordentlichen Gottesäckern belegene Grabstätten von Bahnhofe feierlich mit Musik und mit einer Begrüßungsrede empfangen. Die

besonderer Bedeutung, namentlich solche, welche mit Denkmälern geziert sind, Stadt ist festlich becorirt. Der Himmel ist bedeckt und Mittags trat ein leich-

werden erhalten, so lange der Friedhof als solcher in Gebrauch ist; andern ter Regen ein.

Gräbern wird ein Ruheort von eben der Dauer zugestanden, welche für die- Stuttgart, 30. Juli. Der Kais er hat für das Schützenfest telegra- Grabstätten des betr. Kirchhofes allgemein vorgeschrieben ober üblich ist. Nach phisch aus Gastein einen Ehrenpreis anmclben lassen. Die Zahl ber Ehren- Ablauf der Exhumationsfrist werden die Ueberreflc in Massengräbern vereinigt/gaben beträgt jetzt über 700. Morgen Abend treffen die Extrazüge mit den für welche dauerndes Ruherecht zu sichern ist. Die Unterhaltung erstreckt sichjSchweizer und Oesterreicher Festgästen ein.

auf die Erhaltung der Erkennbarkeit ber Grabstätten als solche, im Besonbe-s Stuttgart, 31. Juli. Heute Mittag 12 Uhr trafen ber Laibacher ren auch auf die Conservirnng ber etwa vorhandenen Einfriedigungen, Denk- Schützenverein und die bayerischen Schützen, um 2 Uhr die Frankfurter und

Vosilischer Theib

tnpnllrfifnnh der Sie durch Geschlecht und Geburt unserer Stadt zeitlebens angehören, die

XJElllJUJlUlllL aufrichtigsten Glückwünsche zu Ihrem Jubelfeste barzubringen.

Berlin, 30. Juli. DerReichs-Auz." publicirt eine kaiserliche Ver- Möge Gott ber Allmächtige Ew. bischöflichen ©naben noch viele, viele orbnung, welche den Eröffnungs-Termin der elsaß-lothringischen Bezirkstage Jahre die Kraft zu Ihrem wahrhaft apostolischen Wirken verleihen und erhal- auf den 13. September, den Schlußtermin auf den 25. September, den Be- ten, zu Seiner öbre und zum Heile unserer heiligen Kirche!