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Gießener Anzeiger

Anzeige- und IXmtsßfaft für den Kreis Hießen

Mlilwoch Den 1. September

polilischer Theil.

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Banizza, welcher dienstlich nach Netkovich reiste, wurde auf der österreichischen

rgeßliche Fuu,

iebenen.

überwiesen, und ebenso vier Mitglieder des Kirchenverwaltungsrathes jener

Nach der Einnahme von Kohlen gebt @emeinbe, welche dem Herrn Pfarrer in seinem Widerstande Beistand ge-

plnsch berufen und bereits abgereift. Es hecht, daß auch in Albanien ein Auf-

Abend auf Schloß Mainau eingetroffen.

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fterium Beförderungen im Personal der Officiere und Generale der Armee vor. Boulevard-Cvl.rse: N Anleihe 105.45, Türken 36,20.

Paris, 30. August. Wie sich dieAgence Havas" aus Konstantinopel vom 29. August melden läßt, bätlen 3000 bis 4000 Serben die Grenze über­schritten , lagerten bei Nowi und beherrschten die Telegraphenlmien. Mehrere andere serbische Hansen wären bemüht, eine Erhebung der Bulgaren in Balkan herbeizuführen.

»vldri*' MflUtfr, mit Ao r>m< Montags.

»pebitton : 6 «n|l<tbere ett ®. 9h. 1.

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Straße zwischen Klek und Netkovich von einem türkischen Posten angehalten und in das türkische Hauptquartier geführt. Es scheint, daß die Türken den Um­stand, daß die Straße österreichisch sei, absichtlich igiivriren, da in den letzten Tagen auf derselben wiederholt österreichische Officiere angehalten wurden/'

Agram, 28. Anglist Landtagssitzung. Ter Entwurf der Antworts- Adresse auf das königliche Rcscript kommt auf die früher beantragte Einverlci- bung Dalmatiens zurück und spricht die Besorgniß ans, die Thätigkeit des Landtags könne durch die traurigen Ereignisse in der Nachbarschaft und deren bereits fühlbare Folgen getrübt werden. Tie Befürchtung werde nur durch das Vertrauen in die ritterliche Großmuth des Königs nnd die Hoffniing ge­mildert , daß die königliche Regierung nut fester Hand und der Hülfe mächtiger Verbündeten die höchsten Jnteresien der Humanität wahren und unter Siche­rung der nationalen Entwickelung unserer verzweifelnden Brüder den europäi­schen Frieden aufrecht erhalten werde. Die Debatte über den Entwurf wird auf morgen anberaumt. Die Interpellation Macanec's betreffs der Unter­stützung der flüchtigen Insurgenten und Verwundeten wird vom Banus dahin beantwortet, daß die Angelegenheit nicht in sein Ressort gehöre, er warne die Opposition, durch unbesonnene Anträge den Bestand des Landtages in Frage Vi stellen. Die Antwort des Banus wird mit allen gegen 3 Stimmen der Opposition zur Kenntniß genommen.

Agram, 30. August. Der Landtag nahm die von der Commission be­antragte Antwort-Adrcsie an die Thronrede mit einer Abänderung im Schluß- Alinea an. Hiernach drückt der Landtag seine Besorgniß wegen der in der nächsten Nachbarschaft ausgebrochenen traurigen Ereignisse und deren Folgen unter dem Hinweis darauf aus, daß Croatiou bereits das Asyl für Taufende geworden sei. Diese Sorge werde gemildert durch das lebhafte Vertrauen in die ritterliche Großmuth des Kaisers und durch die schon bisher gewonnene Ueberzeugung, daß die gemeinsame Regierung mit fester Hand und mit Hülfe ihrer mächtigen Verbündeten die höchsten Jnteresien der Menschheit wahren und bestrebt sein werde, nicht nur der Monarchie, sondern auch allen übrigen Cul- turstaaten Europas einen beständigen Frieden zu sichern.

iran&rcicö.

Paris, 29. August. DerAgence Havas" wird aus Ragusa unterm

deutlich genug ausgesprochenen" Wunsch des Kreises, der Provinz Nasiau emverleibt zu werden, von Neuem in Anregung bringen zu müsien glaubt.

Kiel, 28. August. DieKieler Ztg" meldet: Das Panzergejckwader verläßt nach Beendigung der Hebungen am 10. September Zoppot und trifft

Oesterreich.

Wien, 28. August. DerPresst telegraphirt man aus Ragnsa vom

Man soll sich daselbst über eine bestimmte Persönlichkeit noch nicht geeinigt haben. Wir meinen, es sei die geeignete Persönlichkeit in einem der Männer, 1 welche bei den Neuwahlen unterlegen sind, leicht zu finden. Der Vicepräsident der frühercii zweiten Kammer, der Abg. George, ist den bekannten Machina­tionen der ultramontainn Partei in seinem alten Wahlbezirk, in dem er sich lange Jahre behauptet hat, imteilegeu. An dem Charakter dieses Mannes, der seit Jahren eine ehrenhafte Stellung in der zweiten Kammer behauptet hat, wird fein Unparteiischer etwas a> ssetzen können. Weit mehr aber noch, als die persönlichen Vorzüge des Herrn George, sollte die Situation selbst, wie sie vorhanden ist, gerade die Wahlmänner der Stadt Darmstadt bestimmen, auf ibn sein Augenmerk zu richten und vor dem ganzen Land, ja vor ganz Deutschland damit offen bekennen, daß sie in den Kampf auf Leben und Tod. den das neu erstandene Reich mit seinen schlimmsten Feinden führt, auf des ersteren Seite stehen und daß sie bereit sind, einen Streich, den ultramontane Jntrignen geführt haben, zu pariren. In einem solchen Fall müsien alle an­deren Interessen schweigen. Man sagt uns, die Wahlmäiiner der Stadt Darm stadt gehörten in ihrer Mehrheit der nationalen Partei au. Nun, der Ausfall der bevorstehenden Wabl wird zeigen, ob das richtig ist und ob die Wahlmänner der Residenzstadt Darmstadt die Lage, wie sie geschaffen ist, und was wir ge­rade eme politische Pflicht nennen, begreifen und zu würdigen wtsien.

(N. Frkftr. Pr.)

Berlin, 27. August Bei derGermania" fand heute, wie sie mit- theilt, eine fruchtlose Haussuchung statt nach einem Manuskript einer in Nr. 190 abgedruckten Korrespondenz ans Grätz vom 21. d. Mts.,in welcher mehrere kleine Geschichlchen aus den Burcanx mitgetheilt werden, die vielleicht verschie­dene Herren Beamten ein wenig verstimmen, sonst aber den Bestand des preußi scheu Staates und des Deutschen Reiches in keiner Weise gefährden können."

Berlin, 28. August. Ein Artikel derProv. Corresp."über die Stockungen im Verkehrsleben" hat ein nicht geringes Aufsehen gemacht, da man in demselben daS Bestreben findet, der Börse einen viel größeren Theil der Schuld aufzubinden, als ihr eigentlich zukommt. Man nimmt vielfach an, daß diese Anklagen gegen die Börje nur die Vorläufer einer Auseinandersetzung «nd, welche behufs Zügelung der Börse die Einführung einer Börsensteuer empfiehlt. Sollte diese Anffasiung richtig sein, so hat man im preußischen Ministerium seine Ansicht über diese Steuer seit einem Vierteljahr geändert.

Aus Ostpreußen, 25. August, schreibt dieJnsterb. Ztg.":Vor einiger Zeit spielte sich in der Kirche zu Werden bei Heydekrng ein eigenthüm- lidjer Vorfall ab. ES sollte eine Taufe vorgenommen werden. Unter den Tauszeugen befand sich auch ein Herr, welcher erst vor Kurzem die Ehe vor dem Standesbeamten eingegangcn war, die kirchliche Trauung aber nicht nach- gkholt hatte. Aus diesem Grunde verweigerte es der Super-Jntendent H., den Herrn zum Pathen-Amte zuzulasien und excommunicirte ihn somit gewisiermaßen vor versammelter Gemeinde. Obgleich die Sache bereits beim Konsistorium anhängig gemacht worden ist, so verdient dies Verfahren sicherlich in weiteren Kreisen bekannt zu werden."

Aus dem Kreise Wetzlar, 26. August, macht sich imRh. K." eine Stimme vernehmbar, welche denlängst gehegten, berechtigten, und auch

ö (garten.) )tn 31. August >s: z Sri. 6 «kl"'" rrn@. ent suspendu.) rslen Mole.

Darmstadt, 28. August. Durch Mandats-Niederlegungen sind einige

Sitze tu ter zweiten Kammer unserer Landstände frei. Insbesondere hat die 27. d. Mts. :In Klek ist em türkischer Dampfer angekommen, welcher Mu- Stadt Darmstadt die Neuwahl eines ihrer beiden Abgeordneten vorzunehmen. nition, Lebensmittel und Pferde ausgeschifft hat. Der österreichische Oberst

öchmeiz.

Bern, 26. August. Das vom Großen Ratbe des Cantons Genf auf Antrag des Deputaten Marziano angenommene Gesetz, betr. den äußeren Cul- tus, lautet vollständig:

Art. 1. Jede Cultnsfeier, Procession oder religiöse (Zeremonie, welcher Art sie sein mag, ist bei Strafe von bis 15 Tagen Polizeihaft und Geldbuße von 10 bis 50 Frcs. auf öffentlicher Straße untersagt.

Art. 2. Der gleichen Strafe verfallen die Urheber und Theilnehrner von Provocationen oder Unvrdnungen, welche durch eine Cultnsfeier auf einem Pri- vareigenthum veranlaßt worden sind.

Art. 3. Das Tragen einer jeden geistlichen Tracht oder der eines reli­giösen Ordens ans öffentlicher Straße ist den länger als einen Monat im Can- ton Gens sich aufhaltenden Personen untersagt.

Auch im (Santon St. Gallen hat sich die Regierung neuerdings znrn Vor­gehen gegen einen aussätzigen katholischen Geistlichen veranlaßt gesehen. Sie hat dem Pfarrer Falk von Montlingen ans diesem Grunde dem Strafrichter

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am 13. desselben Monats in Kiel ein. w» övV..

das Geschwader nach Warnemünde zur Kaiserparade. DieVineta" löst die! lc^et ^a5en.

Arcona" ab und geht Ende September von Kiel nach Ostasien. DieUndine" < begibt sich beute von Plymouth nach Kiel, wo sie Mitte September Minister! v. Stosch inspiciren wird.

Kiel, 30. August. Die FregatteNiobe" ist von der Uebungsfahrt, .

bie sie nach Norwegen und Schottland unternommen hatte, hierher zurückge- heutigen Tage gemeldet: Ein 1000 Mann starkes Corps serbischer Frciwilli- kehrt. Die CorvetteVictoria" geht zur Ablösung der CorvetteAugusta" get, unter der Führung Zarco's, ist in die Herzegowina eingerückt. Mehemed demnächst nach Westindien ab und die CorvetteMedusa" begibt sich nach Ali Pascha, welcher das Commando in Bosnien übernehmen sollte, ist telegra- Madeira und von dort nach Santos. pd'sch berufen und bereits abgereift. Es heißt, daß auch in Albanien ein Auf-

MürrcheU, 30. August. Der General der Infanterie Stephan (wäh- stand ausgebrochen ist. Eine Abtheilung von 2000 Türken marschirt auf rend des Krieges Commandeur der ersten bayerischen Division) ist gestern zu geheimen Wegen zur Entsetzung Trebinjes.

Sckledorf am Rochelsee an den Folgen eines Herzleidens gestorben. Paris, 29. August. Dem Vernehmen nach bereitet das Kriegs-Mini-

Schledorf am Rochelsee an den Folgen eines Herzleidens gestorben.

Stuttgart, 30. August. Der Kronprinz des Deutschen Reiches ist gestern Abend 10 Uhr hier angekommen, vom Gerneinderathc auf dem Bahn­hofe empfangen und von einer großen Volksmenge mit begeisterten Hochs be­grüßt worden. Der Kronprinz stieg Jm Schlöffe ab. Im Schloß-Hofe fand großer Zapfenstreich von sieben Militär-Capellen statt.

Mainau, 28. August. Der Kronprinz des Deutschen Reiches ist gestern