Ausgabe 
30.4.1874
 
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LZerurifcktt».

ernannt. Und Ihr unterrichtet uns von seiner guten Einsicht und seinem guten

Eine Mordscene grausigster Art spielte sich nach einem Telegramme aus San Francisco

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nach § 26 der

Herr Geheime Finanzrath Siebold 389

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Wien Bankactien 1009 Oest. Creditact. 218/j Galizien

Borsennarhrlchtin.

29. April 1874

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Wegen schwerer Körperverletzung mit töotlzchem Erfolge, verübt an dem Schulkaabe» Wilh- Perrot, stand am Mittwoch der Lehrer Richaro Mützlitz aus Lindenberg vor dem KreiS» ichwurgericht in Berlin. Mutzlitz, der seit dem November H72 in Lindenberg als zweiter Lehrer angestellt, hatte sich bereits während der Zett seiner Amtstätigkeit mehrfach, Rügen wegen Ucberichreitung der ihm zustehenden Discipliuargewalt zugezogen. Am 11. Juli v I war der genannte sehr schwächliche Knabe nicht im Stande, eine Rechenaufgabe zu en, uno Muhlitz schlug ihn mit einem Stocke von Rüiter-choi- mehrfa d über den Oberkörper, die Arme und drei Mal über den Kopf Der Knabe ging nach S-chtnß D.s Unterrichts schwankend nach

schworencn gaben ihr Vcrdict dahin ab, daß der Angeklagte oer Köcperletzunz mit köstlichen Folgen schuldig, billigten ihm aber mildernde Umstände zu. Müritz wurde zu einer Gefängniß strafe von einem Jahre verurtheilt.

sondern nur in Golt, dem Hohen und Allmächtigen.

Der Diener Gottes, cer seinen Glauben in Gott setzt, der alle seine Sor­gen in die Hände Gottes legt, ter Fürst der Gläubigen, der Sobn des Für­sten der Gläubigen (folgt noch fünfmal das letzte Prädicat), desten Kriegsheeren Gott beistehen, dessen Standarlen, und welche sie umgeben, Gort beschützen wolle, an den Geliebten, den Mächtigen, den Vortrefflichen, den Erhabc neu, den hoch über Alle, die ihm sonst gleich sind, Hervorragenden, den in dem Kreise aller Einsichtigen an Einsicht allen Ucberlegenen, Den, welcher einen gewaltigen Willen har inmitten feines Nathes, Seine Majestät Wilhelm, Kaiser von Deutschland und König von Preußen.

Euer Majestät Schreiben ist mit Gottes Hülfe an unserem Hohen Hose angelangt. Daiin macht Ihr 11110 Mitkheilung über das, was Ihr über die zwischen unseren beiden Reichen bestehende vollständige Freundschaft gedacht habt, zeigt uns Eure wohlwollenden und hochherzigen Gesinnungen uiid laßt uns wissen, wie Ihr mit Eurem großen Talent und Eurer großen, weiten Einsicht darauf bedacht seid, die vollständige zwischen unS bestehende Freund­schaft noch zu befestigen, wobei Ihr mit voller Sicherheit auf mein, des durch Gott hohen Sultans volles Mitwollen rechnen könnt Aus diesem Grunde habt Ihr den distinguirten Herrn v. Gülich als Euren Minister in diese Zonen Marokkos entfenbet und habt ihn zu Eurem Minister ui meinem Hohen Reiche

bührt und wie es verdient ist, empfangen werde. Und wir wollen, daß er in unserem Reiche sehr geachtet sei, mehr wie man denken kann, und es soll öic | Bedeutung seiner Stellung und seiner Person als Eures Agenten allgemein an­erkannt werden. Und er soll auf Grund meiner Empfehlung in seinen amt­lichen Verrichtungen sehr ausgezeichnet werden als ein Mann von Einsicht,! und dieses, sowie daß er edelmüthig ist, soll in meinem ganzen Reiche offen­bar werden.

Was ich will und was ich wünsche, und was mir eine besondere Freude,! ist das, daß ich mich in Freundschaft mit den mächtigen Kaisern zu verbindens

Üol' ui den x her .Oberfi ja den Dir tnß), oaupla !biunba uni i

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und die Thore zum Guten zu öffnen wünsche zwischen mir und denen, welche _ Wlllt wwlU|tulc gillU|H|ll

Macht und Talent haben. Und ich werde immer derselbe bleiben und wir wer-sin Smoky Valley (Nevada) ab. Ein gewisser Ehristoph Reckstein daselbst war schon tanqe

den immer vereint sein. Denn Euer Hof ist der mächtige Hof, Eures Hofes eifersüchtig auf feine Frau wegen Galanteriecn, die ihr von einem jungen "Manne Namens

Macht raat über die ankeren ftfife enmnr und bekannt ist die QnFinift und Gorton gezollt wuroen. sein Groll icheint den Nachbarn bekannt gewe-en zu sein, denn als

^-caa-r ragt uoer Die an Deren Hose unpor, uno oetannt l]t Cie Oucunlt UllD om 31. März seine Thür geschlossen blieb, brach ein.-r dr-rjclbcn, Ottrhaus, dieselbe auf uno

Vergangenheit Eures Hofes. sentdeckte dort den Leichnam d.'r Frau, in mehrere Stücke zerschnitten. Zu ihren Füßen lagen

Atschin, 2*5. April. Nach einer amtlichen Meldung aus Atschin vom ihre zwei Kinder mit vom Rumpfe getrennten Häuptern und nicht wett davon Reck'iein und 25. d. schifft sich das Gros der holländischen Armee am 29 nach Java eilt. Norton, in wildem Todeskampfe noch ineinander verstrickt, ersterer ein blutgeröthetes Bowiemesser - ' " ' * - - - - -in der Rechten und letzterer mit einer zweiläufigen Pistole.

(E i n g e s a n d t.)

Groß'Linden, 28. April. Heute starb plötzlich wahrscheinlich an einem Herzschlag die allgemein geachtete Ehefrau des Müllers Heinrich Wagner dahier Der in Eile herbei« gerufene Arzt aus Gießen kam leider zu spät. Wäre es nicht zeitgemäß, für die hies. Gemeinde und nächste Umgegend einen praktischen Arzt anzustellen?

Einer im Einverständnisse Vieler.

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Gmit Fischbach

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LRiidwlHlien von groMeem Werth.

(Dresch Maschinen). Eine der wichtigsten Erfindung für Landwirtbe ist eint neue Dresch-Maschine, welche durch 2 Leute betrieben, in einer Stunde food dreichen soll, als 3 Drescher in einem ganzen Tag Alle Eelretdcgattung-n soll sie gleich gul ausdreschen, daß nicht ein Körnchen im Stroh bleibt, aber auch feine beschädigt wird Ter Anschaffungtzpreis fei nur: Thlr. 6066, franco jeder Bahnstation.

In den meinen Provinzen Deutschlands sollen diese Maschinen zu Taufende« verbreitet fein, aber auch in hiesiger Gegend sollen schon mehrere se n Die Firma Ph. Mayfarth & Co. in Frankfurt a. M. wird als beste Bezugsquelle geichilbert Bestellungen fönnm daselbst brieflich gemacht werden. [2172]

5% Ö6tr. F. 81. K. H. <29

Lombard. Bahri 142 ;

Ludwigsh. Bexbach 179

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Bayer. Ostbahn 1 IO1 N Ithein-Nahebahn-Act.

Heie. Ludwigeb.-AoL 133-Vt

Kurh. 40 Thlr. Lon#e 721/# Nau »au 25 tl. 45

Braunschweiger 221 , 3° q Oldenburg, k 4(>Thlr. 397/ 4U o bayr. Prnm.-AiiL 4°.o badische Loose 112' Badische fl. 35 Loose 697 ,

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«wir. Stsb. Pnor. 62 östr ». Lombard 49' Livorneeer 35:/< Toscaner 59 Elisabeth.-Prior. 90'/,

322. Das Annoncen Büreau von Rudolph Masse, vertreten durch B. Heidingsfelder, Wallthorstraße t#6 in Gtehen, ist für die Beförder ng von Inseraten jeden Inhalts, altz Empfeblungsanwtgen, Kaui und Berfau'gesucht, Stellengesuche, Familiennachrichten u- f w als besonders zuverlässig tu emvfeblen

Dorgelesen, genehmigt und unterschrieben:

Baron von Erlanger. B. Müller. .Haberkorn. Reinemer. Wagner.

(Hießen, 30. April. Em friedlicher Familienvater von (Gleiberg, welcher mit Frsu und Kind den gestrigen Krämermarkt besucht hatte, wurde mitten auf der Straße ohne alle Der anlasiunq von einem 21jährigen Burschen aus Odenhamen, Kreises Wetzlar, überfallen und er­hielt einen mit voller Kraft ausgeführten Stockschlog auf den Kopf, patz das Blut spritzte und der Stock zerbrach. Zwei alSbald auf dem Platze erichienene Polizeiviener packten den Unmensch, der gutwillig nicht gehen wollte, sich zur Erde nieder!,gke, um sich schlug und trat und dabei schrie und tobte und brachten ihn mittelst Anwendung großer Gewalt auf das Poltzei-Büreau. Der Auftritt lockte eine große Men'chenmosse zusammen, welche dem Transporte bis vor das Rcgieruiigsgebäuve folgte, bi« ab r sehr bald ausetnandergetriebm wurde.

Eine eremvlariicke B'strafung des rohen Burschen wäre lehr erwünscht, denn daß der Verletzte nicht gleich tovt auf dem Platze blieb, darf sich die Bestie nicht zu gute halten.

Herr Baron W. Von (rrlanger mit 389 Stimmen, n Baron von Rabenau 3*9

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neu erwählt wurden, außerdem fielen

20 Stimmen auf Herrn Ricker, Buchhändler,

11 , ,, » Schaum, Rath.

4. Schließlich wurde die Neuwahl des Rechnungsprüfungs AusschusieS Statuten vorgenommen und erhielten hierbei

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ad) Java ein.

Zum Commandanten der zuruckblcibcnden Besetzung ist Oberst Peel ernannt.

An 16. August trat Der Tod ein, ohne daß m der Zeit biß zum Tode das Kopnveh nachgelassen hätte. Nach dem Gutachten d,S Arztes war oer Änabe Wir haben schon Befehl aeaeben, daß Euer Minister, wie es sich ac» an e,net Gehirnentzündung gestorben Durch Cie sehr umfangreich, Beiveisaufnahme rource - .... - - lfeftgrstellt, daß Mätzlitz sich na d dem Tode des Knaben noch roher Aeußerungen über venelben

bedient hat; auch wurde durch die Aussagen einer Anzahl von Schulkindern, Die Z-ugen Der Mißhandlung gewesen, erwiesen, daß der Angeklagte Den Knaben in der angegebenen Äet e ge-- züchtigt habe. Das Gutachten de» Dr. Hadlich lautete in Uebereinstimmung mit denen bei gerichtlichen PHysieu», des Geh. Medicinalraths Dr. Wolff, und des Kreiswunvarztes Dr. Hoeppner dahm, daß Die bei der Obouction der Leiche de» Kutoes vorgesund.nen Gehirnoerletzungen, r,ip. Entzündungen Folge der auf Den Kopf desselben geführten Schläge gewesen seien, daß aber Die Schädelbiloung eine sehr schwache gewesen und daß, wenn das K no sofort in sachgemäß, B banolung gegeben, ein töotlicher Ausgang sehr wahr^ch-unlich nicht eingetreten wäre. Di, Ge»

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Lokal-Notiz.

Gicßcn, 29. April. Protocoll der secksten ordentlichen General Versammlung der Oberhcssischen Eisenbahn-Gcsellichaft d. d. Gießen den 25. April 1874. Zur sechsten ordent­lichen General-Versammlung der Actionäre der Oberhessiichen Eisenbahn-Geiellschaft hatten sich Seiten- der Großhcrzoglich Hessischen Staatsregierung:

der Großhcrzogliche Regierungs-Commissär, Herr Geheime Baurath (£itfcmtl)Cr, Seitens des Verwaltungsrathes:

der Präsident, Herr Baron R. von Erlanger,

Se. Hoheit Prinz Hermann zu Sachscn-Lseimar,

Herr Baron W. von Erlanger,

n Ferdinand Gail und

Isaac ^önigswinler,

sowie eine Anzahl von drciundzwanzig, in der diesem Protokolle als Anlage beigefügten Präsenz­liste benannten Aetionären, welche 4165 Aelien und 398 Stimmen reprajentiren, im Sitzungs* saale des Verwaltungsgebäudes der Gcsellichaft dahier eingefunden.

Der Präsident des VcrwaltungSraths, Herr Baron Herr von Erlanger, übernahm in Gemäßheit des $ 24 der Statuten den Vorsitz und eröffnete die Versammlung, indem er die Herren B. Müller und Habcrkorn zu Protocollführcrn, dann die Herren Rkincincr und Wagner zu Scrutatoren in Vorschlag brachte, welche sich, da kein Widerspruch erfolgte, diesen Functionen unterzogen.

Der Herr Vorsitzende übergab sodann zum Protocoll die betreffenden Nummern derjenigen in Gießen, Darmstadt, Frankfurt a. M. und Berlin erschienenen Blatter, in welchen die Berufung zu dieser General-Veriammlung rechtzeitig ausgeschrieben worden ist, und conftatirte dadurch die Erfüllung des § 21 der Statuten.

Derselbe erinnerte sodann mit Bezugnahme auf das Ausschreiben zur General-Versamm­lung in einem einleitenden Vortrage daran, daß

1) der Jahresbericht de- Vcrwaltungsratbs vom Jahre 1873,

2) der Bericht des Rechnungsprüfungs Ansschusies,

3) die Neuwahl dreier Mitglieder des Verwaltungsraths und

4) die Neuwahl dcS NechnnngsprüfungS Ausschusses die heutige Tagesordnung bilden.

1. Da der Jahresbericht mit den Eintrittskarten den Herren Actionären zugestellt worden war, so wurde von einer Verlesung desselben llmaang genonimen, und es gelangte weiter ein Druckdlatt, Beleuchtung der Frage, inwieweit die Oberhessischen Dahnen der Provinz Oberhesien bereit- erkennbaren Vortheil gebracht haben, zur Vertbcilung. Aus die Frage des Dvrsitzendcn, ob Jemand spccielle Bemerkungen zu Dem Jahresberichte vorzutragen habe, wurde keine Erinnerung laut.

2. Hierauf wurde Der Bericht dcS Rechnungsprüfungs Ansschusies verlesen und, da sich hiernach Erinnerungen nicht ergaben, der Verwaltung, den gestellten Anträgen entsprechend, so­wohl über die Betriebsrechnung vom Jahre 1873, alS auck über die Recknungsablage vom Dispositionsfonds Deä'arge mittelst Acclamation ertlcilt.

3. Es wurde sodann zur gkinvabl dreier Mitglieder deS Verwaltungsraths geschritten, als welche nach Bestimmung des Looses die Herren Baron W. von Erlanger, Ferdinand Gail und Baron von Rordrck zur Rabcnan auszuscheiden hatten.

Der Wahläct ergab, daß

Willen, und Ihr wollt ihn bei uns ausgenommen und accreditirt haben, damitlH^' «Iw n^^JVl9nU,,qi?U 2 -?1 a

. . a,. t .. o 7 . hatte sich der Zustano des Knaben to ver chlirnmert, day oer Dr ^avlich ihn fast bewußt os

wir im Glauben gewahren in Allem, waS er in Eurem Namen unS sagt und ltno vE^iz gelähmt vorfano ~ 1 ~

im Interesse Eures Reiches.

An Se. Majestät den Kaiser von Deutschland, Hiermit waren die Gegenstände Der Tagesordnung erledigt. Da auf die Frage des

Könia von Breufien den Mäckttaen! sHerrn Vorsitzenden, ob noch Jemand etwas Weiteres vorzutragen habe, keine Entgegnung er«

Gelobt sei der Einige (Soh/m.b es ,st k.me Macht a°ch Kraft gegen G-.t, '° Jlit « ..««f.mmfn, für

Rath Schaum

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Ferner fielen auf

Herrn B. Müller

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Die irrt zuerst genannten Herren waren daher erwählt.

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