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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen
Donncrstag vrn 30. April
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politischer Theil.
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Paris, 28. April. Die Nachricht, daß Graf Chambord
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Penang, 28. April. Tie „Zeitung von Penang" meldet: t OOO Ätschi-
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ralrathestelle aufzutreten, da er unfehlbar durchsallen werde.
— Ungefähr ein Drittel derer, welche sich auf den Listen rial Armee eiuznschreibeu batten, stellte sich nicht ein. Ein neuer au die Fehlenden erlassen werden.
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An der Pertheidignug desKra- ". Dieselben verloren 6 Todte, Der'Kamps dauerte 8 Stunden.
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Athen, 28. April. Das Ministerium Vulgaris hat seine Demission gegeben und der König dieselbe angenommen. — Der Vertrag mir der deutschen Negierung wegen Ausgrabung der Alterthümer im Thal von Olympia wurde heute unterzeichnet.
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Vorstand.
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Darmstadt, 27. April. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 17. 1. Mts. zu ernennen geruht: den Landgerichts-Assessor in Höchst, Wilhelm Hofmann, zum Landgerichts-Asiessor ir Gießen, den Landgerichts-Assessor in Vilbel, Victor Kösterue, zum Landge- richto-Asiesior in Seligenstadt, den Landgerichts-Assessor in Seligenstadt, Carl Beisler, zum LandgerichtS-Assessor in Reinheim, den Ministerial - Secretät dritter Elaste bei dem Ministerium der Justiz, Dr. Carl Zimmermann, zum Landgerichts-Assessor in Höchst und den Gerichts -Accessisten Tr. August Scriba aus Alt-Buseck zum Landgerichts-Assessor in Schlitz.
Darmstadt, 28. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 22 enthält:
t. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerinm des Innern geneb migten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions- Gemeinden des Kreises LiitdenfclS pro 1874.
2. Uebersicht der von Großherzoalichem Ministerium deS Innern für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Vedürfnisseii hi den Gemeinden des Kreises Alzey.
3. Uebersicht der von Großhcrzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Gießen.
4. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnckdigst geruht: am 23. März den Ludwig Jacob Meuer aus Darmstadt zum Kanzlisten bei dein Maschinen-Jngenieur der Mali,-Neckar-Eisenbahn zu ernennen ; am 26. März dem Cchulamtsaspiranten Peter Göckel aus Wald-Amor biicb die zweite evang. Schulftelle zu Angersbach zu übertragen; am 1. April
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ben Oberst-Stallmeister, Freiherr» Felix Maria van der Capellen von Verkeu- ii’ciibe, in wohlgefälliger Anerkennung der von demselben seit dem Jahre 1866 in seiner Eigenschaft als functionirender Oberst Hofmarschall geleisteten vorzüglichen Dienste, nunmehr auch, unter gleichzeitiger Belassung in seinen Dienst und Gehaltsverhältnissen als Oberst-Stallmeister, zum Oberst-Hosmarschall zu ernennen; am 2. April dem Schullehrer zu Asel, im Königreich Preußen, Johannes Diegel, die evang. Schulstelle zu Deckenbach, dem Schullehrer an der bitten evang. Schule zu'Wörrstadt, Johann Ludwig Hirsch, die erste evang.
chulstelle daselbst, der Schulamtsaspiramin Elisabeths Kempf aus Nieder-! Mörlen die obere kath. Mädcheuschulstelle zu Gau-Algesheun, am 4. April dem Mlprediger und Schullehrer an der ersten evang. Knabenschule zu Alsfeld/ Georg Philipp Müller, unter Belassung seines Charakters als Mitprediger die!
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Georg Philipp Müller, unter Belassung seines Charakters als Mitprediger Die; Paris, 28. April. Die Nachricht, daß Graf Cbambord in Versailles Etelle eines Lehrers an der ersten Mädchenschule :u Groß-Gerau und nni aUßCfonuncn jti, wird dementirt. — Die Regierung wird bei der National 9. April dem evang. Pfarrer zu Merlau, Wilhelm Perschbacher, die cvaug. Versammlung gleich nach deren Zusammentritt die Ermächtigung nachsuchen, den Pfarrstelle zu Kelsterbach zu übertragen. Generalrath von Marseille aufznlösen.
Am 19. März wurde dem Psarrverwalter Heinrich Meinhardt die kath.
Pfarrstelle zu Hohen-Sülzen, im Dekanate Worms, übertragen. (EligflUlÖ.
5. Dienstentlassung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- London, 28. April. Eine Depesche aus Melbourne bestätigt die An- digst geruht: am 4. April den zweiten evang. Pfarrer zu Reichelsheim, "Norton der Fidschi-Inseln dnrch die Engländer.
Tekanate Erbach, Carl Leydhecker, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste der evang. Kirche des Großherzogthums, mit Wirkung vom 1. Juni 1874 an, zu
daß er auch mit der „Fraction zu Berlin" nicht einverstanden ist, und meint, nur durch Vereinigung aller liberalen Cchattirungen könne „wahrer Fortschritt" gefördert werden. Herr blassen hat in früheren Jahren sehr entschieden den Standpunkt der Fortschrittspartei gegen die Cchaitirungen der Altliberalen und der 9(nlienalUberaIen vertreten. Wenn er heute die Vereinigung mit allen liberalen Schattirungeu für das allein Richtige hält, so beweist er damit selber, daß er den Boden der Fortschrittspartei verlassen bat und sollte sich also nicht darüber beschweren, daß er nicht mehr als zur Fortschrittspartei gehörig angesehen wird. (Frank. Journ.)
Köln, 28. April. Auch das hiesige Metropolitau-Domcapitel hat gleich den Capiteln von Paderborn und Trier eine Protest-Eingabe gegen den Gesetz- Entwurf wegen Verwaltung erledigter BiSlhümer an daS Abgeordnetenhaus gerichtet.
AuS der Pfalz, 28. April. Vorigen Sonntag wurde in Frankenthal der erste allkatdolische Gottesdienst gehalten, für welchen das Presbyterium mit Genehmigung des Cousistoriums bereitwilligst die kleine protestantische Kiiche eingeräumt hatte. Pfarrer Kühn, welcher dw allkatholischen Gemeinden der Vvrderpfalz pastorirt, celcbrirte das Hochamt, Professor Friedrich, welcher eigens zu der Feier aus München gekommen war, predigte. Die Kirche war von Zuhörern vollständig gefüllt; es hatten sich nicht blos die Frankenthaler Altkatholiken, sondern auch viele aus der Ilnigegend eingefuiiden. Am Abend hielt Professor Friedrich einen Vortrag über die altkathvliiche Bewegung vor einer altkatholischen Versammlung, welche seinen gediegenen Aussührungen mit großem Interesse folgte. Die Altkatholiken von Dürkheim hatten an den Professor Friedrich telegraphisch die Einladung gerichtet, auch dorthin zu kommen; er konnte jedoch für diesmal ihrem Wunsche nicht entsprechen, wird aber zu Pfingsten Dürkheim besuchen.
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Paris, 27. April. Unter allen Umständen würde Mac Mahon gut thun, sich von Vroglie zu trennen, der nicht allein bei allen Parteien, sondern im ganzen Lande und nicht minder selbst in seinem Departement, der Eure, verhaßt ist. So bat einer der dortigen Unterpräfekten dem Fürsten v Broglie, dem Sohne des Herzogs, abgerathen, dort als Candidat für eine freie Gene«
aitlaffen.
Köln, 27. April. Einer der Heißsporne der clericalen Partei, welcher als Redner die humoristische Seite der katholischen Versammlungen vertritt, tanfmaiui Meisen, ist am vorigen Samstag vom Kreisgericht in Vochem (anläßlich einer Rede) wegen Majestätsbeleidigung zu 6 Monaten Gesängmß ver- mheilk worden. — Der der social-demokratischen Eisenacher Arbeiter-Partei D-ngchörende Georg Schumacher von Ehreufeld bei Köln wurde dieser Tage reaen einer in Ronsdorf bei Elberfeld in einer Arbeiter - Versammlung gehal- - - - v
- |nitn N-de verhaftet und heute nach Elberfeld escortirt. Schumacher, welcher ncf,n 9llfrfU om l 1. ^Iviil tte bolläildischen Positionen, am 16. den Kraton ,, . , cv j x ii i ttitirltm 4ttnb!kreis als Candidat an' wurden jedoch beide Mal zurückgewiesen. 571M des Kra-
ki der letzten Reichstagswahl in einem rheinischen Wahlkreis ais Kandidat ' i <>< -r
liiffleftedt wurde. aber in der Minorität Blieb, zählt zu den intelligentesten tD1'% imlinicn alle bolländiichen Truppen The».
in / r lon finb hnfhit ivrai'hae- darunter 2 Osficiere iiud 60 Verwundete. Der Zlanivs vauerlr v vi«»»»'.
jebnern seiner Parte, am Rhem AWsuhr^. sind WW $tm $ctnchncn „od, sollten die Holländer am 28. M-bin verlassen und nur
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Astier classischen Schriftsteller. In Ronsdorf haben indeß an« noch andere «" Beobachtnngs-Corps von 2^00 Mann zurückbleiben.
Redner Anstoß erregt, indem ferner Häning (ebenfalls bei der Reichstagswahl jlffifui
, ^Köln?27^Apn!"^Di!°si A müqethem" Erklärung der zehn Mitglic- Marokko. Der erste Vertreter des Deutschen Rnchcsin Marokko, b(r des seitherigen Wahlcomitös der Forsch'ittspartei, daß sie Herrn Claffeu- der dort fi-br entgegeukommend ausgenommen ist, der kaiserliche Munster - Res,-
F ' Vfll* Üappelmann in Folge seines Verhaltens in öffentlichen Angelegenheiten während tcnt v. Gulich, bat ,em Beglanbig>iiigs-Schr°'beu dem Minister der auswart,-
f,r letzten Zeit nicht mehr als zur Fortschrittspartei gehörig ansehen, bat Letz- gen Augelegenbeiten nut dem Ersuchen übergeben t->sic b- a„ seinen Douverain
Vllr krer zu einer Gegen Erklärnng veranlaßt, in welcher er sich über „politische gelangen zn lasten, der au, einem Pa-,ftca.i°nszuge durch daS Land begriffen
" " * Eicommunication" beklagt und gegen das „Jnterdict" an die Ocffentlichkeit ,st. In Erwiderung darauf bat der Sultan Muley - El-Hassan auf demselben
w,nirt. Herr Elasten führt dagegen Znschriften von Parteigenossen au welche Wege «n Lchreibe.. an Se. Majestät den Na,ser. gerichtet, das der „Reichs-
W ihre Anerkennung für sein Verhalten aussprechen. Zugleich bekundet er, Anz. Mlttheüt. Dasselbe lautet.


