Ausgabe 
30.3.1874
 
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Gießener Anzeiger

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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen

übt.

Mr 75

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Montag hcn 30. März

u- 1874,

Gießen, am 28. März 1874.

Betreffend: Die Vergütung der Kriegsleistungen an die Gemeinden des Kreises Gießen-

Gießen, den 24. März 1874.

politischer Theis.

Deutschland.

gestatten, daß derselbe künftig statt des bisherigen den Familiennamen Scha­uer führe.

n Besorgung des

> Verkaufs ?ren, Aktien, Loosen, empfiehlt sich

Süskind

nkfurt ü/Main.

P-«A vtert<!;ührkz 1 fL 13 ?r mi Brtngerlohn. Drnch btt Irrst bezöge« vierteljährig 1 fl 29 h.

Großherzogliches Universitäts-Gericht. Haberkorn.

Erscheint täglich, -üt lu^ nahm« Sonntag»

«rpebttivn: Lanz letbera, 8it « Wt. 1.

Darmstadt, 28. März. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 17 inib51t:

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'scheu ^abxit zu M- tn, ßudeu ßwM ÄW in

B. Müllu.

in Fulda- ,

1. Bekanntmachung Großherzoglicheu Ministeriums der Finanzen, be-, ticffend^ die Außer Courssetzung der Landesgoldmünzen und der landesgesetzlich :hu inländischen Münzen gleichgestellten ausländischen Goldmünzen.

2. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Außer-Courssetzung der -Aionenthaler, sowie von Münzen des Conventionsfußes betreffend.

3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alzey, die Besoldung des Sroßherzoglichen Rabbinen zu Alzey für 1874 betreffend.

4. Uebersicht der für das Jabr 1874 genehmigten Umlagen zur Bcstrei- timg der Communal-Bedürfnisse i-i den Gemeinden des Kreises Vilbel.

5. Ertheilung eines Erfindunzspatents. Se. Königl. Hoheit der Groß- krzog haben allergnädigst geruht: am 16. März der Gasmotoren-Fabrik Deutz in Delitz bei Köln auf deren Nachsuckei, ein Erfindungspatent für die durch Zeichnung uud Beschreibung näher erläuterte Construction einer atmosphärischen kaftmaschine unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das ver- lithcne Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewe- Ker Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten drei ^ahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen.

6. Namensveränderung. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 27. Febr. dem Valentin Haßlingcr von Kleinhausen zu

Betau ntmach u n g.

Die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Winter Semester 1873/7/1 betreffend.

Tic in diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Slndircnde müssen bis den 28. d. M. mittelst specificirtcr Rechnnnaen -ur Anzeige gebracht und längstens bis den 9. Mai d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Ärt. 136 der Discivlinarstatutcu -uae iDiefcnen Vorzug verlieren. v 1 6 u

Lovik nnaxiüo senden Gi'gknstÄdk fr Qtt Uebernehmkl tfr gen und Anmeldung 'P unter »nfüguna . «ende Bestellungen « ercinS, kleine Frieds ill 7373| omiiiission.

Iitenkranke u C heilt l)r Jnchlin- lisabelhen - Strosse 1.

an die Großberzoqlichm Bürgermeistereieil Allendorf an der Lahn, AUendorf an der Lumda, Ettingshausen, Gießen, Grüningen, Heuchelheim, Leihgestern, Lollar, Maiupar, Ober-Besstngen, Steinbach und Wieseck.

, ,. D>e Jtmeu mit Revisious - Bemerkungen am 9. April und resp. 20. Mai v. I. zugegangeuen Acteustücke wollen Sie mit den Erläuterungen alsbald und längstens innerhalb 8 Tagen an uns enifenben. 0

v. N ö d e r.

»ann «ß ßfÄ rvkd. b-JBi-__.

Dritte kath. Schulstelle zu Fürth mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl. > die fünfte kath. Schnlstelle zu Bürstadt mit einem Gehalt von 550 fl.

Berlin, 25. März. Seitens des Reichskanzleramtes ist dem Reichs­tage die dritte Denkschrift über die Ausführung der Münz - Gesetzgebung vor­gelegt worden. Wir theilen für heute aus derselben nur Folgendes mit- Von den acht in Deutschland bestehenden Münzstätten können im Lause eines Jahres folgende Summen an Reichs-Silber-, Nickel- uud Knpfermüuzeu aus­geprägt werden: 1. Berlin 8,000,000 Einmarkstücke, 10,000,000 ?.wanzia- pfennigstücke, 9% Million Zehupsennigflücke, 11 Millionen Zweipfeunigstücke und 11 Millionen Einpfennigstücke. 2. Hannover 0,52 Mill. Ein-Markstücke; 13 Mill. Zwanzigpfennigstücke und je 2,60 Mill. Zehnpfennig-, Zweipfeuuig- resp. Einpfennigstücke. 3. Frankfurt a. M. 4,80 Mill. Ein-Markstücke, 1 44 Mill. Zwanzigpfeunigstücke,' 3,84 Mill. Zehnpfennigstücke und je 2,40 Mill. Zwei- und Einpfennigstücke. 4. München 4,80 Mitt. Ein-Markstücke, 14,40 M'll. Zwanzigpfennigstücke je 4,80 Mill. Zehn-, Zwei- und Einpfennigstücke. 5. Dresden 1,75 Mill. Einmarkstücke, 3,25 Mill. Zwanzigpfeunigstücke uud je 4 Mitt. Zwei- uud Einpfennigstücke. 6. Stuttgart 7,44 Mill. Einmarkstücke, 3,57 Mitt Zwanzigpfeunigstücke und je 3,57 Mill. Zwei und Einpfennigstücke. 7. Carlsrn he 3 Mill. Einmarkstücke, 9 Mill. Zwanzigpfennigstücke, 4f/2 Mill. Zehnpfennigstücke, 3,60 Mill. Zweipfennigstücke und 3 Mill Einpfennigstücke. 8. Darmstadt 4,80 Mill. Einmarkstücke, 2,50 Millionen Zwanzigpfennigstücke, 1,^0 Mitt. Zebnpfennigstücke und je 21/2 Mill. Zwei- resp Einpfennigstücke. Es können somit in allen 8 Münzstätten im Laufe eines Jahres ausgeprägt werden: 35,11 Million. Einmarkstücke, 57, >6 Million. Zwanzigpfennigstücke, 34,09 Millionen Zehnpfennigstücke, 34,47 Millionen Zweipfennigstücke und 33,87 Millionen Einpfennigstücke.

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7. Concurreuzeröffnuugeu. Erledigt sind: die Stelle eines Elementar-

istrers für Mädchen an der städtischen Mittelschnle zu Darmstadt mit einem Berlin, 26. März. Ans den von den einzelnen Bezirks-Regierungen »ttmigsgehalt von 8V0 fl. zahrlich. ausschließlich der Wohuungsvcrgüttmg; in Folge des kriegsministericlle» Erlasses vom 25. October v. % betreffs Ge- »t»unfl»n sind tnnerhalb drei Wochen cinzuretcheu; eine siehrerstellc an der Währung von Unterstützungen ans dem Allerhöchsten Dispositionsfonds von L ca kua euschule zu Darmstadt mit einem jährlichen Gehalt von 800 fl.; die 300,000 Tblr. für Hinterbliebene solcher Militärpersonen, welche während des Vielte ist^mit einem seminaristisch gebildeten Lehrer zu besetzen; die dritte Krieges 1870/71 gefallen, resp. in Folge dessen gestorben sind, bis jetzt gemach- vüi ig. Schulstelle zu Trebur Mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die ten Vorlagen hat das Kriegs-Ministerium entnommen, daß die auf Bewilligun

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Gefundene Gegen st ander

. Ringe (einer mit Diamant), ein Portemonnaie mit 23 fr. und 1 Farbzeicht-n, eine Schürze, ein Gebetbüchlein für Israeliten, ein Buch über die Pflanzenkunde

rin ^uch iider 2do^lkhre, ein Taschenmesier mehrere Schlussel, ein Knopf einer Bettstelle, ein Fischkasten, in Verwahrung bet Hrn. Fabriknn Bender, eine Meerschaum-Ctaarrenspttze' später zu Gunstendl?Ärfrenk!si7w?rd7n !-rsteigktt werden. "" U"8 ,ndb,n' -ibri(lenffl8 bkfe ®e6cnftänbc Quf °» »i- Sinder zmückgcgcbc» oder

Gießen, den 29. März 1874. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial - Hauptstadt Gießen.

._____________________________ __________________________________ N o v er.

Beka n n t in a ch u n g.

. rICfl SJ,a*r der Großherzoglicheu Staatsregierung zugegangenen Mittheilung des Reichskauzleramtes ist in Jaffy die Trichinosis ausgetreten und hat daselbst um so größeres Aufsehen erregt, als dieselbe seither in Rumänien überhaupt nicht beobachtet worden ist. In Folge dessen hat der Consum au Schweinefleisch dort in einem so hohen Grade abgenommen, daß bedeutende Transporte von Schweinen nach Oesterreich und Deutschland abgegangen fein sollen und wohl noch abgehen werden. » v v f

Die durch diese Einfuhr rumänischer Schweine drohende Gefahr mahnt zu doppelter Vorsicht im Genuß rohen Schweinenfleisches und der daraus be­reiteten Waareu.

, Di- Metzger und Verkäufer von Fleischwaaren werden auf §. 367 pos. 7 des Reichsstrafgesetzes aufmerksam gemacht, wonach mit Geldstrafe bis zu 50 -Lhaleru oder nut Haft bestraft wird,wer verfälschte oder verdorbene Getränke oder Eßwaaren, insbesondere trichinenhaltiges Fleisch keilhält oder verkauft."

Gießen, den 24. März 1874. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.