russischen Deputation zur Beglückwünschung des Kaisers von Oesterreich
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juyic , er sei brieflich aufgefordert worden, Rom zu verlassen, weil seine Person nicht sicher sei; er sei geblieben und »erde bleiben, so lange Gott und die Umstände es erlauben.
Lokal-Notiz.
Glesien, 29. Juni. ®et dem gestrigen Prei-lurnen im Turnverein zu Wieieck »uttn verschiedene Preise von Turnern au- Gießen erkämpft. öl erhielt den ersten Preis Äar: Köhler von hier, den zweiten Friedr. Kreiling von Wieieck und den dritten Wüst v?» hier. Dal Fest verlief in gemüthlicher Weise und amüsirten sich alle TheUnehmer recht lehr.
Vermischtes.
Köln, 21. Juni. Bekanntlich setzt der Geist, besonders bei solchen Menschen, die ti ihren Beschäftigungen große öncrgie entwickeln, auch dann noch vielfach seine Thärizkeit fc:t wenn der Körper in den Armen des neudelebenden und stärkenden Schlummergotres rubt. Die 4 bewahrheitete sich dieser Tage an einem jungen sehr fleißigen und strebsamen' Beamten von hi-r. der in einem unserer Nachbarorte stationirt ist. Derselbe hatte Nachtdienst, war aber durch vorhergegangene Anstrengungen in seinem Logis in tiefen Schlaf gesunken und dadurch nicht zn bestimmten Zeit auf seinem Posten erschienen. Gegen 2 Uhr des Nachts wurde sein Haulwir h plötzlich aus dem Bette geschellt, öin College del jungen Mannes stand vor der Hausthür uck bat, man möge ihm Vesten Bekleidungsstücke geben. Derselbe sei vor einer Stunde in bloßen Hemde zum Dienste angclreten. Der Tr,eb zu seiner Beschäftigung halte den jungen Kari zum Nachtwandler gemacht.
— Das schnellste Avancement. Frage: Wer avancirl am schnellsten? Antwor:: Die Frauen. Kaum ist die Werbung vorbei, so werden sie schon Gefreite und bald nachht haben sie schon bas Kommando l
— Drei Reisende sitzen in einem Coup« der Ostdahn Dal Gespräch kommt aif die Schnelligkeit der Beförderung auf Englischen und Amerikanischen Bahnen und namentli- über letztere ist des Rühmens kein Ende und manche Ungeheuerlichkeit blieb den Mitreisender Seitens der „Bleigereisten" nicht erspart. „Das ist noch gar nichts, meine Herren", ruft ril mitreisender Berliner, das haben wir bei uns ganz eben so schön. Neulich fabre ich mit den Iaqvzug von Berlin nach Hannover. Ich batte mich etwas verspätet, springe hier in Berti auf dem Lehrter Bahnhofe in den ersten besten Wagen und geralhe zufällig ins Damen Soup Der In'pector bemerkt vas, erhebt einen Höllenlärm und will mich au- dem Wagen beraub ziehen. Ich, wüthend, drehe mich herum, hole mit der Hand aus — der Zug gebt ab — u tz der Inspector in Lehrt, kriegt eine Ohrfeige, daß er sich dreimal um sich selbst berumdrek.'. Sie können sich denken, welche Mühe «ch hatte, dem guten Manne bas Versehen klar zu machen^
— (Brautleute in A merika.) Um die Leichtfertigkeit der amerikanischen öfc* sckließungen zu karrikiren, erzählt eine New-Jorker Zeitung, daß unmittelbar nach der Trauung eine Braut währens der Fahrt zum Hockzeitsicbmause ihren Bräutigam selig lächelnd gefrajs habe: ..Sag' mal, wie beißt Du doch gleich?" Die Herrschaften batten sich nämlich an ten* selben Morgen kennen gelernt und bei den Vorbereitungen zum Hochzeltsschmaus« nicht 3't gehabt, sich mit unnützen Fragen aufzuhalten.
Darmstadt, 25. Juni. Dir sind in der Lage die vorläufige Mitrhellung machen ji können, daß die Angelegenheit des dahier zu errichtenden Landes Denkmals nunmehr in rin er« 'chkidende- Stadium geritten m. Die cnenrlicke Ausstellung der in Felge des 6cr Ausschreibens eingelangtcn und noch täglich einlangenden Modelle wirb wahrscheinlich t< Tage lana vom 5. —1H. Juli d. I. in den Räumen del Saalbau's startfinden, und di« bn- fallsige Bekanntmachung in Kürze zu erwarten sein. (Die Ausstellung wird durch eine beiordere Lvmmlision, unter dem Vorsitz des Herrn Profesior Rud. Hofmann geleitet.) Hieran wird fto am 19. und 20 Juli die Begutachtung der Preisrichter und d,e Beschlußfaflung des Central 6 c m 11 c s anschließen. 6s ist ferner in Aussicht genommen, die Ausstellung ur> Prämitrung der Entwürfe durch ein großes Gartensest mit Eonrert und Feuerwerk in den
Fürsten Bismarck, ist hier angekommen und im Hotel de Russie" abgestiegen,,! sagte er um für den Reichskanzler Wohnung zu bestellen.
Oesterreich.
Wien, 27. Juni. Der Großfürst Constantin Nikolajewitsch ist mit
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Madrid, 26. Juni. 10,000 Carlisten unter Don Alphons sind bei Chelva (Provinz Valencia) von 5000 Republikanern geschlagen worden. Zwischen dem General Concha und dem Carlisten-Chef Dorr?garay ist ein Vertraz wegen Wieder-Cröffnung der nach Frankreich führenden Eisenbahn geschlosien.
Madrid, 27. Juni. Gestern b.ir die Armee des Wcncr ■ eine Umgehungs-Bewegung vollzogen und sich dabei der Ortschaften Villatuerta. Laca, Loeraz, Ailloz bei Estella bemächtigt. Die Einnahme von Estella selbst lvird für morgen erwartet.
eingegangen sind, ist das Gerücht, wonach der in Hietzing verweilende Herzog von Braunschweig in Folge eines Schlaganfalls gestorben wäre, als durchaus unbegründet zu bezeichnen. Der Herzog befindet sich vielmehr vollkommen wohl.
Triest, 26. Juni. Einer amtlichen Meldung zufolge ist in Merdi, im Gebiet Benghasi (Tripolis) die Pest mit Beulen ausgebrochen. Die See-Behörden in Triest und Fiume haben sofort Contumaz - Maßregeln gegen alle Provenienzen aus Tripolis und Tunis angeordnet.
kchmeij.
Bern, 26. Juni. Der Nationalrath und der Ständerath haben nach längerem Wahlkampfe Lausanne zum Sitz des Dunbesgerichts gewählt.
fran&retcö.
Paris, 26. Juni. Die Budget-Commission hat mit 14 gegen 8 Stimmen die Entwürfe des Finanzministers Magne betreffs der neuen Steuern abgelehnt. lieber die Reduktion der jährlich an die Bank von Frankreich zu zahlenden Amortisationssumme von 200 aus 150 Millionen hat die Commission noch keinen Beschluß gefaßt. — In den Bureaux des Journals „Ordre" und anderer bonapartistischer Blätter haben heute Haussuchungen stattgefunden, ebenso in dem Bureau des legitimistischen Correjpondeuteu Saint Cheron. — Die „Agence Havas" dementirt das Gerücht, wonach die preußische Regierung gegen die Ausführung der zur Befestigung von Belfort projectirten Bauten Einspruch erhoben hätte.
Paris, 26. Juni. Das „Sivcle" bringt eine Liste der ehemaligen kaiserlichen Beamten, welche seit dem 24. Mai 1873 angestellt ober befördert sind; es sind allein 40 Präfekten darunter, also nahezu die Hälfte aller vorhandenen.
Paris, 26. Juni. Die Regierung hat die Propaganda mit den Pho- tographieen des Prinzen von Chiselhurst verboten. Rouher und andere Depu- tirteii wandten sich an den Minister Fourtou, damit er sein Verbot aufhebe, derselbe ging aber nicht daraus ein, weil er behauptete, daß es zu großen Scandal erregen würde. Die Vertheilung der Photographieen wird, wenn wohl auch mit etwas mehr Vorsicht, doch fortgesetzt. Die bonapartistische Propaganda mit Broschüren, der man bis jetzt noch nicht entgegengetreten ist, überschwemmt das ganze Land mit Machwerken, die voll von Lügen und Verleumdungen sind. Eine dieser Flugschriften, mit Bildern versehen, erzählt die Großthaten des kaiserlichen Prinzen. Seine Geburt, seine Taufe, die Rückkehr Don den Truppen aus Italien, wo Napoleon III seinen Sohn auf sein Pferd setzt, dann das Fest der Arbeiterkinder, welches der kaiserliche Priiiz im Tuile- rieengarten gibt, die Erneniiung des jungen Helden zum Corporal, seine erste Communion, seine Betheiligung an der Ausstellung von 1867, wo er seinem Vater ein Medaillon überreicht, seine Heldenthaten im letzten Kriege — er blickt in G-sellschaft des junge» Conneau mit großer Rührung auf'eine zerplatzende Bombe — der Tod seines Vaters, vor dessen Bette er niederfällt, um das Vater-Unser in lateinischer Sprache herzusagen, der Leichenwagen seines Vaters, dem er in tiefer Trauer folgt, seine Studien in Woolwich, bei welcher Gelegenheit er zu Pferde erscheint, und schließlich die Huldigungen, die er in Chiselhurst am 15. August 1873 entgegenuahm, alles das muß herhalten. Die übrigen Broschüren sind eben so albern, aber die Bonapartistcn kennen ihre Bauern und wissen, was sie ihnen zu bieten haben. Obgleich die Existenz einer Anzahl von bonapartistischen Comitös und Verbindungen constatirt ist, hat auch noch nicht eine einzige Verhaftung stattgefuuden, während die Gesäugmsse schon längst überfüllt sein würden, wenn sich die Republikaner nur den hundertsten Theil von dem hätten zu Schulden kommen lassen, was die Anhänger des Sohnes der Spanierin gewagt haben.
OtaCieit
Nom, 23. Juni. Gestern Nachmittag politisch-clericale Demonstration, zum ersten Male seit vier Jahren in größerem Umfange. Um den Hergang zu verstehen, muß man sich gegenwärtig halten, daß die Wohnung des Papstes im Vatican aus den Petersplatz hinausgeht uno daß die betreffenden Fenster von dem Obelisken oder von der links stehenden Fontaine aus gesehen werden können Die Fremden, welche Rom besucht haben, werden sich deffen erinnern; denn selten passirt Jemand zum ersten Male den Platz, ohne sich die Wohnzimmer des Papstes zeigen zu lasten. Schwerlich aber wird es je einem Fremden gelungen sein, die weiße Gestalt von Pio Nono am Fenster zu er- blicken. Anders gestern. In dem Augenblick, als das zum Andenken an die achtundzwaiizigste Jahresfeier seiner Thronbesteigung veranstaltete Tedeum im Dom von St. Peter zu Ende ging, wurde der Papst an einem offenen Fenster des zweiten Stockwerkes bemerkt, nebenan eine Anzahl von schwarzen Gestalten ans seiner Begleitung. Die Menge, darauf ausmerksam gemacht, drängte sich von der großen Freitreppe gegen den Obelisken hin, und wie ans Einem Munde riefen Tausende unter Tücher- und Hntschwenken : Viva Pio Nono! Die weiße Gestalt, welche mittlerweile das offene Fenster verlaffen hatte, erschien wieder an einem andern, aber geschloffenen, derselben Reihe. Das war das Signal zu noch lauterem Rufen: Viva Pio Nono ! auch Viva il Papa-Re! Auf diesen letzteren Rus hm schritten die wenigen Sicherheits Garden, welche anwesend
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nnc längere yteoe. xteraeii trat bezug, ltch der Kircheufrage für Religious-Gleichheit ein, bestritt den Verfall ber angln kamschen Kirche und betonte, in Religionssachen müsse auf ein Fernhalten von Excentricitäten bingewirkt werden, ohne in Verfolgungssucht auszuarten. Der. selbe hob daraus die politischeii Institutionen Englands hervor und die Lova. lität der Engländer gegenüber denselben. Die Königin sei die Repräsentantin der Gesetzes-Majestät, das Oberhaus sei trotz ter Erblichkeit der Repräsentativ. Senat, das Unterhaus sei der Vertreter von 2 Millionen Wahlberechtigter. 30 Millionen Unterthaueu fänden die beste Sicherheit, Freiheit und Wobt« ergehen in diesen Institutionen. Die Regierung habe die Pflicht, das Volk zu führen, zum Fortschritt anzuspornen und die Schwachen zu schützen. Disraeli, ferner das Freihaudels-System berükrend, schloß nut der Bemerkung, daß das englische Volk, zufrieden mit seiner gegenwärtigen Lage, in völliger Ruhe an Wohlfahrt zunehme. Die europäischen Großmächte hätten niemals so lebhaft und aufrichtig wie jetzt gewünscht, aus die Freundschaft Englands rechnen zu dürfen. Lord Derby hob in einer Rede hervor, der allgemeine politische Zu- stand Europas verrathe immer mehr Ruhe und Friedens-Tendenz. England werde sein Möglichstes thun, diese Tendenz weiter zu ermutigen. Die Aus. rechterhaltung des Friedens für England sei die erste Pflicht jedes engliscden Ministers, die zweite Pflicht sei die Aufrechterhaltung des Friedens von Eu. ropa. — „Times" und „Standard" bementiren die Nachricht von einer beabsichtigten Reise der Königin nach Petersburg.
London, 26. Juni. Der englische Katholiken-Verein hielt gestern eine Versammlung ab, in welcher der Herzog von Norfolk den Vorsitz führte. Sir Charles Clifford bezeichnete als Pflicht des Verems, energisch auf die Wieder Herstellung der weltlichen Herrschaft des Papstes hinzuarbeiten und zu diesem Behufe eine Ausdehnung des Vereins zu bewirken. ES wird der Antrag angemeldet, die Katholiken sollen sich von politischen Parteiverhältniffen loSsagen und zur Verfolgung eigener Zwecke eine Partei allein bilden, zn welchem Ende auch besondere Verzeichniffe der katholischen Wähler angelegt werden sollen. Die Beschlußnahme erfolgt demnächst. Der Verein will mit festländischen fatbo- lischen Städten Verbindungen ankuüpfen zur Kenntnißnabme und Unterstüpunz jeder entstehenden Kalholikenbewegung.
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.... v w ■ - - • ■ als London, 25. Juni. Bei einem auf die gestern stattgehabte Äufnalme
25jährigen Ritters des Georg Ordens hier eingetroffen. Derselbe wurde am Disraeli's, Derby's und Salisburv's als Ehrenmilglieder der Schneideraildr Bahnhofe vorn Kaiser und den Erzherzogen Albrecht und Wilhelm herzlich.folgenden Fest Banket hielt Disraeli eine längere Rede. Disraeli trat bezüg- begrÜßt. U. CD.r:^_a .. - - • — - - • ö °
Wien, 27. Juni Nach Erkundigungen, die von competenter Seite!
waren, ein unb verhafteten eine Anzahl der allzu hitzigen Verehrer deS Papstes.
Die Menge wogte unruhig noch lange auf unb ab auch Pfeifen unb Drohun
gen gegen bic Wachen erlaubte man sich; allein gegen 7 Uhr war Alles wie=|Gaalbau -u b<f(Wtn. ’ '
er rnbig und Platz leer. Da der Zweck der Ausstellung und der darauf folgenden Begutachiunz darin bestehl
Vf out, 26. Juni. Der Papst empfing heute den treu gebliebenen römi- daSj.mgt Modell auszuwählen, welcdes dahier als Denkmal auSgeführt werdcn ioll, so dar^ scheu Adel unb nahm von demselben eine Ergebeicheits Ab reffe entgegen. Letz bn '^suck der Ausstellung wob! angeiegentlicb empfohlen werden.
tcrc beanhvorhnb, belobte der Pavst die am veraanaeucn Somitaa 'stakk lebnbr, nad'f n, 25. Juni Das benackb-rie Cornely . Münster bat für bie Zeit der b-estst" M ’ .xiv . vergangenen eonmag stattgehabte Heittgthumsfahrr auck eine Reliauien Auspettuna arrangnt. Es werden dort geze.^t dal
s , ' tlte jedoch die am Mittwoch vorgekommene Znm Schlüsse Tuch, womit Christus bei der Fußwaschung der Jünger umgürtet war, das Grabtu^, i>


