Ausgabe 
28.8.1874
 
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flffflemetner Anzeiger

daß diese Eonsession dem Gemeinwohl schade und durch eine besiere zu ersetzen belgischen Regierung und den belgischen Delegirten ein Diner, morgen binnen sei. Gewiß ging man auch hier darin zu weit, denn wer möchte im Hinblick sämmtliche Delegrrte beim König. Ter Tag der nächsten, wahrscheinlich letzten aus die konstitutionellen Katholiken Italiens wie anderer Länder katholisch und Sitzung soll noch heute festgesetzt weiden.

und unpatriotisch sür gleich zu erklären wagen? Tie Liberalen hätten dawider Kopenhagen, 26. Aug. General Steinmann ist zum Krieqeminister nichts einzuwenden, beweisen aber, daß der Katholicismus durch das vatica- ernannt

Nische Concil zu etwas Anderem gemacht sei, als er zuvor gewesen, da leicht Wiesbaden, 27 Aug. Der französische Pfarrer Augustin Louis nachzuwetsen, daß princlpiell in der Theorie dieser Consession nun Gefahren wurde von der Strafkammer wegen Majestät-Beleidigung zu zwei Monaten für das Staatswohl verborgen sind. Wenn unter den verhafteten Aufständi- Gefänaniß verurtheilt.

schon keine Mitglieder frommer katholischer Vereine gefunden würden, so sei Belfast, 27. August. Der Stricke der 40,000 Weber ist nach acht das nur eine natürliche Folge der (Zxclusivität derselben allen anderen Parteien wöchentlicher Tauer durch Annahme der proponirteu Lohn Herabsetzung beendigt, gegenüber, nicht aber eine Folge ihrer Grundsätze, und deshalb sei damit nicht London, 27. Aug. Der deutsche Botschafter, Gras Münster, wird zu prahlen, wie wenn ee sich um ein Heldenthum katholischer Loyalität handle, während seiner Abwesenheit durch den Legationsrath v. d. Briucken vertreten -- Unlängst starb in Frascati, wohin er der Genesung halber gegangen war, .Haag, 27. Aug. DerStaats-Eourani" veröffentlicht heute die Mi- Joseph v. Hoser, Nachkomme des tyroler Freiheitsmannes Andreas. Die öster- nisterliste, welche solgendermaßcn lautet: Heemskerk, Minister-Präsident und In- reichlichen Generale Johann und Georg v. Hofer sind seine Brüder. Dieser neres ; Toesdewillebois, Auswärtiges; Vanlynden, Justiz; Vaugoetstein, Eolo- Zweig der Familie kommt aus Siebenbürgen. Joseph v. Hofer lebte hier über nie«; Vanderheim, Finanzen; Weitzel, Krieg; Taalmankip, Marine.

40 Jahre in nicht günstigen Verhältnisien; früher österreichischer Ofsicier, dann -- - -- -

im "Noviziat der Jesuiten, zuletzt Lehrer, Secretär, Interpret im Staats- Vermischtes.

Secretariat und als Stellvertreter Peter Augustin Theiner's Zeitungcmsor im - . __ w ,

(Ät-neral-Vostamt (St war 68 ^alrre alt als ibn der Schlaa rührte , ßonbon, 20. Ai'gusi Ter Bessemersche Salondampfer, der bekanntlich den Seekrank.

General-Postamt. (XT war Jdl)Te nu* 010 lvn ccr Tul)rte- beiten auf dem Canal em ünte macken soll. wird IN etwa drei oder vier Wocken »cllfHneig

heraestrllt sein und vielleicht schon um die Mitte September- feine, laßt uns hoffen, segensreiche SnanifIL Miision antreten. Wenn so, dann wird die enfllliche Touriftenichaar, die jepi den Gontment

i durchstreift, eine angenehme Rückfahrt genießen und nicht Sefahr laufen , in den fürchterlichen

»5 c: x:, immer gegen bte Belagerer. Die Besatzung hat Ausfälle gemacht und davet cqäblt das Tageblatt, ein berliner Steinträger an einem Neubau in der Wilbelmstraße 12

Kriegsmaterial erbeutet. Durch Negierungs-Verfügung ist der Finanzminister schreibe zweiundvierzic,, Mauersteine nach dem vierten Stockwerke, ohne sich unterwegs auszu-

Camacho ermächtigt worden, im Wege des öffentlichen Zuschlages 3<'O. Mill, ruhen, und gewann damit eine Wette von fünf Thalern, welche fünf seiner Collegen auf diese- N--l°u »crf.u.fen. Di. Schatzbonds mit dem Coup.» vom Januar 1*74 XIÄÄAÄXS

werden zu 44 pCt. in Zahlung angenommen. nach. (Sin-* solche Kraft erfordert aber auch den nöthigen Stoff zu seiner Crholunq. Der

Wrthrtme Dir. ans Dlnt herbeiaeschaffte aroße glückliche Sieger in jener Wette hatte nämlich, wie er selbst lächelnd erzählte, an diesem Ta-e

«ourg Madame, 26. August, ocmuw yeroetgefcyasstt grope |um Zeiten Frühstück genossen: r.n Brod für zwei gute «röschen, «4 Pfund Speck und .Kanone der Carllsten lst demonttrt worden und bat mehrere Leute der Bedie- Pfunv Wurst, 1 2 Pfund Kümmel mit Rum und so nebenher IM Kaufe des Bormittags hatte nungsmannschaft getödtet. Ueberhaupt haben die Carlisten vor Puycerda ernste cr auck neck 11 Seidel bäuerische- vier getrunken!

Verluste erlittest. \n der Festung ist ein Thurm einaestürzt, wobei jedoch nur , , ^asfinirte Boeh-Il hat ein Dienstmädchen au- der Umgegend von Berlin veranlaßt, * «- Mi»>» m aaaÄÄ«sfr-t NN ttr:

guug. Der Earlisten-General Trtstauy kommt den Belagerern nut 1000 Mann tragen gab von Anfang an Beranlasjung zu Klagen Seitens ihrer Herrichaft. Als vor Wocken zu Hülse. fccm Habcrecht drei ganz gesunde starke Rinder unter hickst verdächtigenden Umständen fielen,

_______ glaubte man, dieselben hätten etwas ihnen Schädliche- gefressen. Man beklaue das schöne * Vieh, aber man traute dem Dienstmädchen nicht zu, es vergiftet zu haben. Das Dienstmädchen

fuhr, wie die St. Ztg. berichtet, indessen fort, sich durch ihr Betragen immer mehr Scheltworte _ von ihrer Herrschaft zuzuziehen. Um diese Zeit fing sie an, mehrere verdächtige Aeußerungm

*v'~u J 7 r / 1 T / «in vrzug auf das Vieh zu tbun, wie unter Anderem:Das ganze Vieh muß zum Teufel

Berlin, 26. Aug. DieProvinzial-Correspondeuz" widerlegt die in gehen, erst wären die Rinder herangekommcn, dann die Pferde und schließlich die Schweine!" dem Ausschreibru des Bischofs von Mainz für Enihaltunq der Katholiken t>onlunb B-zug «ufdn sch«n-s. s-hr >°n'h°°ll«iDa« Pfnd muh bod> mPi,m und , _ . 1 , j, ' fe. _ , v 0 uj'l (Vi « . . / v r. wenn auch zehn Thierarzte waren" Eben dasselbe Pferd erkrankte am 11. d. M. und war

der Sedan-Feier vorgebrachten Cinwandc, namentlich der Behauptung, daß cinr j(t)on nQd) wenigen Stunden tott. Der Tod desselben war unter zu verdächtigen Umständen künstliche Partei Veranstaltung vorliege, indem sie hervorhcbt, daß die Feier m erfolgt, als daß man in Verbindung mit den Aeußerungen des Dienstmädchens nicht den Ber

keinem Zusammenhänge mit den kirchlichen Wirren und den Partei-Kämpfen backt hätte fassen sollen, dieses sei schuld an dem Tode de- Pferdes Man durchsuchte die

der Gegenwart stehe, vielmehr ausschließlich der Erinuernng an die Ereignisse Mädchens und fand dann eine Düte mit Arsenik von dem schon eine ganze Menge

gewidmet sei, denen Deutschland seine Selbstständigkeit und Glnheit hCTtanff. y?Qnn t angeblich als Mittel gegen Ratten, gekauft zu haben. Nun sollte der Magen des qe-

Wer solchem National Feste widerstrebe, stelle sich in den offenbaren Gegensatz fallenen Pferdes des Schlächtermeisters Habereckt Sachverständigen zur Untersuckling Übergeben

ilt den reinst»*' und edelsten Gefühlen des deutsche« Volkes. Dasielbe Blatt werden. Während der Staatsanwaltschaft Anzeige von dem Vorfall gemacht wurde, war die bezeichnet die Gerüchte über Vorbereitungen des Kaisers zu einer Reise nad) n^f5Srt>«men bUMt aufflefunb,n unb

Italien für Unbegründet. ) Schweiz. Während de- fürchterlichen Unwetter-, daö am 14. d., Nachmittag-, am

Wrnffrf 26 9hm <Ytt der beutiaen Vlenar Sitzuna der internatio- Dierwaldstädter^^See sich entlud und dann in den weitesten Dimensionen sich fortpflanzte, wurde .rirttycl, 2b 21U0. jn ©er yeurtflfn 45ienar oißiing ver mrernano (n ÄnbcTmah ttc au- Italien durch mehrere Stunden fruchtlos nwartet Ein reitender nal-tl Conserenz wurden die Protokolle sammtlimer Sitzungen verlesen und ge- Dole wurde ihr entflegengesenvet; doch auf halbem Wege raste ein Windstoß au- einer Schlucht nehmt g t. Abends geb en die Delegirten des Auslandes den Mitgliedern der de- Gotthard und stürzte Roß und Reiter in einen tiefen Abgrund.

Bcsoiidcrc Bekanntmachungen.

L Bekamitmachung.

Vaut (Nefellschciftsvertrags vom 13. Juni 1873 besteht in Ziesten ein Verein unter dem NomenO*ewerbebank", welcher die wirihschaftlichen Interessen seiner Mit^ flliebcr durch den Betrieb der hierzu geeigr neten (Neschöfte zu befördern bezweckt. Die zeitigen Voistandsmttglieder dieser Gcnos- senschoft sind:

1. Christian Wallenfels L, Rechner, *2. fjeinrid) Wagner, Contrcleur,

beide in (Nießrn wohnhaft

Als Procurist in Verhinderungsfällen eines der Kaffebeamten fungirt

Koufmonn Heinrich Hoffmann, wohnhaft in Gießen.

Der Verein führt rie Firma: (Newerbebank zu Ehesten" lCingetragene (Mr> offenschaft)

Die Zeichnung für denselben ei folgt Sel­ten« deS Vorst'Nbe« mit rechtlicher Tstir- kung unter obiger ftirino durch 'Nomens- Unterschrift beider Kassebeamten oder eine« derselben und deS Proenristen mit einem die Procura anbeutenbcn Zusatze

Hur VerSstentlichung teiner Bekannt­machungen bebient sich ber Verein beS Gießener AnzetgeblotteS Dieselben erfol ^en, sofern sie von» Vorstände auSgeben, in derselben fiorm wie die Zeichnung der Vor- stoiidsbcomten, sofern sie aber voni Aus­schüsse i Vermut tungSratd) der- Genossen­schaft auSgeben, unter der ftirma : Der Ausschuß der Gewerbebonk zu ließen" (Cingetragene Genossenschaft» und werden tm letzteren ,^olle von dem Vorsitzenden dcS Ausschusses unter Bei­fügung diese« seine« Charocter« gezeichnet.

Da« Verzeichnist der (Genossenschafter ckann jeder Zeit bei bem unterzeichneten

Wrofel). Stabtgcrichte als Handelsgericht eingesehen werden.

Der (^eschästsvertrag ist in doS Genos- senschastsregister eingetragen worden Östestin, ten 23 August 1874.

(birostherzoglicheS Stadtgericht Gießen. Bötticher.

Cicffcntlidic Aufforderung

4201 ] Im Jahre 1864 erkiesen die Friedrich Schnei>er'S Chelenle von Giestin von der abgeschiedenen Chefrau detz Cmil Müller von bn die Pareellen I 70 unb 73 Mießmer (Gemarkung für ben Preis von 1300 st. unter bir Bedingung, daß von fern Kaufschilünge 500 st. alsbald an Ver käuser unb 800 st. on die ^odannette Vogt von Gießen nach '^jähi igei Künbigung be­zahlt werben sollten Der be falisigeKauf vertrag würbe am 29 Avril 1864 gericht lief) bestätigt, noch Anerkennung der Ver­käuferin wurden auch 500 st. de« Kauf­preise« alsbald on sie bezahlt, und jetzt soll der Restkaufschilling on Johannette Vogt abgetragen werden- Hierbei ' at sich ober herausgestellt dost ber Kaufbrief in Verlust oerathen unb auf deSfallsigcn Antrag te< Interessenten werben darum olle, welche Ansprüche an den fraglichen Kaufbrief ober dessen Kau'gelb ,u bilden gedenken, hiermit oufgefordert, solche sogewiß binnen 6 Wochen - te nii bei dem uni

richte geltend zu machen, al« sonsten nach Ablauf dieser Frist ber Kaufbrief für er« loschen erklärt. für bte Käufer eine neue (^igenthun «urkunde auSgefertigt unb in solcher dieselben angewiesen werben, den noch rückständigen Kaufschillmg von 800 st. an die Ho« annette Vogt in (Ziesten anszu- zahlen.

(ließen, en 22 August 1874 (Aroßherzogliche« Stadtgericht Gießen- Bötticher.

L)bei hessische (Sifcnbubncn.

4193' Die nachstehend ausgeführtcn (Gegenstände sind auf den Cberbef) Bahn linien gefunden worden Die unbekannten (^igcnthümcr werden aufgefotbert, ihre An­sprüche innerhalb Jahresfrist bei ber unter­zeichneten Stelle geltend zu machen, andern soll« zum Verkauf geschritten werden wird

1 llbr, 1 Paar Domenbandschube, 5 Mützen, 5 Stöcke, 1 (sigarrenspttze, 2 Taschentücher, 3 Regenschirme, 1 wolle­ner Shaw!«, 1 Mappe mit Muster­ungen, 1 Botanisirbüchse, 2 Hüte, 1 Päckchen Sdirtmg, 1 Preise-

Gießen, den 28 August 1874.

Haupt-Magazinsverwaltung

G ü nther.

^erlicigcnmgcii.

fflrummetarad Iserftcifiernnflen tm (^rosrher^ogliclrtn Nent» amtsbezirke (Ziesten.

4164)) Da" diesjährige (^rummetgroS der Ofrobberzoglichin Donianialwiesen wird versteigert:

1. Donnerstag den 3. September l I, Vormittags um f) Uhr,

in der Gemarkung Vinbcnihutb von 21 Morgen 5,50 Hectare (bei ben Wie» fen selbst),

2 Vormittag- um 11 Uhr, in ben Gemarkungen Gobelnrod und Saa­sen von 70 Morgen 17,50 Hectare (am Moorenfee).

3 Montag den 7 September l. I, Vormittag- um 10 Uhr, in ber Gemarkung Butzbach von 9 Morgen = 2,25 Hectare (bei Gastwstth A Joutz daselbst)

4- fDtittttod) ben 9 September 1- I., Vormittag- 9 Uhr,

in ben Gemarkungen Leihgestern, Schisten- berg unb Watzenborn von 96 Morgen = 24 Hektare (im Gemeindeha use zu Watzen­born ).

4 Donnerstag den 10 September I I, Vormittag- um 9 Uhr,

in ber Gemarkung Alt Bnieck non 22 Mor­gen = 5,20 Hektare (bei Wirth Krämer Ul. daselbst).

6 Vormittag- um 11 Uhr in ber Gemarkung Staufenberg von 25 Mor­gen = 6,25 Hektare der Sorauwiese (bei JOiefenroärter Walther zu Daubringen)

7 Freitag den 11. September I I., Vormittag- um 10 Uhr,

in ber Gemarkung Grünberg von 45 Mor­gen = 11,25 Hektare (bet Wirth Batst We. im Taunus)

N Nachmittag- um 3 Uhr, in ben Gemarkungen Cuecfborn unb Hor­bach von 28 Morgen = 7 Hectare (bei der Sommervmühle».

9. Montag den II. September l. I, Vormittag- um 9 Uhr,

in der Gemarkung Wiescck von 163 Mor­gen 353 Klafter = 40,90 Hektare bei Wirth Dorfcld daselbst).

Unter diesen Wiesen befinden sich folgende von den Orden detz Gr. Poststallmeifterß Kempst dahier angetanste und in Loose ab« gesteinten Wiesen

Morg Klstr.

1. Wiese, die Krummen- morgen ... . 3 245

2. Wiese, daselbst . . 1 297

3. Wiese vor bin stolzen Morgen..... 1 257

4 Wieie an der Herrwicse 3 354

10. Nachmittag- um 3 Uhr, in ber Gemarkung Gießen circa 142 Mor­gen = 35,50 Hektare der Weid-Burg-Och-

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