SyaiüfiL
JrankreicQ,
in
Die Carliften haben eine Abtheilung Frei-
OtaficiL
Nom, 24. Mai.
Der gestrige Empfang im Vatikan ist eingestellt wor
den Bedeutung ist.
Zuziehung anderer Äerzte neben seinen Leibärzten bat der Pabst abgelehnt.
(EiiQfanö.
London, 23. Mai.
der Capitän Hyde, der wegen des Unterganges deS Dampfers
General Concha erwartet in Vittoria Geld Don Carlos ist in Folge eines Sturzes mit
General Concha wird nach Eintreffen von Operationen auf der Linie Viktoria Miranda
neue Per- Tal-
um icrntilS des Meeres die Mittel zur Gründung eines eignen Herdes zu erwerben, und die liebende Braut halte sich beeilt, ihrem August ein Jahr später nach der neuen Welt zu folgen und ihn an jein Eheversprechen zu erinnern; aber der böse Men'ch verweigerte je'.'r bestimmt, Amalie zur Frau zu nehmen DeShalb der Proeeß. August Bakreus, von dem Richter dazu aufgefordert, sich zu äußern, erklärte: „IUM, was die junge Dame ausgesagt bat. ist der Wahr^ he»t gemäß; wir verlobten uns in Deutschland, wo tbr Vater wohnte. Ihre Mutter lebte hier in Amerika, und ich begreife wobl, weßhalb der Gatte dagegen keinen Einspruch erhob. Als ich nach Edicago ging, nahm ich Quartier in der Divisionsstreet bei Amalie S Mutter. Ich wohnte bcrt neun Monate, und wahrend der ganzen Zeit harte ich tausendfach Gelegenheit, zu erkennen,
fo lange der catalomsche Fabrikant seine Milche und Banrnwollwaaren, der andalusische Wtuzer seinen Wein, der Bergmann von Huclva und Linares feine Erze jeroorbolcn, der Kaufmann seine Geschäfte besorgen und der Matador fein Stiergefecht haben kann, kümmern fie sich wenig oder gar nicht darum, wer das Land regiert." Als Serrano nach dem Entsätze Bilbaos nach Madrid zurückkehrte, fand er dort Cabmets Minister vor, die seit lange schon nicht mit einander sprech n wollten; ja, einen der Minister mußte er im Vorzimmer empfangen, weil dieser sich weigerte, in den Empfangssaal zu treten, in welchem sich bereits ein anderer Minister, sein persönlicher Feind, befaüd. Unter fol» che>l Verhältnissen mußte Serrano cm neues C ibinet haben. Die Beniühungen
Heute Vormittag 11 Uhr 40 Min. traf Kaiser Wilde auf dem Bahnhofe von dem Kaiser Alexander ern- aiser begaben sich nach dem Hotel zu den „Vier Thür» >on Württemberg sie erwartete. Der Empfang Seitens Einwohner war ein einthusiastischer.
Posen, 23. sß
-catf) Raffel zum C cm desigmrt sei. Se me treffenden Gesetzes erso
Ems, 25. Mai Helm hier ein und- rour pfangen. Die be iden S men", wo die Kc/uigin ) der Kurfremden und der
Dresdeir, 24.
williger umzingelt
Santander, 23. Mai. und Munition von Madrid. — dem Pferde leidend in Durango.
Santander, 24. Mai.
20,000 Mann Verstärkungen die
tai. Die „Ostdeutsche Zeitung" hört, daß Regierungs- haftet worden war, in Folge der Reclamatiou des englischen Minister» Residen» mi„arius für die Verwaltung des Erzbisthums Pofen ten von den chilenischen Behörden sreigelaffen ist. Die Sutschädigungs»Frage Ernennung weide sofort nach der Publication des be- ist noch ungeregelt, lgen.
Madrid. Ein gelegentlicher Berichterstatter der „Times" gibt ein leb» Heftes Bild von dem Zustande der verschiedenen Parteien, welche das neue conservative Eabluet hervorgerufen hat, und von den Intriguen, welche der Eabmetöbilduiiz vorangingen. Castelar schüttelt über das antirepubltkamsche Ministerium in feiner Einsamkeit das Haupt und sieht ernst barem. Die Aufgeregteren und gurd)tiamereii feiner Partei prophezeihen die baldige Proklamation des Prinzen Alfons oder der Herzogin von Montpensier. Die Ultra» Rothen knirschen wüihend mit den Zähnen und reden von en.er neuen — Revolution. 4^ie radikale Partei, welche durch eigene Dummheit und Zwiftig» feite» ihre Aussichten aus eine große Zukunft zerstört hat, schimpft über Scr- rauo. Die Alsonsisten jubeln und betrachten ihren Triumph nur noch alS eine Zeitsrage, indem sie hoffen, daß Sagasta ihnen in die Hände arbeite. DaS flilt aber alles nur von Madrid; nur in der Hauptstadt siedet und zischt und braust es und sieht es and, als sollte alle Tage ein neues Revolutiöuchen das Licht der Welt erblick, n. Im Laude selbst aber ? „Es ist nicht zu viel gesagt", schreibt der Correspondent, „daß, was das spanische Volk im Allgemeinen angeht, es auf die Kämpfe der Madrider Politiker mit vollständiger Gleichgiltigkeit fiei)t. So lauge der Bauer feinen Acker in ruhiger Sicherheit bestellen,
Sdjmcbcn.
Stockholm, 23. Mai. Dte bei dem gestern stattgehabten Schluffe des Reichstages verlesene Thronrede erwähnt mit Befriedigung das neue schwe- dijchmorwegische Handels- und Schifff chrts Gesetz, sowie die erhöhten Bewilligungen zu Untenlchts-Zwecken, gedenkt des neuen dem Reichstag zur Kennt» nißnahme mitgetheilteu Heeresplanes und sagt, daß die damit verbundenen Vorarbeiten zur Beseitigung der Grundsteuer möglichst beschleunigt werden sollen.
$eifl Holz den D
Amerika.
?tew - Aork, 21. Mai. Herr Moseö, Gouverneur von Südcarolina, ist der Unterschlagung von Staatsgeldern angeklagt und verhaftet worden.
T^ashingtoii, 22. Mai. Der Minister des Auswärtigen, Hamilton Flfh, schlägt ein Gesetz vor, nach welchem eimvanbernCe Landstreicher, Arme und Verbrecher mit denselben Schiffen, Cie sie nach Amerika bringen, zurück- geschickt unc die Gesellschaften, denen diese Schiffe gehören, zu schweren Geldbußen verurtbeilr werden sollen.
wieder aufuehmen. Die Carlisten Armee hat sich in kleinen Abiheilnngen über die baskischen Provinzen Navarra und Arragonien verbreitet. Die Einwohner von BiScaya und Navarra flüchten, um dem carlistis'chen Masfenaufgebot zu entgehen.
durch das plötzliche Wiedcrerscheinen Saint Genest'ö im „Figaro" neue Nahrung. Dieser Saint Genest mußte vor drei Monaten die Redaction des Blattes in Folge eines Artikels verlaffen, worin er die Nationalversammlung scharf angriff und den Marschall Mac Mahon aufforderte, der Krisis, die durch Cie Rath- und Thatlosigkeit unfehlbar ausbrecheu müsse, dadurch vorzubeugen, daß er sofort zu a 'surgesetzlichen Maßregeln seine Zuflucht nehme. Der Ausruf machte damals Aussehen, und Villemessant entließ Saint Genest, um Maßregeln gegen sein Blatt zu verhindern. In seinem heutigen Artikel erinnert Saint Genest an feine vor drei Monaten gemachten Prophezeihuiigen und gegebenen Rathschläge und spricht ungefähr die nämlichen Ideen aus, wie damals. Man schließt daraus, daß die, welche ihn inspiriren, d. h. die Führer der Militär- Partei, den Zeitpunkt der Drohung für geeignet halten. Dieser Artikel schließt folgendermaßen: „Der Marschall ist heute die Zielscheibe der Wnth der Par teien. Er bleibt inmitten der Verratherei und Feigheiten, inmitten des losge» laffeuen Ehrgeizes; er bleibt ungeachtet feiner Ueberzeugungen und Bevorzugun gen. Er bleibt ungeachtet feines Adels und feiner Verachtung, die schwerer zu überwinden sind, als alle Schrecknisse des Schlachtfeldes. Er bleibt, ob gleich er von denen angriffen wird, die am 24. Mai sich ihm flehend zu Füßen warfen und welche ihn am 20. November beschworen, ihre Fehler wieder gut zu machen. Er bleibt, weil er weiß, daß es nach ihm nichts mehr gibt, weil er weiß, daß feine Regierung der letzte Damm gegen die Auflösung und ihre schrecklichen Consequenzen ist. Wohlan! Ta es Parteimänner gibt, die sich nicht scheuen, ihn unter allen Umständen anzugreisen, welche ihn seine Selbst- verläugnung und seinen Patriotismus theuer bezahlen lassen, jo möge er wissen, daß es Andere gibt und es die größere Zahl ist, die ihn bis zur letzten Stunde blindlinas überall und immer vertheidigen werden."
Versailles, 23. Mai. Die „Agence HavaS" meldet: Das neue Cabinct wird wesentlich ein Geschäfts - Ministerium sein. Dasselbe wird die constitutionellen Gesetzentwürfe neu vorbereiten, jedoch die Frage betreffs der Uebertragung der Gewalten der Entscheidung der Nationalversammlung über taffen. Die Majorität, wie sie vor der Abstimmung vom 16. Mai bestand, scheint entschlossen, das neue Cabiuet zu unterstützen.
Versailles, 23. Mat. Die Nationalversammlung erledigte in ihrer heutigen Sitzung Petitionen und vertagte die Sitziliigeii bis Donnerstag. Die Chefs der Rechten haben dem Marschall - Präsidenten Mac Mahon die Versicherung ihrer persönlichen Anhänglichkeit ailsgcsprochen.
öchmeij.
Bern, 23. Mai. Wie verlautet, haben sich zur Aiisnahme in das neue katholische Ministerium des Cantons Bern bis jetzt sechzehn Priester gemeldet.
der Oberfo
Jn den 2)ifti stunde von wiibcn Mtlwo l , Freilog dc k Hl. versteige, t
8 Hichen Ll Durch nrs = 3 6bl WO llirsnn^ Tuudmr = 4531 W8 liefern' eporrrn, rültflangt MlMtNlllN kic nalwkg von im Atzevhainer s tq ur.b camfti L akua Feld
Am Dlinmod] die HLlste dn 1 Un'iktz, am
I der Jfifi(rn;6iä dcr größte Zlje srldst uiio am ( lrn, sowie die f im Liftlick ^runterp, de, ^^herzogl. 01
Hotz
Paris, 22. Mai, Abends. Goulard hat darauf verzichtet, das Ministerium zu bilden. Es wird versichert, in dasselbe würden folgende sonen eintreten: Herzog vo.ir Decazes, Vice-Präsident, Fourtou, Inneres, haud, Justiz, Magne, Finanzen, Cninont, Unterricht, Waddington oder De- scillig.y, Öffentliche Arbeiten^ Grivart, Handel, Cisjey, Krieg, und Montaignac,
Marine.
Der deutsche Botschafter, Fürst Hohenlohe, wird morgen im Palais Elysv vom Marschall-PräsiDeuteii Mac Mahon empfangen werden, um fern Beglaubigungs-Schreiben zu überreichen.
Paris, 23. Mai. Der Präsident der Republik hat heute im Palais Elyföe den neuen Botschafter des deutschen Reiches, Fürst Hohenlohe, behufs Entgegennahme von dessen Beglaubigungsschreiben in feierlicher Audienz empfangen. Fürst Hohenlohe richtete folgende Worte an den Marschall Präsidenten: „Der deutsche Kaiser hat geruht, mich zum Botschafter bei der französischen Republik zu ernennen. Indem der Kaiser mich mit einem so hohen Amte betraute, hat er mir anempfohlen, meine eifrigste Sorge sein zu lassen, die guten
N N°Uk. 8u(
69,9 SBud
3579 Ä ^kisholj.
6 ^Stän
Durch
551 L A*
"Ä
«mailt . t(I nestln *. w- & e*-j .''7>
Uri
Mail'
& ioUcn d ,inid)lt(Rl'm. ?
aus Lianen Lud Mio" ' Cfftrim w? b<r Äu-iL"sl . PPn yauarbn vfiinidwi’f!!- |uji suvv-.-I'"
I J^ni ö.
&(1 brr unlW kl Fnrnkfu'! a. aaitldNkönvtnc er ' 'i 0 ' t ( eubnülion flommeu w-idu
Fraakiurt a
Kön'gllchc (2550,
Mai. Ter Ausschuß des Journalistentages beschloß in Folge einer Einladung t es Magistrats von Baden-Baden, den neunten Jour- nalistentag in Baden-Ba Den vom 25. bis 28. Juli d. I abzuhalten.
Mann; erklären Sie sich weiter .'- »Als nun diese junge Dame angesegelt kam", nahm August wieder das Wort, »war ihre erste Frage, wann die Heirath statrfinden sollte. Ich war mit ! vollem Dampf klar, mit ,hr sofort in den Ehedafen zu steuern; aber nun fing sie an, die Be» wird nnm 7 h.b tin3unS 8U Madame Dennericblag zu unff zieben und die Kirthschaft führ<n müße.
NUS alparanv wird r oin . April gennlDet, daß Ich gtstand, daß ich die Frau Schwiegermutter als rin Überflüssiges Heirathsgut betrachte, und ,1”***2'***2*ä ‘ ,,-iailia" ver- daß es entschieden zu meinem Lebenffglück gehöre, in möglichster Ferne von Madame zu wohnen.
V e r m i s ch t e s.
— Aus Chicago schreibt man : 6ms der Polizcigerichte fällte dieser Tage eine seit» same Entscheidung, und um das Kopftchüttetn deS Lesers ia Berichterstattung nicht gelten zu lassen, sei gleich i5„,gangs bemerkt, daß dieselbe sich streng an die That achen halt, wte unglaub» Uch es auch erscheinen mag. tiin junges deutsches Maochcn, Namens Amalie Donnerichlag, klagte gegen einen gewissen August Bakreus wegen gebrochenen HcirathSversprechens. Klägerin verlangte Erfüllung des Gclöbnisies ober eine i^ntschädtgung von 2U0 Dollars. Amalie hätte nicht ungern tmc größere Summe beansprucht; aber über einen höheren Betrag darf ein Polr- zcigericht nicht erkennen. Der ungetreue Bräuttgam wurde in Folge der Klage fisttrt und vor den Richter geführt. Die Klägerin brachte ihre Beschwerde in der Audienz vor ; sie hatte August in Deutschland kennen gelernt und sich mit ihm verlobt; er war nach Amerika ausgewandert,
$ $°nnerj
•erben in,
- floniag . »W’-Boi 'N drin @i(i> ^ulnbobtn
•rrben, ai5:
Beziehungen zwischen den beiden Ländern ferner zu unterhalten und zu pflegen. Was mich anbetrifft, so bitte ich Sie, an die Loyalität meiner Gesinnungen und der Anstrengungeii zu glauben, welche ich machen werde, um das gute z ___
Einvernehmen, welches zwischen den beiden Regierungen besteht, aufrecht zu er- und deren schließlicher Erfolg werden von dem Bencht'erstatter in^ demselben halten." Der Marschall-Präsident erwiderte gleichfalls mit dem Ausdruck Sinne geschildert und beurtheilt, wie es bereits an anderer Stelle geschehen freundschaftlicher Versicherungen, sich beglückwünschend, daß die Wahl des ist Ein Coalüions Ministerium, wie Zabala und Serrano cs für uöthig er» deutschen Kaisers auf einen fo bedeutenden Mann wie Fürst Hohenlohe ge- .achteten, kam nicht zu Stande, weil Sagasta, als Minister des Innern, alle fallen fei. anderen, denen Portefeuilles angeboren wurden, zurückichreckte. Serrano besaß
Paris, 24. Mai. Eine Anzahl hiesiger frommer Damen hat sich ge-,trotz feiner militärischen Energie nicht Entschiedenheit genug, Sagasta einen einigt, dem heil. Vater eine goldene Dornenkrone zum Geschenk zu machen. Wmk zu geben, und er nahm zu dem letzten Auswege feine Zuflucht, Paris, 24. Mat. Bekanntlich circuliren seit einigen Tagen Gerüchte'-d. h. zu einem homogenen confervattuen Ministerium
über die Bemühungen der Militäipartei, um den Marschall zu bestimmen, der! Santander, 22. Mai. Krisis durch einen Gewaltstreich ein Ende zu machen. Diese Gerüchte erhalten'
VW Ul, 2'1 ai. '4jer gc rrige um v rang un Batikan ist eiaaefteUt wer "7 ‘ 1 "" ------ -------; ' ■ ■ -----------
a 1 daß mir der Charakter von Maeame Donner,cdlaz nicdt luia^tt.* Las b ?. er strenge und
d n, da dir paj.st in ^ojge^ einer leichten ( iFaltung einen jieberanfall batte,Gesicht des Ntchtcrs entwölkte sich bei cit'kr Bemerkung, und Seine iähren unterbrach der jedoch der „Agenzta <Dtefani zufolge durchaus von keiner besorgnißerregen» den Verklaatcn: »Berzeihen Sie, wenn ich vorher noch einige Fragen an Sie stelle. Hat Ihne« den Bedeutimg ist. vielleicht Madame Donnerschlag die Absicht ausgesprochen, zu Ibnen zu ziehen, wenn Sie ver-
Rom, 25. Mai, Mittags. Das Umvcblftm dcs Papstcs taurrt fort, lrÜT‘,n 7 >*»Tt ®"rtt»iaie!dr «flirt, tu WUchsch-ft ju süh.
bnrh h it , .1 .. ü .l il x j m ren? Hal sie vielleicht die Forderung gestellt, die baffe zu übernehmen? »Ja wohl-, erwie»
q . .‘ gejlern einige ^tnnCen anjcrbalb des T et les zugebracht. »Lte text August, und der dichter, desien Antlitz freudig strahlte, rief: »Fahren Sie jetzt fort, junger


