Oießcmr Anzngtr
^tor
Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen
srr. '49
Gießen, den 9. Februar 1874.
politischer Theis
sind angemeldet.
Freitag den 27. Februar
in welchem der Platz hinter dem jetzigen provisorischen Neichstagsgebände in Vorschlag gebracht wird, mit 130 gegen 120 Stimmen angenommen. Ein Zusatz-Antrag von Duncker, sieben Delegirte zu ernennen / welche mit dem
tr<4 ttitrteljähxlg 1 fl. 12 ft. e-ii Bring «lohn. Durch dir bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr.
, von 8 Uhr (ui
Coueert
en Ninge.
ib mit neuen Vep ngen.
Berlin, 24. Februar. Bei der heutigen Eröffnung des beut)d)en land- wirthschastlichen Congresses begrüßte der Vorsitzende, Abgeordneter p. Benda, unter allgemeiner Acclamation die erstmalig erschienenen acht elsaß-lothringischen ^Vertreter der Landwnrthschasts - Vereine. In Letzterer Namen dankte Mathy ; unter Betonung warmer Sympathie der Landwirthschastskreise der Reichslande jfür die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich.
Berlin, 25. Februar. Dem heutigen gemeinschaftlichen Diner der ! national-liberalen Partei des Abgeordnetenhauses und deS Reichstages wohnten ; etwa 200 Abgeordnete bei, darunter alle hervorragenden Parteiführer. Forckeu- check toastirte zuerst auf Kaiser Wilhelm unter begeistertem Zuruf der Versammlung, hierauf Bennigsen auf Forckenbeck, Letzterer dankend auf Bennigsen. Her-
Andenken in Ehren bewahren.
Bamberger, Dernburg, Hehl, Martin, Ducken, v. Rabenau, Schröder, Weicker."
Deutsch sand.
Darmstadt, 25. Februar. Wie wir hören, ist ein Zusammentritt der zweiten Kammer für die nächste Zeit zum Zweck einer Ergänzungswahl des Finanz-Ausschusses nicht in Aussicht gcuommen, vielmehr werden die Arbeiten dieses Ausschusses einstweilen, wahrscheinlich unter der Geschäftsleitung des zweiten Präsidenten der Kammer, Herrn George, ihren Fortgang nehmen, bis zu dem Zeitpunkte, wann die zweite Kammer bei ihrem nach Schluß des Reichstags erfolgenden Zusammentritt weitere Entschließungen fassen wird.
Darmstadt, 25. Februar Heute Abend wird der Reichstags-Abgeord-
B eka n n tm n ch u n g.
828) Balthaser Seipps Wittwe und Peter Fink zu Winnerod, haben um die Erlaubniß zur Anlage einer Ziegelhütte auf Flur XI Nr. 1, 26 und 27 der Gemarkung Reiskirchen nachgesucht.
Die bezüglichen Pläne liegen 14 Tage lang, vom Tag nach dem Erscheinen dieses Blattes an gerechnet, auf unserem Büreau zur Einsicht offen und sind Einwendungen während dieser Frist, bei Meidung des Ausschlusses, bei uns vorzubringen.
Ersidewt täglich, xnit «i* nähme Sonntag-
Expedition: ßan j leibtte, Lit. B. Rr. 1
Nc Wirb ton > fch-seht. < M fort-
211 füib tmb e lln^ Mar von
•ren Temeindrn
uofen Ringe
। n ffir einen Laulagen -n der
unge
öebKigunßtn m die!
;rl Stückrilth, Sonbgasse.____I
en Zeugnissen, wird! n flifudit. Alian-
Präsidenten und Sachverständigen den Bauplan und den Kostenanschlag fest-
Mainz, 25. Januar, Die seiner Zeit berichteten Vorfälle in Oppen-!stellen sollen, wird bei Namensaufruf mit 112 gegen 110 Stimmen genehmigt, heim am 5. Januar d. I. bei der gesetzlichen Einführung der Commnnalschn-iNächste Sitzung Dienstag.
nete Dernburg im Saalbau eine Gedächtuißrede auf Metz halten. Seitens vorhebend, daß jetzt die national-liberale Partei wegen ihrer Vedeillung sich der in Berlin anwesenden acht hessischen Abgeordneten ging gestern der Gattin! stets ihrer vollen Verantwortlichkeit bewußt sein müsse. Völk toastirte auf die des Verstorbenen folgendes Telegramm zu: !Presse, die durch Tr. Zabel vertreten war, welcher dankend erwiderte.
„Frau August Metz, Darmstadt. Die unterzeichneten Reichstags-Abge-r Berlin, 25. Februar. Sitzung des Reichstages. Auf der Tagesord- ordueten sprechen Ihnen ihr aufrichtiges Beileid über den so rasd) erfolgten!nung steht die Berathuug über das Protokoll der Commission für die Vorbe- Tod Ihres hochgeschätzten Gatten aus. Wie wir einen ausgezeichneten Collegen,!reitungen zur Erbauung eines Reichstagsgebäudes. Von den fünf vorliegenden verliert Hessen in ihm die erprobteste Kraft im parlamentarischen Leben, das ^.Anträgen, betr. die Wahl eines Bauplatzes, wird der Antrag Reichensperger's, Volk aber einen warmen und wahren Freund ächter Freiheit. Wir werden fein'"
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder.
nische M. ischerei M I "ochs,®! rt a. M. »n und •rren und :
Muster sind W in Giessen: W
Montag5 cb» | )lgendenS°nn r | lanfferL___—
len, oder vielmehr Umwandlung der Confessiousschulen in solche, fanden in Berlin, 26. Februar. Die „Prov.-Corresp." skizzirt den Inhalt des
der gestrigen Sitzung des hiesigen Bezirksgerichts ein bezeichnendes Nachspiel, jüngsten bischöflichen Sendschreibens und sagt: Die Bischöfe umgehen hierbei Vor den Schranken standen sechs Männer und eine Frau von da, welche bei leinen früher klar erkannten und bezeichneten Punkt, den sie jetzt nicht mehr den Widersetzlichkeiten vor den Cchul-Localen sid) hauptsächlid) hervortbatcu^anssprechen dürfen. Nicht der Ehrgeiz und die Herrschsucht des einzelnen und neben ihnen der dortige katholische Pfarrer Sickinger. Die Ersteren waren'.Bischofs, sondern die Herrsucht der römischen Curie und die unbedingte Unterdes Auflaufs angeklagt und wurden zu Gefängnißstrafen von 5 bis 8 Tagen Ordnung aller Bischöfe unter die unfehlbaren Gebote Roms tragen die Schuld und Geldbußen von 15 und 10 Thlrn. verurtheilt. Gegen den Letzteren ist-an der Zerrüttung zwischen Staat und Kirche. Erinnernd an die bei der Ab- die Anklage uad) dem sog. Kanzel-Paragraphen (130 a) und dem § 131 des!haltung des vatieanischen Coneils von den deutschen Bischöfen selbst verkündeten Strafgesetzbuches, auf Verbreitlmg entstellter und erdichteter Thatsachen zum Gefahren, an die flehentlichen Birten derselben an den Papst, von dem un- Zwccke der Verächtlid machnng obrigkeitlicher Anordnungen, begangen in einer-heilvollen Regiment des Concils abzustehen, und an ihre theilweise vorzeitig Predigt am 4. Januar, gerichtet. Tie Zeugen - Aussagen waren erschöpfend, erfolgte Abreise von Rem hebt der Artikel hervor, wie es durch das Zeugniß Tas Gericht vertagte das Urtheil auf 14 Tage, nachdem die Staatsbehörde der Bischöfe, als diese in ihrer katholischen Ueberzengung noch frei waren, fest- auf eine Festungs- oder Gefängnißstrafe von 6 Wochen angetragen hatte. Es stehe, daß die jetzigen Gefahren für die Kirche und eine mögliche Zerrüttung ist dies der erste Fall eines Vergehens gegen den § 130 a in Hessen. jin vielen Gemeinden einzig und allein durch die römisch-bischöflichen Gewissen
Berlin, 24. Februar. Der fünfte Congreß deutscher Landwirthe wurde unter der Herrschaft Roms herbeigeführt sind. Dasselbe Blatt erblickt den heute Vormittag in Arnim's Hütel durck) den Abgeordneten v. Benda eröffnet., Grund, weshalb Bischof Räß so unerwartet rasck) der Franzosen - Partei die Dieser wurde zum ersten Vorsitzenden, v. Wedell-Vehlingsdorf zum zweiten, Gemeinschaft gekündigt habe, darin, daß das Jntereffe und die Taktik^ der Dr. Herth (Heidelberg) zum dritten Vorsitzenden gewählt; etwa 600 Dele- Centrumspartei für ihn absolut entscheidend wurde. Für die deutsche Sache girte aller Theile Nord- und Süddeutschlands, auch aus Elsaß-Lothringen, im Rtichslande sei vor Allem wichtig, daß die große Mehrheit der Vertreter dtffelben schon jetzt anerkennten und bekundeten, daß eine erfolgreiche Tbätig-
lechner: eber.
Metz , oe? Wen Simmern, iu öttmietben unb rimbergerstrave.
1 15-16 Jahren Wiq bei ^es & Daubt.
:tef sucht haiar Euler.
?EDIS<
ür O'e’’en
M
n Meüaitd Jclb vi pachten fit । nmilfifnar
Blitz
uckt
Nb elm Euler^I
Ebel.
. Februar 1874:
Nr. 5 des Reichsgesetzblattes, auSgegeben den 19. Februar 1874, enthält:
(Nr. 986) Verordnung, betreffend die Ergänzung der Klassisication der Neichsbeamten nach Maßgabe des Tarifs zu dem Gesetze vom 30. Juni 1873 über die Bewilligung von Wohnungsgelderzuschüssen. Vom 3. Februar 1874.
(Nr. 987). Verordnung, betreffend die Ausführung des Gesetzes vom 1. Juni 1870, über die Abgaben von der Flößerei. Vom 13. Februar 1874.
(Nr. 988). Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrathe. Vom 31. Januar 1874.
Nr. 6 des Neichsgesetzblattes, ansqeqebeu den 21. Februar 1874, enthält:
(Nr. 9'9). Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Haushaltsetat des Deutschen Reichs für das Jahr 1874.
Gießen, den 25. Februar 1874. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Röder.
Gesunde»^ G e g e «>. st a n d e:
Ein Portemonnaie mit 40 fr., ein Spaten , ein kleines Filzhütchen, ein wollener Kinderhandschuh, ein kleines weißes Taschentuch, weiß gestickt, ein Paar weiße Manschetten, eine goldene Broche mit eingelegtem weißen Stem, eine Schachtel mit einer Haube (vor längerer Zeit bei Gaslwirth Arnold stehen geblieben.)
Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgeg.ben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert, werden.
Zugelaufen: Ein junger Wachtelhund (Männchen) weiß und gelb, ein Naupinscker von silbergrauer Farbe, ein Pinschcrhund, langhaarig schwarz.
Gießen, den 26. Februar 1874. Großherzoglich^ Polizei - Verwaltung der Provinzial - Hauptstadt Gießen.
Nover.


