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Frankreich.

gönnen, mehrere Straßen ständen in Flammen, die Vorstadt Albia ans dem

Dortmunder und Pourl gut gehalten. Wechsel still

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Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 24. März Die Bör e verkehrte unter rem schlechten Ginbrud ren der heute hier bekannt gewordene Rechnungsabsä luß der Kreditanstalt hervorrief und etr stand durch den starken Rückgang, welchen Lreditactien erfuhren, auch für die andern Spekulation* paviere eine entickiedene Baissebewegung. Die Bilanz ter Ereritanstalt übertraf nocb t' schlimmen Erwartungen, welche man schon vor deren definitiver Veröffentlichung gehegt bat' und zeigt sich, das- tob Institut fast über seine Kräfte engagivt »st. Große Bedenken ernf namentlich der Posten Debitoren, der sich auf 11b Millionen fl. beläuft und welcher ein Zweifel viele höchst dubiöse Posten birgt. Auch von Außen wurden für das genannte stl matte, den Kiesigen eonformc Course gemeldet. Grecilactien büßten gegen gestern ea. 1012f- ein. Mit 230 '4 eröffnend wichen sie auf 226 t, hoben sich wieder bis 229 und schlosset 327 . Staatsbabnaelien bewegten sich zwischen 33027«/,- 2H u. 329' , Lombardei Wicken auf 148 Auf den andern Derkehrsgebieten, wo das Geschäft ein ziemlich reduentel war, lagen die Lourse weniger matt. Don österr. Bahnen sind Ungar. Galizische 1 ft. höbet- Galizin verloren, bei guten Umsätzen, 1' fl. Franz Ioieph gaben 2 fl. nach. Banken hieltet sich im Ganzen fest. Würc Pereinsbank Hoben sick 11 tu 0, Nürnberger DereinSbank bcbaupt«- Oesterr. Nationalbank und Darnistädtcr matter. Handelsge'ellsckaft waren zu 114* t gefragt

B-rmisctzte-.

Ueber einen entsetzlichen Fall eines Ueberfalls von Wölfen in Rußland wird im Woroneschskischen Telegraph" berichtet: Der Prediger N. von Werchososensk im Birüijckens- kischen Kreise machte sich kürzlich mit Frau und Kindern auf den Weg nach Birütsch zu Bekannten. Von Werchososensk führt der Weg durch einen Wald, in welchem schon nach alten Gerüchten sich immer Wölfe aufgehalten hatten, und deshalb eilten einzelne reisende Personen stets, um durch diesen Wald hindurchzukommen. So machte es auch jener Prediger, aber zu seinem Unglücke sah er gleich nach seiner Herausfabrt aus dem Walde zwölf Wölfe, welche gerade hier vor den Augen der Dorübersahrenden sich in zwei Partieen trennten. Gine Partie postirte sich vor dem Schlitten auf der einen, die andere auf der andern Seite. Der Pfarrer verlor keine Minute und trieb die erschreckten Pferde an, und als er durch die beiden Wolfs­rudel hindurch wollte, stürzten sick letztere auf den Schlitten. Die einen warfen sich von vorn auf die Pferde, die andern von hinten auf die im Schlitten Sitzenden. In dieser Minute fiel cer sich verteidigende Prediger zufällig aus dem Schlitten und so den Wölfen zum Opfer, während die Pferde mit der Frau und den Kindern davonfuhren und sich glücklich von der Verfolgung befreiten. Als von der geretteten Frau den Einwohnern von WerchososenSk die Sache gemeldet und bann eine Nachsuchung angestellt wurde, fand man weder Blutspuren noch irgend welche andere Merkmale mit Ausnahme eines Stiefels.

Meid er ich, 18. März. Was es mit den AnnoncenNebenverdienst wird auch Um bemittelten nachgewiesen u. s. w." auf sich hat, zeigte nach der Rh.- u. R.-Ztg., ein Fall, der hier kürzlich passirte. Jemand schrieb mehr des Spaßes halber auf eine solche Annonce und erhielt dann von einem Herrn C- G. Altmann aus Berlin, Rosenthalerstraße 43 C, Commissions-, Agentur- und Propre - Geschäft ein Anerbieten, das denn doch nicht so ganz »propre unb zweifelsohne'' fein dürfte Herr 6. G. Altmann schrieb nämlich:Von angesehenen Geschästs- firmen beauftragt, Gefälligkeitsaccepte für dort und Umgegend zu beschaffen, sucke ick eint geeignete Persönlichkeit zur Vermittelung refp. Anschaffung dieser Papiere. Wie schon bemerkt, bekommen nur beste Firmen diese Papiere behändigt, die für prompte Deckung am Verfalltage Sorge zu tragen versprechen; ferner liegt es auch selbstredend im eigensten Interesie des Betreffenden, die Einlösung dieser Papiere aufs Pünktlichste zu bewerkstelligen, weil andernfalls der Diseontocredit der Firmen aufs Aeußerste gefährdet sein dürfte, und endlich sind alle diese Papiere bei angesehenen Bankfirmen zahlbar gemacht, so daß wohl nie oder im Höchstseltene» Fall einmal (recht erfreuliche Aussicht) zu gewärtigen ist, daß ein solches Papier zurück- unb dem Acceptanten wieder zu Gesicht kommt. Sollten Sie demnach geneigt sein, mir Ihre Accepte zu geben oder solche von anderen ansässigen Leuten, deren Vermögensverhältnisie gleichgülti« sind, so bitte rc." Den entstehenden Nebenverdienst veranschlagt Herr E. G. Altmann auf 2-300 Tbaler, der wahrscheinlicheReinfall" dürfte sick aber wohl bedeutend höher stellen.

Bisckof Naeß von Straßburg, welcher bekanntlich Urlaub genommen hat, wird noch im Laufe dieser Woche hierher zurückkehren und sich an den Verhandlungen des Reichstages betheiligen.

In Paris fand am 22. März zur Feier des Geburtstages des Deutschen Kaisers ein Festesten statt, an welchem 60 Deutsche, darunter sieben Elsäster, theilnahmen.

ImJournal de Grand" lesen wir folgende erbauliche Geschichte: In der Nacht vom 20. auf den 21. wurde ein Theil unserer Staot in ziemliche Aufregung versetzt. Franz B., Inhaber einer Boutique, tarn zu sich nach Hause und auf die Weigerung seiner Frau, iba hinein zu lasten, schoß er sich einen Revolverschuß in die linke Brustseitk Er sank nieder unb wurde nach der Polizeiwache gebracht. Es stellte sich denn heraus, daß er in sehr schlechten Verhältniste mit seiner Frau lebte, daß ihr eheliches Glück öfters stark getrübt ist und daß er seinen Hausfrieden auf einige Tage verlassen hatte. Er hatte eigentlich auch gar nicht die Absicht gehabt, sick eine schwere Verwundung beizubringen, er hoffte, daß der Schuß nickt treffen werde, die Idee sich das Leben zu nehmen, hatte ihm sehr [cm gelegen. In der Tbat hat er schon vor einigen Monaten nach einer ähnlichen Abwesenheit von Hause sich von einer Brücke in die Lys gestürzt, und war natürlich gerettet worden. Damals wurde er vom Gericht wegen Badens an einer verbotenen Stelle" verurtheilt.

DasMannh Tagebl." läßt den österreichischen ganzen Viertel Gulden beim Scheidei,

Pari-, 23. März. DerFrancis" sagt, der Justizminister und Va- ragnon, der Unter-Staatssccretär des Innern, werden morgen bei der Bera- thung über die Amtsdauer der Gemcindcräthe das Wort ergreifen. Die An­nahme des Entwurfs ist nicht zweifelhaft.

Voraussichtlich werden die Debatten über die Pariser Festungswerke stürmisch werden. Thiers will sich an derselben betheiligeu. Mac Mahon nimmt am Montag seine Wohnung im Elysüe.

Paris, 23. März. Aus Marseille, 21. März, wird gemeldet:Heute wurden verschiedene Verhaftungen und Hausuntersuchungen vorgenommen, die sich auf die Entdeckung einer geheimen Gesellschaft beziehen. Unter den Ver­hafteten befindet sich ein Generalrath und eine Lehrerin."

4)o(TanD.

Rotterdam, 20. Marz. Ein Gerücht, das sich gestern über die voll­ständige Unterwerfung Atschins verbreitete, reducirte sich auf die Unterwerfung einiger Staaten aus der Westküste vou Sumatra. Zu wünschen wäre eine Beendigung des Krieges allerdings, denn die Opfer an Geld und Menschen, die er bis jetzt gefordert, sind verbältnißmäßig enorm. Nicht weniger alo 70 Osficicre sind außer Gefecht gestellt, d. h. über 17 pCt. der Anzahl aller Offi- ciere; 15 Osficiere fielen oder starben an Wunden und Krankheiten, d. h. 4 pEr.; 23 Öffictere mußten wegen Krankheit den Kriegsschauplatz verlassen. Bei den Unterofficieren und Soldaten betrugen die Verluste an Todten und Verwundeten etwa 800 Mann, d. b. etwa 20 pEt.; an Chollra und anderen Krankheiten starben 500 Mann, d. h. 7 bis 8 pCt. Alles in Allem darf der Gesammtverlust an Todten und Verwundeten auf 17 pCt. gerechnet werden. Die Kosten des Krieges, die erste mißlungene Expedition dabei mitgcrechnet, werden weit über 50 Millionen Gulden betragen.

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folgendes Trauer-Duett fingen:

1. Ganzer Gulden (Baß.)

Muß i denn, muß i denn zum Reichte nauS? Und mancher Lump bleibt hier!

Du, o Lump, du, o Lump von Kasienschoin Aus schmutz'gem Löschpapier! Kehr i Holter hoam nach Oesterreich, Wi will i da blamircn euch, . . .

O du Lump, o du Lump von Kasienschoin, Aus sckmutz'gem Löschpapier!

2. Viertelgulden (Diskant.) War i nit, war i nit dein Liebling sonst, Du deutscher Publikus?

Ist das Dank, ist das Dank für so viele Freud, Daß i nun wandern muß.

Und stimmt' i nit akkrat und foin, Mit Euer Goldmark überoin?

Ist das Dank, ist das Dank für so viele Freud, Daß i nun wandern muß!?

3. Ganzer und Viertel (im Duett.) Nun Ade, nun Ade, deutsch Neickle mein, Bleibt mancher Lump au hier!

Mancker Lump, mancher Lump von Kasienschoin Aus schmutz'gem Lösckpavier! Wir aber haben guten Klang, Um Deutschland wird's uns wirklich bang! Nun ade, nun ade, Lump Kasienschoin, Aus schmutz'gem Löschpapier!

England.

London, 24. März. Das Wochen-Telegramm des indischen Vicekönigs ist hoffnungsvoll gehalten. Der Regen hat an vielen Orten die acute Noth abgewandt; die Frühlingssaaten sind vielversprechend. Die von der Regierung getroffenen Vorkehrungen haben vielen Tausenden Todesfällen vorgebeugt. Die Anschläge des erforderlichen Getraides wurden neuerdings höher normirt, näm­lich auf 11 2 statt 1 Pfuud täglich. Die gesammteu vou der Regierung aufge- häuftcn Vorräthe betragen 465,000 Tonnen.

Die Exkaiserin Eugenie hat dem herzoglich edinburghischen Ehepaar einen Bestick im Buckingham Palaste gemacht.

empfundener Dank. ,

Kassel, 25. März. Das Consistorium bat das nut der Unterwerfungs- Anzeige verbundene Gesuch des abzesetzten Pfarrers Klöffler in Wolfhagen um Restitution endgültig abgelehnt.

Oesterreich.

Wien, 23. März. DieDeutsche Ztg." schreibt:Die confessionellen Gesetzentwürfe haben den unlautern Zweck, die Priester zu Staatsbeamten ,her»bzuwürdigen" so schreien die Ultramontanen und Feudalen. Wie be­rechtigt derlei Klagen über Eingriffe in dasübernatürliche" Kirchenrecht sind, beweisen zwei Männer, die über den Verdacht des Liberalismus erhaben sind und denen gegenüber sogar Herr Harrant Anstand nehmen würde, den Vor­wurf desAuchkatholicismus" auszusprcchen, nämlich PiuS IX. und Herr Leo Thun. Die Prager Abendpost reproducirt das schreiben, welches Letzterer als Cultusminister gleich nach der Puölication des Concordats an sämmtliche katho lische Erzbischöfe und Bischöfe Oesterreichs gerichtet hat. In demselben heißt es wörtlich:In dem an Eure .... bereits gelangten päpstlichen Breve wird besonders hervorgehoben, wie wichtig es sei, daß bei Verleihung geistlicher B.- neficien und theologischer Profeffnren nur auf solche Männer Rücksicht genom­men werde, gegen welche Se. Majestät in politischer Hinsicht nichts eiuzuwen- den haben. Eure .... wollen daher vor der Besetzung solcher Stellen die Candidaten, die Sie hierfür im Auge haben, dem Landeschef namhaft machen und dem Ansprüche desselben über die Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der An­stellung entgegensehen." Allein die Zeiten ändern sich, und was im Jahre 1855 ein anerkanntes, unbestrittenes Recht der Staatsgewalt war, muß jetzt als Knechtschaft des heiligen Glaubens" verpönt werden."

Schweiz.

Bern, 24. März. Der Genfer Große Rath beschloß mit 55 gegen 16 Stimmen, die Bundes-Revision anzunehmen, aber keine Proclamation an das Volk zu crlaffen, was den Mitgliedern der Mehrheit und Minderheit unter persönlicher Verantwortlichkeit freigestellt ist. Der Cantonsrath von Ob- walben wird mittelst zu erlassender Proclamation die Verwerfung der Revision empfehlen.

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linken Ufer des Nervion sei nach lebhaftem Kampfe vou deu Carlisten besetzt worden.

London, 25. März. Die Königin wird die Revue über die aus dem Aschantikriege zurückgekehrteu Truppen am 30. März in Windsor abnehmeu.

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?ietVr?)prF, 25. März.-atzsecretär Richardson bat sich zu Gunsten der Verminderung der Greenbacks ausgesprochen, vorausgesetzt, daß das Papier-

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Die Home-Ruler balteu morgen ein cvustituirendes Meeting. Einla­dungen ergingen an 80 Parlaments-Mitglieder, 58 Iren imb 22 Engländer, j

London, 24. März. Dem Rcuter'schen Bureau" wird aus Durango' , gemeldet, die Carlisten hätten die Beschießung Bilbaos mit Brandbomben be> ^eishaltmd. ^Von

beiwohnten, wurde zweite Lesung im Plenum beschloffen. Nächste Sitzung geld der Nationalbanken verbältnißmäßig vermehrt würde. Ein hier stattgebab- Donnerstag. trä Meeting hat beschloffen, den Eongreß zur Berathung der finanziellen Fra»

Berlin, 24. März. DerReichs-Anz." veröffentlicht einen Erlaß des gen nachdrücklich aufzufordern und gegen die Vermehrung des Papiergeldes zu Kaisers an den Reichskanzlers, worin der Kaiser für die äußerst zahlreichen protestiren. Glückwünsche zu seinem Geburtstage, die ihnr innerhalb und außerhalb des Deutschen Reiches in den mannigfachsten Formen, zum Theil in ftemden Sprachen, zugegangen, seinen Dank ausspricht. Je freudiger dieses Zuströmen liebenswürdiger, von Herzen zu Herzen dringender Beweise froher Theilnahme den Kaiser überrascht habe, um jo mehr habe er sich in frohem Hinblick aus soviel Liebe und Verehrung gehoben gefühlt, desto lebhafter sei sein warm